Full Metal Jacket (DVD) Testbericht

ab 4,00
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Erfahrungsbericht von Mathi15

Antikriegsfilm VS Kriegsfilm: Kubricks Meisterwerk

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einleitung:

Das neue Semester ist eingeläutet und prompt steht wieder die erste Klausur an: Da ich kein Mensch bin, der den ganzen Tag stupides Zeug büffeln kann, lass ich meine Gedanken mal etwas schweifen und werde eine neue Film-Rezension verfassen. Außerdem stellt diese Art der geistigen Auseinandersetzung mit dem filmischen Werk auch eine Art Übung für eines meiner Studienfächer - Kommunikations- & Medienwissenschaft - dar. Die Filmwissenschaft: Eine Abspaltung der Medienwissenschaft. Genug der Vorrede! Komme ich nun zum eigentlich Thema: Der Film Full Metal Jacket!


Der Regisseur:

Stanley Kubrick wurde am 26. Juli 1928 in New York City geboren und verstarb am 7. März 1999 in Childwickbury Manor (bei London). Der US-amerikanische Filmregisseur mit jüdischer Herkunft gilt als einer der besten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts.

Seine Filmographie liest sich daher auch wie ein schier endlos erfolgreich erscheinende Kette an filmischen Meisterwerken:

Filmographie

Spartacus (1960) mit Kirk Douglas, Laurence Olivier und Jean Simmons
Lolita (1962) mit James Mason, Sue Lyon und Peter Sellers
Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1963) mit Peter Sellers, George C. Scott und Sterling Hayden
Odyssee im Weltraum (1968) (2001: A Space Odyssey) mit Keir Dullea
Uhrwerk Orange (1971) (A Clockwork Orange) mit Malcolm McDowell
Barry Lyndon (1975) mit Ryan O'Neal und Marisa Berenson
The Shining (1980) mit Jack Nicholson und Shelley Duvall
Full Metal Jacket (1987) mit Matthew Modine
Eyes Wide Shut (1999) mit Tom Cruise und Nicole Kidman

Auch seine ihm gewürdigten Auszeichnungen sind einfach nur phänomenal, aber völlig zurecht ihm gewidmet:

Auszeichnungen:
1964 Oscar-Nominierung für Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben
1968 Oscar für 2001: Odyssee im Weltraum in der Kategorie Spezial-Effekte
1971 Oscar-Nominierung für Uhrwerk Orange
1975 Oscar-Nominierung für Barry Lyndon
1987 Oscar-Nominierung für Full Metal Jacket
1997 Goldener Löwe fürs Lebenswerk
1999 D.W. Griffith Award fürs Lebenswerk
(verwendete Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stanley_Kubrick)


Titel:

Full Metal Jacket:

Der historische Kontext ist mit diesem Ausdruck schon einmal geschaffen: Full Metal Jacket - ein militärischer Begriff - bedeutet soviel wie Vollmantelgeschoss. Dieser Begriff beschreibt eine Projektilart für Kleinkaliberwaffen. Auch im Film findet der Begriff auch hörbare Umsetzung: Nachdem ein Protagonist des Films, Leonard, der zuvor auf tiefste persönlich geächtet worden ist, seinen Vorgesetzten und Ausbilder Sergeant Hartmann auf der Herrentoilette erschossen hat und der Gruppenführer Joker dies bemerkt, spricht der geistig zurückgebliebene Schütze der tödlichen Schüsse die Worte "Full Metal Jacket" aus. Kurz darauf begeht er Selbstmord indem er das Gewehr gegen seine eigene Person hält, abdrückt und ihm förmlich das Gehirn herausgepustet wird. Ja, ich weiß, etwas hart Wortwahl, aber so wurde es nun mal auch filmisch umgesetzt. Eine andere Ausformulierung würde den Inhalt des Geschehenen verklären. So, an dieser Stelle wäre als schon mal die Verbindung zwischen Filmtitel und Plot der Handlung hergestellt. Ein meines Erachtens nach sehr wichtiger Fakt. Was bringt ein Film mit einem Titel ohne Bezug zum Audiovisuellen? Richtig! Nicht wirklich viel. Um es zu präzisieren: Nüscht!


