Ratatouille (DVD) Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 02/2009
Erfahrungsbericht von Wolfinia
Ratte ante Portas
Pro:
Witzig, spannend, detailverliebt...
Kontra:
Man kriegt Hunger beim Zusehen ;-)
Empfehlung:
Ja
Also hier erstmal die
==FAKTEN==
Deutscher Titel: Ratatouille
Originaltitel: Ratatouille
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Länge (PAL-DVD): 111 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK o. A.
Regie: Brad Bird,
Jan Pinkava
Drehbuch: Emily Cook,
Kathy Greenberg,
Jan Pinkava
Produktion: Pixar Animation Studios
Musik: Michael Giacchino
Schnitt: Darren T. Holmes
==STORY==
Rémy ist eine junge Ratte mit einem besonderen Talent: er hat einen ausgezeichneten Geschmacks- und Geruchssinn. Er kann sämtliche Zutaten heraus riechen und auch alles herausschmecken. Sein größter Traum ist es einmal wirklich zu kochen, da er sich als selbst als großer Koch sieht. Sein Vater allerdings hält das alles für Spinnerei und stempelt seinen Sohn zum "Gifterschnüffler" ab.
Doch Rémy gibt nicht auf, beim Versuch in der Küche einer alten Dame seine Nahrungsmittel zu verfeinern fliegt das Versteck des ganzen Clans auf und die Ratten müssen fliehen. Auf der Flucht wird der junge Held von seiner Familie getrennt und kommt wie es der Zufall will nach Paris. Die Stadt des exquisiten Geschmacks. Und nicht nur das, er gelangt auch postwendend im Restaurant seines Idols: den verstorbenen Meisterkoch Auguste Gusteau. Hier wird Rémy Zeuge, wie der Küchenjunge Linguini eine aus Versehen verschüttete Suppe strecken will und -wie vorauszusehen- total versaut. Die Ratte schafft es mit wenigen Handgriffen die Mahlzeit doch noch zu retten er selbst wird aber dabei gefangen genommen. Der Chefkoch ist natürlich der Meinung, Linguini habe die Suppe gekocht und fordert ihn auf, dass noch mal zu tun - nur hat der überhaupt keine Ahnung. Allerdings hatte er gesehen, dass Rémy dieser Meisterkoch ist und so freundet er sich mit der Ratte an. Diese sitzt zukünftig unter seiner Kochmütze und dirigiert den Jungen über das Ziehen seiner Haare und so schaffen sie zusammen immer neue Leckerbissen und wahre Meisterwerke der Kochkunst. Was ihm nicht nur die Aufmerksamkeit der hübschen Köchin Colette, sondern auch die Eifersucht seines Küchenchefs auf sich bescherrt. Dieser hatte er vor, Gusteau's guten Namen für Tiefkühlprodukte und Fast Food zu missbrauchen. Schließlich wird das Geheimnis um den "Meisterkoch" aufgedeckt - das Entsetzen ist natürlich groß und nun hat sich auch noch Anton Ego, Frankreichs schärfster und miesester Restaurantkritiker ganz Frankreichs angekündigt. Werden die beiden es noch schaffen? Und was hat es mit dem mysteriösen Testament auf sich, welches plötzlich auftaucht.
==CHARAKTÄRE==
Rémy - der Held
Rémy ist eine junge Ratte mit einem großen Traum - Meisterkoch zu werden. Natürlich gestaltet sich das alles andere als leicht, wer will schon eine Ratte in seiner Küche haben. Doch hat er nicht nur einen ausgeprägten Geruchs- und Geschmackssinn, ein ausgesprochenes Talent sich die Kombination der besten Speisen auszumalen sondern auch noch einen klugen Kopf. Begleitet wird er immer wieder von Gustau's Geist der ihm wie in kleiner Schutzengel zur Seite steht und ihm immer wieder Mut macht.
Linguini - der Tollpatsch
Linguini verdankt seinen Job im Restaurant seiner Mutter, die einstige Liebe von Gustau. Er wirkt ein wenig tollpatschig und traumdösig - die roten Haare, die dicke Nase und die vielen Sommersprossen komplettieren den Eindruck ;-) doch auch er hat einen Traum, auch er würde so gerne Koch werden, doch hat er überhaupt kein Talent. Dafür ein umso größeres Herz und einen guten Willen.
Gusteau - der Meisterkoch
Sieht genau so aus, wie man sich einen netten Koch vorstellt, ziemlich rund, rote Knollennase, dicke Backen mit einem lieben Lächeln und einer freundlichen Brummbär-Stimme (Fans von Southpark erkennen den Chefkoch wieder) Einstiger Meisterkoch, Besitzer des nach ihm benannten Restaurant und Schreiber diverser Kochbücher. Sein Lebensmotto war von je her: "Jeder kann kochen" und dieser Leitspruch wird Rémy und Linguini immer wieder mal helfen.
