Gladiator (DVD) Testbericht

D
Gladiator-dvd-historienfilm
ab 4,32
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von dreamweb

Nicht schlecht aber zu Brutal und Actionlastig

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem mir von vielen Leuten versichert wurde, der Film Gladiator sei sehr gut und nicht schlimm, habe ich mir diesen Film geholt bzw. leider gleich gekauft. Warum leider? Weil der Film nicht ganz so mein Geschmack ist und es hier fast nur um brutale Kämpfe mit viel Blut geht. Hier aber mein Bericht zu diesem so beliebten Film, der auch einige Oskars bekommen hat.

1. INHALT
2. GENERELL
3. SCHAUSPIELER
4. EFFEKTEP SONSTIGES
5. DATEN
6. FAZIT


INHALT

Gladiator spielt im Jahr 180 nach Christus. Ca. ein Viertel aller Menschen befanden sich zu der Zeit unter römischer Weltherrschaft. General Maximus Meridius (Russell Crowe) kämpft für den römischen Kaiser Marcus Aurelius (Richard Harris) gegen die Barbaren/Germanen in den Wäldern der römischen Provinz Carnuntum. Er ist einer der ruhmreichsten Kämpfer der römischen Armee und der Kaiser liebt ihn wie einen eigenen Sohn. Nach vielen Jahren Krieg, in denen er alt geworden ist, hat sich des Kaisers Einstellung zum Krieg für Rom geändert. Denn Rom selbst macht ihm mehr Sorgen und stellt den Sinn seiner Kriege für Rohm in Frage. In Rom herrschen Intrigen und hat seinen positiven Reiz verloren. Während der auch kriegsmüde gewordene General Maximus Meridius nur den Wunsch hat, in seine spanische Heimat zu Frau und Kind zurück zukehren, hat der Kaiser eine andere Idee. Er möchte Maximus nach Rom schicken, um dort mit seinen Soldaten für Ordnung zu sorgen.

Aber so weit kommt es nicht, denn Commodus, der Sohn des Kaisers kommt mit seiner Schwester Lucilla (Connie Nielson) zu einem Überraschungsbesuch. Er will nur eines, von seinem Vater die Macht übertragen bekommen. Als Commodus erfährt, dass dieser nicht ihn sondern den General Maximus als Anführer Roms im Sinn hat, bringt er seinen Vater, den Kaiser um. Seine Schwester und alle anderen, die dieses ahnen, bestätigen ihn trotzdem als neuen Kaiser - als Cäsar. Nur Maximus schwört ihm nicht die Treue.

Dafür soll er direkt in Germanien getötet werden und auch seine Frau und sein kleiner Sohn in Spanien sollen getötet werden. Maximus gelingt es, seine Häscher zu töten und halbtot bis Spanien zu gelangen. Dort sieht er aber nur noch die Reste seiner verbrannten und gekreuzigten Familie. Gnadenlos wurden beide getötet. Dort wird er aber von Sklavenhändlern gefunden und als Sklave mitgenommen und aufgepäppelt und schließlich von Proximo als Gladiator ausgebildet.

Sein Mut und seine Kampfweise machen Maximus, dessen Identität niemand kennt, sehr schnell berühmt. Und als neue monumentale Gladiatorspiele in Rom stattfinden, soll auch Maximus als Gladiator dort antreten. Und wenn Maximus eines will, dann nach Rom in die Nähe des Cäsars Commodus gelangen...


GENERELL

Sowohl die römische Armee und ihrer Kämpfe als auch die Gladiatorkämpfe werden hier mit einer Härte und Brutalität gezeigt, mit der ich persönlich nicht gerechnet hatte. Der Film ist in keiner Weise so, dass man ihn mit den Klassikern in diesem Bereich vergleichen kann, bzw. er kommt hier nicht sehr nah heran. Denn die Handlung geht unter vor lauter Blut und brutalen Kämpfen, die hier sehr detailliert gezeigt werden. Wer sich die Anfangszenen ansieht, der sollte wissen, dass der Film genauso weiter geht. Im Vordergrund stehen die Kämpfe und ein brutales morden, jedenfalls bezeichne ich das Abschlachten von Menschen in diesem Film so.