Handlung & Meinung:

Der Ort der Handlung ist das Camp von Paris Island in South Carolina, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Eine Gruppe von jungen Männern wird im Jahre 1967 auf den Einsatz im Vietnamkrieg vorbereitet. Nahezu alle Beteiligten kennen sich vorher noch nicht und werden quasi ins kalte Wasser geworfen. Sie sehen die anfängliche Ausbildung eher als Spiel an:
Eine ähnliche Euphorie wie in Deutschland zu Beginn des ersten Weltkriegs eben. Quasi nachdem dem damaligen Motto: "Wir ziehen in den Krieg, aber sind bis Weihnachten wieder bei der Familie in der Heimat zurück" Aber eben bekanntlich für viele Beteiligte Pustekuchen: Wenn es überhaupt einen Rückweg gab, so war dieser mehr als steinig. Abgesehen davon, dass man gesund und ohne Verletzung aus dem Krieg zurückkam, zeigte sich dem Soldat eine brachliegendes Bild bei seiner Rückkehr: Seine Familie war verzogen, existierte nicht mehr oder die ehemalige Partnerin hatte nun jemand anderen an ihrer Seite: Ein Alptraum mit unglaublichen Ausmaß, der nahezu den gesamten Elan einer gesamten Generation auslöschte. Die Sprüche "Jeder Stoß ein Franzos", "Jeder Schuss ein Russ" oder "Jeder Tritt ein Britt" sollten sich als eine starke Verharmlosung eines heimtückischen Kriegs bewahrheiten.
Zurück zum Plot: Das Camp ist hart und nicht immer gerecht, zumindest der Alltag vieler Rekruten. Der Ausbilder Sergeant Hartmann legt sadistische Drill-Methoden an den Tag und schikaniert seine Befehligten vor er nur kann. Besonders den geistig zurückgebliebenen Leonard (Private Powler) hat er von Anfang an auf dem Kieker. Dieser ist neben seiner etwas merkwürdigen, groben Art dem Ausbilder von Anfang an ein Dorn im Auge. Seine sportlichen Ergebnisse sind mangelhaft und so muss zur Bestrafung zumeist die gesamte Ausbildungsgruppe unter den brachialen Methoden des Sergeant leiden. Leonard wird so auch immer mehr zum Opfer seiner Leidensgenossen: Nächtliche Prügelaktionen sind die Folge: Die Soldaten seiner Gruppe stopfen sich Seife in ihrer Socken und verprügeln damit den hilflosen Leonard im Schlaf: Daraufhin schreit er nicht nur vor physischen, sondern auch seelischen Schmerzen. Sein innerer Wille scheint gebrochen und er ist gepeinigt.
Besonders diese Stelle im Film fand ich persönlich sehr ergreifend. Die Leidensgeschichte des etwas trotteligen aber dennoch hilfsbereiten Leonard wird dem Rezipienten auf eine solche Art und Weise geschildert, dass das Mitleid des Betrachters geweckt wird. Leonard will immer alles richtig machen, macht es aber schlussendlich nahezu immer falsch.
Die Handlung spitzt sich bereits in der Mitte des Films immer mehr zu: Erster dramatischer Höhepunkt ist schlussendliche die nächtliche Rache des Gepeinigten an seinem Ausbilder durch die Erschießung des Sergeant. Daraufhin begeht Leonard Suizid.
CUT!
Daraufhin folgt ein starker Schnitt:
Der Beobachter sieht nun die Truppe im Einsatz. Sie wurde in den Vietnam beordert. Aus scheinbaren Spiel wird in der Folge bitterer Ernst: Aus einem Antikriegsfilm wird ein Kriegsfilm.
Der einzige Zeuge der Exekution des Sergeant, Joker, wird als Kriegsreporter ins Krisengebiet beordert: Dort ist er auch dem harten Kriegsalltag ausgeliefert: Er hat für die Verklärung der Vorgänge im Krieg zu sorgen: Alles mit der rosaroten Brille sehen, Heldenmythen spinnen, eigene Verluste beschönigen und gänzlich ausklammern - Die harte Wahrheit ist nicht gut für die eh schon angeknackste Kriegsmoral der Amerikaner. Was weiter passiert? Findet es selbst heraus.

Wie bereits immer mal angedeutet spielt der Film mit vielen audiovisuellen Methoden: Alleine schon dir strikte Wendung der Handlung sorgt besonders beim ersten Sehen des filmischen Werks für einen fast schon Weckruf für den Rezipienten. Dieser ist quasi direkt ins Geschehen eingebunden, da die Handlung nicht wirklich objektiv, sondern stark emotional geschildert wird. Eine sehr mitreißende Geschichte.
Einen interessanten Aspekt finde ich auch das Abschweifen vom anfänglichen Fixpunkt Leonard und Sergeant Hartmann durch die Eliminierung der beiden Akteure und dem harten Wechsel, sowohl in Form des Orts als auch der Thematik der Handlung.

