Die Welle (DVD) Testbericht

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ab 145,75
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  sehr anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von opm85

Wenn die Welle über uns kommt ....

Pro:

Solide besetzte Hauptrolle mit Jürgen Vogel, einige gute Szenen

Kontra:

teilweise überspitzt, weit von der wahren Begebenheit entfernt.

Empfehlung:

Ja

Vor wenigen Wochen war ich seit langem Mal wieder im Kino und habe mir "Die Welle" angeschaut. Der Film war doch ganz anders als erwartet. Nun will ich Euch mal einen kleinen Einblick in den Film und die Geschichte des Films vermitteln. Ich bleibe dabei eher grob und verrate keine wirklichen Details.
Im Vorwege hatte ich übrigens nur Gutes über den Film gehört.

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***S t o r y***
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Die Geschichte beginnt mit dem rebellierenden Gymnasiallehrer Rainer (Jürgen Vogel), der in der Projektwoche gegen seinen Willen das Thema "Autokratie" zugewiesen bekommt. Nachdem alle Versuche, das Thema mit seinem Kollegen zu tauschen, scheitern, ergibt er sich seinem Schicksal und beginnt das Thema mit seiner Gruppe zu bereden.

Beim Thema Autokratie fallen schnell die Worte Diktatur und Drittes Reich und genauso schnell wird von den Schülern behauptet, dass sie viel zu aufgeklärt seien und so etwas heute nicht mehr passieren könne.
Diese Behauptung sieht Rainer als Herausforderung und beginnt disziplinarische Abläufe, wie das Aufstehen wenn das Wort erteilt wird. Das Motto heißt sofort Kraft durch Disziplin. Gemeinsames Stampfen auf de Boden und weitere Aktionen stärken den Zusammenhalt und immer mehr finden am Projekt gefallen und schließen sich der zunächst kleinen Gruppe an.

Schnell zeigen sich Erfolge und der Zusammenhalt auch von Außenseiter nimmt stark zu, so dass nach und nach die Sache im ernster gesehen und genommen wird. So werden schnell weiße Hemden als Uniformen getragen und das Zeichen "Der Welle" als Zugehörigkeitszeichen eingeführt.

Außenseiter werden nun unterstützt und jeder ist in der Gruppe gleich. Die Gemeinschaft beinhaltet aber nicht nur Unterstützer, sondern auch Skeptiker, die einer nach dem anderen aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
Bald entwickelt sich dann ein Zwang und Gewalt, der durch die Gruppe ausgeübt wird. So wird später das Zeichen der Welle beispielsweise in der ganzen Stadt versprüht und Feiern im Zeichen der Well veranstaltet.

Der selbsternannte Führer der Gruppe, Rainer, erkennt am Ende der Projektwoche die Entgleitung seines Versuches und versucht einzulenken, was ihm jedoch nicht allzu gut gelingt.

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***K r i t i k / M e i n u n g***
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Ich habe bereits in der Schule das Buch gelesen und den ersten Film gesehen. Das Thema war für mich also nicht allzu neu und ich war mir zunächst gar nicht so sicher, ob ich diesen auch noch sehen musste.
Aber meine Freundin hat mich dann doch noch hineingeschleppt. Sie kannte bisslang nichts vom Thema bzw. von der dahinter stehenden Vorgeschichte bzw. der wahren Begebenheit.

Das Thema finde ich aber nach wie vor aktuell und ist wohl auch auf viele Bereiche des Lebens übertragbar. Es bilden sich immer wieder Gruppen und es auch immer wieder Leute aus Gruppen ausgeschlossen.
In diesem Film wird gezeigt, wie Menschen aus allen Schichten der Kraft der Gemeinschaft erliegen und Gegner schnell erstummen und der Übergang von psychischer zu physischer Gewalt von Vielen gar nicht wahrgenommen wird.

So wird im Film ein Außenseiter gezeigt, der von keinem Unterstützt wird und auch sonst nicht viel zu melden hat. In der Gruppe wird er jedoch besser behandelt und kann durch sein Handeln die Gruppe unterstützen. Im Gegenzug wird er durch die Gruppe geschützt und fühlt sich natürlich auch entsprechend stärker.

Aber auch der erfolgreiche Sportler oder der Sohn betuchter Eltern wird von der Gruppe angesprochen, da einfach jeder dazugehören will und die Gruppe als etwas Gutes ansieht.

Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich den ersten Film besser fand. In der deutschen Neuverfilmung werden die einzelnen Geschichten der Leute nur kurz angeschnitten. Zudem sind manche Teile des Films sehr überspitzt dargestellt und haben mit eigentlichen wahren Geschichte kaum noch etwas zu tun.

Jürgen Vogel muss ich aber sagen, gefällt mir wiederum echt super. Er passt perfekten in die Rolle des rebellierenden Lehrers, der sein Studium auf dem zweiten Bildungsweg bestritten hat und mit seinem von ihm bewohnten Hausboot aus dem Rahmen fällt. Seine Zahnlücken, die für kein makelloses Aussehen bürgen, tun ihr übriges.

