Die Bücherdiebin (gebundene Ausgabe) / Markus Zusak Testbericht
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Erfahrungsbericht von allisonbraun
Ein außergewöhnliches Buch
Pro:
Einzigartig, wunderschöne Sprache
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Vorwort:
Nun kommt mal wieder ein Bericht über einen Roman, normalerweise lese ich mehr Sachbücher, aber dieses Buch hat mich interesiert.
Vorsicht
Achtung Spoiler
Wer sich vom Inhalt überraschen lassen möchte sollte diesen Bericht nicht lesen!!!!!
Das Buch ist eine Sonderausgabe aus dem Weltbildverlag. Eine Taschenbuchausgabe, jedoch mit einem etwas stabileren Einband. Sieht sehr hübsch und ansprechend aus.
Dies verspricht die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken:
Denn selbst der Tod hat ein Herz.....
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern.
Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Uns sie stiehlt ihr erstes Buch- ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.
"Die ist eines jener Bücher, die Leben verändern."
Hier die Inhaltsangabe innerhalb des Buches:
Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf- für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht.
Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an- in dem Augenblick als sie zu stehlen beginnt. Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem Handbuch für Totengräber lernst sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind:
Aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München- sie überlebt weil der Tod sie ins Herz geschlossen hat.
Die Bücherdiebin erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Tragisch und witzig, wütend und zutiefst lebensbejahend- vom dunkelsten und doch brilliantesten aller Erzähler- Dem Tod.
Über den Autor
Markus Zusak, 1975, geboren lebt und arbeitet in Sydney, spielt Fußball und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für "Der Joker" wurde er dutzendfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007. "Die Bücherdiebin", sein erster Roman für Erwachsene, stürmte die internationalen Bestellerlisten über Nacht.
Es sollte eigentlich bloß ein schmales Bändchen werden, eine Reminiszenz an die Geschichte seiner Eltern aus München und Wien während des zweiten Weltkrieges, eine Erinnerung an die Bombennächte, wie der Himmerl in Flammen stand- und die Erinnerung an ein paar Kinder, die bestraft wurden, weil sie ein Stück Brot mit den Juden teilten, die über eine Dorfstraße irgendwo in Süddeutschland nach Dachau getrieben wurden.
"Ein Moment der Güte und der Brutalität gleichermaßen- in meinen Augen, die perfekte Schilderung der menschlichen Seele"
Zusaks Bücher wurden bis jetzt in über 20 Sprachen übersetzt.
Aufteilung des Buches
Das Buch ist in einzelne Teile aufgeteilt, die auch eine kleine merkwürdige Art von Inhaltsangabe beinhalten und von sehr unterschiedlicher Länge sind und sich wiederrum in kleine Abschnitte unterteilen. Manche Abschnitte sind nur eine kurze Seite lang.
Hier ein Beispiel:
Teil 1
Das Handbuch des Totengräbers
Es wirken mit:
die Himmelstraße- Saumenschen-eine Frau mit Eisenfäusten-ein gescheiterter Kuss-Jesse Owens-Sandpapier-der Geruch von Freundschaft-ein Schwergewichts-Champion-und die Mutter aller Watschen
Sprache
Die Bücherdiebin verliebt sich in die Macht der Worte und der Erzähler spielt mit den Worten dieses Buches, der Stil der Worte ist gewöhnungsbedürftig und am Anfang etwas verwirrend. Man muss sich daran gewohnen und sich auf die Spache des Romans einlassen.
Manchmal erzäht der Erzähler einfach seine Geschichte, dann wendet sich der Tod, also in diesem Falle der Erzähler direkt an den Leser und gibt seine Gedanken preis oder klärt als allwissende Macht über bestimmte Dinge auf, die in der Zukunft oder Vergangenheit liegen mögen. Dies wird auch durch unterschiedliche Schriftarten und fettdruck deutlich gemacht.
Hier ein Beispiel der Tod über sich selbst:
Mache ich euch Angst?
