Zoch Haste Bock? Testbericht

Zoch-haste-bock
ab 10,82
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Auf yopi.de gelistet seit 01/2008
5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen

Erfahrungsbericht von Mone_s

Haste Bock?

5
  • Präsentation:  sehr gut
  • Schwierigkeitsgrad:  durchschnittlich
  • Spaßfaktor:  sehr gering
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie
  • Spieldauer:  durchschnittlich, bis zu 1 Stunde
  • Das Spiel für:  Hobby-Spieler
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

Sehr schön, gute Qualität, macht Spaß

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Schäfchenzählen mal anders

Auf der diesjährigen Spielemesse in Essen konnte mein Freund meine Tante dazu überreden “Haste Bock“ zu kaufen. Da dies eines der Lieblingsspiele eines befreundeten Paares ist und sich die Beschreibung gut angehört hatte, wollten wir das Spiel gerne testen. Letzte Woche haben wir es uns dann von meiner Tante ausgeliehen und hatten damit die Chance, ein paar Partien zu spielen.

In diesem Spiel geht es darum, durch geschicktes Ziehen seiner eigenen oder auch der gegnerischen Schafe auf die besten Weideplätze zu gelangen und dadurch die meisten Punkte zu ergattern. Allerdings ändern sich die Vorraussetzungen eines guten Weideplatzes in den vier Spielphasen immer wieder, so dass man seine Spielzüge gut planen muss. So kommt es im Laufe des Spiels zu einem wilden Gedrängel auf der Koppel und trotz all der guten Planung sorgt die nächste Aktion immer wieder für neues Chaos.

“Haste Bock“ ist ein taktisches Spiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren und dauert etwa 45 Minuten.

Eine besonders schöne Überraschung bekommt man schon sobald das Spiel auspackt wird. Die süßen Schäfchen, welche sich bereits auf dem Spielkarton knubbeln, erwarten euch sobald ihr den Deckel abhebt als Spielfiguren. Man erhält endlich mal keine simplen Plastiksteinchen, sondern detailliert gestaltete Porzellanfiguren. Das Spielbrett ist schlicht und nützlich, die zu verwendenden Karten verkörpern die unterschiedlichen Aktionen und sind sehr einleuchtend gezeichnet.

Der Inhalt besteht aus:
1 Spielplan
8 farbig markierten Schafen (je zwei für jeden Spieler)
48 Aktionskärtchen
4 Wertungssteinen
3 zusätzlichen Schafen
1 Zeitstein
1 Farbwürfel
9 Weideplättchen (diese werden unter den Schafen befestigt)
1 Startplättchen
und 4 Übersichtstafeln

Überblick:
Das Spielbrett besteht aus 9*9 Feldern und wird umrahmt von einer Zeitleiste, welche angibt, in welcher Phase sich die Spieler gerade befinden. Diese Leiste wird auch als Punkteleiste verwendet, da während des gesamten Spiels Wertungen stattfinden.

Spielablauf:
Nachdem die Spieler ihre je 12 Aktionskarten erhalten und die neun Schafe (Die Spielerschafe und das schwarze Schaf Thea) in die Startposition gebracht haben, welche sich in der Mitte des Spielfelds befindet, beginnt das Spiel.
Um nicht immer mit der gleichen Startkonstellation zu beginnen, wird zunächst einmal ein wenig Chaos auf die Weide gebracht, indem sich die Schafe gegenseitig rammen. Die Spieler würfeln reihum mit dem Farbwürfel und dürfen dann, dem Würfelergebnis entsprechend, Schafe rammen. Würfelt man zum Beispiel rot, so rammt man die Herde mit einem roten Schaf. Rammen darf man in beliebige Richtung ein einzelnes oder eine Reihe von Schafen um jeweils ein Feld. Beliebige Richtung bedeutet, dass man waagerecht, senkrecht und auch diagonal rammen darf. Wenn jeder Spieler einmal gerammt hat, ist die Herde ein bißchen zerstreuter als zu Beginn und man kann anfangen zu planen.