Ich finde die Verschweißung der beiden gegensätzlichen Filmgenre zwar mehr als gewagt, aber in diesem Falle in der Person von Stanley Kubrick mehr als nur gelungen. Der Film wurde und wird von vielen Filmwissenschaftlern und auch der breiten Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert. Denn die Gradwanderung ist auf jeden unkonventionell und nicht immer auf positive Resonanz stoßend. Ich muss aber sagen, dass mir der erste Teil des Films besser gefällt, da er mit eindrucksvolleren künstlerischen Mitteln spielt. Die langen, emotionalen Einstellungen und Sequenzen sollten in der Regel nicht spurlos am Rezipienten vorbeiziehen - und das tun sie auch in der Regel nicht. Mir jedenfalls hat die filmische Umsetzung im ersten Teil des Werks mitunter das Wort im Halse stecken lassen. Szenen, bei denen einem beim bloßen Hinsehen der Atem ins Stocke gerät. Krasse Wendungen, die auch den noch so abgeklärtesten Beobachter förmlich das Blut in den Adern gerinnen lassen. Eine Handlung, die den Betrachter mitunter tief schlucken lässt: Keine leicht zu verdauende filmische Kost, dafür aber umso mehr eindrucksvoll und emotional.


Genre:

Zum einen stellt dieser Film die Verwebung von Realität und Fiktion dar: Ein tatsächlich stattgefundenes, also authentisches, Ereignis - in diesem Fall der Vietnamkrieg - wird durch eine ausgedachte Geschichte mit erfundenen handelnden Akteuren filmisch verarbeitet beziehungsweise auf die Leinwand gebracht. Der Gegensatz also zwischen nicht existierenden Charakteren und realen, geschichtlichen Ereignissen.
Der Film Full Metal Jacket nimmt eine Art Sonderstellung in Bezug auf sein zu klassifizierendes Genre ein. Denn einerseits kann und wird er dem Genre des Antikriegsfilms (erster Teil des filmischen Werks) und andererseits dem des Kriegsfilms (logischerweise dann in diesem Fall der zweite Teil der audiovisuellen Inszenierung) zugeordnet / (werden).
Warum diese beiden Aspekte meines Erachtens nach eindeutig im Film thematisiert werden? Dazu lässt sich einfach nur der Verweis auf die Handlung des Films anführen:

Im ersten Teil ist der Film geprägt durch die Vorbereitung, Durchführung & die Folgen von kriegerischen beziehungsweise militärischen Auseinandersetzungen. Primär wird dabei sicherlich die Planung und Vorbereitung auf kriegerische Handlungen beleuchtet. Ein starker Drill und die blinde Unterwerfung gegenüber der Autorität. Quasi die Anerkennung von anfangs nicht ganz nachvollziehbaren hierarchischen Strukturen, aber im Endeffekt aufgrund des gewollten Ausschaltens von Denkvorgängen scheinbar eh nicht mehr von Interesse - Das Warum. Vielmehr das wofür wir den Schützlingen in der harten militärischen Ausbildung den Rekruten immer wieder eingebläut: Man solle sich dem Feind nicht kampflos geschlagen geben und daher sei der mitunter diskriminierende Umgangston der Ausbilder ja nur ein legitimes Mittel zum Zweck: Dem Zweck des militärischen Siegs durch die Kreierung von gehirnlosen Killermaschinen. Denn eines wird den Soldaten bei Full Metal Jacket von Anfang suggeriert: Wer bei der feindlichen Auseinandersetzung überlegt warum er dieses Schritt tut oder gewagt hat, beziehungsweise warum er generell in den Krieg gezogen ist, hat schon verloren, weil er nicht resistent genug. Das Recht des Stärkeren umgesetzt. Die Wildnis ist ungerecht. Das Naturgesetz des Fressens und Gefressen-Werdens. Im ersten Teil entsteht daher beim Rezipienten der Eindruck der Sinnlosigkeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Aber auf der anderen Seite wird nun im zweiten Abschnitt des Films "Full Metal Jacket" die andere Seite der Medaille beleuchtet: Die Aspekte eines Kriegsfilmes werden nun stärker ins Visier genommen und der anfänglich pazifistische Zug des Films wird teilweise relativiert beziehungsweise scheinbar über den Haufen geworfen. Krieg wird als normales politisches Mittel dargestellt, als quasi patriotischer Ader und eine Art Abenteuer für den erlebnisorientierten Mensches. Er will siegreich sein und das ohne Skrupel und Rücksicht auf Verluste. Auf der einen Seite wird das Böse des Feindes immer wieder scheinbar verdeutlicht. Dies wird auch im Film durch Begriffe wie "Japser" oder "Schlitzen" für die Soldaten der Gegenseite eindrucksvoll gezeigt. Scheinbar menschenunwürdige Wesen die nur auf ihren Abschuss warten und ein Land, das durch militärische Hauptunterstützung der Weltpolizei - Die Vereinigten Staaten von Amerika - gerettet und befreit werden muss.