Die Geschichte an sich ist ganz interessant und gut. Auch wenn ich persönlich diesem Mann, der die Germanen ohne wirklichen Grund im Auftrag seines Herrn so abschlachtet, einiges hier auch gönne. Denn er bekommt das eigene System zu spüren, das er überall einführt, wo er kann. Man hat hier ganz knapp gesagt, die Geschichte eines mächtigen Mannes im römischen Imperium, der aufgrund Intrigen fast stirbt, alles verliert und sich dann mit Hilfe seiner Gladiatorenkämpfe doch irgendwie am mächtigsten Mann des Reiches rächen will.

Die Römer werden nicht nur so gezeigt, wie sie waren, sondern noch schlimmer dargestellt und man erkennt kaum positive Menschen in diesem Film. Das ist für mich typisch amerikanisch, denn oft gibt es in solchen Filmen leider die Devise, nur ein Amerikaner ist ein guter Mensch. Aber ich will hier nicht zu zynisch werden. Denn immerhin ist ja unser \"Held\" der kühne Kämpfer Maximus in diesem Film ein positiver Mensch.

Sehr interessant ist die eigenwillige Beziehung zwischen Maximus und der schönen Lucilla. Denn die beiden hatten früher ein Verhältnis, bevor Maximus seine Frau kennenlernte und Lucilla sich auch für einen anderen Mann entschied. Trotzdem ist sie eine der Personen, die zu Maximus halten, soweit das überhaupt unter der Fuchtel ihres Bruders möglich ist. Denn jetzt komme ich auf die zweite, sehr gut gemachte Beziehung. Die selbstame Liebesbeziehung des egozentrischen Kaisers Commodus zu seiner Schwester. Und reine Bruderliebe ist das nicht, was hier der römische Kaiser seiner Schwester entgegenbringt.

Gladiator ist ein sehr actionreicher Film, bei dem aber immer sehr brutale Szenen im Vordergrund stehen. Und das ist nicht jedermanns Geschmack, daher weise ich auch hier noch einmal hin. Fliegende Köpfe und ähnliches bekommt man hier mehrfach zu sehen. Und schon die Metzelei zu Anfang des Filmes zeigt zwar, wie es gewesen sein könnte, aber dass die Germanen als so dumm dargestellt werden, wie es hier getan worden ist, das halte ich für Unsinn. Solche Germanen, wie man sie hier sieht, könnten nie und nimmer den Römern auch einen empfindlichen Schlag beigebracht haben, wie beispielsweise im Teutoburger Wald. Wahrscheinlich habe ich mich selbst auch über diese Szene schon so geärgert, was bei mir einen negativen Effekt für den Film bedeutete.


SCHAUSPIELER

Russel Crowe spielt den General und Gladiator Maximus sehr gut und glaubhaft. Sehr schön finde ich hier auch die empfindsame Seite des Kriegers, die man ihm trotz seiner Unbarmherzigkeit des Kriegers immer abnimmt. Seine Liebe zu seiner Frau und zu seinem Sohn sind mit der schönste Part in diesem brutalen Film. Und sie besteht auch noch weiter, als die Beiden schon längst tot sind.

Trotz allem wird aber unser Held hier von Commodus in den Schatten gestellt. So unsypmatisch dieser dickliche und durchaus römich wirkende Kaiser ist. Er erinnert ein wenig an die Vorstellungen, die man von Nero hat. So gut spielt aber auch Joaquin Phoenix diesen möächtigen Mann mit den vielen Schwächen und Marotten.