Jetzt erst beginnt das eigentliche Spiel, welches sich in 4 Phasen spaltet. Sobald die vierte abgeschlossen ist, endet das Spiel und der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt die Partie.
In der ersten Phase versuchen die Spieler, ihre zwei eigenen Schafe so nah wie möglich zusammen zu bringen.
In der zweiten Phase stürzen sich alle Schafe auf den begehrten Schafsbock Roger, welcher am Spielfeldrand platziert wird.
In der dritten Phase sollen die Spieler ihre eigenen Schafe so nah wie möglich neben das schwarze Schaf Thea setzen.
Die vierte Phase verlangt die Flucht vor dem Frisörschaf Jacques, welches ebenfalls am Spielfeldrand steht.
Um in den vier Phasen möglichst viele Punkte zu machen stehen dem Spieler 12 Aktionskarten zur Verfügung, die jedoch alle nur ein einziges Mal verwendet werden dürfen. So ist es wichtig, seine Handlung gut zu durchdenken, da einige der Aktionen wesentlich wertvoller sind als andere. Da die vier Spielphasen nahtlos aufeinander folgen muss man sehr vorausschauend handeln.

Ein Spielzug sieht folgendermaßen aus: Zuerst wird eine Aktionskarte ausgewählt und die entsprechende Aktion ausgeführt. Daraufhin wird der Zeitstein auf der Zeitleiste, welche sich am Rande des Spielfeldes befindet, fortbewegt. Wieviele Felder der Stein gezogen wird, steht auf der soeben verwendeten Aktionskarte. Zu bestimmten Zeitpunkten im Spiel wird eine Punktewertung ausgelöst. Ist dies nun der Fall, so wird gewertet. Hat man Glück und der Zeitstein landet nachdem er vom Spieler weiterbewegt wurde auf einem „Schafspanik-Feld“, so darf er die Herde einmal auf dieselbe Art rammen, wie am Anfang beschrieben wurde. Nun ist der nächste Spieler dran und darf sein Glück versuchen.

Die Aktionen:
Die 12 Aktionskarten lassen sich in drei Kategorien unterteilen. So gibt es
1. Aktionen, die nur mit eigenen Schafen gemacht werden dürfen,
2. Aktionen, welche mit beliebigen Schafen vollzogen werden dürfen und
3. Aktionen, die die gesamte Herde betreffen und von dem unmittelbar folgenden Spieler nicht rückgängig gemacht werden dürfen.

Zu 1. gehören
a) Der Schafschritt, mit dem man eines seiner Schafe um einen Schritt in beliebiger Richtung bewegen darf.
b) Der Rammbock, der es dem Spieler ermöglicht mit einem eigenen Schaf zu rammen.
c) Der Bocksprung, durch den ein Schaf über eine beliebige Anzahl anderer Schafe in einer Reihe springen kann.

Zu 2. gehören
a) Die diagonale Schafkarawane, die eine ganze Reihe von Schafen beliebiger Farben diagonal um ein Feld versetzt.
b) Die waagerechte und senkrechte Schafkarawane, bei der die Schafsreihe ebenfalls um ein Feld gezogen wird.

Zu 3. zählen
a) Der Futtertrog, durch den sich die gesamte Herde an einem Schaf ausrichtet.
b) Der Herdentrieb, welcher die gesamte Herde um 90° im oder gegen den Uhrzeigersinn dreht.

