Gladiator (DVD) Testbericht

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Gladiator-dvd-historienfilm
ab 4,32
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Scrootch

Veni, vidi, vici ... Maximus

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

„Der General der ein Sklave wurde“ mischt Rom auf! - So oder so ähnlich könnte man die Handlung dieses Hollywood-Meisterwerkes profan zusammenfassen. Es handelt sich bei „Gladiator nicht um den üblichen Sandalenfilm á la „Ben Hur“ oder „Nero“, sondern er geht eigentlich darüber hinaus. Er zeigt nicht einfach „römische Geschichte“ im Hollywood-Mantel, er zeigt das Schicksal eines Mannes ....

Handlung:
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Im Jahre 180 n.Chr. besiegt der Tribun Maximus (Russell Crowe) die Germanen und soll nach dem Wunsch des Kaisers Marcus Aurelius (Richard Harris) neuer Caesar werden und nicht der Kronprinz Commodus (Joaquin Pheonix). So bringt Commodus seinen Vater im Feldlager in Germanien um, bevor dieser noch seine Entscheidung öffentlich bekannt geben kann.

Commodus lässt Maximus zu sich rufen und fordert dessen Treue ein. Maximus lehnt ab in dem er sich abwendet und den neuen Kaiser einfach verlässt. Darauf lässt Commodus ihn zu Exekution bringen, jedoch kann sich der kriegserfahrene Kämpfer Maximus befreien und versucht sich zu seiner Familie durchzuschlagen.
Bei seinem Haus angekommen muss Maximus feststellen, dass Commodus seine Frau und seinen Sohn hat umbringen lassen. Durch die Strapazen geschwächt gerät Maximus in die Hände von Sklavenhändlern und wird an den Veranstalter von Gladiatorenkämpfen Proximo (Oliver Reed) verkauft. Zunächst weigert sich Maximus zu kämpfen, doch dann sieht er seine Chance und der Kampf um Rom kann beginnen ...................

Akteure:
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Die Besetzung ist hervorragend gewählt. Schon alleine wenn man Russell Crowe in der Rolle von Maximus sieht und man sich verschiedene Schauspieler in eben dieser Rolle vorstellt, stellt man fest, dass einem eigentlich kein aktueller Schauspieler einfällt, der diese Rolle mit diesem Tiefgang und dieser Überzeugung spielen könnte. Es fielen mir zwar einige ein, die die Rolle des Kämpfer noch besser spielen könnten, aber sie würden nur eben Kämpfer sein. Und umgekehrt geht es mir genauso, dass ich zwar einige wüsste, die den Charakter spielen könnten, aber denen würde ich den Kämpfer und Feldherren nicht abnehmen. Russell Crowe hat sich den diesjährigen Oscar als bester Hauptdarsteller wirklich schwer verdient.

Auch die weiteren Akteure sind eigentlich hervorragend gewählt. So überzeugt Connie Nielsen als Lucilla, der Schwester von Maximus, und ebenso hat mich Ralph Möller als ein weiterer Gladiator erstaunlicherweise überzeugt. Einzig ... als Commodus wirkte auf mich wie ein billiger Abklatsch von Sir Peter Ustinov als Nero im gleichnamigen Film. Dies kann natürlich auch an der mangelnden Sympathie liegen, die man dieser Rolle entgegen bringt. Dabei will ich aber nicht sagen, dass er die Rolle schlecht spielen würde. Aber es wirkt auf mich wie ein Nero „für Arme“.

Heraus sticht auch Oliver Reed in der Rolle des sich wandelnden Proximo. Leider verstard Oliver Reed während der Dreharbeiten.

Zu der Besetzung, die auch Richard Harris als Marc Aurel zeigt, kann man Ridley Scott nur beglückwünschen, er hatte bei der gesamten Besetzung zusammen mit Walter Parkes ein mehr als glückliches Händchen.