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***D a s O r i g i n a l***
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Die Grundgeschichte liefert der Lehrer Ron Jones im Jahre 1972 in der von einem Experiment aus dem Jahre 1961 berichtete, das weniger ausschweifend als im Film dargestellt war. Der Film erschien dann erst 1981 und dauert im Original ganze 42 Minuten. Mit Werbepause kann man also gerade mal auf eine Stunde strecken.

Im Originalfilm fängt die Geschichte schon ganz anders an. Es geht nicht um Autokratie, sondern um die Frage "Wie die Deutschen so blind sein konnten und vom Faschismus nichts bemerkt haben bzw. wie der Faschismus entstehen konnte.

Der Anfang wurde wohl geändert, da man sich als deutsches Produktionsteam nicht aus dem Faschismus herausreden bzw. die ganze Sache verharmlosen wollte. Man hätte den Film dann auch "Warum wir Faschisten wurden!" nennen können.

Auch sonst wurde das Original nur in groben Zügen eingehalten, so erschießt sich im Original z.B. auch keiner und es werden auch keine Kirchetürme oder sonstige Gebäude besprüht.

Ich finde man sollte sich im Anschluss noch mal die Originalfassung angucken oder mal das Buch lesen, das auch nicht allzu lang ist und bestimmt günstig von einem genervten Schüler erworben werden kann.

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***Schauspieler***
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Also ich habe auf Anhieb nur Jürgen Vogel in der Hauptrolle des Lehrers erkannt. Man kennt ihn schon aus vielen anderen Filmen, wie z.B. Wo ist Fred? Keinohrhasen und zig anderen Filme.
In diesem Film gefällt er mir mal wieder super gut, da er mit seinen Zahnlücken und seinem sympathischen und doch etwas anderen Auftreten einen Art Outlaw unter den Lehrern darstellt, der für innovative Lehrmethoden steht und kein öder Geschichtsprofessor ist.

Die sonstigen Nebendarsteller sind nicht der Rede wert, ob diese gut oder schlecht besetzt sind, vermag ich gar nicht zu sagen. Hat schon alles gepasst.

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***P a a r D a t e n***
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Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2008
Länge (PAL-DVD): 107 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 12

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***F a z i t***
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Der Film ist durchaus sehenswert, hat sich jedoch weit vom Original entfernt und stellt viele Szenen überspitzt da. Man sollte sich das Original in jedem Fall noch mal angucken. Die Besetzung des Films mit Jürgen Vogel finde ich hingegen super und durchaus gelungen.

Generell finde ich gut, dass das Thema bzw. die Idee des Filmes wieder aufgegriffen wurde, da doch viele Menschen, auch viele in meinem Umfeld, das Buch oder den Film gar nicht kennen.
Aber trotz guter Besetzung und ganz guter Story, würde ich sagen, einmal sehen reicht. Ich würde ihn mir also nicht auf DVD kaufen oder ihn noch mal ausleihen. Selbst wenn er noch mal im TV laufen sollte, müsste es schon die letzte Wahl für mich sein.

Also als Fazit bleibt zu vermerken: Ein guter Film mit solider Story.

40 Bewertungen, 19 Kommentare

  • Bunny84

    04.02.2009, 22:15 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche dir einen schönen Abend und liebe Grüße sendet dir Anja

  • paula2

    30.01.2009, 16:23 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • Michaela2015

    28.01.2009, 12:11 Uhr von Michaela2015
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüsse, michi

  • Striker1981

    23.01.2009, 19:35 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und Liebe Grüße vom STRIKER

  • Baby1

    05.10.2008, 00:47 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • MasterSirTobi

    03.06.2008, 15:19 Uhr von MasterSirTobi
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und Liebe Grüße. LG MasterSirTobi

  • frankensteins

    02.06.2008, 12:56 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut beschrieben lg werner

  • heike121

    02.06.2008, 11:32 Uhr von heike121
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße heike

  • topware2002

    02.06.2008, 11:11 Uhr von topware2002
    Bewertung: sehr hilfreich

    Auf jeden Fall kann einem beim Thema selbst Angst werden.

  • Jerry525

    02.06.2008, 09:19 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh, liebe Grüße Jerry

  • anonym

    02.06.2008, 08:13 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh für dein guten Bericht.LG Bernd

  • bambie34

    02.06.2008, 07:47 Uhr von bambie34
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, schönen Gruß Tanja

  • NavySeall

    02.06.2008, 04:13 Uhr von NavySeall
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den muss ich mir auch noch anschauen! Schöner Bericht! LG NavySeall

  • mrwong

    02.06.2008, 02:05 Uhr von mrwong
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab ich im kino gesehn....echt ganz geil der film

  • try_or_die87

    02.06.2008, 01:49 Uhr von try_or_die87
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße aus Regensburg

  • jacky1980

    02.06.2008, 01:26 Uhr von jacky1980
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter Bericht...lg jacky

  • wolli007

    02.06.2008, 01:18 Uhr von wolli007
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße, Wolli

  • Sweeaty

    02.06.2008, 01:15 Uhr von Sweeaty
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter bericht! :) liebe grüße und einen schönen restlichen abend noch!!

  • ingoa09

    02.06.2008, 01:11 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Gruß Ingo