Topographie des Terrors Freiluft-Dauerausstellung Testbericht

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Erfahrungsbericht von margy

ausstellung aus dem zweiten weltkrieg

Pro:

siehe bericht

Kontra:

siehe bericht

Empfehlung:

Ja

Während unserer Berlintour schauten wir uns im Haus zur Topografie des Terrors die Ausstellung an und ein junger Mann hielt einen Vortrag.
Er zeigte uns als erstes noch die Reste, die den Verlauf der Mauer während des 2. Weltkrieges zeigten. Auch die alten Gebäude aus der Zeit Hitlers standen noch.
Die Ausstellung zeigt ganz deutlich auf einer Fläche dreier Räume den Terror, den Hitler und sein Regime auf die Juden vermittelte.
An den Flächen der Wände steckten oder klebten, das weiß ich nicht mehr ganz genau, die Karteikarten derer, die vor Gericht standen und sich für ihre Taten verantworten mussten. Die einen wurden angezeigt und verklagt, erhielten ein Urteil, hatten Strafen einzustecken und es gab auch Karten derer, die niemals für ihre Untaten Strafen erhielten. Es ist schon erschreckend, dass so etwas wie den Hass auf die Juden und die Verfolgung möglich waren.
Ich frage mich schon seit längerer Zeit, was Hitler in den Wahnsinn trieb, Juden zu verachten und den Plan entwickelte, die Rasse, so, wie er sie nannte, auszurotten, sie mit allen Mitteln zu vernichten.
Zu der Vernichtung der Juden standen ihnen in den Konzentrationslagern Gaskammern zur Verfügung, jedoch wurden auch Exekutionen durchgeführt.
So konnte ich ein Bild sehen, ein Jude, total verhärmt, der vor dem Abgrund zu einem Graben kniete und ein Soldat hinter ihm mit erhobener, auf den Kopf gerichteter Waffe. Seine Stiefel waren auf Hochglanz poliert, auf dem Kopf saß eine Kappe, die Jacke geschmückt mit Abzeichen. Würde er das nächste bekommen, wenn er den Juden hingerichtet hatte oder wovon war das abhängig, welche und wieviele Abzeichen ein Soldat trug?
Der Graben, vor dem der Jude kniete, war bereits gefüllt von jüdischen Leichen.
Ich konnte ienen Zug sehen, in dem die Juden abtransportiert wurden in die Konzentrationslager. Wussten sie selbst, was ihnen bevorstand? Hatten sie eine Ahnung, dass dies die letzte Fahrt in ihrem Leben sein würde?
Der Redner sagte uns auch, dass die Aufnahmen im Zweiten Weltkrieg selbst entstanden und so eine Dokumentation der Zeit gaben. Hatte der Fotograf bei dem Foto, das er machte, gestanden oder lag er auf dem Bauch, kniete er? Wie waren die Bilder zu interpretieren? Konnte ein Soldat überhaupt, wenn er Tag für Tag kämpfen musste, in polierten Stiefeln und feiner Jacke da stehen? Gestellt waren die Bilder nicht, doch die Soldaten hatten sich zurechtgemacht, die auf den Bildern zu sehen waren.
Wir, die von dem Krieg nur Teile kennen und wissen, erhalten einen nachdrücklichen Eindruck dessen, was sich in dieser Zeit zugetragen hat und wissen immer noch nciht alles.
Dieser Vortrag mit dem Zeigen und Erklären einiger weniger Bilder dauerte nur eine Stunde. Das eine Bild, was ich hier beschrieben habe, werde ich Zeit meines Lebens nicht mehr vergessen. Wie kann man nur so gedankenlos auf Menschen zielen und sie töten? Was war ein Menschenleben überhaupt wert?
Selbst in den eigenen Reihen wurden die erschossen, die sich den Befehlen Hitlers und seiner Helfer widersetzten. Es war eine Diktatur und ein Menschenhass in dieser Zeit, den ich nicht nachvollziehen kann. Doch es ist gut, dass dieser Terror ein Gesicht erhält und wir davor gewarnt werden, selbst in diesen Terror zu verfallen.
Egal, welcher Rasse und Religion ein Mensch angehört, egal, aus welchem Land er kommt, wir haben ihn zu achten und zu respektieren, denn auch der andere hat das Recht auf Leben und das Recht auf seine menschliche Würde. Das muss der Grundsatz unseres Lebens sein und so können wir auch auf die anderen zugehen ohne sie zu hassen. Vorurteile bringen Mord und Totschlag. Wollen wir selbst, das uns das Gleiche passiert? Wie würden wir uns fühlen, vor einem Graben zu sitzen mit dem Wissen: Gleich ist es vorbei. Dein Leben ist zu Ende. Was kommt dann? Will ich das oder jemand von uns überhaupt? Ich glaube nicht.

Zu diesem Thema können dann auch Bücher erworben werden zu verschiedenen Preisen mit Informationen über Hitler in Berlin, zu seinem Werken und seinem Leben, das er für die Deutschen und auch für andere unerträglich machte. Der Eintritt zu diesem Haus ist frei. Es kostet nichts, doch der Eindruck, den ich erhielt, der prägt und lässt eogene Gedanken zu. Die Freiheit ist das höchste Gut und die will ich mir nicht nehmen lassen. Hitler hat das getan, an den Juden und an jedem Deutschen. Hätten sie sich erhoben, wären auch sie hingerichtet worden.
In den Büchern gibt es jede Menge Abbildungen von Juden, von den Konzentrationslagern, den Gebäuden, zu Himmler, Göbbels und vieles andere mehr. Das teuerste Buch kostete, wenn ich mich richtig erinnere, 18 € und das ist nicht zu teuer.

38 Bewertungen, 9 Kommentare

  • anonym

    29.10.2012, 21:01 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • logo6600

    29.10.2012, 00:03 Uhr von logo6600
    Bewertung: sehr hilfreich

    wichtiges Tema, darf nicht in Vergessenheit geraten

  • nadjasturm

    28.10.2012, 16:24 Uhr von nadjasturm
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüße, würd mich über eine Gegenlesung freuen ;D

  • ag_588

    28.10.2012, 13:27 Uhr von ag_588
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße und schönen Sonntag!

  • Mondlicht1957

    28.10.2012, 13:23 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüsse

  • katjafranke

    28.10.2012, 12:54 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele liebe Grüße. KATJA

  • Miraculix1967

    28.10.2012, 12:40 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Sonntag, SH und LG Miraculix1967

  • catmum68

    28.10.2012, 11:49 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • atrachte

    28.10.2012, 09:20 Uhr von atrachte
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh. lg