Feuchtgebiete (Taschenbuch) / Charlotte Roche Testbericht
Erfahrungsbericht von Mimchen
Mens sana in Corpore sano oder ...
Pro:
die Aufmachung des Buches
Kontra:
Pervers, ekelhaft, schlechtes Deutsch
Empfehlung:
Nein
...wie krank muss ein Körper sein, um solche geistigen Ergüsse zu verfassen. Für sanfte Gemüter empfehle ich, den Teil "Aufreger" auszusparen, denn dort zitiere ich einige der, meiner Meinung nach, abartigsten Dinge, die im Buch von der Hauptperson erzählt werden. Die extemen sexuellen Praktiken bzw. Erzählungen der Hauptperson habe ich ausgespart, da auch Minderjährige diesen Bericht lesen können.
Vorab wie immer einige neutral gehaltenen Informationen
Technische Daten Buch und Autorin
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1. Die Autorin
Charlotte Elisabeth Grace Roche , geboren am 18. März 1978 in High Wycombe/ England und in Deutschland aufgewachsen.
Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Frau Roche durch ihre Moderatorentätigkeit bei VIVA zwei bzw. später VIVA, und der Sendung Fast Forward, die sie von 1998 bis 2004 ausführte, außerdem wurde sie sowohl mit dem Grimme- als auch mit dem bayerischen Fernsehpreis für ihre Arbeit als Moderatorin ausgezeichnet.
Sie ist verheiratet und Mutter eines Kindes.
Sie gilt mittlerweile als Vertreterin einer neuen Generation des Feminismus, sie ist der Auffassung, dass Frauen Alice Schwarzer zwar viel zu verdanken haben, ihre Einstellung jedoch mittlerweile überholt ist.
Feuchtgebiete ist ihr erster Roman, auf den ich jetzt näher eingehen werde.
2. Das Buch
Erschienen im Februar 2008 im DuMont Buchverlag zu Köln
www. dumont-buchverlag.de
Das Buch ist broschiert und beinhaltet 220 Seiten
ISBN 987-3-8321-8057-7
Der Umschlag ist von Zero in München (super Aufmachung)
Das Taschenbuch hat die Maße von 21 x 13,6 x 2 cm, fällt also in den Normalbereich.
Das Buch kostet 14,90 €, es gibt auch ein Hörbuch, das schon ab 13,95 € bei amazon zu haben ist.
Handlung
* * * * * * * *
Feuchtgebiete ist ja momentan der Bestseller, geht durch die Medien hoch und runter und entweder, man hasst, oder liebt dieses Buch. So zumindest die Meinung von diversen Foren-Nutzern.
Feuchtgebiete wird weiter als pornografischer Roman bezeichnet, meiner Meinung nach ist er aber nur in Ansätzen pornografisch gehalten, größtenteils ist der Roman einfach nur krank.
Helen Memel, eine 18-jährige Schülerin, kommt nach missglückter Intimrasur aufgrund ausgestülper Hämmorhoiden mit einer Analfissur ins Krankenhaus und muss dort einige Tage bleiben.
Der geneigte Leser erfährt schon auf den ersten Seiten, dass der größte Traum der Hauptdarstellerin ist, ihre Eltern wieder zusammen zu bringen, da diese seit vielen Jahren geschieden sind. Außerdem lernt Helen Pfleger Robin kennen, der eine weitere Schlüsselrolle im Roman spielt.
Während Helens Klinikaufenthalt lässt sie den Leser an ihrem sehr phantasievollen Kopfkino und an Ihrer Lebensweise teilhaben, die größtenteils einfach ekelhaft ist.
Zwischendurch kommen immer wieder ihre Eltern und ihr kleiner Bruder ins Spiel, es wird offengelegt, dass die Hauptperson es nie verkraftet hat, dass sich ihre Mutter samt ihrem kleinen Bruder nach der Scheidung umbrigen wollte, es aber durch Helen vereitelt wurde, da sie die beiden bewusstlos bei aufgedrehtem Gashahn fand.
Scheinbar verliebt sich Helen in Robin und die beiden verlassen nach seinem Schichtende und ihrer Entlassung das Krankenhaus -nicht ohne sich bei ihrer Mutter zu rächen, Helen hat auf ihrem Klinikbett mit Kleidern, Kissen und sonstigem, den Selbstmordversuch nachgestellt.
