It's Time - Michael Bublé Testbericht
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- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Perfektes Produkt, professionell präsentiert
Pro:
- siehe Text -
Kontra:
- siehe Text -
Empfehlung:
Ja
Sicher, Michael Bublés Album weiß zu gefallen. Bei näherem Hinsehen ist das aber gar kein Wunder. Es gibt gute Gründe dafür, dass Bublés Album gefällig ist, und Bublés sängerisches Können hat damit wirklich nur am Rande zu tun.
Nehmen wir nur mal einen Song wie "Feelin' Good", der den Auftakt für Bublés Album bietet: Wer sich ein bisschen auskennt im Musikgeschehen, der weiß, dass es nicht von ungefähr kommt, wenn "Feelin' Good" an die Titelsongs der James Bond-Filme erinnert. Ein Blick ins Booklet verschafft Klarheit: Mit den Komponisten Leslie Bricusse und Anthony Newley zeichnen nämlich zwei verantwortlich, aus deren Federn die Texte zu einigen der größten Bond-Songs (u. a. "Goldfinger") stammen.
"Feelin' Good" ist einfach tolles Songmaterial. Nina Simone hatte damit einen Hit, Shirley Bassey hätte damit sicher auch einen landen können, auch Tom Jones wäre damit fraglos in den Charts gelandet - mit einem Stück wie diesem kann man einfach nicht viel verkehrt machen. Das ist für mich auch die Crux des Albums: Da wird einfach alles vermieden, was in den Augen der breiten Masse verkehrt wirken könnte. Was dabei herauskommt, ist Musik, die einfach jedem gefallen muss. Mit anderen Worten: Muzak. Etwas überspitzt formuliert: Wer Michael Bublé mag, der darf auch mit dem Elvis-Tribute-Album von Helmut Lotti liebäugeln.
Beide, der belgische Knödeltenbor wie der kanadische Sinatra-Epigone, sind perfekt inszenierte Schwiegermütterträume. Als solche haben beide sicherlich ihre Daseinsberechtigung, daraus gleich einen musikalischen Status abzuleiten, ist aber wohl etwas zuviel der Ehre. Michael Bublé ist, das gleich vorweg, der mit Abstand bessere Sänger. Allerdings krankt sein Album für mich ... ja, woran eigentlich? Vielleicht daran, dass alles eine Spur zu perfekt ist?
"It's Time" ist ein musikalisches Rundum-Sorglos-Paket; von Produzentenlegende David Foster (der, wenn er nicht gerade unter seinem eigenen Label 143 die von ihm produzierten Tonträger von Michael Bublé, den Corrs, Josh Groban und Renee Olstead vermarktet, mit Barbra Streisand, Celine Dion und Whitney Houston zusammenarbeitet) klanglich routiniert aufbereitet und von Michael Bublé, unter dessen Namen die Sache auch vertrieben wird, charmant, talentiert und sympathisch präsentiert.
Eine Weile lang habe ich sogar damit geliebäugelt, mir "It's Time" selbst zuzulegen, habe es dann aber dabei belassen, mir die CD aufzunehmen. Dabei, wird es, denke ich, auch bleiben. Denn allzu schnell ist das Dutzend Stücke auf "It's Time" für mich auf zwei Stücke zusammengeschnurrt. Neben dem eingangs bereits erwähnten "Feeling Good" ist mir vor allem "Save the Last Dance for me" ins Ohr gegangen, das hier mit gehörig Mambo-Flair serviert wird. Das allerdings ist natürlich ebenfalls kein Verdienst Bublés, sondern das eines versierten Arrangeurs. Ähnlich empfinde ich das nicht nur beim Rest der Jazz Standards, sondern auch bei den in fetten Big Band-Sound gepackten Stücken von den Beatles ("Can't Buy me Love") und von Stevie Wonder ("You and I"): Alles ist gekonnt, aber altbekannt, nichts ist neu oder gar gewagt.
Summa summarum bleibt bei mir der Eindruck zurück, dass ein Album wie "It's Time" vielleicht mehr über den derzeit herrschenden Modegeschmack verrät als über die Qualitäten des Künstlers, der hier Modisches präsentieren darf; und ich sehe das Album eher als Beweis für den Wert professionell betriebener PR-Arbeit: Michael Bublé ist nicht schlecht, aber einen Grund dafür, ein Album wie "It's Time" allzu sehr über den grünen Klee zu loben, sehe ich wirklich nicht. Anders gesagt: Ich halte die Aktie Michael Bublé für überbewertet, und dass dem so ist, daran sind die Medien natürlich alles andere als unschuldig.
