Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (DVD) Testbericht

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ab 10,10
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010

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Erfahrungsbericht von Junxmutter

auch Superhelden altern

Pro:

witzig, ganz spannend, guter Famlienfilm

Kontra:

reißt einen nicht wie erwartet vom Hocker und hanebüchene Story

Empfehlung:

Ja

Mit Gutscheinen von der Langnese Heartbeats-Aktion letzten Sommer, waren wir am Wochenende im Kino. Es gab:



Indiana Jones und der geheimnisvolle Kristallschädel







Inhalt:



Warnung an alle: ich werde den kompletten Inhalt darlegen. Wer den Film noch sehen will, sollte unbedingt nur 1 – 2 Absätze lesen und dann ab der ***-Reihe wieder einsetzen!





Indiana Jones wird von einer Gruppe Russen entführt, weil diese in einem – irrwitzig riesigen – Materiallager des US-Militärs eine einzelne Kiste suchen. Indy weiß natürlich, wo die ist und gibt sich cool. Mit Hilfe von Magnetismus ist die Kiste dann auch zu orten. Er und sein Kumpel geben sich dann zum ersten Hauen und Stechen die Ehre, die Russen entkommen mit der Kiste und der darin irgendwie nur knapp zu erkennenden Mumie.



Indy entkommt – in einem Kühlschrank – dem Atombombenschlag, der das Übungsgelände trifft. (Wat für’n Zufall, dass die die Bombe nicht auch nur ein paar Minuten früher gezündet haben!). Sämtlicher radioaktiver Fallout, den er evt. auch nur hauchweise abgekriegt haben könnte, wird abgespült und Indy vom US-Militär dazu verhört.



Wieder zu Hause wird Indy von einem Halbstarken aufgespürt, dem er helfen soll, seine Mutter zu finden. Indiana Jones will sich so rein gar nicht auf die nervtötende Suche nach Möchte-gern-Amateur-Archäologen machen, wird dann aber doch von dem Knaben geködert.



Auf einem Friedhof finden Indiana Jones und der Junge dann die ersten Spuren, die des gesuchten spanischen Ritters, der Eldorado gefunden hatte, Fußspuren im Staub, die ihnen sagen, dass andere vor ihnen da waren und vor allem, gut verpackt, einen Kristallschädel. Der ist magnetisch und damit weiß jetzt auch der letzte Zuschauer, dass er nicht von dieser Welt sein kann, denn seit wann ist Glas magnetisch?



Auf der Flucht vor gruseligen Eingeborenen, die die Gräber beschützen, in denen Indy und Konsorte gerade herumgestochert haben, landen sie schließlich doch noch auf der richtigen Spur, die zum sagenhaften Eldorado führt. Wobei Indy schon mal abwiegelt. Die Stadt aus Gold könne auch falsch übersetzt sein, El-Dorado, der „Schatz“ könne auch ein Schatz des Wissens sein.



Indy wird natürlich gefangen, von den Russen, die ebenfalls Eldorado suchen. Die Russen, die ja ganz am Anfang des Filmes ein komplette Kristallskelett erobert haben, aber den Weg zur goldenen Stadt nicht alleine finden können. In den Händen der Russen befinden sich Gefangene, die Indy bestens kennt. Zum einen eine alte Verflossene, über deren Liebe er nie hinweggekommen ist, die sich dann als Mutter des Jungen herausstellt, und zum anderen ein alter Freund, der geistig völlig verwirrt ist und nur noch in Rätseln spricht.



