Cold Prey - Eiskalter Tod (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Riesenkeks
"Diese Sachen sind doch keine dreißig Jahre alt
Pro:
nette Unterhaltung, Blut im Schnee
Kontra:
einige zu offensichtlich konstruierte Szenen, Schema F
Empfehlung:
Ja
*Verwunderung, nachdem die Leutchen erfahren haben, wie lange das Hotel schon verlassen ist.
Horrorfilme laufen ja sehr oft nach demselben Schema ab: Irgendetwas Unerwartetes passiert, ein Grüppchen von Leuten kommt wo aus, wo sie nicht hinwollte und dann werden alle (oder fast alle) niedergemetzelt.Wenn man das jetzt auf ein Skigebiet in Norwegen anwenden möchte, sieht das in etwa so aus:
Fünf junge Norweger (drei junge Herren und zwei Weibchen) fahren zum Snowboarden in die Berge von Jotunheimen, einer von ihnen (ausgerechnet das Männchen, ohne passendes Weibchen an der Seite) bricht sich das Bein, man stolpert zusammen in ein verlassenes Hotel, stößt auf ein paar Ungereimtheiten und in der Nacht wird dann das jungfräuliche Wesen, das sich zuvor gegen eine Nacht mit einem von den Herren ausgesprochen hat, abgeschlachtet – was irgendwie keiner mitbekommt, weswegen das Morden munter weitergehen kann, bis man endlich mal auf Blutspuren trifft….
Zunächst habe ich eine Frage zur Story: Wieso stirbt die Jungfrau? Und dann ist sie auch noch das erste Opfer! Ist nicht eine der Regeln zum Überleben in einem Horrorfilm: Sei eine Jungfrau? Diese Regel scheint der Regisseur Roar Uthaug nicht zu kennen, oder setzt sich einfach über sie hinweg, was mich im ersten Moment verwunderte, da ich mit diesem Opfer nicht so ganz gerechnet hatte… Auf der anderen Seite ist sie aber auch die erste gewesen, die alleine in dem Hotel unterwegs war, weswegen man eigentlich mit so etwas hätte rechnen müssen.
Überraschungen gibt es in diesem Film also durchaus, wenngleich sie etwas anders geartet sind, als vermutet. Zum Ende des Filmes hin gibt es allerdings nichts mehr, was großartig verblüffen kann, denn selbst Szenen, die einem Angst einjagen sollen, wirken so offensichtlich in eine andere Richtung, dass der denkende Zuschauer schon von Vornherein mit dem rechnet, das da kommt. Wirkliche Höhepunkte gibt es also nicht, aber dennoch ist die Art der Unterhaltung nicht die Schlechteste.Wirklich Stimmung kommt bei mir allerdings nicht auf, denn es gibt nur wenige Schockszenen und ein subtiler Horror ist eigentlich nicht aufzufinden.
Stattdessen kann man sich mal wieder über die Dummheit oder auch offensichtliche Blindheit der Leute lustig machen. Blutspuren im Flur müssten eigentlich auffallen… (Wobei ich gerade überlege, ob die eigentlich am Morgen nah dem ersten Niedermetzeln noch mal gezeigt werden… Da der Typ mit dem Eispickel und den Fellen, der sein Hotel leer hält -Ordnung muss sein-, allerdings auch nicht das Zimmer geputzt hat -hier offensichtlich nicht-, müssten sie eigentlich noch da sein.)… und man läuft auch nicht alleine über die Schneelandschaft, wenn man weiß, dass ein Wahnsinniger hinter einem her ist. (Wobei man sich hier streiten könnte… aber dazu muss man den Film kennen und ich möchte nicht zu viel verraten.)Die Schauspieler (Ingrid Bolsø Berdal, Rolf Kristian Larsen, Tomas Alf Larsen, Endre Martin Midtstigen, Viktoria Winge, Rune Melby) sind alle nicht so sonderlich überragend, aber ihre Schauspielkunst liegt auch von „schlecht“ noch recht weit entfernt. Gut, von Rune Melby kann man eh fast nie viel sehen, denn er stapft vollbekleidet durch die Gegend -wirkt dabei natürlich nicht sonderlich bedrohlich- und dabei meistens auch nur zur Hälfte (die untere wohlgemerkt) zu sehen. Rolf Kristian Larsen überzeugt in seiner Rolle eigentlich noch am meisten, denn man nimmt ihm den offensichtlich verliebten Kerl (ohne Chance, denn seine Traumfrau ist vergeben) mit dem Beinbruch ab und auch die Angst kommt bei ihm am besten rüber.
FazitInsgesamt gesehen kann man sich den Film durchaus ansehen, aber er bietet keine wirklichen Überraschungen oder Highlights. Die Idee ist nicht neu, aber ganz nett umgesetzt – wenngleich das Motiv des Mörders zwar vordergründig aufgelöst wird, an sich aber recht unverständlich ist.
Eine nette Abendunterhaltung – aber nicht mehr.
PS: Übrigens durften auch die erklärenden Zeitungsartikel mal wieder nicht fehlen…. Wenn ich mal durchdrehen sollte und alle Leute abschlachte, die es wagen, meinem Grundstück zu nahe zu kommen, werde ich garantiert auch irgendwelche Zeitungsartikel hier rumfliegen haben, die erklären, warum ich so bin, wie ich bin. – Man muss den Leuten ja eine Chance geben zu erfahren, was los ist…
Haha.
19 Bewertungen, 5 Kommentare
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13.05.2013, 09:03 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichGLG Simone
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12.05.2013, 21:56 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
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12.05.2013, 21:47 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Annabelle.
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12.05.2013, 19:49 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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12.05.2013, 18:49 Uhr von Saarhoodboy
Bewertung: sehr hilfreichGute worte
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