The Texas Chainsaw Massacre (1974) (DVD) Testbericht

The-texas-chainsaw-massacre-1974-dvd-horrorfilm
ab 11,81
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 01/2012

5 Sterne
(6)
4 Sterne
(6)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von schmiddi

Kettensägennutzung der ungewöhnlichen Art

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

-_-_-_-_
Vorwort
-_-_-_-_

Nun, wo ich endlich 18 bin, begab ich mich in die Videothek und machte ein paar Schritte geradeaus Richtung 18-er Abteilung. Ausnutzen muss ich dies nun, da ich endlich Horrorfilme sehen kann, die mir immer verwährt blieben, obwohl ich dieses Filmgenre doch so sehr liebe. Viel hatte ich schon vom "Texas Chainsaw Massacre" gehört, zu deutsch "Das Texas Kettensägenmassaker". Ein Name, der einem in einer bestimmten Art und Weise sofort Angst einflößt, mich jedoch nicht mehr vieles an Horrorfilmen schocken kann. Also schnell den Mitgliedsausweis vorgezeigt, das Geld bezahlt und so schnell wie möglich nach Hause gefahren, um mir diesen Film "reinzuziehen".
Ansprechen möchte ich vorher nun gerne noch das Thema der "Gewaltdarstellung und die negativen Auswirkungen auf Jugendliche". Ich verstehe nicht, wie man das Morden und Töten von Jugendlichen auf brutale Videofilme schieben kann. Denn dann müsste ich auch inzwischen weich im Kopf sein und schleimspuckend durch das Dorf rennen, um alles niederzumetzeln, was mir über den Weg rennt. Auch wenn meine Eltern es nicht gut heißen, dass ich mir diese Filme anschaue kann ich versichern, dass niemand einen bleibenden Schaden davontragen wird, wenn er ansonsten nichts Schlimmes in seiner Kindheit ertragen musste.

-_-_-_-_-_
Die Story
-_-_-_-_-_

Der Film beginnt damit, dass die Radionachrichten im Hintergrund laufen und dort von einer Leichenschändung auf einem kleinen Firedhof mitten in Texas berichtet wird. Gleichzeitig zeigt die Kamera diese Leichen, welche nicht mehr ganz so knusprig aussehen, ihnen eher noch ein paar Gliedmaßen an einigen Körperstellen fehlen. Der Polizei fehlt bis dato von den Tätern jede Spur, Augenzeugen gibt es laut Radiosendung keine.
Weiter geht es mit einer Szene auf dem besagten Friedhof, wo es einigen riesigen Tumult gibt, da sich eine Menge Polizisten, Gaffer und Angehörige der Verstorbenen aufhalten, welche die Gräber überprüfen wollen.

Unter diesen Menschen versammeln sich auch fünf Personen, welche ebenfalls Ausschau nach dem Grab des verstorbenen Opas halten möchten. Sally, ihr behinderter Bruder Franklin, welcher an den Rollstuhl wegen fehlender Beine gefesselt ist, Jerry (Sallys Freund) und die Freunde Kirk und Pam.

Als sie das Grab überprüft haben und feststellen, dass alles in bester Ordnung ist, setzen sie sich wieder in ihren Van, um den Rest des vorliegenden Weges aufzunehmen. Plötzlich steht mitten in der Hitze der Prärie ein Anhalter am Straßenrand und die fünf entschließen sich, diesen aufzugabeln und ein Stück mitzunehmen. Dieser sieht nicht gerade lecker aus, da er ein blutverschiermtes Gesicht, krumme Zähne und dreckige Klamotten hat.
Er erzählt der Gruppe davon, dass er auf den nebenliegenden Schlachthof arbeitet und zeigt ihnen seine selbstgemachten Fotos von geschlachtenden Schweinen. Als er 2 $ für ein selbstgemachtes Foto von Franklin haben möchte und diese ihm das Geld verweigern, da das Bild nicht gut ist, dreht er durch, setzt das Bild in Brand und schneidet Franklin mit seinem Messer sehr tief in den Arm. Die fünf schmeißen den Kerl raus und versorgen Franklin erst einmal mit einem Verband.

Schließlich muss der Fahrer des Van feststellen, dass sie nicht mehr genügend Sprit im Tank haben und halten so an einer Tankstelle. Der Besitzer kann ihnen jedoch nicht mit Benzin dienen, da der Tankwagen erst am nächsten Morgen vorbeikommen würde. Auf die Bitte, doch zu einem Barbecue zu bleiben, gehen die Freunde nicht ein und so machen sie sich mit dem restlichen Benzin auf zu dem Haus des verstorbenen Großvaters. Dieses ist nicht mehr sehr gut in Schuss, jedoch gehen Kirk und Pam erst mal in den nebenliegenden Fluss, während der Rest im Haus bleibt. Hier müssen sie feststellen, dass es den Fluss gar nicht mehr gibt, da er getrocknet ist. Jedoch hören sie Geräusche, die von einem Generator kommen und schließen daraus, das es dort auch Benzin gibt.
Sie sehen ein Haus und Kirk geht dort hinein. Da er zunächst niemanden findet muss er schließlich doch die nicht gerade fröhliche Bekanntschaft mit "Leatherface" machen, der ihn mit der Axt in den Brustkorb haut und ihn mit sich, hinter eine Metalltür zieht.
Pam merkt, dass sie nun schon lange genug auf ihn wartet und begibt sich ebenfalls in das Haus, um ihn zu suchen. Sie fällt in einem Raum, der voll mit Knochen ist, übergibt sich und als sie aus dem Haus flüchten möchte, gabelt das Ledergesicht das Mädchen auf, um sie an einem Fleischerhaken einen halben Meter über den Boden zu hängen.