Der Film:
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Seit „Braveheart“ sind wir es fast schon gewohnt bei den Schlachten nicht nur dabei, sondern mittendrin zu sein. Gemischt werden hier Nahaufnahmen mit düsteren Totalen. Eine hervorragende Mischung der Einstellungen und die gekonnte Kameraarbeit von John Mathieson sowie die unterstreichende Musik tun ihr übriges. Auch die Special Effects und Computeranimationen wirken nie aufdringlich, sondern sind unauffällig und passen sich ausgezeichnet ein. So ist mir erst beim zweiten Hinsehen (bzw. Nach dem Lesen des beigelegten DVD-Booklets) aufgefallen, dass das römische Kolosseum zu fast 90% computeranimiert ist. Mein Respekt gilt den Grafikern.

Doch noch mal zurück zu den Kämpfen .... ich bin wahrlich nicht zart besaitet oder gegen jede Gewalt in Filmen. Aber dieser Film hätte es nicht nötig, das davonfliegen von abgetrennten Köpfen und sonstigen Körperteilen zu zeigen. Ich weiß, ich weiß ... einige werden jetzt aufschreien und sagen, „der Typ spinnt doch, die Zeit war damals halt so“. Aber nun gut, das mag Geschmacksache sein, mir ist es irgendwie etwas zu viel Detail in diesem Bereich.

Die Musik ist wirklich sehr gut, jedoch übernimmt sie für meinen Geschmack bei manchen Szenen Übergängen zu sehr das Kommando und steht damit zu weit im Vordergrund. Dies gefällt mir bei „Der Patriot“ sehr viel besser.

Die Datenträger:
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Die DVD wird mit zwei Datenträger verkauft/verliehen. Die erste enthält neben dem Hauptfilm noch die Tonspuren in Deutsch und Englisch sowie einen Audio-Kommentar von Ridley Scott (Regie), John Mathieson (Kamera) und Pietro Scalia (Schnitt). Ebenso gibt es für den Hauptfil noch Untertitel in Deutsch und Englisch.

Die zweite DVD enthält die Zugaben. Dies sind ein „Making of“ entfallene Szenen (echt sehenswert), einen Beitrag zu den antiken Gladiatorenkämpfen als Volksbelustigung, eine Biographie von Hans Zimmer (Musik), Pietro’s Schatzkiste (Montage des besten enntfallenen Filmmaterial), das Produktionstagebuch von Spencer Treat Clark (Lucilla’s Sohn Lucius), einen Vergleich von Storyboard und Konzeptzeichnungen, eine Fotogalerie, verschiedene Trailer und TV-Spots, Produktionsnotizen und die Filmografien der Hauptdarsteller und der Crew. Ferner enthält die zweite DVD Untertitel in Deutsch, Englisch, Holländisch, Italienisch und Spanisch.

Damit ist die Ausstattung als „1A“ zu bezeichnen. Es ist eigentlich alles vorhanden was man sich so von einer DVD wünscht. Damit ist auch der Preis von 30,65 € im Bertelsmann-Club durchaus angemessen.

Fazit:
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Für jeden Fan und Nicht-Fan von Sandalen-Filmen ist dieser Film ein Muss! Der Film hat in meinen Augen zur Recht die Oscars in diesem Jahr abgesahnt.
Er geht über die mir bekannten Sandalen-Film (mit Ausnahme von vielleicht „Nero“) weit hinaus und zeigt auch eine gewisse Tiefe, die man in diesem Genre sonst eher vermisst. Trotz aller Gewalt und (fast) bekannter Story kann ich diesem Film einen gewissen Anspruch nicht absprechen, wie die beiden Hauptcharaktere gegeneinander agieren.
Sowohl Film als auch Ausstattung haben sich die volle Punktzahl verdient.

Tipp:
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Tut Euch unbedingt das „Making Of“ und die nicht verwendeten Szenen an....

© Scrootch / renebl

22 Bewertungen, 3 Kommentare

  • tepungaatewaka

    12.05.2002, 00:00 Uhr von tepungaatewaka
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich fand den Film klasse, und die Details gar icht so schlimm, wie du sie empfunden hast, aber da gehen Geschmäcker eben auseinander. Gruß von tepu

  • TheodoraReed

    21.02.2002, 00:17 Uhr von TheodoraReed
    Bewertung: sehr hilfreich

    bericht gut ... film ist nicht meins ... viele historische fehler

  • Marc-Gonzo

    13.02.2002, 20:36 Uhr von Marc-Gonzo
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr guter bericht! weiter so und gruss marc-gonzo