Chuck & Larry - Wie Feuer und Flamme (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
Wenn der Albernheitsgrad die Begeisterung zunichte macht...
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
===Chuck and Larry=== abhalten; vorrangig jedoch aufgrund der Thematik, mit dem sich das knapp 2stündige Werk befassen sollte. An für sich ist die _Handlung knapp zusammenfassbar:
Witwer und zweifacher Larry Valentine (Kevin James) öffnet seine Post nur spärlich, verpasst damit eine wichtige Fristsache und gefährdet somit quasi die finanzielle Absicherung seiner Kinder. Von der Dame beim zuständigen Amt erhält er den Tipp, eine eheähnliche Haushaltsgemeinschaft anzumelden ~ blöd nur, dass Larry keine passende Frau zur Hand hat. Durch einen verherenden Unfall seines besten Freundes Chuck Levine (Adam Sandler) verspricht dieser Larry, ihm einen Gefallen zu tun ~ und sieht sich wenig später vor der m Traualtar wieder.
Das die Sache nicht so einfach ist wie gedacht, stellt sich im weiteren Verlauf wieder und wieder heraus. Der Aspekt, dass die beiden oftmals mit Homosexuellen-Feindlichkeit zu kämpfen haben, verleiht dem Film eine gewisse Tiefe, die hier auch unbedingt nötig ist.
===Die Umsetzung=== wirkt auf den ersten Blick wie ein Gastspiel der hälftigen „King of Queens“ Brigade. Spätestens, als die Sachbearbeiterin sich als „Denise“ aus der genannten Serie herausstellt, habe ich persönlich eigentlich nur noch auf „Spencer“ gewartet + eben weil es sich bei einem weiteren Feuerwehrkollegen um „Danny“
handelt.
Der Albernheitsgrad bewog sich anfänglich ebenfalls in der „King of Queens“ Klasse; nicht sonderlich übertrieben, sondern wohl dosiert und irgendwie bodenständig. Ein paar übertrieben Szenen hier und dort konnte ich gut und gerne verkraften; während nach und nach immer mehr banale Gags ihren Platz finden.
Offen gesagt: wären innerhalb „Chuck & Larry“ nicht immerzu Szenen eingewoben, die durchaus nahe gehen, berühren und gewissermaßen auch wütend machen; so hätte ich den Film nach der ungefähren Hälfte abgebrochen. Schön und gut, dass Behörden-Kontrolleur Clint Fitzer (Steve Buscemi) seine Zweifel an der Echtheit der Beziehung damit begründet, dass der Müll der beiden „nicht homosexuell genug“ wäre; doch spätestens an der Stelle, als Rechtsanwältin Alex McDonough (Jessica Biel) Chuck zu ihrer neuen besten Freundin erklärt und sich erst an den Busen fassen und schließlich Sextipps geben lässt, setzte bei mir die Fremdschämerei ein; die ich bezüglich „Verrückt nach Mary“ beinahe durchgehend fühlte.
Über die schräge Hochzeit mitsamt einem schrulligen Standesbeamten (Rob Scheider) mag ich mich noch ein wenig amüsieren können; sehe auch durchaus das überdrehte Potential darin, dass Chuck zuvor als Abziehbild von Charlie Sheen's „Two and a half man“ Figur tangierte und sich wenig später ernsthaft in die Rechtsanwältin verguckt ~ doch so richtig ausgewogen ist der Film somit nicht. Angesprochen haben mich stattdessen jene Momente, in denen den beiden klar wurde, was es heißt, schwul zu sein ~ über die Kostümparty und deren Gäste darf man womöglich streiten, doch die diversen Protestaktionen rund um die Auffassung „Homosexualität ist eine Beleidigung an Gott“ geben der Komödie eine Ernsthaftigkeit, die ich an dieser Stelle schon gar nicht mehr erwartet hatte.
Überdies wenden sich mehr und mehr Feuerwehrkollegen von den beiden ab, als die „Beziehung“ mehr und mehr in die Öffentlichkeit gerät; dumme Sprüche, Anfeindungen und ein gewisser „Sicherheitsabstand“ bishin zur ultimativen Ausgrenzung finden ebenfalls ihren Platz. Es scheint, als wäre Regisseur Denis Dugan bzw. Drehbuchautoren Barry Fanaro und Alexander Payne jener Pfad dann doch nicht sonderlich geheuer gewesen zu sein ~ und so scheinen sich diese dazu entschlossen zu haben, noch ein wenig mehr an den grotesken Amüsement-Szenen herumzudrehen. Sprich: es wird noch ein wenig schrulliger, noch ein bisschen alberner, noch ein wenig „wo bitte ist die Stopptaste?“ förderlicher.
So gerne man das Duo auch besehen mag, ihre zum Teil gegenteiligen Charaktere wie für einander geschaffen sein mögen; umso befremdlicher wirkt die Paarung der Inhalte, die beinahe schon zu Tränen (be)rühren mit der Komponente des ollen Klamauks auf „American Pie“ - Niveau.
Momente, in denen Larry um seine verstorbene Frau trauert, gehen intensiv unter die Haut; es ist bis in die letzte Nuance der eigenen Seele spürbar, wie schwer es ihm fällt, sich auch nach Jahren von ihren Sachen zu trennen. Über den Humor, dass sich Chuck immer wieder darüber lustig macht, darf man sicherlich ebenfalls debattieren. Zugegeben ~ auch ich fand's irgendwo lustig, als Chuck eine Art Geisterstimme imitiert... doch gleichzeitig ist klar, dass solcherlei in dem dargebotenen Zusammenhang schlicht und ergreifend einfach gemein ist.
===Summa summarum=== muss sich niemand wirklich die Kauf-DVD von „Chuck & Larry“ gönnen. Die darauf befindlichen Extras („Outtakes und lustige Momente mit den Stars“; „Blick hinter die Kulissen“; „Adam und Kevin erinnern sich an die Cameo-Auftritte“; „Wie werden die Stunts ausgeführt?“) sind kaum einen Blick wert, erst Recht nicht, wenn man schon dem Film nicht sonderlich viel abgewinnen konnte.
An für sich fand ich das Gesehene nicht schlecht, konnte mich vor allem mit den diversen Gedankenanstößen anfreunden und fand die gesamte Rolle des alleinerziehenden Vaters mitsamt aller Höhen und Tiefen durchaus gelungen umgesetzt ~ doch der Humor schoss für meinen Geschmack einfach über deren von mir auferlegte Grenze hinaus. Mir war und ist bewusst, dass es sich bei „Chuck & Larry“ um eine Komödie handelt ~ allerdings bin und bleibe ich schlicht und ergreifend kein Fan von allzu plattem Humor, der hier bedauerlicherweise mehr und mehr ausge- bishin gar überreizt wird. Das filmische Ende überdies... nunja.
Ergo des Ergos: kann man sich durchaus angucken, doch eine meinige Empfehlung wäre an dieser Stelle de facto übertrieben.
29 Bewertungen, 7 Kommentare
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20.04.2011, 16:49 Uhr von yeppton
Bewertung: sehr hilfreichsehr schoen gemacht, Lg Markus
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06.04.2011, 17:13 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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29.03.2011, 11:54 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSonnige Frühlingsgrüße aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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29.03.2011, 10:09 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSchön berichtet.....
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29.03.2011, 10:09 Uhr von Matze081
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüße aus dem sonnigen Greifswald ;)
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29.03.2011, 10:06 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichViele liebe Grüße, KATJA
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29.03.2011, 10:02 Uhr von Lakisha_1
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße schick ich dir.
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