Skinner - der Giftzwerg
Der Küchenchef. und ein kleiner Giftzwerg. Von Statur und Aussehen hat er mich etwas an die tüftelige Schneiderin aus "The Ingredible's" erinnert. Klein, fies und gemein und nur auf seinen Vorteil bedacht. Wie ein Filmschurke nun mal sein muss.
Colette
Zu Colette fällt mir jetzt echt keine passende Kurzbeschreibung ein, und bei einem Anime UND Kinderfilm mein so oft benutztes Wort "Tittenbonus" zu verwenden, widerstrebt mir jetzt doch. Allerdings stimmt es, dass sie mehr eine wichtige Nebenrolle spielt. Anfangs ist sie ziemlich bissig, muss sie sich doch in einer von Männern dominierten Welt der Köche durchsetzen aber sie nimmt schließlich Linguini unter ihre Fittiche und schnell stellt sich heraus, dass sie unter der harten Schale auch einen weichen Kern hat.
Anton Ego - Die Prüfung
Er ist der schärfste Restaurantkritiker überhaupt. Seine Vorliebe ist es die ihm vorgesetzten Menüs bis ins kleinste Detail zu zerreisen und nicht mal den Ansatz eines guten Haares daran zu lassen. Einst war er schon mal im Gusteau's und hatte eine vernichtende Kritik geschrieben, die dem Restaurant den guten Ruf und viel Schlimmer noch einen der 5 Sterne gekostet hatte, was Gusteau damals das Herz brach.
Ego ist auch so dargestellt wie man sich so einen Mann vorstellen würde. Trotz seines Berufes und der Tatsache, dass er allerlei Speisen probiert ist er groß und hager, wirkt eingefallen. Sein Gesamtbild wirkt eher grau, was die Düsterheit des Charakters noch mehr unterstreicht.
Leider weiß ich nicht wie der deutsche Synchronsprecher heißt, aber ich mag die Stimme: so richtig gelangweilt, nasal und von oben herab. Toll gesprochen.
Natürlich gibt es noch viele viele weitere Charaktäre, aber die alle hier aufzulisten würde zu lange dauernd. Jedenfalls tritt der Rattenclan mal mehr oder weniger stark besetzt auf, auch eine wichtigere Rolle hat der Mann von Gesundheitsamt, wo auch bei dem mit Klischees nicht gespart wurde.
==Wissenswertes==
Im offiziellen Trailer und auf den Filmplakaten wird darauf hingewiesen, dass der Titel (engl.) "ratatooee" [ˌræt.ə.ˈtu .i] ausgesprochen wird, nicht rat-at-ouille/rat-at-will (dt. "Ratte nach Belieben"). Das Wortspiel mit "Ratatouille" und "rat" (engl.: Ratte) ist offensichtlich. Auf den deutschen Plakaten wird es zu "rattetuuii " [rat.ə.ˈtu .i], da man in Deutschland der französischen Sprechweise folgt. Im Film wird mit "rattepfuuii" erneut auf den Titel angespielt.
Im Film gibt es mehrere Verbindungen zu früheren Pixar-Filmen: Als Linguini in einer Sequenz seine Hose öffnet, ist auf seiner Unterhose deutlich das "Incredibles"-Logo zu sehen, und während einer Straßenszene läuft im Hintergrund Bomb Voyage durchs Bild, eine Figur ebenfalls aus The Incredibles - Die Unglaublichen. Außerdem fährt auf der Seine-Brücke der "Pizza-Planet"-Truck aus Toy Story (1995), ein Auto, das in nahezu jedem Pixar-Film zu sehen ist.
Die Ratten Rémy und Django sollten ursprünglich die Namen "Art" (engl.: Kunst) und "Pesto" (ital. Würzsauce) tragen. Mit Vornamen heißt Linguini Alfredo und Gusteaus Vorname Auguste ist ein Anagramm seines Nachnamens.
Gusteaus Nachfolger und neuer Küchenchef des Restaurants heißt "Skinner". Dieser sieht im Verlauf des Filmes immer wieder Remy, so unter anderem als Schatten unter der Kochmütze von Linguini. Jedoch ist die Ratte im nächsten Moment immer verschwunden. Dieser running gag könnte eine Anspielung auf den Verhaltensforscher Burrhus Frederic Skinner sein, der seine Versuche oft mit Ratten durchführte.
(Info aus www.Wikipedia.de)
==MEINUNG==
Also es handelt sich ja um einen Anime und es wird soweit eigentlich nur hier und da die Gerichte beschrieben aber ich saß doch im Kino und mir lief hier und da das Wasser im Munde zusammen. Die Speisen werden immer mal wieder beschrieben, man hört überall die Kessel dampfen und es aus den Töpfen blubbern. Rémy sagt was er hier und da mal dazu tut und man selbst sitzt im Kino und würde sonst was dafür geben, die eine oder andere Köstlichkeit zu probieren. So ging es mir bisher nur bei einem Film, bei "Chocolat". Und hier reden wir aber von einem animierten Film!!