R e s ü m e e
Michael Bublé ist für mich quasi die Ute Lemper des Swing: handwerklich gibt's da nichts zu beanstanden, aber irgendwie bleibt das künstlerische Schaffen unterm Strich immer etwas witz- und seelenlos. Es bleibt, wie es ist: Die Riesen heißen Frank Sinatra, Bobby Darin, Bing Crosby, Tony Bennett & Co; und Michael Bublé steht auf ihren Schultern (ach, und Harry Connick jr. sollte hier wohl auch nicht unerwähnt bleiben - der ist zwar hierzulande vielleicht nicht so bekannt wie Michael Bublé es derzeit ist, ist dabei aber mindestens genauso gut und ist außerdem nicht nur ein guter Sänger, sondern dazu noch Pianist. Und Arrangeur. Und Schauspieler). Allemal zu Gute halten muss man Michael Bublé sicherlich, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat; und dazu dürfte es gehören, sich die großen Vorbilder rauf und runter anzuhören. Bleibt eigentlich nur noch zu wünschen, dass Bublés Fans es ebenso halten und den sympathischen Sänger nicht durch allzu überrzogene Lobhudeleien in Verlegenheit bringen (in dem kurzen Interview-Ausschnitt, in dem ich Bublé neulich im Rahmen einer Konzertausstrahlung gesehen habe, macht er nämlich aufrichtig den Eindruck, als sei ihm der Vergleich mit Sinatra um einige Nummern zu groß. Wie gesagt: ein sympathischer Kerl.)
Mir gefällt Michael Bublés Album nicht ganz so gut wie Robbie Williams' "Swing when you're winning", und beide zusammen finde ich weniger spannend als, sagen wir mal, ein Album von Dee Dee Bridgewater (deren Version von "Mack the Knife" um einiges origineller als die Willams'schen und Bublé'schen Bobby Darin-Aufgüsse ist) oder Jane Monheit (mit der Bublé sogar, Michael-Fans, merket auf, mal im Duett singen durfte und die zu Celine Dions Glück bislang noch nicht angefangen hat, mal so richtig im Pop-Revier zu wildern).
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D i e _ C D /
m e i n e_ A n s p i e l t i p p s :
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[â–º] . 1. Feeling Good
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... ... 2. A Foggy Day (In London Town)
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... ... 3. You Don't Know Me
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... ... 4. Quando, Quando, Quando *
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... ... 5. Home
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... ... 6. Can't Buy Me Love
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... ... 7. The More I See You
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[â–º] . 8. Save The Last Dance For Me
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... ... 9. Try A Little Tenderness
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... ... 10. How Sweet It Is
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... ... 11. A Song For You
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... ... 12. I've Got You Under My Skin
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... ... 13.You And I
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* Duett mit Nelly Furtado
52 Bewertungen, 14 Kommentare
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10.08.2008, 15:28 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße
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04.07.2008, 15:29 Uhr von Wuschel11
Bewertung: sehr hilfreichfür mich einer der sympatischtesn Künstler die es momentan gibt lg
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16.06.2008, 19:54 Uhr von BroeselWerner
Bewertung: sehr hilfreichviele liebe Grüße vom BroeselWerner
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12.06.2008, 03:31 Uhr von FritzWalter08
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße. LG FritzWalter
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11.06.2008, 17:32 Uhr von sandieheinrich
Bewertung: sehr hilfreichGrüßle
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10.06.2008, 11:35 Uhr von frankensteins
Bewertung: besonders wertvolltoller Bericht, allerdings finde ich den Künstler super, ich mag die Musik gerade weil sie nicht so aufreisst wie die der alten großen Macher lg werner
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10.06.2008, 01:32 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett und eine schöne Woche
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10.06.2008, 00:51 Uhr von Bigfatalex
Bewertung: sehr hilfreichlG Marc ;-)
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09.06.2008, 23:10 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichklasse geschrieben. LG Stephan
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09.06.2008, 22:05 Uhr von ebor01
Bewertung: sehr hilfreichlg ebor01
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09.06.2008, 21:32 Uhr von syl_md
Bewertung: sehr hilfreichein schön geschriebener Bericht. LG und einen schönen Abend wünscht Sylvia/ Würde mich über eine Gegenlesung freuen
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09.06.2008, 21:30 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichQuando, Quando, Quando, dat isset - Sehr hilfreich Liebe Grüsse aus Berlin
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09.06.2008, 20:49 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht... Lieben Gruß... schneider80
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09.06.2008, 20:47 Uhr von mrwong
Bewertung: sehr hilfreichs.h. liebe grüße felix ;-)
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