Evil Twin (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
„Die Angst rauszugehen ist größer als die Angst, drinnen zu bleiben.“
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
===Evil twin=== quasi „erst“ im Jahre 2006 entstand, war ich regelrecht verblüfft. Tatsächlich hätte ich angenommen, es würde sich um einen Film aus den späten 80er Jahren handeln ~ '''schlicht und ergreifend aus dem Grunde heraus, dass die Machart an das erinnert, was man in einer Mischung von „Familien im Brennpunkt“ und den Tele5-Darbietungen bewundern könnten dürfte.'''
Schon alleine die _optische Menügestaltung der DVD_ selbst hegte erst Skepsis in mir; während der gesamten Aufnahmestil regelrecht altbacken daherkommt. '''DVD-Extras gibt es im übrigen keine wirklichen; lediglich ein paar Trailer wurden auf der Silberscheibe verewigt; ein Umstand jedoch, den ich persönlich als nicht weiter tragisch empfinde.'''
Die _Handlung_ hingegen begann mit einer wunderbar stimmigen Eingangsmusik; kurz darauf bereits schien Regisseurin Mary Lambert ihr sämtliches Grusel-Garant-Wissen unter Beweis stellen zu wollen: eine halbnackte sowie natürlich ansehnliche junge Frau inmitten einer Badezimmerszenerie, die wenig später spärlich bekleidet Geräusche vom Dachboden hört und sodann blutverschmiert aus dem Haus flüchtet, um sodann kurios gen Kameramann zu zucken.
Nunja. Was ich von dieser Eingangsgestaltung halten soll, weiß ich offen gestanden nach wie vor nicht ~ Fakt ist jedoch, dass sich alles weitere zügig und ohne jedwede Ausschweifungen aufdröselt. Fakt ist: Emma (Elisabeh Moss) hat seit dem Umzug mitsamt ihren Eltern das Haus nicht mehr verlassen und scheint überdies auch keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen. So richtig begründet wird insbesondere letztes nicht ~ was sich immerhin mit der etwas geringfügigeren Glaubwürdigkeit die Hand gibt. Insbesondere ihr Vater Graham (John Savage) reagiert von den vermeintlichen Avancen seiner Tochter genervt; während die Mutter Kim (Catherine Mary Stewart)... quasi einfach nur da ist.
Um die Elternfiguren nicht absolut blass erscheinen zu lassen, wurde ebenfalls ein autistischer Bruder Franky (Tom Malloy) hinzugefügt, der einerseits unter dem Vater leidet, andererseits Emma scheinbar einziger Halt in der neuen Umgebung darstellt. Und dem Film an sich irgendwo tatsächlich ein wenig Schwung verleiht.
Es dauert nicht lange, bis Emma anfängt, unheimliche Dinge zu beobachten. Als sie hiervon dem Sanitäter und gleichzeitig Cop John Trevor ( Jason Lewis) berichtet, macht er sich anfänglich über sie lustig _(„Interessant. Sie haben sich also in einem Spiegel gesehen.“)_ ~ bis sich herausstellt, dass Emma tatsächlich eine Zwillingsschwester hatte, die nun durch's Haus zu spuken scheint....
===Die Umsetzung=== wirkt wie bereits gesagt recht altbacken. Die Darsteller selbst können hier nicht viel für bzw. dagegen tun ~ insbesondere aus den Rollen der Eltern lässt sich nicht viel mehr herausholen, als dass Paps oft genervt durch die Gegend schaut und Mamilein aufgehübscht an einem Glas nuckelt.
So wirklich schlau wird man aus den ganzen Umständen nicht wirklich; lediglich am Rande wird Emmas Studium sowie die Trennung von ihrem Freund erwähnt, ebenso ist nur schwerlich nachvollziehbar, warum Emma solche Angst hat, das Haus zu verlassen. '''Wer sich wirklich intensiv in die psychologische Ebene von „Evil Twin“ hineinversetzen will, der verzeiht diesem Umstand zwar durchaus... doch so richtig gruselig-anspannend ist hier eigentlich nichts.'''
Natürlich sieht man selbst den vermeintlichen Geisterzwilling mehrfach um die Ecke huschen oder gar am Fenster stehen ~ doch die fast schon gelangweilte Äußerung Emmas _„Geh weg!“_ macht vor allem in jenen Momenten, in denen jene Figur ohnehin nur von hinten – weil vorbeilaufend – zu betrachten ist, nur wenig Sinn.