Zwei der Gruppe sind nun tot, und so begibt sich Jerry auf die Suche nach den beiden. Er findet ebenfalls das Haus, in dem jetzt um späte Zeit Licht brennt und geht dort hinein, da er die Weste von Pam findet. Das Glück seines Lebens währt jedoch nicht lange, als ihn "Leatherface" mit der Kättensäge erwischt und den armen Jungen Stück für Stück zersägt.

Sally und Franklin beschließen an die Tankstelle zu fahren, was jedoch nicht lange währt, da der Schlüssel nirgendswo zu finden ist. Also machen sich die beiden auf den Weg um den Rest der Truppe zu suchen. Plötzlich meint Franklin etwas zu hören. Tatsächlich, Ledergesicht taucht hinter dem Gestrüpp hervor, zersägt Franklin erst in der Mitte von oben nach unten durch und schließlich sticht er die Kettensäge mitten durch ihn hindurch. In dieser Szene spritzt das Blut nur so umher, dass man vor roter Farbe fast Nichts mehr sieht.
Sally erschreckt, läuft davon und findet das Haus, indem "Leatherface" haust. Dort findet sich einige Tiefkühltruhen. Als sie eine öffnet kommt dort Pam herausgeschossen. Jedoch ist "Leatherface" schneller und schließt die Truhe wieder, um die Verfolgung auf Sally weiterzuführen. Die Hetzjagd beginnt und scheint kein Ende zu finden, als sie schließlich Zuflucht in der Tankstelle vom Anfang des Films findet.
Der alte Besitzer merkt jedoch sofort was los ist, fesselt Sally und zieht ihr einen Kartoffelsack über den Kopf. Hier wird klar, dass die beiden Brüder sind. Als sie dann auf den Hof fahren, begegnet den beiden "Leatherface" und somit wird sogar deutlich, dass alle drei Brüder sein müssen. Somit gibt es Leatherface, den Tankstellenbesitzer und den verrückten Anhalter vom Nachmittag, die auch noch Brüder sind. Da die ganze Familie das Schlachten gelernt hat, bevorzugen sie inzwischen nur noch eine Sort Fleisch - "Menschenfleisch". Sally wird an den Tisch gefesselt, um ihr Abendmahl in Empfang zu nehmen, welches nur aus menschlichen Knochen besteht. Als alle Familienangehörigen samt Opa am Rädchen drehen, gelingt Sally die Flucht.

Sie gerät auf eine sehr gut befahrene Straße und hier wird der Kampf letztendlich fortgesetzt ...

-_-_-_-_-_-_-_-_
Die Atmosphäre
-_-_-_-_-_-_-_-_

Am Anfang des Films geschieht recht wenig. Er wirkt die erste viertel Stunde sehr langweilig und langatmig, da er eher versucht durch Dialoge zu glänzen. Als sie den Anhalter aufgabeln wird es jedoch schon interessanter, da er dem Film einen gewissen Pfiff gibt.
Dialoge werden am Anfang des Films sehr oft gebraucht, später nehmen diese jedoch durch die aufgebaute Spannung viel mehr ab und man konzentriert sich so mehr auf den eigentlichen Sinn des Films - dem Horror.

Die Darsteller machen ihre Sache recht gut, zumindest was die beiden "am längsten" überlebenden Personen angeht. Sallys Aufgabe besteht mehr darin zu schreien anstatt zu reden, was ihr auch gut gelingt, da es fast an den Meisterschrei aus Alfred Hitchcocks "Psycho" heranreicht. Franklin wirkt hingegen nervend, was auch so gewollt ist, da seine Stimme sehr ängstlich und laut wirkt. Er verkörpert seine Rolle als hilflosen Behinderten jedoch sehr gut, so dass man hier nichts Negatives berichten kann. Zu dem Rest der Gruppe gibt es wenig zu sagen, da sie kaum nennenswertes geleistet haben in ihrer kurzen Darstellzeit.
Die Familienangehörigen der Schlachter und besonders "Leahterface" wirken dagegen sehr verrückt und geisteskrank, was dem Film so richtig gut tut und ihn so erst zu einem Horrorfilm werden lässt.

Was das Bild betrifft nimmt einem dies ein wenig den Spass am zusehen, da der Film aus dem Jahre 1974 nicht mehr durch gute Bildqualität glänzen kann, was klar sein dürfte. Wer jedoch richtige Horrorfilme bevorzugt wird über dieses Makel schnell hinwegsehen.