Ich bitte euch inständig- keine Sorge.
Man kann mir alles nachsagen, nur nicht, dass ich ungerecht bin.
Mal beschreibt der Tod die Menschen, mal die Geschehnisse, mal die Fakten.
Dieser Roman zeigt wie sehr man mit Worten spielen kann, wie man Sprache verändern, benutzen, verändern und was man damit bewirken kann.
Kein Erzählroman im eigentlichen Sinne, und dann doch wieder die ultimative Form des allwissenden Erzählers. Der Tod weiß alles und gelegentlich lässt er den Leser daran teilhaben.
So werden Menschen beschrieben:
Ein paar Worte über Rudi Steiner:
Er war acht Monate älter als Liesel, hatte dürre Beine, spitze Zähne, listige blaue Augen, und seine Haare hatten die Farbe von Zitronen.
Als eines von sechs Steiner-Kindern war er immer hungrig. Die Bewohner der Himmelstraße hielten ihn für ein bisschen verrückt. Grund dafür war ein Ereignis, über das nur selten gesprochen wurde, das aber allgemein als die Jesse-Owens-Sache bekannt war: Rudi hatte sich eines Nachts mit Kohle schwarz angemahlt und war ein einsames 100-Meter-Rennen auf dem hiesigen Sportplatz gelaufen.
Der Tod
Man muss einfach über den Erzähler schreiben, wenn man über dieses Buch etwas sagen will. In die Bücherdiebin ist der Tod eher ein müder Arbeiter, der seiner Aufgabe gewissenhaft nachgeht. Er kann das Leid um ihn herum nicht immer ertragen und sieht daher die Menschen nur am Rande, er lenkt seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge wie die Farben des Himmels, er sieht die Welt anders, schließlich ist er der Tod.
Seine Worte:
Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert ein Tag, durch eine Vielzahl von Farbtönen und Schattierungen, und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbesprühtes Blau. Schlammige Dunkelheit. In meinem Geschäft habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.
Er sammelt die Seelen der Toten ein und langsam aber sicher macht ihn seine Arbeit müde und immer trauriger. Die vielen Juden, die Soldaten, die Opfer der Bomben. Der Tod versteht die Menschen nicht. Er ist ein Zuschauer, der unvorstellbares in dieser Zeit leisten muss und sich selbst gönnt einem einzigen Menschen für kurze Zeit zu folgen.
Inhalt des Buches:
Der Tod erzählt die Geschichte der Bücherdiebin oder besser gesagt einen kleinen Teil ihres Lebens und das der Menschen um sie herum in dem kleinen Ort. Es ist nur eine Momentaufnahme. Liesel landet bei den Hubermanns nachdem ihr Vater, ein Kommunist, wohl tot ist und ihr Bruder auf der Fahrt einfach gestorben ist. Dort begegnet sie dem Tod. Ihre Mutter soll sie auch nie wiedersehen. Stattdessen bekommt sie eine neue stets schimpfende Mutter, die im Grunde ihres Herzens doch ein guter Mensch ist und einen Vater, der den ersten Weltkrieg durch Glück überlebte. Er ist ein guter Mensch, der in einer immer dunkler werdenen Welt versucht das Richtige zu tun.
So landet Max im Keller des kleinen Hauses und verändert Liesels Welt. Ihre neuen Eltern haben einen Juden gestohlen, der die Welt außerhalb des Kellers nur durch Liesel kennenlernt.
Der Tod begleitet Liesel, Max, die Hubermanns, die kranke traurige Frau des Bürgermeisters und natürlich Rudi, Liesels besten Freund durch die Jahre bis knapp vor Ende des 2. Weltkrieges.
Der Tod erzähtl wie Liesel zu den Hubermanns kommt, dort von Papa mit viel Liebe und noch mehr Mühe lesen lernt, wie ein Jude im Keller landet und Faustkämpfe gegen Hitler in Gedanken austrägt, Rudi und Liesel stehlen gehen und von den den Schicksalen der Menschen um sie herum bis alles in Schutt und Asche versinkt.