Farben:

Die dominierend verwendeten Farben im Film sind am Anfang erst einmal nicht wirklich ausfindig zu machen, da es zunächst keine wirkliche Fixierung auf spezielle Farbnuancen gibt. Dieses Bild ändert sich aber in der Folge und Grautöne dominieren das Geschehen: Häuserfassaden, Rauch - Grau in Grau gemixt mit dem Camouflage-Look der Uniformen der Soldaten. Eine meines Erachtens gute farbliche Umsetzung des Kriegsgeschehens beziehungsweise -alltags.


Die DVD:

Menführung:

Nachdem dem Benutzer der Vorspann und die Werbung vom Hersteller geistig vor Augen geführt worden ist, hat man die Wahl zwischen den verschiedenen Menüs zum einen der Szenen-Anwahl, des Trailers, der Einstellung der Sprache und der Hauptfunktion - welche mag das wohl sein? Klar doch - den Film zum Starten bringen.

Bonus - EXTRA:

Da der Film aus dem Jahre 1987 gibt es logischerweise kaum zusätzliche Features, die die DVD umfasst. Neben der US-Kino-Trailer hat man die Möglichkeit zwischen den Filmsprachen
Deutsch, Englisch beziehungsweise Spanisch zu wählen.
Zudem kann noch der Untertitel in verschiedenen Sprachen eingestellt werden.
Insgesamt daher ein eher maues Zusatzmaterial, was die DVD zu Full Metal Jacket bietet. Aber das ist meines Erachtens nach eh nicht wirklich entscheidend. Es gibt eindeutig wichtigere Faktoren, die eine gute DVD ausmachen: Der enthaltene Hauptfilm zum Beispiel.


Preis:

Ich habe die DVD für gerade einmal 5 Euro käuflich erworben. Da dieses filmische Werk ja fast schon 2 Jahrzehnte von der Entstehung bis in die heutige Gegenwart auf dem Buckel hat, löhnt man auch in der Regel niemals mehr als 10 Euro. Wenn man also die Angebote gut abwägt oder bei ebay mal etwas stöbert, kann sich der Kaufpreis auch schnell ohne größere Probleme ebenfalls wie in meinem Falle halbieren.


Cover:

Das Cover der DVD zum Film "Full Metal Jacket" von Stanley Kubrick zeigt einen weißen Hintergrund mit einem in schwarzen Buchstaben abgedruckten Schriftzug "Stanley Kubricks Full Metal Jacket". Außerdem ist ein Helm eines amerikanischen Soldaten mit der Aufschrift "Born to kill" abgebildet. Dazu hat er aber gleich nebenan das Peace-Symbol gekritzelt. Mehr als ein Zeichen? Provoktation? Diesen trägt später der Kriegsreporter Joker bei seinem Einsatz im Vietnam, womit er sich durch sein zynisches, fast schon sarkastisches Verhalten den Missmut einiger Vorgesetzten einhandelt.
Das Cover ist meines Erachtens nach schon recht gut gelungen.


Kamera:

Zu Beginn zeigen sich dem Betrachter viele statische Kameraeinstellungen: Meist unbewegte Kameraperspektiven sind die logischerweise bei der filmischen Umsetzung in Szene gesetzt worden. Auch diese Bild ändert sich in der Folge: Nach dem starken Bruch der Handlung im Mittelteil des Films folgen nun die Nachempfindung bewegter Blicke in Form von Kamerafahrten um so das Laufen und generell die Bewegung der Soldaten besser aufzeichnen und präsentieren zu können. Die Kamera, der Beobachter, quasi als vollständig involvierter Bestandteil der Handlung.
Eine Besonderheit ist zudem auch die Sicht aus dem Blickwinkel des Feindes: Denn am Ende des Films macht der Einheit ein Scharfschütze das Leben schwer, der sich in einem alten Fabrikgebäudekomplex verschanzt hat die Hölle heiß. Die Kamera empfindet dabei die Sicht dieses Gegners sehr eindrucksvoll nach.


Ton:

Die Fixierung auf weniger Details ist auch hier das prägende Bild in Bezug auf den verwendeten Ton im Film: Kaum Musik, zumindest im zweiten Teil. Stattdessen kurze, abgehackte Gespräche zwischen Soldaten in Form von Befehlen, Schreien von Verletzten oder lauten, brachialen Kriegsgeräuschen in Form von Bombeneinschlägen, Schüssen: Ein trister, charakteristischer Klangteppich eben.