-_-_-_
Kritik
-_-_-_

Der Titel des Films lässt auf jede Menge Blut hoffen. Jedoch kann man dies nicht unbedingt bestätigen. Wer Braindead kennt weiß, was ein Splatterfilm ist. Dies ist hier jedoch nicht der Fall. Blut fließt in der ungeschnittenen 18-er Version zu Genüge. Jedoch kann man ihn nicht als Splatterfilm einstufen, da nicht sinnlos Blut gegen die Kamera spritzt, um den Ekelfaktor in die Höhe zu treiben.

Viele Videotheken besitzen jedoch eine geschnittene 18-er Version, zu der ich nicht sehr viel berichten kann.
Somit ist zu empfehlen, dass sich Personen, die Ekel vor Blut besitzen, sich die geschnittene 18-er Version anschauen, wenn es überhaupt sein muss. Für die richtigen Horrorfreaks empfehle ich die ungeschnittene Version.

-_-_-_-_-_-_
Zu dem Film
-_-_-_-_-_-_

Tobe Hooper, der Regisseur, nahm sich das Leben des Massenkillers Ed Gein zu Gemüte, welcher seine Opfer regelrecht schlachtete und in einem alten Haus, wie es auch in dem Film zu sehen ist, lebte.

Zu dem Film gibt es noch zwei Fortsetzungen, welche ich nicht gesehen habe und mir auch nicht anschauen werde, da sie absolut schlecht sein müssen. In Deutschland ist der Film auch als "Blutgericht in Texas" in den Videotheken erhätlich, wobei ich nicht nachvollziehen kann, wie man überhaupt auf solch einen Namen kommt, da er schon sehr stark von dem Original abweicht. Verboten war er ebenfalls lange Zeit, eine komplett ungeschnittene Version, wie man sie in den 70-ern kannte, wird es wohl nie wieder geben. Allerdings gibt es noch genügend Blut in der jetzigen, erhätlichen Version zu sehen.

Titel: The Texas Chainsaw Massacre

Länge: ca. 80 min

Drehjahr: 1974

Land: USA

Altersfreigabe: ab 18

Regie: Tobe Hooper

Drehbuch: Kim Henkel

Darsteller: Marilyn Burns, Gunnar Hansen, Jim Siedow, Edwin Neal, Robert Courtin, Allen Danzinger, John Dugan

-_-_-_
Fazit
-_-_-_

Der Film weiß, mit einer gewissen Spannung dem Zuschauer ein wenig Angst einzuflößen. Jedoch konnte ich mich bei dem Film nicht erschrecken, da die Handlung sehr dünn wirkt (was noch lange nicht bei allen Horrorfilmen der Fall ist). Insgesamt gesehen habe ich bei den blutigen Szenen gelacht, da der "Leatherman" eher belustigend auf den Zuschauer wirkt, anstatt ihm wirklich Angst zu machen.
Alles in allem kein schlechter Film, aber nicht der Beste, welchen ich je gesehen habe.

41 Bewertungen, 9 Kommentare

  • ddjjtt2

    21.03.2003, 15:17 Uhr von ddjjtt2
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht. Finde Teil 2 aber eigentlich am besten. Zieh dir den mal rein und schau mal bei mir vorbei :-)ddjjtt2

  • brainbug1602

    17.09.2002, 23:39 Uhr von brainbug1602
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Zu dem Film gibt es 3 Fortsetzungen. Teil 2 ist mindestens genau so gut wie teil 1. Teil 3 ist auch noch akzeptabel. Teil 4 ist Mist. Tobe Hooper ist ein genie und wer das nicht anerkennt ist ein Ignorant.

  • Avengelina

    19.03.2002, 16:05 Uhr von Avengelina
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bei deiner riesigen Inhaltsangabe kommen die anderen Bereich, insbesondere die eigene Meinung zu kurz. Cu Avengelina

  • Totenmond

    11.03.2002, 11:18 Uhr von Totenmond
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der beste und krankste Teil aus der Reihe ist immer noch Teil 2 !!! Da dreht Hooper so richtig auf ! Allerdings nicht für uns in Deutschland da muß schon die UK Dvd her

  • Jadefeuer

    28.02.2002, 12:27 Uhr von Jadefeuer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Meinung. Ich fand den Film allerdings nicht wirklich gut. Wie du schon sagst, die Handlung ist sehr dünn und insgesamt ist der Film eher zum Lachen als zum Gruseln.

  • anonym

    22.02.2002, 17:34 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    auch wenn ich nicht so auf diese art von fiolmen stehe, die meinung ist klasse!

  • anonym

    22.02.2002, 17:32 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Scheenes WE !!!

  • PrinceofLies

    22.02.2002, 17:32 Uhr von PrinceofLies
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eine Filmkritik wie ich sie gerne lese.Deine Meinung klar gesagt und anhand der Informationen zur Athmosphäre auch belegt. Zudem übersichtlich,was das Lesen der für den User relevanten Infos erleichtert.Eine Schauspielerkritik hast Du wegge

  • Maeuschen21

    22.02.2002, 17:31 Uhr von Maeuschen21
    Bewertung: sehr hilfreich

    AHAAAAAAADa ist er ja ;o) wünsche dir ein schönes WE ;o)