Bitburger Cola Libre Testbericht
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- Geschmack:
- Wirkungsgrad:
Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Früher braute Bitburger auch Bier
Pro:
- siehe Text
Kontra:
- siehe Text
Empfehlung:
Ja
Irgendwo im heimischen Kühlschrank liegt noch immer eine Flasche aus dem Hause Bitburger. Deren Inhalt schmeckt, das behauptet wenigstens das Etikett, nach Granatapfel. Inzwischen schmeckt das Zeug wahrscheinlich selbst Menschlein nicht mehr, die eine erklärte Liebe zu allerhandlei Bier-Mixgetränken mitbringen, denn das Haltbarkeitsdatum ist längst überschritten. Zu denen zähle ich mich nicht, und deshalb hat mir eine Kostprobe à 0,33l auch vollauf gereicht, um mir ein endgültiges Urteil zu bilden.
Kürzlich hatte der Pizzabote dann wieder mal kostenlose Warenproben im Gepäck. Wieder waren?s zwei Flaschen, wieder waren?s zwei Flaschen aus der Brauerei Bitburger.
Die ist allem Anschein nach dringend darauf angewiesen, den Sommer frühestmöglich einzuläuten ? das schließe ich zumindest aus der Tatsache, dass die Brauerei in diesen Tagen munter Gratisproben ihres neuen Produktes Cola Libre unters Volk wirft. Aha, soso. Der schnöde Cola-Bier-Mix allein ist in diesem Spätwinter also von gestern; 2008 schlägt die Stunde von Rum-Lemon-Flavor. In diesen Minuten, in denen ich diese Zeilen tippe, muss ich spontan an das Spielchen odd man out denken. Bei dem gilt es, in einer Reihe mit verschiedenen Objekten dasjenige zu bestimmen, das als einziges aus dem Rahmen fällt. Sie wissen schon: Was gehört nicht hierher ? Möve, Taube, Pinguin oder Kanarienvogel ... ? (Wenn Sie jetzt spontan auf ?Kanarienvogel? getippt haben, weil Sie nur den für eine Fleisch fressende Pflanze halten, muss ich Sie enttäuschen: Pfffrz ? stimmt nicht.)
Noch eine Chance? Ok: Rum, Cola, Zitrone, Bier.
Na? Schnackelt's? Natürlich: Bier hat im so genannten Cuba Libre natürlich nix zu suchen. Das weiß natürlich auch die Brauerei Bitburger, und deshalb übt sie sich in bezug auf den Geschmack auch in vornehmer Zurückhaltung. Will sagen: Was auf der Zunge perlt, sind vor allem fein austarierte künstliche Aromen von Cola, Rum und Zitrone. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Für einen Pop mit erfrischend niedrigen 2% Volumengehalt Alco ist das Ergebnis geschmacklich gar nicht mal so uneben. Allerdings, und genau hier liegt der Hase im Pfeffer, hat das alles wirklich nur dem Namen nach noch etwas mit Bier zu tun.
Jaja, ich weiß natürlich, was des Pudels Kern ist: Den Bierbrauern im Allgemeinen und den Bitbrauern im Besonderen gehen immer mehr Kunden von der Fahne. Immer mehr Frauen trinken statt Bier heutzutage Biodiesel, und die Männer, die früher noch Wicküler Bier schlonzten ("Männer wie wir ? Wicküler Bier! Babys wie du ? Milch von der Kuh!"), wandern aus, um in Bolivien ein neues Leben als Pumpernickel-Bäcker zu beginnen, oder sind längst tot. Dementsprechend schnurren auch die Möglichkeiten der deutschen Brauer ein, ihren (Flüssig)Broterwerb zu sichern. Entweder tun sie es ihren Kunden von gestern gleich und backen Schwarzbrot (unsichere Sache), sterben (unschön) oder suchen sich neue Kunden.
Tja, woher aber nehmen?
Wo sich die deutsche Trinkerjugend dem Bier ihrer Väter standhaft verweigert, müssen Alternativen gefunden werden. Das Ergebnis solcher Bemühungen sind Gebräue, die sich geschmacklich wie farblich irgendwo im kartographisch nur ungenau erfassten Grenzland zwischen Berliner Weiße mit Schuss und Haribo-Fruchtgummi bewegen: nicht Bier, aber auch nicht ganz Limonade. Also quasi eine Art Nosferatu im Getränkereich.
Für mich ist dieser Mix wahrscheinlich auch gar nicht gedacht, aber das konnte der Pizzamann natürlich nicht wissen. Ich mache ihm das auch gar nicht zum Vorwurf. An meinem Urteil ändert das allerdings nix: So ein kaltes Cola Libre für lau geht in Ordnung ? aber für das Zeug Geld ausgeben würde und werde ich nicht.
R e s ü m e e
Es gibt kein Bier auf Hawaii, und es gibt auch nur wenig Bier auf Cuba: Dass auf dem Etikett des ?Cola-Bier-Mix mit Rum-Lemon-Flavor? noch der Name der Brauerei Bitburger erscheint, sollte echte Biertrinker nicht schwankend werden lassen. Die sollten sicher lieber bei ihrem Pils bleiben als auf die neue 2%ige Mixtur, die mit Bier nur noch den Namen gemein hat.
46 Bewertungen, 12 Kommentare
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10.08.2008, 22:05 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße
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04.06.2008, 18:25 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichLiest sich gut! Gruß Ingo
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21.05.2008, 23:54 Uhr von clockwork_orange
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße aus Leipzig
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21.05.2008, 09:51 Uhr von BFRBademeister
Bewertung: sehr hilfreichsh weil schon etwas "älter" und weil ich keine bw mehr habe liebe grüsse BFRBademeister freu mich bei gegenlesungen
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19.05.2008, 12:48 Uhr von KatzeMaus
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht... lg
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03.05.2008, 20:53 Uhr von olsenbande
Bewertung: sehr hilfreichschönes Wochenende und LG Steffen
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30.04.2008, 02:50 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichSchön geschrieben und sehr gut formuliert. SH
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27.04.2008, 11:17 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich sonnig Grüsse aus Berlin
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25.04.2008, 23:10 Uhr von alge52
Bewertung: sehr hilfreichGenau, bleiben wir bei Pilsken!
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25.04.2008, 20:40 Uhr von bea1502
Bewertung: sehr hilfreichbähhh... nix für mich!!! lg bea
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25.04.2008, 13:18 Uhr von Music-King
Bewertung: sehr hilfreichIm Zeitalter der gepunschten pseudo alkoholischen Getränken weiß doch die Jugend von heute gar nicht mehr was echtes Bier überhaupt ist. Und daß man sich von diesem Ein Prost auf das echte und unverfälschte Bier! Roland
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24.04.2008, 23:04 Uhr von ronald65
Bewertung: sehr hilfreichsh
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