Im Prinzip ist die ganze Handlung des Buches mit diesen wenigen Worten gesagt. Nichts Spektakuläres, nicht besonders spannend, flach und dazu noch in einfachstem Deutsch geschrieben. Keinerlei Anhaltspunkte ein Bestseller zu werden, wären da nicht die sexuellen und hygienischen Eskapaden der Helen Memel...
Die Aufreger, die die Nation spalten
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Schon auf den ersten Seiten wird lange und breit über die Hämmorhoiden Helens erzählt, dass diese blumenkohlartig nach außen gestülpt sind, beim Analverkehr schmerzen und sie diese jedem Sexpartner beim ersten Date vor die Nase hält.
Eigentlich behandelt fast jedes Kapitel eine andere Perversion der Helen Memel. So zum Beispiel, dass sie nichts von Hygiene hält, sich ihr Vaginalsekret wie andere das Parfum hinter die Ohren tupft und dass ihr es einen "Riesenspaß macht, dreckige Klobrillen auf öffentlichen Toiletten mit ihrer eigenen Muschi einmal im Kreis sauber zu wischen - je dreckiger desto besser!"
Weiter erzählt sie von einem Drogenexzess mit ihrer Freundin, sie haben etliche Pillen mit Rotwein runtergespült. Nachdem sie sich übergeben mussten, und es schade um die Drogen fanden, haben sie ihr eigenes Erbrochenes wieder getrunken.
Helen wollte nach ihrer OP auch das entfernte Gewebe sehen, hat dies dann begutachtet, eine Mischung aus Blut - Fleisch und Eiter, und weil sie ja ein so gutes Verhältnis zu sich und ihrem Körper hat, außerdem zu faul war, wieder aufzustehen, hat sie ihre Finger nach der "Autopsie" einfach abgelutscht.
Die Hauptperson bastelt auch aus Kostengründen ihre Tampons selbst und da sie ihre Tage während des Klinikaufenthalts hat, hat sie im Fahrstuhl ein selbstgebasteltes, vollgelaufenes Tampon im Fahrstuhl an der Halterung unter den Knöpfen deponiert. Nachdem dieses Ding später nicht mehr dort aufzufinden war, hat sie einfach sich zwischen die Beine gegriffen und etwas Blut verschmiert, um ihre Markierung zu hinterlassen.
Außerdem findet es Helen gut, Körperflüssigkeiten jeder Art in getrockneter Form abzuknabbern, seien es Nasenpopel, Wundschorf oder Sperma ihrer Sexpartner.
Meine Meinung zu Feuchtgebiete
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Das Buch Feuchtgebiete handelt meines Erachtens nach einen Großteil der Abgründe der menschlichen Zivilisation ab. Ich finde es einfach absolut niveaulos und abartig, wie krank muß ein Gehirn sein, um solchen Schund zu verbreiten. Die verschiedenen sexuellen Eskapaden sind ja zum Teil noch nachvollziehbar, nicht jedoch die hygienischen Defizite, die die Hauptperson aufweist. Ich war mit dem Roman recht schnell durch, da er in einfachstem Deutsch geschrieben ist, und die Lektüre an sich auch leicht verdaulich ist. Wobei, an einigen Stellen hat mich doch der Würgereiz eingeholt, insbesondere wenn man gedanklich ausschweift und sich vorstellt, dass es solche Menschen im realen Leben auch gibt.
Weiter frage ich mich, wie die Autorin auf solche Phantasien kommen kann, wie lebt sie ihr Leben, hat sie selbst auch solche abartigen Anwandlungen oder Wünsche, oder wollte sie einfach nur Schlagzeilen machen getreu dem Motto - je perverser und ekliger desto besser, a la Dschungelcamp?
In Ansätzen kann man gutheißen, dass die bei uns praktizierte übertriebene Hygiene wirklich nicht ideal für die Gesundheit ist, aber ich würde mich lieber täglich ,mit Scheuerpulver abschrubben, als Helen Memels Hygieneauffassung zu teilen.
Ich würde mir dieses Buch definitiv nicht mehr kaufen, und setze es die Tage bei ebay ein, da ich so etwas nicht bei mir im Bücherschrank stehen haben will.
