Brick (DVD) Testbericht

Brick-dvd-thriller
ab 61,16
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2010

5 Sterne
(1)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Scoopexx

Mal was anderes!

Pro:

hebt sich schön vom Hollywood - Schund ab, sehr dichte Handlung, spannend

Kontra:

könnte teils aufwändiger produziert worden sein

Empfehlung:

Ja

Der Hauptdarsteller von Brick, Brendan (Joseph Gordon-Levitt), ist ein Schüler an einer amerikanischen Highschool und ein ziemlicher Außenseiter - freiwillig. An seiner Highschool herrscht eine sehr ausgeprägte Hierarchie, in der manche sehr viel zu sagen haben und der Rest eben der Rest ist. Die hier weiter oben stehen betreiben ihre eigene Politik, um ihren Einfluss zu vergrößern und sind daher alle in Krumme Dinger involviert. Die Schulverwaltung kommt dem seit langem nicht mehr hinterher. Brick beschreibt somit eine eigene Gesellschaft innerhalb der Schule, die beinahe vollständig abgeschottet von allem anderen funktioniert. Eine Highschool ohne äußere Einflüsse.
Alles beginnt mit einer Nachricht, die Brendan in seinem Schulschrank findet. Sie stammt von seiner Ex-Freundin Emily (Emilie de Ravin), die ihn mittlerweile verlassen hat, um in anderen Kreisen der Schule Kontakt zu finden. Die Nachricht verweist lediglich auf eine sehr einsam liegende Telefonzelle und eine Uhrzeit. Dort eingetroffen klingelt der Apparat und am anderen Ende der Leitung ist eine absolut aufgelöste Emily, die nur Unzusammenhängendes über die Lippen bringt. Als sie ein lautes Motorengeräusch vernimmt, gerät sie vollends in Panik und legt auf.
Brendan, dem Emily immer noch viel bedeutet, macht sich auf die Suche nach ihr und bewegt sich dabei quer durch die Cliquen der Schule, um sie zu finden und ihr zu helfen. Sein einziger Verbündeter ist dabei Brain (Matt O'Leary), ein talentierter Schüler, der gute Kontakte zu der schulischen Oberschicht hat, allerdings mehr in der Welt der Bücher lebt. Schnell findet Brendan heraus, dass Emily tot ist. Sein Antrieb ist es fortan, herauszufinden, wer ihr das angetan hat.

Brick ist dem Genre Neo-Noir zuzuordnen, das dem klassischen Gegensatz zum Hollywood-Kino entspricht. Es ist gekennzeichnet durch entfremdete, verbitterte Charaktere und eine pessimistische Weltsicht. Was sich hier zuerst von der Handlung her nach einem Teenie-Film anhört, stellt sich ganz schnell zu einem tiefgreifenden, storygeladenen und düsteren Werk heraus, dass sich erfrischend von dem Mainstream der Filmindustrie abhebt. Wer also einen leicht verdaulichen Film erwartet, den man nebenbei schauen kann, der wird hier sicher enttäuscht werden. Die Story von Brick ist komplex und alle Details erschließen sich erst beim zweiten Schauen des Films.
Der Film arbeitet viel mit Klischees, es gibt fast nur die stereotypen Schulcharaktere, die man sich eben an einer amerikanischen Highschool ausmalt. Die Kiffer, die immer hinter dem Café "Coffee and pie, oh my!" ablungern, die Sportler, die gerne mal ihre Probleme mit den Fäusten lösen und die Schauspieler, die ihre Intrigen überall dazwischen spinnen. Wenn jemand keiner dieser Gruppen zuzuordnen ist, ist er in Brick meist lediglich ein Anhängsel und Statist.

Die Filmdauer beträgt 115 Minuten, Regie führte Rian Johnson und gedreht wurde Brick 2005 in den USA.


Fazit
Mir hat der Film sehr gut gefallen, eben weil er sich von diesem mitlerweile ziemlich ausgelutschten Story-Prinzip abhebt, bei dem ein supertoller, supergutaussehender und superintelligenter aber eigentlich total profilloser Held, der immer flotte Sprüche parat hat, den Oberbösewicht besiegt und am Ende die über alle maßen hübsche Frau seines Lebens abkriegt. Brick ist einfach anders und auch wenn man teils merkt, dass er nicht mit einem extrem hohen Budget produziert wurde (es wurde zwar eine Menge Vorarbeit geleistet, der eigentliche Film wurde jedoch in nur 20 Tagen gedreht), bleibt er zu jedem Zeitpunkt spannend. Voraussetzung für ein positives Filmerlebnis ist dabei, dass man mit dialoglastigeren Filmen umgehen kann, die sich erst beim Schauen entwickeln und nicht von der ersten Minute an versuchen, durch Explosionen und sonstige Spezialeffekte Spannung aufzubauen.

Leider versaut die deutsche Sprachausgabe mal wieder einiges am Spaß, den man mit dem Film eigentlich haben könnte. Wer dem Englischen also mächtig ist, dem sei diese Tonspur dringends empfohlen.

31 Bewertungen, 9 Kommentare

  • bettie47

    05.12.2009, 23:45 Uhr von bettie47
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut berichtet,Gruß Bettie47

  • Bunny84

    05.12.2009, 23:27 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht. Wünsche dir einen schönen Abend und liebe Grüße sendet dir BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen

  • morla

    05.12.2009, 23:14 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir einen schönen 2.advent lg. petra

  • Zzaldo

    05.12.2009, 22:58 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße zusammen mit Wünschen zum 2. Advent sendet dir Stephan

  • sigrid9979

    05.12.2009, 17:46 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche einen schönen Samstag...Lg Sigi

  • senora

    05.12.2009, 17:27 Uhr von senora
    Bewertung: sehr hilfreich

    Denke daran heute Deinen Stiefel vor die Tür zu stellen. Sonst bleibt er leer.

  • DMaster89

    05.12.2009, 17:21 Uhr von DMaster89
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht! Viele Grüße und einen schönen Tag...

  • Music-King

    05.12.2009, 16:49 Uhr von Music-King
    Bewertung: sehr hilfreich

    Aber dieser Klischee-Stil entspricht doch voll und ganz dem Hollywood-Mainstream...

  • Clarinetta2

    05.12.2009, 15:50 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner bericht......