Auch Connie Nielson in der Rolle der Römerin Lucilla hat mir sehr gut gefallen. Man merkt ihr den Konflikt an zwischen dem Wissen von den unmoralischen Taten ihres Bruders und dem Wunsch zur Macht bzw. später der Angst um ihren eigenen Sohn. Und daneben spielt sie auch glaubwürdig eine Frau, die trotz allem nur eine große Liebe hatte. Und das ist der Mann, der früher ein General, danach ein Sklave und ein Gladiator wurde. Sie ist meiner Ansicht nach eine sehr wichtige Persönlichkeit in diesem Film und ich hätter auch gerne mehr von den doch ziemlich komplexen Beziehungen zu beiden Männern (Maximus, Commodus) gewußt, die doch meist hier nur angedeutet werden.

Auch unter den anderen Schauspielern gibt es einige, die mir aufgefallen sind. So ein schwarzer Mitgladiator von Maximus oder Proximo, der Leiter und Besitzer der Gladiatoren, der sich als begnadigter früherer Sklave entpuppt.


EFFEKTE SONSTIGES

Der Film ist auf Blut und Kämpfe ausgerichtet und so sind auch die Effekte hier sehr stark drauf ausgerichtet. Wer keine starken und detaillierten Blutszenen mag, der sollte sich Gladiator nicht ansehen. Teilweise war es mir hier auch schon zu viel. Die Musik war nicht schlecht, aber alles dient mehr oder weniger doch nur der Untermalung der Kämpfe. Trotzdem gelingt es hier mit Hilfe vieler Effekt doch das alte Rom aufleben zu lassen. Man bekommt eine Vorstellung von den Kämpfen, von den Menschen, die sich diese Kämpfe ansahen und auch vom Kollosseum selbst.

Der Film ist wahrscheinlich auch aufgrund der vielen actionreichen Gewalt- und Kampfszenen beim Publikum sehr gut angekommen. Auch einige Oskars hat Gladiator eingeheimst:

Oscar für 2000 für Russell Crowe (Bester Hauptdarsteller)
Oscar für 2000 für \"Gladiator\" (Bester Film)
Oscar für 2000 für Janty Yates (Beste Kostüme)
Oscar für 2000 für Scott Millan, Bob Beemer, Ken Weston (Bester Ton)
Oscar für 2000 für John Nelson, NeilCorbould, Tim Burke, Rob Harvey (Beste Visuelle Effekte)

Erwähnenswert finde ich hier auch noch, dass hier einer der Hauptdarsteller während des Filmes verstorben ist, was man aber im Film nicht merkt. Soweit ich weiß, wurde der Schauspieler ersetzt, so dass nichts auffällt. Das war übrigens Oliver Reed, der den Proximo Palindromos spielte und mit 61 Jahren der Leberzirrhose erlag. Ihm wird im Nachspann des Filmes noch ein Satz gewidmet.


DATE

Titel: Gladiator
Laufzeit: 149 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Genre: Drama
Jahr: 2000

Regisseur: Ridley Scott

Schauspieler:
Russell Crowe (Maximus Meridius),
Joaquin Phoenix (Commodus),
Oliver Reed (Proximo Palindromos),
Richard Harris (Marcus Aurelius),
Connie Nielsen (Lucilla),
Djimon Hounsou (Juba),
Ralf Moeller (Hagen),
Derek Jacobi (Gracchus),
Spencer Treat Clark (Lucius)


FAZIT

Ein sehr spannender aber auch sehr blutiger Film mit sehr viel Action, der wahrscheinlich in der Männerwelt generell besser ankommt, als bei Frauen. Ganz genau kann ich das nicht sagen, auf alle Fälle ist er nur Kampf- und Actionbetont, so dass die eigentliche Handlung schon dabei untergeht bzw. gegen das ständige Blut nicht ankommt, das hier gezeigt wird.


Von mir bekommt dieser Film nur ein Durchschnittlich, da man mehr daraus hätte machen können als ein Abschlachten von Menschen und mir die Kampfszenen zu blutbetont und detailliert gezeigt wurden. Ich werde mir den Film nicht mehr ansehen, so enttäuscht war ich davon. Die Mischung zwischen Handlung und Action ist nicht passend. Ich selbst lege Wert auf eine passende Mischung zwischen Action und Handlung und nicht fast nur Action und Brutalität.

