Gladiator (DVD) Testbericht

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Gladiator-dvd-historienfilm
ab 4,32
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von peryk

König des Mittelmaß

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

INHALT:
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Gladiator erzählt die Geschichte des römischen Generals Maximus (Russel Crowe) , der nach einer erfolgreiche Schlacht gegen germanische Barbaren zum Imperator Marcus Aurelius (Richard Harris) in dessen Zelt gerufen wird.

Dieser eröffnet ihm dort, dass er Maximus, den er als den Sohn sieht, den er sich immer gewünscht hatte, zu seinem Nachfolger berufen möchte. Dies passt allerdings dem leiblichen Sohn des Imperators, Commodus (Joaquin Phoenix) weniger. Dieser fühlt sich übergangen, und ermordet den schon dahin siechenden Vater eigenhändig.

Maximus, der nicht an einen natürlichen Tod Aurelius glaubt, zieht aber die Aussage von Commodus in Zweifel. Er wird von Commodus festgesetzt, und soll in einem nahe gelegenen Wald exekutiert werden.

Maximus gelingt in letzter Sekunde die Flucht. Als er schwer verletzt zu seinem Anwesen reitet, um seine Frau und seinen Sohn zu retten, findet er diese ermordet vor.
Maximus bricht zusammen, und erwacht kurze Zeit später in einem Gefangenentransport. Er ist in die Sklaverei verkauft worden, und muß sich jetzt als Gladiatior in der Arena beweisen.

Seine Kampfkünste sprechen sich herum, und schon bald schafft er es mit der Hilfe von Proximo (Oliver Reed), einem ehemaligen Gladiator der sich die Freiheit erkämpft hat, und jetzt selbst Gladiatorenkämpfe ausrichtet, sich bis in das Römische Kollosseum vorzukämpfen.

Commodus der, entgegen den Vorstellungen seines Vaters die Gladiatorenkämpfe wieder eingeführt hat, erkennt Maximus, der sich jetzt Narcissus nennt. Da der Gladiator immer populärer wird kann er diesen nicht einfach beseitigen. Er stellt im immer schwerer zu bewältigende Aufgaben in der Arena.
Am Ende stellt sich Commodus Maximus ....

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ZUM FILM:
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Ich beginne mit der Kritik zum Film, da der Film überall sonst schon genug gelobt wurde.

Der Film erzählt einen Hauptstrang (Maximus vs Commodus oder Zivilisierung der Römischen Gesellschaft vs Rückfall in Barbarei). Bezeichnend ist hierbei, dass Commodus am Ende mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird (In der eigenen von ihm wieder eröffneten Arena, von seinem Feind, der sich nur durch die von Commodus selbst wieder ins Leben gerufenen Gladiatorenkämpfe, an diesen herankämpfen kann).

Weitere Handlungsfäden sind: Eine (latente) Liebesgeschichte zwischen Maximus und Lucilla (Connie Nielsen), der Schwester von Maximus (Maximus ignoriert seine alte Flamme, und bleibt seiner Frau bis in die Ewigkeit treu). Der Kampf zwischen Senat (Volksherrschaft in der Gestalt eines Senators, der Maximus zur Seite steht) und Diktatur. Der Abartigkeit Commodus (Er empfindet mehr als nur brüderliche Liebe zu Lucilla) und der Treue Maximus zu seiner Frau (bis in den Tod). Der Kampf um den Sohn von Lucilla, den Commodus zu seinesgleichen machen möchte.

Kurz: Der Film ist ein Epos (149 min) das mal, obwohl das allen lang andauernden Filmen vorgeworfen wird, wirklich zu lange geht.

Die Figur der Lucilla ist fast schon überflüssig, da sie einer Art Lichtgestalt darstellt, als Gegenstück zum demonischen Commodus. Allerdings ist eine solche Figur schon vorhanden (Maximus). Was der Neffe von Commodus im Film soll, wird auch nicht klar. Schließlich ist schon nach den ersten Szenen (Vatermord, Feigheit, etc.) des Films jedem klar, dass Commodus, der ein pathologisches Charakterbild aufweist, mächtig Böse ist.

Der Film orientiert sich an den klassischen Monumentalfilmen vergangener Zeiten, und versucht diese fast punktgenau zu kopieren. Die lange Laufzeit dieser Epen (Spartacus, Ben Hur etc.) war allerdings notwendig, um die eine Geschichte zu erzählen.
Regiseur Ridley Scott allerdings erzählt die Hauptgeschichte (die etwas dürftig ist), und muß noch einige Nebenhandlungen einbauen um den Film zu strecken.

Positiv fallen in erster Linie die Actionszenen auf. Diese sind teilweise effekthascherisch blutig, aber von Ridley Scott großartig in Szene gesetzt worden. Besonders die Schlacht zu Beginn, und die Kämpfe in der römischen Arena sind sehenswert.

Die wackelnde Handkamera wurde direkt von Spielbergs "Saving Private Ryan" übernommen, und soll dem Zuschauer ein unmittelbares Erlebnis vermitteln. Die ständigen Zeitlupenaufnahmen während der Schlachten wirken aber wie ein stilistischer Rückfall in die 80er !

Die Special Effects schaffen es die Stadt Rom zum Leben zu erwecken. Nie hatte ich das Gefühl in einem Film die Stadt so zu erleben, wie sie am ehesten gewesen sein könnte. Besonders die Kamerafahrt über die Stadt aus der Vogelperspektive, ist atemberaubend.

Obwohl die Charakterzeichnung äußert Platt ist (Gut-Böse) "Gladiator" bis in die Nebenrollen hinein, sehr gut besetzt. Joaquin Phoenix als geisteskranker Despot stiehlt, dem auch sehr gut agierenden, Russel Crowe die Schau. Oliver Reed, der kurz nach den Dreharbeiten verstarb, spielt auch in "Gladiator" wieder mal grandios. Richard Harris, eine leider fast vergessene Hollywoodgröße, liefert, als dem Tode geweihter Marcus Aurelius, eine wie immer gute Leistung ab.

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FAZIT:
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Technisch und optisch, und von den Darstellerleistungen ist der Film einwandfrei.

Hauptkritikpunkt ist für mich das überfrachtete Drehbuch. Ridley Scott, ein Actionregisseur (Alien, Blade Runner, Hannibal) ist immer noch in der Lage Action wie kein Zweiter zu inszenieren, allerdings tut er sich mit dem schwachen Drehbuch etwas schwer. Er hat Probleme die Geschichte auf den Punkt zu bringen. Der Film zieht sich einfach ewig ! Beim ersten Mal konnte mich der Film auch noch fesseln. Nach wiederholtem sehen, fallen aber sämtliche Schwächen sofort ins Auge !

Der Film kam aber in der Oscarnacht trotzdem sehr gut weg, da die Konkurrenz dieses Jahr nicht allzu stark war (Bis auf das famose "Traffic", von dem sich aber hierzulande keiner ein Bild machen konnte, da der Film erst jetzt anläuft).

OSCARS

Russel Crowe - Bester Hauptdarsteller
Janty Yates - Beste Kostüme
various - Bester Ton
- Bester Film
various - Beste Spezialeffekt

12 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Gromlord

    02.03.2002, 09:04 Uhr von Gromlord
    Bewertung: sehr hilfreich

    echt geiler bericht!!

  • trilli7

    26.02.2002, 22:08 Uhr von trilli7
    Bewertung: sehr hilfreich

    super bericht, zu meinem lieblignsfilm. mfg trilli7