Es gibt einige heiße Flucht- und Verfolgungsszenen, in deren Folge Jeeps auf schnurgeraden Wegen nebeneinander kilometerweit mit Höchsttempo durch den Dschungel brettern, damit die Insassen Zeit haben, sich mit Maschinengewehren nicht zu treffen und sich die Köpfe mit bloßer Faust einzuschlagen, wobei der Kristallschädel von einer Partei zur anderen wandert. Killerameisen fressen die Gegner, die Guten fallen mit dem Amphibienfahrzeug mehrere Wasserfälle unbehelligt hinunter und finden dann – ganz zufällig und so gar nicht mit Geistesstärke und Kombinationsgeschick – den Zugang zum Eldorado. Farbige – so gar nicht südamerikanische – Höhlenmalereien - erzählen in den vorgefundenen Tunneln von Langschädeln, die der gestreckten Form des Kristallschädels verflixt ähneln. Die Truppe scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Aber kurz vor dem Show-down schließen die Russen wieder auf. Die zickige, aber absolut hübsche und sehr herrische Archäologin der Gegenseite überkommt der Wunsch nach absoluter Macht und ultimativen Wissen. Der Schädel, zurück an seinem angestammten Ort, löst in einer uralten – wundersamerweise trotz Urwaldüberwucherung noch funktionierenden – Mechanik einen Monsterwirbelsturm aus und sämtliche überirdischen Skelette, die nur auf die Vervollständigung ihres 12. Kumpels über die Jahrhunderte gewartet haben, verschwinden im Nirwana eines Wirbels in ein Paralleluniversum. Ihr gesammeltes Wissen nehmen sie mit. Aber die Menschheit hat ja schon vor Jahrhunderten Ackerbau und Viehzucht, den Bau von Pyramiden und die Nutzung von Heilpflanzen von ihnen gelernt.



Indiana samt Truppe bleibt zurück, das Tal von Eldorado füllt sich mit einer sintflutartigen Menge an Wasser und es bleibt nicht eine Spur der Kristallschädel-Leute zurück. Aber Indys Abenteuer war nicht umsonst. Der Junge hat am Ende endlich eingesehen, dass auch alternde Archäologen um die 70 noch fit sind und so gar nicht langweilig, er sagt endlich „Dad“ zu ihm.





































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So, ab hier kann wieder gefahrlos weitergelesen werden !





Meine Meinung:



Wunderbarer Film, schön viel Action und vor allem, mal eine Handlung, die nicht die bösen Deutschen Nazis als Gegner hat. Dieses mal sind die Russen dran.



Die Action ist natürlich schön trickreich und überhaupt nicht realistisch. Aber wer in einen Indiana Jones Film geht, will der wirklich reale Welt sehen? Nein!



Wahre Indy-Fans sehen über die haarsträubenden unlogischen Zufälle im Film hinweg, ihr Held ist ein wahrer Held des Überlebens, Atombombe oder Wasserfall-Rutschpartien, Maschinengewehr-Geballer aus nächster Nähe... kein Problem, Indy steht immer wieder auf und hat vielleicht grade mal die Peitsche lässig geschwungen.



In dem vierten Film mit und über Indiana Jones merkt man aber leider, dass Harrison Ford, so fit er auch sein mag, doch schon 70 ist. Soooo fit ist er nun doch nicht mehr, es wird halt doch viel am PC getrickst. Und man sieht ihm das fortgeschrittene Alter auch an.



Spielberg und die Trickkiste haben sich mal wieder übertroffen, auch wenn es wohl keinen Oscar geben wird, dazu ist die Story einfach nicht tiefschürfend genug. Aber wann hat es für einen Sommer-Action-Kracher schon mal einen Oscar gegeben? Eben!



Fazit: ansehen, ablachen, genießen, mitsterben und wieder aufstehen und Spaß haben. Aber bitte keine tiefschürfende Story oder Tiefgang oder sonst was Philosophisches erwarten. Aber wer Indiana Jones sehen will, erwartet so was auch nicht.

32 Bewertungen, 9 Kommentare

  • sandraberg

    18.08.2008, 02:25 Uhr von sandraberg
    Bewertung: sehr hilfreich

    sorry, hab heute leider kein BW mehr übrig, darum ein klares SH - gar keine frage :) glg sandra

  • frankensteins

    14.08.2008, 23:58 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße Werner

  • Zzaldo

    14.08.2008, 14:58 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse geschrieben. LG Stephan

  • Turbotisl1

    14.08.2008, 01:01 Uhr von Turbotisl1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gelungener Bericht !!!! Liebe Grüsse !

  • campino

    14.08.2008, 00:07 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg andrea

  • morla

    13.08.2008, 23:58 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönen abend noch lg. petra

  • Clarinetta2

    13.08.2008, 21:35 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schön beschrieben

  • anonym

    13.08.2008, 21:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schöner Bericht. LG, Daniela

  • anonym

    13.08.2008, 21:12 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Super toller Bericht. LG pumuckel64