Liebe Grüße - Miara

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-21 18:41:13 mit dem Titel Nicht schlecht aber zu Brutal und Actionlastig

Nachdem mir von vielen Leuten versichert wurde, der Film Gladiator sei sehr gut und nicht schlimm, habe ich mir diesen Film geholt bzw. leider gleich gekauft. Warum leider? Weil der Film nicht ganz so mein Geschmack ist und es hier fast nur um brutale Kämpfe mit viel Blut geht. Hier aber mein Bericht zu diesem so beliebten Film, der auch einige Oskars bekommen hat.

1. INHALT
2. GENERELL
3. SCHAUSPIELER
4. EFFEKTEP SONSTIGES
5. DATEN
6. FAZIT


INHALT

Gladiator spielt im Jahr 180 nach Christus. Ca. ein Viertel aller Menschen befanden sich zu der Zeit unter römischer Weltherrschaft. General Maximus Meridius (Russell Crowe) kämpft für den römischen Kaiser Marcus Aurelius (Richard Harris) gegen die Barbaren/Germanen in den Wäldern der römischen Provinz Carnuntum. Er ist einer der ruhmreichsten Kämpfer der römischen Armee und der Kaiser liebt ihn wie einen eigenen Sohn. Nach vielen Jahren Krieg, in denen er alt geworden ist, hat sich des Kaisers Einstellung zum Krieg für Rom geändert. Denn Rom selbst macht ihm mehr Sorgen und stellt den Sinn seiner Kriege für Rohm in Frage. In Rom herrschen Intrigen und hat seinen positiven Reiz verloren. Während der auch kriegsmüde gewordene General Maximus Meridius nur den Wunsch hat, in seine spanische Heimat zu Frau und Kind zurück zukehren, hat der Kaiser eine andere Idee. Er möchte Maximus nach Rom schicken, um dort mit seinen Soldaten für Ordnung zu sorgen.

Aber so weit kommt es nicht, denn Commodus, der Sohn des Kaisers kommt mit seiner Schwester Lucilla (Connie Nielson) zu einem Überraschungsbesuch. Er will nur eines, von seinem Vater die Macht übertragen bekommen. Als Commodus erfährt, dass dieser nicht ihn sondern den General Maximus als Anführer Roms im Sinn hat, bringt er seinen Vater, den Kaiser um. Seine Schwester und alle anderen, die dieses ahnen, bestätigen ihn trotzdem als neuen Kaiser - als Cäsar. Nur Maximus schwört ihm nicht die Treue.

Dafür soll er direkt in Germanien getötet werden und auch seine Frau und sein kleiner Sohn in Spanien sollen getötet werden. Maximus gelingt es, seine Häscher zu töten und halbtot bis Spanien zu gelangen. Dort sieht er aber nur noch die Reste seiner verbrannten und gekreuzigten Familie. Gnadenlos wurden beide getötet. Dort wird er aber von Sklavenhändlern gefunden und als Sklave mitgenommen und aufgepäppelt und schließlich von Proximo als Gladiator ausgebildet.

Sein Mut und seine Kampfweise machen Maximus, dessen Identität niemand kennt, sehr schnell berühmt. Und als neue monumentale Gladiatorspiele in Rom stattfinden, soll auch Maximus als Gladiator dort antreten. Und wenn Maximus eines will, dann nach Rom in die Nähe des Cäsars Commodus gelangen...


GENERELL

Sowohl die römische Armee und ihrer Kämpfe als auch die Gladiatorkämpfe werden hier mit einer Härte und Brutalität gezeigt, mit der ich persönlich nicht gerechnet hatte. Der Film ist in keiner Weise so, dass man ihn mit den Klassikern in diesem Bereich vergleichen kann, bzw. er kommt hier nicht sehr nah heran. Denn die Handlung geht unter vor lauter Blut und brutalen Kämpfen, die hier sehr detailliert gezeigt werden. Wer sich die Anfangszenen ansieht, der sollte wissen, dass der Film genauso weiter geht. Im Vordergrund stehen die Kämpfe und ein brutales morden, jedenfalls bezeichne ich das Abschlachten von Menschen in diesem Film so.

