Cloverfield (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Qantas
De Hoffnung war groß, die Enttäuschung auch
Pro:
Spezialeffekte, Kameraführung
Kontra:
offenes Ende, langatmiger Anfang, mit 81 Minuten Länge zu kurz
Empfehlung:
Nein
*** Wie kam ich zu dem Film ***
Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich ein großer Fan der TV-Serie „Lost“ bin. Normalerweise gibt es von dem ein oder anderen Fußballspiel nichts, was mich wirklich vor dem Fernseher fesselt. Bei „Lost“ war das anders. Musste ich schauen, es war eine Art Sucht. Einer der Schöpfer der Serie: J. J. Abrams. Und eben dieser J. J. Abrams machte 2008 plötzlich durch einen merkwürdigen Film auf sich aufmerksam.
Zunächst waren es nur Gerüchte. Dann tauchte plötzlich eine Internetseite auf: http://www.1-18-08.com. Eine Internetseite, auf der von Woche zu Woche mehr Geheminisse auftauchten. Man konnte Fotos betrachten, diese Fotos mit der Maus drehen (einfach schnell hin und her schieben) und verschieben, mysteriöse Botschaften auf den Bildern erkennen oder auch aus dem Nichts ertönende Soundfiles bestaunen. Kurz um: das Produzententeam wusste das Internet geschickt zu nutzen, um Cineasten weltweit in den Bann des Films zu ziehen.
Aus welchen Gründen auch immer (ich weiß es wirklich nicht mehr) habe ich es trotz meiner Vorab-Begeisterung für den Film nicht geschafft, ihn im Kino zu sehen. Jetzt war es aber soweit.
*** Ein Blick auf den Inhalt ***
Man mag es eigentlich kaum glauben, aber dem Film geht keine lange Geschichte voraus. Es gibt um ein paar junge New Yorker, die für ihren besten Freund eine Abschiedsparty zelebrieren möchten. Grund: Rob, so sein Name, will die Stelle eines Vize-Vorstandschefs in Japan annehmen und seine Freunde wollen sich angemessen von ihm verabschieden. Zunächst ist die Stimmung auf der Party ausgelassen, dann kommt es unverhofft zu Beziehungsproblemen und schließlich sorgt ein Mini-Erdbeben samt kurzzeitigem Stromausfall und einem unheimlichen, gigantischen Gebrüll für ein abruptes Ende der Party. Verunsicherung macht sich breit, die sich bei einem Gang auf das Dach des Gebäudes, in dem die Party stattfindet, in Panik wandeln wird....
*** Das Besondere an dem Film ***
Viele von Euch kennen bestimmt noch „The Blair Witch Project“, wo der gesamte Film aus der Ich-Perspektive über eine kleine Hand-Kamera gezeigt wurde. Das ist auch bei „Cloverfield“ so – allerdings mit deutlich besserer Bildqualität. Durch Panik und wilde Verfolgungsjagdten sind die Bilder zwar häufig verwackelt, aber genau das macht den Reiz des Films aus. Man hat immer das Gefühl, live dabei zu sein. Das hat durchaus mitreißenden Charakter.
*** Meine Meinung zum Film // Achtung, inklusive detaillierteren Filminhalten ***
Wie ich eingangs bereits sagte: ich hatte mich sehr auf Cloverfield gefreut. Die virale Kampagne im Internet war phänomenal, die Neugierde riesig. Nun, wo ich den Film gesehen habe, muss ich sagen: Ich bin froh, dass ich kein Geld im Kino ausgegeben habe. Nicht nur die Tatsache, dass der Streifen gerade einmal 81 Minuten kurz ist, hat mich enttäuscht. Allerdings ist das auch wieder authentisch, denn sollte die Kamera mit einer Videokassette laufen – und die haben nun mal eine Kapazität von 80 Minuten – wurde ein kleines, aber feines Detail nicht missachtet. Vor allem das ziemlich einfallslose Ende stimmt mich ziemlich nachdenklich.
Die ersten 30 Minuten des Films sind wir in etwa damit beschäftigt, die Haupt-Personen des Films kennen zu lernen. Zunächst Rob mit seiner Affäre Beth, die dann einige Tage später ausgerechnet auf Robs Party mit einem Neuen an ihrer Seite auftaucht. Klar, Streit ist vorprogrammiert, die gute Laune auf der Party dahin. Das ist fast schon ein bisschen nervig.