Anfang des Buches:
Zuerst die Farben.
Dann die Menschen.
So sehe ich die Welt normalerweise.
Ich versuche es zumindest.
Die ersten Seiten des Buches sind doch etwas verwirrend, man muss sich erstmal an die ungewohnte Sprache und die seltsame Sichtweise des Erzählers gewöhnen. So machen manche Dinge auch noch gar keinen Sinn, erst im Laufe des Buches versteht man, was der Tod einem hier erzählt hat.
Ende des Buches
Eine letzte Anmerkung eurers Erzählers:
Ich bin von Menschen verfolgt.
Am Ende nach langer Zeit begegent der Tod doch noch einer alten Dame, die einst als einzige die Bombadierung der Himmelsstraße überlebt. Liesel. Er gibt ihr ein verlorenes Buch zurück und sagt ihr wie wenig er doch die Menschen versteht.
Noch ein paar Worte von mir zu dem Buch:
Es ist ja schon viel meiner persönlichen Meinung in der Beschreibung durchgekommen. Denke ich jedenfalls.
Das Buch ist wunderschön geschrieben und erzählt eine im Grunde zutiefst traurige Geschichte auf eine einzigartige tragischekomische Art, die wirklich berührt. Die Figur des Erzählers, der Tod ist wirklich gut getroffen und so wahrt man doch wie er eine gewisse Distanz zu den Figuren. Es geht dem Leser wie dem Tod selbst. Die Menschen sind ein seltsames Volk, dessen Handlungen man nicht immer verstehen. Während Millionen Juden vergast werden und der Tod auf den Schornsteinen die Seelen einsammelt, legen ein paar hungrige Kinder Brot auf der Straße aus für die Juden, die man nach Dachau triebt. Des Menschen Seele ist unbegreiflich.
Es ist ein Buch, welches man auch mal ein paar Tage weglegen kann.
Trozdem finde ich es ist eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe allein schon wegen der Sprache bzw. der Worte. Der Stil ist einmalig und hat einfach eine
51 Bewertungen, 17 Kommentare
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19.02.2010, 05:31 Uhr von Janne0033
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht LG Janne0033
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03.12.2009, 03:21 Uhr von tk7722
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, liebe Grüße
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22.11.2009, 14:45 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichbin nun mit all deinen berichten durch. schade. hätte dir gerne mehr bewertungen gegeben. lg
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10.11.2009, 22:55 Uhr von starlet99
Bewertung: sehr hilfreichsuper berichtet, lg p.s. freu mich über gegenlesungen
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03.11.2009, 22:56 Uhr von willma1984
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! LG willma1984
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03.11.2009, 11:49 Uhr von christianpirker
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht! Liebe Grüße, Christian
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02.11.2009, 23:26 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr hilfreicher Bericht! LG MST
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01.11.2009, 22:45 Uhr von liebes35
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Bericht. LG Steffi
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01.11.2009, 11:31 Uhr von Gemini_
Bewertung: sehr hilfreichEinfach top! LG von Gemini_
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31.10.2009, 13:24 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht. Wünsche dir einen schönen Start ins Wochenende. LG BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen
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31.10.2009, 12:39 Uhr von Cessie47
Bewertung: besonders wertvollliebe grüße, guter bericht
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31.10.2009, 10:11 Uhr von MoeGott
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht. Freu mich auf Gegenlesungen! lg
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31.10.2009, 04:20 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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31.10.2009, 02:20 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir ein schönes wochenende lg. petra
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30.10.2009, 23:36 Uhr von melliCLP
Bewertung: sehr hilfreichfreu mich immer über gegenlesungen !!lg , melli
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30.10.2009, 22:18 Uhr von deichlamm76
Bewertung: sehr hilfreichSH! Schönes Wochenende!
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30.10.2009, 22:07 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichIntresanter Bericht...Lg sigi
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