Die Geschichte an sich ist ganz interessant und gut. Auch wenn ich persönlich diesem Mann, der die Germanen ohne wirklichen Grund im Auftrag seines Herrn so abschlachtet, einiges hier auch gönne. Denn er bekommt das eigene System zu spüren, das er überall einführt, wo er kann. Man hat hier ganz knapp gesagt, die Geschichte eines mächtigen Mannes im römischen Imperium, der aufgrund Intrigen fast stirbt, alles verliert und sich dann mit Hilfe seiner Gladiatorenkämpfe doch irgendwie am mächtigsten Mann des Reiches rächen will.

Die Römer werden nicht nur so gezeigt, wie sie waren, sondern noch schlimmer dargestellt und man erkennt kaum positive Menschen in diesem Film. Das ist für mich typisch amerikanisch, denn oft gibt es in solchen Filmen leider die Devise, nur ein Amerikaner ist ein guter Mensch. Aber ich will hier nicht zu zynisch werden. Denn immerhin ist ja unser \"Held\" der kühne Kämpfer Maximus in diesem Film ein positiver Mensch.

Sehr interessant ist die eigenwillige Beziehung zwischen Maximus und der schönen Lucilla. Denn die beiden hatten früher ein Verhältnis, bevor Maximus seine Frau kennenlernte und Lucilla sich auch für einen anderen Mann entschied. Trotzdem ist sie eine der Personen, die zu Maximus halten, soweit das überhaupt unter der Fuchtel ihres Bruders möglich ist. Denn jetzt komme ich auf die zweite, sehr gut gemachte Beziehung. Die selbstame Liebesbeziehung des egozentrischen Kaisers Commodus zu seiner Schwester. Und reine Bruderliebe ist das nicht, was hier der römische Kaiser seiner Schwester entgegenbringt.

Gladiator ist ein sehr actionreicher Film, bei dem aber immer sehr brutale Szenen im Vordergrund stehen. Und das ist nicht jedermanns Geschmack, daher weise ich auch hier noch einmal hin. Fliegende Köpfe und ähnliches bekommt man hier mehrfach zu sehen. Und schon die Metzelei zu Anfang des Filmes zeigt zwar, wie es gewesen sein könnte, aber dass die Germanen als so dumm dargestellt werden, wie es hier getan worden ist, das halte ich für Unsinn. Solche Germanen, wie man sie hier sieht, könnten nie und nimmer den Römern auch einen empfindlichen Schlag beigebracht haben, wie beispielsweise im Teutoburger Wald. Wahrscheinlich habe ich mich selbst auch über diese Szene schon so geärgert, was bei mir einen negativen Effekt für den Film bedeutete.


SCHAUSPIELER

Russel Crowe spielt den General und Gladiator Maximus sehr gut und glaubhaft. Sehr schön finde ich hier auch die empfindsame Seite des Kriegers, die man ihm trotz seiner Unbarmherzigkeit des Kriegers immer abnimmt. Seine Liebe zu seiner Frau und zu seinem Sohn sind mit der schönste Part in diesem brutalen Film. Und sie besteht auch noch weiter, als die Beiden schon längst tot sind.

Trotz allem wird aber unser Held hier von Commodus in den Schatten gestellt. So unsypmatisch dieser dickliche und durchaus römich wirkende Kaiser ist. Er erinnert ein wenig an die Vorstellungen, die man von Nero hat. So gut spielt aber auch Joaquin Phoenix diesen möächtigen Mann mit den vielen Schwächen und Marotten.