Wertung
Die Wertungen unterscheiden sich in den verschiedenen Phasen. In Phase eins wird direkt nach dem Zug eines Spielers gewertet. Stehen seine Schafe nun auf zwei Feldern direkt nebeneinander, so bekommen sie Punkte, stehen sie weiter entfernt, erhält der Spieler keine Punkte. In der zweiten Phase versuchen die Schafe so nah wie möglich an die Seite des Spielfeldrandes zu gelangen, an welcher der Schafsbock „Roger“ steht. Gewertet wird in dieser Phase, sobald der Zeitstein an eine von zwei möglichen Markierungen gerät. Die Schafe, welche in der nächstmöglichen Reihe neben Roger stehen erhalten am meisten Punkte, die dahinter liegenden Reihen bekommen absteigend immer weniger oder auch gar keine Punkte, falls sie zu weit weg stehen.
In der dritten Phase wird wieder direkt nach dem Zug des Spielers gewertet. Nun bekommen seine Schafe Punkte, falls sie in der Nähe von Thea, dem schwarzen Schaf stehen. Sind sie weiter als ein Feld von ihr entfernt, erlangen sie 0 Punkte.
Die vierte Phase ist das Gegenteil der 2. Phase. Nun müssen die Schafe versuchen, so weit wie möglich vor dem Frisörschaf zu fliehen, welches am Spielfeldrand aufgestellt wird. Die Schafe, die in der Reihe stehen, welche am weitesten entfernt von Jacques liegt, erhalten die meisten Punkte. Je näher die Schafe an Jacques stehen, desto weniger Punkte erhalten sie. Auch in dieser Phase ist es möglich 0 Punkte zu erlangen.
Immer wenn der Spieler bei einer Wertung Punkte erhält, wird sein Spielstein auf der Punkteleiste außerhalb des Spielfeldes vorgezogen. Nach Abschluss der vierten Phase hat der Spieler mit den meisten Punkten gewonnen.


Beurteilung
Wie bereits gesagt war ich schon begeistert von dem Spiel, sobald ich es geöffnet und mir die Figuren angeschaut hatte. Doch das Spiel glänzt nicht nur optisch, sondern begeistert ebenso durch alles andere. Die Regeln warfen erst einige Fragen auf, doch als wir uns eingelesen und die Beispielbilder angeguckt hatten, wurde alles geklärt.
Da wir das Spiel nur zu zweit gespielt haben, gab es eine kleine Regeländerung, die jedoch nur den Spielverlauf etwas beschleunigt hat.
Man muss seine Züge gut planen, denn jede Aktion ist wertvoll und wahrscheinlich bereut man es schon bald, sie verschwendet zu haben. Die ganze Zeit über muss man vorausschauend bleiben und eventuell in einer Phase auf Punkte verzichten, um sich einen guten Platz für die nächste Phase zu sichern. Doch egal wie gut der Schlachtplan auch aussehen mag, der Gegner schafft es mit Sicherheit, ihn wieder kaputt zu machen und alles in ganz andere Bahnen zu lenken. Und gerade das ist der Reiz an diesem Spiel. Zumindest finde ich es sehr lustig ;-) Die Idee des Spiels ist einfach toll und die Umsetzung hat meiner Meinung nach hervorragend funktioniert.
Gerade durch das anfängliche Geramme startet man jedes Mal aus einer neuen Position heraus, so dass immer wieder ein anderes Spiel gespielt wird.
Der Preis von ca. 20€ ist im Betracht auf den Inhalt definitiv gerechtfertigt.

16 Bewertungen, 10 Kommentare

  • wir_2

    22.01.2008, 16:54 Uhr von wir_2
    Bewertung: sehr hilfreich

    danke für den Tipp, bin immer auf der Suche nach neuen Spielen

  • nele83

    22.01.2008, 12:07 Uhr von nele83
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. LGDaniela

  • Miraculix1967

    21.01.2008, 23:47 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und LG Miraculix1967

  • DOMMEL

    21.01.2008, 22:59 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich lese gegen ihr alle auch?

  • bodenseestern

    21.01.2008, 22:19 Uhr von bodenseestern
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Petra

  • marmer22

    21.01.2008, 21:25 Uhr von marmer22
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich lese immer gegen .lg

  • frankensteins

    21.01.2008, 21:22 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    sein Bericht ist super, aber sollte es nicht um den Verlag gehen?? hab ich da was missverstanden lg

  • Joerg_Langer

    21.01.2008, 20:43 Uhr von Joerg_Langer
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh - guter Bericht

  • Clarinetta2

    21.01.2008, 20:00 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    das bestimmt ein Bergnügen, supi bericht

  • sindimindi

    21.01.2008, 19:53 Uhr von sindimindi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lustiges Spiel, besonders, wenn man in einer Schäferlaufstadt wohnt...;-) - würde ich mir anschaffen, wenn ich es sehen würde. LG, Roland