Disturbia (DVD) Testbericht

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Disturbia-dvd-thriller
ab 4,59
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Stalking für Anfänger.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Freuen kann sich derjenige, der mal eben schnell zum „Media Markt“ gelangen kann; eben weil dortig derzeitig zig DVDs zum absoluten Schleuderpreis verschachert werden.
Unter meinem Einkauf befand sich somit für stolze 4,95 EUR der recht gut klingende Teenie-Thriller

==Disturbia==
Die DVD selbst nimmt Bezug auf eine schwache Anlehnung von Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“, doch auch, wenn ich denke, dass dies nicht soooo weit hergeholt ist, kann ich eben jenen Vergleich nicht mehr hören, geschweige denn lesen.
Gut, auch „damals“ ging es um jemanden, der aus dem Fenster heraus einen Mord beobachtet hat und seine Glaubwürdigkeit verlor ~ doch genauso gut könnte man „Lassie“ mit „Cujo“ in einem Topf werfen; einzig aus dem Grunde heraus, das in beiden Machwerken ein Hund die eigentliche Hauptrolle spielt.

Wie dem aber nun auch sei bzw. sein mag ~ „Disturbia“ handelt von dem jungen Kale (Shia LaBeouf), der aufgrund einer Handgreiflichkeit gegenüber seines Lehrers zum dreimonatigen Hausarrest verurteilt wird. Sprich: dank einer Fußfessel kann er sich nur wenige Meter von seinem zu hause entfernen, ohne das der Alarm ausgelöst und somit die Polizei verständigt wird.
Zwar wird ihm dringend angeraten, sich eine sinnvolle Beschäftigung zu suchen, um nicht nach wenigen Tagen bereits eine Art Hauskoller zu bekommen, doch Kale tut sich arg schwer damit. Über kurz oder lang geht er dazu über, seine Nachbarn – insbesondere die gut aussehende Nachbarin Ashley – mit einem Fernglas zu beobachten.

Scheinbar wie nebenbei läuft in den Nachrichten eine Meldung über einen Frauenmörder, der einen grünen Wagen fährt. Und tada – Kale stellt fest, dass sein Nachbar eben ein solches Auto besitzt, welches obendrein an der richtigen Stelle die richtige Delle aufweist.
Soviel dann zum Thema Vorhersehbarkeit... ebenso logisch ist es, dass die Gruppe der Beobachter schließlich nicht nur aus Kale, sondern im Laufe der Story ebenso aus dessen Freund sowie der jungen Ashley besteht. Die sich natürlich in Kale verliebt.

==Die Umsetzung==

ist aller Voraussehbarkeiten zum Trotz dann doch recht spannend geworden. Zwar gibt es auch hier so einige Szenen, in denen ich mir nicht nur an den Kopf packe, sondern insbesondere Kales Busenkumpel eine hätte ballern können. Anfänglich peppt es die Story zwar absolut auf, dass jener so rasch in Panik gerät; doch seine anti-Coolness derartig auszureizen, ist fast schon ein kleiner Minuspunkt. Mal abgesehen von dem doch recht unglaubwürdigen Verhalten, auf Kales eindringliches Rufen hin ganz locker stehen zu bleiben und lediglich stirnrunzelnd die Treppe raufzuglotzen.

Erfreulicherweise werden diese Patzer jedoch durch diverse Schreckmomente wettgemacht; oftmals sind solche Szenen ja mehrfach bekannt; jeder weiß, wann er mit wem oder was zu rechnen hat. „Disturbia“ hingegen schafft es, ein paar mal zu überraschen oder zumindest überraschend zu erschrecken. Egal, wie überzeugt man eigentlich ohnehin schon war, dass die Polizei bei der kurzen Hausdurchsuchung des vermeintlichen Killer-Nachbarns (David Morse) nichts verdächtiges findet....irgendwie fiebert man trotzdem mit.

Und bedauert, dass auf die anfängliche Andeutung, dass „Hausarrest“ für manche Menschcen recht schwierig sein kann, nicht mehr eingegangen wurde. Schade... ein eingeworfenes „wie beschäftigen Sie sich? Wenn man den ganzen Tag alleine ist, kann es schnell zu paranoiden Gedanken kommen“ hätte mich persönlich alles andere als gestört ~ zumal jener „Hinweis“ ja im Ansatz dargelegt wurde, wie gesagt jedoch beinahe absolut untergeht.