Auch Connie Nielson in der Rolle der Römerin Lucilla hat mir sehr gut gefallen. Man merkt ihr den Konflikt an zwischen dem Wissen von den unmoralischen Taten ihres Bruders und dem Wunsch zur Macht bzw. später der Angst um ihren eigenen Sohn. Und daneben spielt sie auch glaubwürdig eine Frau, die trotz allem nur eine große Liebe hatte. Und das ist der Mann, der früher ein General, danach ein Sklave und ein Gladiator wurde. Sie ist meiner Ansicht nach eine sehr wichtige Persönlichkeit in diesem Film und ich hätter auch gerne mehr von den doch ziemlich komplexen Beziehungen zu beiden Männern (Maximus, Commodus) gewußt, die doch meist hier nur angedeutet werden.

Auch unter den anderen Schauspielern gibt es einige, die mir aufgefallen sind. So ein schwarzer Mitgladiator von Maximus oder Proximo, der Leiter und Besitzer der Gladiatoren, der sich als begnadigter früherer Sklave entpuppt.


EFFEKTE SONSTIGES

Der Film ist auf Blut und Kämpfe ausgerichtet und so sind auch die Effekte hier sehr stark drauf ausgerichtet. Wer keine starken und detaillierten Blutszenen mag, der sollte sich Gladiator nicht ansehen. Teilweise war es mir hier auch schon zu viel. Die Musik war nicht schlecht, aber alles dient mehr oder weniger doch nur der Untermalung der Kämpfe. Trotzdem gelingt es hier mit Hilfe vieler Effekt doch das alte Rom aufleben zu lassen. Man bekommt eine Vorstellung von den Kämpfen, von den Menschen, die sich diese Kämpfe ansahen und auch vom Kollosseum selbst.

Der Film ist wahrscheinlich auch aufgrund der vielen actionreichen Gewalt- und Kampfszenen beim Publikum sehr gut angekommen. Auch einige Oskars hat Gladiator eingeheimst:

Oscar für 2000 für Russell Crowe (Bester Hauptdarsteller)
Oscar für 2000 für \"Gladiator\" (Bester Film)
Oscar für 2000 für Janty Yates (Beste Kostüme)
Oscar für 2000 für Scott Millan, Bob Beemer, Ken Weston (Bester Ton)
Oscar für 2000 für John Nelson, NeilCorbould, Tim Burke, Rob Harvey (Beste Visuelle Effekte)

Erwähnenswert finde ich hier auch noch, dass hier einer der Hauptdarsteller während des Filmes verstorben ist, was man aber im Film nicht merkt. Soweit ich weiß, wurde der Schauspieler ersetzt, so dass nichts auffällt. Das war übrigens Oliver Reed, der den Proximo Palindromos spielte und mit 61 Jahren der Leberzirrhose erlag. Ihm wird im Nachspann des Filmes noch ein Satz gewidmet.


DATE

Titel: Gladiator
Laufzeit: 149 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Genre: Drama
Jahr: 2000

Regisseur: Ridley Scott

Schauspieler:
Russell Crowe (Maximus Meridius),
Joaquin Phoenix (Commodus),
Oliver Reed (Proximo Palindromos),
Richard Harris (Marcus Aurelius),
Connie Nielsen (Lucilla),
Djimon Hounsou (Juba),
Ralf Moeller (Hagen),
Derek Jacobi (Gracchus),
Spencer Treat Clark (Lucius)


FAZIT

Ein sehr spannender aber auch sehr blutiger Film mit sehr viel Action, der wahrscheinlich in der Männerwelt generell besser ankommt, als bei Frauen. Ganz genau kann ich das nicht sagen, auf alle Fälle ist er nur Kampf- und Actionbetont, so dass die eigentliche Handlung schon dabei untergeht bzw. gegen das ständige Blut nicht ankommt, das hier gezeigt wird.


Von mir bekommt dieser Film nur ein Durchschnittlich, da man mehr daraus hätte machen können als ein Abschlachten von Menschen und mir die Kampfszenen zu blutbetont und detailliert gezeigt wurden. Ich werde mir den Film nicht mehr ansehen, so enttäuscht war ich davon. Die Mischung zwischen Handlung und Action ist nicht passend. Ich selbst lege Wert auf eine passende Mischung zwischen Action und Handlung und nicht fast nur Action und Brutalität.

Liebe Grüße - Miara

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