Dann das Mini-Erdbeben. Endlich kommt Action in den Film. Also genau das, was man im Vorfeld erwartet hat. Gigantische Explosionen (von denen man auch nach dem Film keine Idee hat, woher sie eigentlich stammen), Feuerkugeln in der Luft, einstürzende Hochhäuser und ein durch die Luft wirbelnder Kopf der Freiheitsstatue. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen will, sollte einfach mal den Trailer anschauen: http://movies.universal-pictures-international-germany.de/cloverfield/
Für etwas 10, 15 Minuten ist das sehr spannend. Dann verliert der Film für meinen Geschmack aber ziemlich schnell an Reiz und Tempo. Irgendein Mix aus Alien und Gozilla verwüstet New York, die US Army kann (erstaunlich schnell!) das Non-Plus-Ultra an Streitkräften entgegenstellen und es entwickelt sich ein Kampf gegen das gigantische Monster, das zum Ende des Films sogar einmal richtig deutlich sichtbar wird.
Apropos Ende: ja, wo ist es denn? Wir sehen Rob und Beth unter einer Brücke im Central Park, die beiden halten eine Nachricht für die Nachwelt bereit, indem vor allem Rob schildert, was während der letzten sieben Stunden in New York passiert ist. Es gibt Explosionen, während Rob berichtet, dass das Monster vom Militär „bombardiert“ wird als die Brücke plötzlich über beiden zusammenbricht. Plötzlich springt das Video der Kamera zurück auf eine ältere Aufnahme, die Rob und Beth in einem Vergnügungspark zeigt. Am rechten Bildrand ist dabei zu erkennen, wie ein vom Himmel fallendes Objekt im Meer einschlägt. Die Geburtsstunde des Alien-Monsters.
Aber: der Zuschauer wird mit einer entscheidenden Frage allein gelassen. Lebt das Monster noch? Vertraut man den Fotos unter www.1-18-08.com dürfte es dem Militär gelungen sein, mit einer umfangreichen Angriffswelle zumindest das Muttertier zu töten. Jedoch gibt es – wie wir im Film sehen – noch einige kleinere Aliens. Denkbar, dass diese überlebt haben. Ein Indiz dafür ist auch, dass wir zum Ende des Abspanns ein „Help us“ hören, dass zurückgespielt wie „It's still alive“ klingt. Wird es also ein „Cloverfield 2“ geben?
*** Fazit ***
Zu kurz, zu flaches Ende, enttäuschend. So möchte ich den Film eigentlich gerne zusammenfassen. Ich bin alles andere als begeistert und hoffe, dass es für den Fall, dass eine Fortsetzung stattfinden wird, einiges besser gemacht wird. Allerdings würde ich mir fast wünschen, dass es keine Fortsetzung gibt, denn der einmalige Charakter des Films mit der Handkamera-Perspektive würde in Cloverfield 2 keinen Sinn mehr ergeben.
Aber – und deswegen gebe ich dem Film immerhin noch drei Sterne – die Spezieleffekte in dem Film sind spitze, die Tatsache, dass man das Gefühl hat stets live dabei zu sein sehr mitreißend, und irgendwie hat man ständig das Gefühl, mitten in einem Weltuntergangsszenario zu stecken, das mit den einstürzenden Gebäuden an die Anschläge des 11. September erinnert. Die Schauspieler wirken auch dadurch, dass sie keiner kennt, authentisch. Das gefällt dann irgendwie doch.
57 Bewertungen, 12 Kommentare
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20.11.2010, 11:39 Uhr von trullilu
Bewertung: sehr hilfreichGrüße schickt dir trullilu !!!
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05.11.2010, 12:08 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüsse, Talulah
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10.10.2010, 22:35 Uhr von hachy01
Bewertung: sehr hilfreichDen fand ich auch doof
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10.10.2010, 20:09 Uhr von Dariusz2
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Freue mich immer sehr über Gegenlesungen! Gruß Dariusz
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09.10.2010, 09:37 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr hilfreich LG KATJA
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31.08.2010, 18:51 Uhr von m1chael88
Bewertung: sehr hilfreichFand den Film auch nicht gut lg Michael
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26.08.2010, 18:39 Uhr von Humpen77
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht! Lieben Gruß
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09.08.2010, 10:20 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund einen guten wochenstart
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08.08.2010, 17:13 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Sonntag und LG cleo1
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08.08.2010, 15:41 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichIch fand Cloverfield eigentlich ganz gut, kann man natürlich auch anders sehen .. ;-))
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07.08.2010, 19:44 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichschönes wochenende wünsch ich dir lg. petra
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07.08.2010, 15:24 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche ein schönes Wochenende ....
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