Meine Empfehlung lautet also, nicht kaufen!!! Ich bewerte auch als einfach schlecht.
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
18.03.2008 Mimchen für Yopi!
Ich schreibe unter gleichem Namen auch bei Ciao!
Vorab wie immer einige neutral gehaltenen Informationen
Technische Daten Buch und Autorin
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1. Die Autorin
Charlotte Elisabeth Grace Roche , geboren am 18. März 1978 in High Wycombe/ England und in Deutschland aufgewachsen.
Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Frau Roche durch ihre Moderatorentätigkeit bei VIVA zwei bzw. später VIVA, und der Sendung Fast Forward, die sie von 1998 bis 2004 ausführte, außerdem wurde sie sowohl mit dem Grimme- als auch mit dem bayerischen Fernsehpreis für ihre Arbeit als Moderatorin ausgezeichnet.
Sie ist verheiratet und Mutter eines Kindes.
Sie gilt mittlerweile als Vertreterin einer neuen Generation des Feminismus, sie ist der Auffassung, dass Frauen Alice Schwarzer zwar viel zu verdanken haben, ihre Einstellung jedoch mittlerweile überholt ist.
Feuchtgebiete ist ihr erster Roman, auf den ich jetzt näher eingehen werde.
2. Das Buch
Erschienen im Februar 2008 im DuMont Buchverlag zu Köln
www. dumont-buchverlag.de
Das Buch ist broschiert und beinhaltet 220 Seiten
ISBN 987-3-8321-8057-7
Der Umschlag ist von Zero in München (super Aufmachung)
Das Taschenbuch hat die Maße von 21 x 13,6 x 2 cm, fällt also in den Normalbereich.
Das Buch kostet 14,90 €, es gibt auch ein Hörbuch, das schon ab 13,95 € bei amazon zu haben ist.
Handlung
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Feuchtgebiete ist ja momentan der Bestseller, geht durch die Medien hoch und runter und entweder, man hasst, oder liebt dieses Buch. So zumindest die Meinung von diversen Foren-Nutzern.
Feuchtgebiete wird weiter als pornografischer Roman bezeichnet, meiner Meinung nach ist er aber nur in Ansätzen pornografisch gehalten, größtenteils ist der Roman einfach nur krank.
Helen Memel, eine 18-jährige Schülerin, kommt nach missglückter Intimrasur aufgrund ausgestülper Hämmorhoiden mit einer Analfissur ins Krankenhaus und muss dort einige Tage bleiben.
Der geneigte Leser erfährt schon auf den ersten Seiten, dass der größte Traum der Hauptdarstellerin ist, ihre Eltern wieder zusammen zu bringen, da diese seit vielen Jahren geschieden sind. Außerdem lernt Helen Pfleger Robin kennen, der eine weitere Schlüsselrolle im Roman spielt.
Während Helens Klinikaufenthalt lässt sie den Leser an ihrem sehr phantasievollen Kopfkino und an Ihrer Lebensweise teilhaben, die größtenteils einfach ekelhaft ist.
Zwischendurch kommen immer wieder ihre Eltern und ihr kleiner Bruder ins Spiel, es wird offengelegt, dass die Hauptperson es nie verkraftet hat, dass sich ihre Mutter samt ihrem kleinen Bruder nach der Scheidung umbrigen wollte, es aber durch Helen vereitelt wurde, da sie die beiden bewusstlos bei aufgedrehtem Gashahn fand.
Scheinbar verliebt sich Helen in Robin und die beiden verlassen nach seinem Schichtende und ihrer Entlassung das Krankenhaus -nicht ohne sich bei ihrer Mutter zu rächen, Helen hat auf ihrem Klinikbett mit Kleidern, Kissen und sonstigem, den Selbstmordversuch nachgestellt.
Im Prinzip ist die ganze Handlung des Buches mit diesen wenigen Worten gesagt. Nichts Spektakuläres, nicht besonders spannend, flach und dazu noch in einfachstem Deutsch geschrieben. Keinerlei Anhaltspunkte ein Bestseller zu werden, wären da nicht die sexuellen und hygienischen Eskapaden der Helen Memel...
Die Aufreger, die die Nation spalten
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Schon auf den ersten Seiten wird lange und breit über die Hämmorhoiden Helens erzählt, dass diese blumenkohlartig nach außen gestülpt sind, beim Analverkehr schmerzen und sie diese jedem Sexpartner beim ersten Date vor die Nase hält.