Montage:

Die Montage eines Films beschreibt die vorherrschende Schnittfrequenz im filmischen Werk. Auch diese ist im Laufe und Voranschreiten der Handlung wechselnd: Gibt zu Anfang noch lange Einstellungen und wenige Schnitt in einem bestimmten Zeitintervall, so ändert sich dieses Bild auch im zweiten Teil der Handlung. Im gleichen Zeitintervall folgen nun viel mehr Schnitte in Bezug auf den ersten Teil - Die Erhöhung der Schnittfrequenz ist die logische Konsequenz. Durch die Kriegsgeschehnisse wirkt das dem Rezipienten vor Augen Geführte hektisch und unberechenbar. Auch diese Steigerung der Dramaturgie ist dem Regisseur Stanley Kubrick meines Erachtens nach mehr als gelungen.


Am Ende möchte ich noch wie gewohnt die allgemeinen Daten zum Film "Full Metal Jacket" in komprimierter Form angeben:

Darsteller:
(Hauptdarsteller logischerweise):

Matthew Modine aka Joker
Adam Baldwin aka Animal Mother
Vincent D´Onofrio aka Gomer
Dorian Harewood aka Eightball
Arliss Howard aka Cowboy
Lee Ermey aka Sergeant Hartmann

Genre: Antikriegsfilm / Kriegsfilm / Drama
Kategorie: Spielfilm
Land/ Jahr: USA/Großbritannien 1987
Originaltitel: Full Metal Jacket
Regie: Stanley Kubrick

Zum Medium:

EAN-Code: 7321921211546
FSK: 16
Mehrkanalton: Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch/Englisch
System: DVD
Ton: Dolby Surround
Untertitel: mehrsprachig
Anbieter (Label): Warner
Vertrieb: Warner
Bildformat: 1:1,33/4:3


Fazit:

Ein Film der durch und durch zu überzeugen weiß und in nahezu allen filmanalytischen Aspekten gut aufeinander abgestimmt ist. Sowohl die Handlung als auch die filmtechnische Umsetzung folgen alle logischen Regeln und lassen beim Rezipienten kaum Fragen offen. Die individuelle Deutung des Gezeigten bleibt dem Betrachter schlussendlich daher idealer Weise selbst überlassen. Meine eigene Interpretation vom Film "Full Metal Jacket" wisst ihr nun jedenfalls!

31 Bewertungen, 13 Kommentare

  • Bitfreezer

    03.12.2006, 21:08 Uhr von Bitfreezer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. Gut zu lesen, durchgehend interessant, prima Arbeit!

  • nele83

    16.10.2005, 20:35 Uhr von nele83
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh. guter Bericht

  • oexel

    15.10.2005, 14:01 Uhr von oexel
    Bewertung: sehr hilfreich

    den Film will ich auch sehen

  • Nightmare

    15.10.2005, 09:34 Uhr von Nightmare
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schöner Bericht dafür ein SH <br/>Der Weg zum Forum:http://www.toolia3.de/sbb/sbb.cgi?b=yopiforum

  • morla

    15.10.2005, 03:56 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wie immer schreibst sehr gut,was anderes erwarte ich von dir auch nicht. Lg.morla

  • eswareinmal

    15.10.2005, 01:19 Uhr von eswareinmal
    Bewertung: sehr hilfreich

    Fand Vincent D´Onofrio klasse, er hat sich extra für seine Rolle einige Pfunde 'angefressen'. Konnte mich mit seiner Darbietung voll überzeugen, schade fand ich nur, daß er halt nur im Ausbildungsteil dabei war und ich seine Präsenz, logischerwe

  • schaefchen01

    15.10.2005, 00:44 Uhr von schaefchen01
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ist wirklich ein spitzen Film! sh! LG Sabine

  • sape26

    15.10.2005, 00:25 Uhr von sape26
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schöner und sehr ausführlicher Bericht!!Super!lg,Sandra

  • snowqueen

    14.10.2005, 23:41 Uhr von snowqueen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wirklich ein klasse Bericht von dir, daher auch s.h. LG, Sandra

  • henna82

    14.10.2005, 23:14 Uhr von henna82
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, greetz henna82!

  • Baby1

    14.10.2005, 23:11 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein super Bericht, naja ist man von dir ja auch nicht anders gewohnt LG Anita

  • pooljoe

    14.10.2005, 23:04 Uhr von pooljoe
    Bewertung: sehr hilfreich

    supi..lg jochen

  • Sternenhimmel

    14.10.2005, 22:54 Uhr von Sternenhimmel
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>