Gladiator (DVD) Testbericht

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Gladiator-dvd-historienfilm
ab 4,32
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Marc12

Ein Heldenepos der Extraklasse

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

- - - Z u m F i l m - - -

Gegen die Germanen gelingt dem römischen Feldherrn Maximus ein glorreicher Sieg. Nach dem erfolgreichem Kampf bittet Kaiser Marcus Aurelius seinen Helden Maximus zum Gespräch. Die beiden stehen sich so nahe wie Vater und Sohn. Aurelius, dessen Zeit schon bald gekommen ist, wünscht sich nichts sehnlicher, als Maximus als seinen Nachfolger. Dieser will viel lieber zurück zu seiner Familie. Um sich eine Meinung zu bilden, bittet Maximus um eine Nacht Bedenkzeit.
Aurelius leiblicher Sohn, Commodus, erfährt von den Plänen seines Vaters. Er ist machthungrig und erdrosselt seinen Vater. Damit wird er zum mächtigsten Mann Roms. Den lästigen Maximus will er sich auch noch schnell vom Leib halten. Er schickt ein paar Krieger mit Maximus in den Wald. Dort soll ihm der Kopf abgeschlagen werden. Maximus kann sich durch seine Kampfeskunst jedoch befreien.
Maximus schlägt sich zurück nach Rom durch. Zu seiner Familie kommt er zu spät. Commodus hat sie auslöschen lassen. Maximus bricht zusammen und landet in einer Gladiatoren Schule.
Commodus ist ein sehr schwacher Kaiser. Er hat viel Freude am Gladiatoren Kämpfen und liebt seine Schwester Lucilla. Lucilla hingegen hat ihr Herz, an dem ihrer Meinung nach verstorbenen, Maximus verloren.
Maximus wird als „Der Spanier“ zum Star unter den Gladiatoren. Die Massen lieben ihn. Selbst Commodus ist von dem neuen Kämpfer unter der eisernen Maske begeistert. Doch als er Auge und Auge sieht, wer unter dieser Maske ist, versucht er mit aller macht ihn zu vernichten. Doch die Massen sind auf der Seite von Maximus, um machen einen normalen Tod somit sehr schwer. Der Wunsch auf Rache läßt Maximus jede Aufgabe im Coluseum bestehen. Doch wird ihm die Rache gelingen?

- - - D a r s t e l l e r - - -

Russell Crow – Maximus
Joaquin Phoenix – Commodus
Connie Nielsen – Lucilla
Oliver Reed – Proximo
Derek Jacobi – Gracchus
Djimon Hounsou – Juba
Richard Harris – Marcus Aurelius
David Schonfield – Falco
John Shrapnel – Gaius
Ralf Möller – Hagen

- - - F i l m s t a b - - -

Regie: Ridley Scott
Produzenten: Douglas Wick, David Franzoni, Branko Lustig
Drehbuch: David Franzoni, John Logan, William Nicholson
Vorlage: Drewey Gram
Musik: Hans Zimmer, Lisa Gerrard

- - - w e i t e r e I n f o s - - -

Genre: Drame
Land: USA
Jahr: 2000
Länge: 145 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar

- - - O S C A R 2 0 0 0 - - -

BESTER HAUPTDARSTELLER – Russel Crowe
BESTER FILM – Gladiator
BESTE KOSTÜME – Janty Yates
BESTER TON – Scott Millian, Bob Beemer, Ken Weston
BESTE VISUELLE EFFEKTE – John Nelson, Neil Corbould usw.

- - - M e i n e M e i n u n g - - -

Hat uns das römische Reich wirklich eine solch große Story für einen Film geliefert? Ich habe im Netz mal etwas nachgesehen. Im alten Rom gab es viele Menschen mit dem Namen Maximus. Vielleicht am besten, um die Echtheit dieses Film zu beweisen, ist wohl dieser Bericht von „wissen.de“.