===Story===
Nun was soll man zu der Story viel sagen. Ansich ist die Idee nicht unbedingt neu, dass jemand einen Traum hat, aber Status etc. ihm im Wege stehen. Nun ich glaube man hat das wohl eher selten aus Sicht einer Ratte erlebt.
Aber die Filmemacher haben sich was einfallen lassen
In diesem filmischen Kunststück der besonderen Nahrungszubereitung geht es um die Symbiose davon, dass Rémy sich seinen Traum verwirklichen will und auf allen möglichen und unmöglichen Wegen das versucht zu erreichen, sowie um Linguini der beweisen will, dass er auch was kann. Im Spiel von der eher ungewöhnlichen bis zuweilen paradoxen Freundschaft (das letzte was man eigentlich in seiner Küche haben will sind nun mal Ratten), gewürzt mit einer Brise Romantik, ummantelt mit der feurigen Würze einer Intrige und dazu noch gespickt mit den einen oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Köstlich!
Ich hab mich keine einzige Minute lang in diesem Film gelangweilt. Es ging eben nicht nur wie erwartet um eine Ratte die kochen will, sondern laufen einige Geschichten in diesem Restaurant zusammen, jeder der darin vorkommt hat seine ganz eigenen Probleme dort, seine eigene Ziele die nur schlussendlich zusammen laufen. Echt gut gemacht.
===Action, Effekte, Augenschmaus===
Auch hier kann ich mich nur wiederholen. Wir reden hier von Pixar. Wer nur einige ihrer vorherigen Werke kennt, wird wissen was ich meine. Die Jungs dort verstehen ihre Arbeit. Und dieses Mal waren sie noch detailverliebter als man es erwartet hätte. Sie haben wirklich an alles gedacht, wie sich die Farbe des Fells der Ratte verändert, wenn es nass wird oder wenn er im Halbschatten steht. Wie die Haare hier oder dort fallen, teilweise sogar das Spiel von Licht und Schatten berücksichtigt! Besonders genial fand ich eine Szene: Linguini redet mit Rémy, die Ratte steht ganz still da aber man kann sehen wie sie hektisch atmet (Ratte eben) und wie sich der kleine Körper dabei bewegt und die Barthaare zittern!!! Genial.
Und auch auf die Umgebung wurde sehr viel Wert gelegt. Ich persönlich war ja (leider) noch nie in Paris, aber laut Aussage meiner Freundin sieht es dort genauso aus, wie im Film dargestellt. Da kriegt man ja gleich Lust auf eine Städtereise ;-)
Ihr seht also die haben sich echt viel Mühe gegeben, darum will ich auch gar nicht weiter auf die Optik eingehen, sie ist schlichtweg und ergreifend super gelungen.
Ich bin ja mal gespannt, was der neueste Held von Pixar für Hype auslöst, wo nach "findet Nemo" plötzlich Clownfische der Renner unter den Haustieren war und tausende von Goldfischen sich auf einmal in der Kloschüssel wieder fanden. Mir tun alle die Leute leid, denen eine Ratte durch die Küche huscht - erklärt das mal bitte den Kindern warum diese Ratte wegmuss ;-p
==Fazit==
Nun wie unschwer zu erkennen, bin ich begeistert von dem Film. Ich finde es gibt nichts, aber auch rein gar nichts an dem Film auszusetzen und spricht sowohl jung, als auch alt an. Neben Fans von Animies kommen vielleicht die einen oder anderen Liebhaber guten Essens auf den Geschmack ;-) Absolut empfehlenswert!!
Das war's für meinen Teil. Ich bedanke mich herzlichst fürs Lesen und hoffentlich bewerten und kommentieren.
Vielen Dank und liebe Grüße
Wolfinia
25 Bewertungen, 7 Kommentare
-
04.02.2010, 12:51 Uhr von pinna
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht....LG
-
22.10.2009, 22:56 Uhr von Gemini_
Bewertung: sehr hilfreichSchön berichtet! Gemini_
-
21.10.2009, 16:42 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht...Lg Sigi
-
21.10.2009, 15:54 Uhr von Cessie47
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüße ,guter bericht
-
21.10.2009, 15:36 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
-
21.10.2009, 14:46 Uhr von MoeGott
Bewertung: sehr hilfreichwirklich schöner bericht. liebe grüße und hoffe auf Gegenlesungen !
-
21.10.2009, 14:13 Uhr von melliCLP
Bewertung: sehr hilfreichfreu mich jederzeit über gegenlesungen :)
Bewerten / Kommentar schreiben