Eigentlich behandelt fast jedes Kapitel eine andere Perversion der Helen Memel. So zum Beispiel, dass sie nichts von Hygiene hält, sich ihr Vaginalsekret wie andere das Parfum hinter die Ohren tupft und dass ihr es einen "Riesenspaß macht, dreckige Klobrillen auf öffentlichen Toiletten mit ihrer eigenen Muschi einmal im Kreis sauber zu wischen - je dreckiger desto besser!"
Weiter erzählt sie von einem Drogenexzess mit ihrer Freundin, sie haben etliche Pillen mit Rotwein runtergespült. Nachdem sie sich übergeben mussten, und es schade um die Drogen fanden, haben sie ihr eigenes Erbrochenes wieder getrunken.
Helen wollte nach ihrer OP auch das entfernte Gewebe sehen, hat dies dann begutachtet, eine Mischung aus Blut - Fleisch und Eiter, und weil sie ja ein so gutes Verhältnis zu sich und ihrem Körper hat, außerdem zu faul war, wieder aufzustehen, hat sie ihre Finger nach der "Autopsie" einfach abgelutscht.
Die Hauptperson bastelt auch aus Kostengründen ihre Tampons selbst und da sie ihre Tage während des Klinikaufenthalts hat, hat sie im Fahrstuhl ein selbstgebasteltes, vollgelaufenes Tampon im Fahrstuhl an der Halterung unter den Knöpfen deponiert. Nachdem dieses Ding später nicht mehr dort aufzufinden war, hat sie einfach sich zwischen die Beine gegriffen und etwas Blut verschmiert, um ihre Markierung zu hinterlassen.
Außerdem findet es Helen gut, Körperflüssigkeiten jeder Art in getrockneter Form abzuknabbern, seien es Nasenpopel, Wundschorf oder Sperma ihrer Sexpartner.
Meine Meinung zu Feuchtgebiete
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Das Buch Feuchtgebiete handelt meines Erachtens nach einen Großteil der Abgründe der menschlichen Zivilisation ab. Ich finde es einfach absolut niveaulos und abartig, wie krank muß ein Gehirn sein, um solchen Schund zu verbreiten. Die verschiedenen sexuellen Eskapaden sind ja zum Teil noch nachvollziehbar, nicht jedoch die hygienischen Defizite, die die Hauptperson aufweist. Ich war mit dem Roman recht schnell durch, da er in einfachstem Deutsch geschrieben ist, und die Lektüre an sich auch leicht verdaulich ist. Wobei, an einigen Stellen hat mich doch der Würgereiz eingeholt, insbesondere wenn man gedanklich ausschweift und sich vorstellt, dass es solche Menschen im realen Leben auch gibt.
Weiter frage ich mich, wie die Autorin auf solche Phantasien kommen kann, wie lebt sie ihr Leben, hat sie selbst auch solche abartigen Anwandlungen oder Wünsche, oder wollte sie einfach nur Schlagzeilen machen getreu dem Motto - je perverser und ekliger desto besser, a la Dschungelcamp?
In Ansätzen kann man gutheißen, dass die bei uns praktizierte übertriebene Hygiene wirklich nicht ideal für die Gesundheit ist, aber ich würde mich lieber täglich ,mit Scheuerpulver abschrubben, als Helen Memels Hygieneauffassung zu teilen.
Ich würde mir dieses Buch definitiv nicht mehr kaufen, und setze es die Tage bei ebay ein, da ich so etwas nicht bei mir im Bücherschrank stehen haben will.
Meine Empfehlung lautet also, nicht kaufen!!! Ich bewerte auch als einfach schlecht.
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
18.03.2008 Mimchen für Yopi!
Ich schreibe unter gleichem Namen auch bei Ciao!
17 Bewertungen, 5 Kommentare
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29.04.2008, 03:28 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr hilfreicher Bericht! LG MST
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19.03.2008, 19:36 Uhr von BroeselWerner
Bewertung: sehr hilfreichlieben Gruß
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19.03.2008, 17:36 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. petra
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18.03.2008, 23:37 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh, lg willi
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18.03.2008, 22:19 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Dienstag Abend! SH und LG Miraculix1967



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