Commodus
(Marcus Arelius C. Antonius)
römischer Kaiser 180 – 192
Seit 176 Mitregent seines Vaters, Kaiser Marc Aurel, war er nach dessen Tod (180) Alleinherrscher. Er beendete den Krieg mit den Markomannen (180) und widmete sich, bei nach außen hin ungestörtem Frieden, der Errichtung seines despotischen Regimes nach innen. Vom „Caesarenwahn“ befallen, führte er den Kult des Iupiter Summus Exsuperatissimus ein, als dessen Inkarnation er erscheinen wollte, ließ sich als römischer Herkules feiern, trat als Tierkämpfer in der Arena auf und benannte Rom in Colonia Commodina um. Er wurde, nachdem mehrere Verschwörungen, u.a. seiner Schwester Lucilla, fehlgeschlagen waren, von seinem Sklaven Narcissus erwürgt. Um seine Nachfolge etbrannte ein Bürgerkrieg, in dem sich schließlich Lucius Septimius Severus durchsetzte.

Einen Maximus, auf den dieser Film paßt habe ich auch gefunden.

Maximus Magnus
Römischer Kaiser 383-388
Geboren in Spanien
Aus armen Verhältnissen stammend, stieg Maximus Magnus im römischen Herr bis zum Oberkommandeur in Britannien auf, bevor er dort 383 von seinen Soldaten gegen Gratian zum Kaiser ausgerufen wurde. Schnell setzte er sich in Britannien, Gallien und Spanien durch und vertrieb Gratian aus der Residenzstadt Trier. Von den beiden anderen Kaisern, Valentinian II in Italen und Theodosius I. im Osten, wurde er zunächst notgedrungen anerkannt. Als er jedoch 387 auf Italien übergriff, floh Valentinian zu Theodosius. Maximus Magnus wurde nach seiner vernichtenden Niederlage gegen Theodosius 388 von seinen Soldaten ermordet.

Zwischen Commodus und Maximus liegen also gute 200 Jahre. Der Sklave, der Commodus ermordete hieß somit Narcissus. Somit versucht uns Hollywood wohl ihre eigene römische Geschichte zu erzählen!

Sehen wir mal davon ab, daß wohl etwas bei der Story durcheinander geraten ist. Dann bleibt uns ein sehr sehenswerter Film. Nicht umsonst hat dieser Film 5 Oscars im Jahr 2000 gewonnen. Darunter für den besten Film und den besten Hauptdarsteller.
Russell Crowe ist mir in letzter Zeit eher als Arschloch aufgefallen. Nachdem er seinen Oscar bekommen hatte, meinte er wohl, daß er DER MANN ist. Macht ihn wirklich nicht sehr sympathisch. Wenn ich ihn auch nicht all zu sehr mag, kann ich ihm nicht abschreiben, daß er in der Rolle des Maximus eine wirklich sehr gute Figur abgibt. Nicht zu unrecht hat er somit den Oscar bekommen. Für mich ist auch überraschend gut Ralf Möller. Er macht seine Sache in diesem Film wirklich sehr gut und ich hoffe ihn noch sehr oft in guten, großen Filmen zu sehen. Er paßt ganz hervorragend in diese Rolle.
Hans Zimmer ist meist ein sicher Zeichen dafür, daß man sich einen super Film ausgesucht hat. Wo dieser Mann seine Finger im Spiel hat, wird man sicher nicht enttäuscht. Er macht zwar „nur“ die Musik, aber dennoch sucht er sich immer die Rosinen aus. Hans Zimmer ist ein Meister. Er versteht es einfach einer Szene den richtigen musikalischen Hintergrund zu geben. Man wird zwar nicht irgendwelche bekannten Musikstücke aus den Chats hören, dafür mitreißende akustische Untermalung.
Man hat wirklich ganze Arbeit geleistet und sich ein Rom zusammen gebaut, wie man es sich vorstellt. Regelrecht mitgerissen wird man und fühlt sich schon schnell als stillen Beobachter im 1. Jahrhundert.
Dies ist ein Film, der jede Minute interessant ist. Er einen einfach nicht losläßt. Immer wieder wird man mitgerissen. Sicher gab es schon viele Filme, die sich mit dem alten Rom beschäftigt haben, doch selten war ein Film so gelungen gemacht worden.
Wer dieses Meisterwerk noch nicht gesehen hat, hat wirklich was verpaßt und sollte es schnellst möglich nachholen. Der Oscar ist zwar nicht immer ein Zeichen für eine wirklich guten Film, doch diesmal strahlt er wieder über einen großen Film!!!

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