Dicker Pluspunkt auf jeden Fall für die schauspielerischen Leistungen des mir bis dato absolut unbekannten Shia LaBeouf, der anscheinend dem ein oder anderen etwas sagen wird, mir persönlich jedoch wie das Ergebnis einer jüngeren Kreuzung von Joshua Jackson sowie Liev Schreiber erscheint. Würde mir nun jemand sagen, die gewisse Ähnlichkeit Mimik und Ausdruck läge daran, dass Shia ein Sohn der beiden sei; ich würde es zumindest im ersten Moment glauben. Völlig ab davon, dass das im Grunde ja nichtmal möglich ist.

Wie dem aber auch sei; „Disturbia“ gleicht seine Schwächen zweifelsohne durch die überzeugenden Darsteller sowie die überaus friedlich wirkende Wohngegend mitsamt ihrer „Meine teuflischen Nachbarn“ Assoziation aus.
Dadurch, dass die Schauplätze sich nicht großartig unterscheiden (können), entsteht nochmal eine ganz besondere bedrängende Atmosphäre ~ hinzu kommt, dass Kale über Handy und Kamera versucht, jeden Schritt seines Nachbarns zu verfolgen. Irgendwo klar, dass hierbei hier und dort etwas schiefgeht um in einem weiteren gruseligen Szenario zu enden ~ und doch nicht minder spannend umgesetzt.

Auch hier wird auf großartige Gewaltdarstellungen verzichtet, was meiner Meinung nach auch völlig deplatziert gewesen wäre. „Disturbia“ funktioniert eher „hintenrum“, lässt selbst denjenigen zusammenzucken, der dank seiner Filmanguckerfarhung schon im Schlaf aufsagen kann, wann wer wie wo erscheint. Vermutlich liegt es genau an dieser Erwartungshaltung, dass man in der Tat kurz über seinen eigenen Herzschlag stolpert.
Oder aber ich bin einfach nur zu alt geworden.

==Summa summarum==
mag ich hier und heute auch gar nicht lange um den Film herumbrabbeln ~ bis auf ein paar typische Schwächen halte ich „Disturbia“ für durchaus gelungen. Dadurch, dass der Film ein Jahr vor der Verurteilung beginnt, bekommt er ein gewisses rundes Bild; es fällt leichter, sich in Kale sowie dessen Mutter hineinzuversetzen; obendrein entsteht somit kein Eindruck, bloße einen möglichst reißerischen Film darzubieten.

Sehr sympathisch meiner Ansicht nach obendrein, dass es hier und dort recht locker zu geht, man über das ein oder andere sogar lachen kann; ohne dass „Disturbia“ albern wird oder gar an Glaubwürdigkeit verliert. Meines Erachtens nach sorgte der Regisseur (D. J. Caruso) und nachahmenswerter Art und Weise dafür, dass die Protagonisten (fast) jederzeit überzeugend handeln, reagieren und gleichzeitig ihre zu große, auf purer Abenteuerlust und Langeweile basierender Naivität zeigen.
Von mir gibt’s für „Disturbia“ zwar keine absolut dicke, aber doch eine ernstgemeinte Empfehlung ~ wenngleich ich selbst sagen muss, dass ich nicht unbedingt viel mehr als die verauslagten 5 EUR dafür hätte zahlen wollen.

26 Bewertungen, 8 Kommentare

  • Prueter87

    29.10.2009, 14:12 Uhr von Prueter87
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wirklich toll, würde mich über Gegenlesung freuen. SH

  • Gemini_

    28.10.2009, 15:29 Uhr von Gemini_
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß von Gemini_

  • MasterSirTobi

    28.10.2009, 01:05 Uhr von MasterSirTobi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nicht schlecht, Herr Specht. SH und LG

  • Bunny84

    27.10.2009, 19:55 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich. Wünsche dir einen schönen Abend. Liebe Grüße BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen

  • deichlamm76

    27.10.2009, 19:29 Uhr von deichlamm76
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hat mir gut gefallen. LG

  • KatzeLucy

    27.10.2009, 18:21 Uhr von KatzeLucy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht! Sehr hilfreich von mir! Schau doch auch mal bei mir vorbei - ich würde mich freuen!

  • willma1984

    27.10.2009, 15:23 Uhr von willma1984
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht! Schau doch auch mal bei mir vorbei! :-) LG willma1984

  • sigrid9979

    27.10.2009, 14:22 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön Berichtet....Über Gegenlesungen freue ich mich sehr .Lg sigi