Tatsächliche Schreckensmomente finden sich lediglich für die labilst-sensiblsten Zuschauer; der Usus, beinahe den gesamten Film am Tage ablaufen zu lassen und überdies arg übertriebene Wicca-Symbolspielchen einzuweben, erschafft kaum jene Atmosphäre, die heutzutage noch jemanden in Angst und Schrecken zu verleiten.
Apropos Angst und Schrecken: absoluter Knackpunkt innerhalb der Umsetzung, dass der Zuschauer der Protagonisten so gut wie keinerlei Gefühlsregungen abnehmen kann. '''Soll heißen: ihre gesamte Emotionspalette wirkt so derartig wenig überzeugend, dass man die gesamtem 88 Minuten den Eindruck erhält, es mit einem schmollenden Teenager zu tun zu haben.''' Da hilft eben auch die eingebildete Ähnlichkeit mit Alicia Silverstone nichts mehr. Und unterstreicht die unglaubwürdige Darbietung des Gesamtwerkes durch und durch.
Hinzu gesellt sich die Problematik, dass sich bis fast-zuletzt nicht nachvollziehen lässt, warum Beth ~ '''der bis dato verschwiegene existierende Zwilling, der natürlich schon als Säugling starb und im Geisterreich unbeeindruckt dessen trotzdem heranwuchs''' ~ überhaupt hinter Amber her ist.
Oder ob sie es schlussendlich eigentlich überhaupt je war.
Oder warum zur Hölle Amber fleißig Beweisfotos vom Geist macht, sich aber darüber empört, wenn jemand den Wegwerfkamerafilm entwickeln lassen möchte. Über den Umstand, dass ein Experte für diverse Glaubenskulte trotz überfüllten Terminplans ohne mit der Wimper zu zucken auf einen einfachen Anruf hin Amber zur Hilfe eilt, diese ihm sodann jedoch den Zutritt zum Dachboden verweigert, mag ich mich schon gar nicht mehr auslassen.
~ Erstaunlicherweise empfand ich allen Mäkelein zum Trotz „Evil Twin“ gar nicht mal als soooo vernichtend schlecht. Meiner buchstäblichen Ansicht nach lässt sich das Filmchen gut gucken, bevorzugt an jenen Tagen, an denen einem nach „leichter Kost“ ist und man sich nicht mehr als berieseln lassen möchte.
'''Löblich in der Tat der Umstand''', dass sich zwar früh der Hintergrund zur Zwillings-Erscheinung erklärt, sodann jedoch immer weitere Theorien in des Zuschauers Denkfabrik auftun. Zusatzpunkt dafür, welche Wendung „Evil Twin“ abschließend erhält ~ ob die Wendung nach der Wendung hingegen noch sein musste... darüber lässt sich genauso streiten, wie sich über das, was nun eigentlich wirklich gewesen ist, debattieren lässt.
===Summa summarum=== kann man es kaum anders zusammenfassen, als dass „Evil Twin“ im Grunde das darstellt, was man in der 1,--€ Abteilung eines nicht näher zu bezeichnenden Fachgeschäfts erwartet. '''Der Film lässt sich gut und gerne einmal gucken, haut einen nicht wirklich vom Hocker, ist gleichermaßen jedoch nicht wirklich schlecht, zumal man sich nicht einmal über manche involvierten Schrulligkeiten aufregen möchte.'''
„Evil Twin“ plätschert so dahin, langweilt nicht, sorgt allerdings ebensowenig für Alpträume oder ein späteres „den will ich unbedingt nochmal sehen!“ Gefühl.
Somit 2 Sternchen für diesen weiteren Beitrag zur „Häuser bringen keine Menschen um“ Thematik; jedoch keine ernstzunehmende Kaufempfehlung.
36 Bewertungen, 10 Kommentare
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23.05.2011, 14:12 Uhr von Luna2010
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht. Freue mich über Gegenlesungen. LEse dann natürlich noch mehr von dir :) Mach weiter so!
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20.05.2011, 10:11 Uhr von yeppton
Bewertung: sehr hilfreichsehr schoen berichtet, Mfg Markus
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19.05.2011, 22:56 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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19.05.2011, 16:17 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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19.05.2011, 13:44 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Donnerstag wünscht Sigi
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19.05.2011, 12:56 Uhr von kleiner_engel
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße !!______
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19.05.2011, 12:46 Uhr von Saarhoodboy
Bewertung: sehr hilfreichintressant. mfg basti
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19.05.2011, 12:16 Uhr von Bella_Marie
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Bella_Marie
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19.05.2011, 11:59 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüße......simone
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19.05.2011, 11:36 Uhr von atrachte
Bewertung: sehr hilfreichSh. Lg
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