Cloverfield (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
Wooooooooooo sind die Tiere?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
==Cloverfield==
bediente, alles andere als abschrecken ließ. Bei meinem letzten Besuch des Kölner „Media Markts“ krallte ich mir somit nicht nur meine heißgeliebte „Life“-Staffelbox, sondern darüber hinaus jene DVD zu einem angenehmen Preis in Höhe von 7,99 EUR.
Ein wenig hibbeliger als sonstig machte ich mich am gestrigen Abend mit dem Filmerlebnis vertraut ~ der Umstand, dass auf der DVD Hülle rein gar nichts über die _story offenbart wird und ich mich vorab so gut wie gar nicht informierte, gestaltete alles folgende für mich konsequenterweise spannender als für jene, die bereits zig Berichte über „Cloverfield“ gelesen haben mögen.
Die story an sich beginnt mit der Abschiedsfeier von Rob Hawkings (Michael Stahl-David), der aufgrund eines Jobangebotes das Land zu verlassen gedenkt. Bereits dies wird dem Zuschauer durch die genannte Handkamera präsentiert; Robs bester Freund Hudson (T. J. Miller) sollte eine Art Abschiedsvideo drehen ~ und legt die Kamera im weiteren Verlauf so gut wie nie aus der Hand.
Interessant wird die Geschichte schon auf der Party; zwischenmenschlich scheint zwischen Rob und Beth (Odette Yustman) einiges im argen zu liegen, während Hudson versucht, der eher abweisenden Marlena (Lizzy Caplan) näher zu kommen.
Die Stimmung kippt, als die Erde kurz, aber heftig bebt, für Sekunden der Strom ausfällt und wenig später bereits die ersten Nachrichten von einem angeblich gekenterten Öltanker berichten. Dass dies nicht die ganze Wahrheit sein kann, offenbart sich mehr und mehr in erschreckender Weise ~ ganz New York versucht in Panik die Ostküste zu verlassen; Rettungswagen, Militär, eingestürzte Gebäude... man weiß kaum, wo man hingucken soll, egal, wie winzig der heimische Fernseher auch sein mag. Das Tempo der Geschichte zieht so heftig an wie die Ereignisse vereinzelt verwirren, verstören und zugleich gewisse Fragen aufwerfen... doch alles in der Art, wie ich es einfach nur hurra finde.
==Die Umsetzung==
ist zugestandenermaßen gewöhnungsbedürftig. Durch die Handkamera wackelt das Bild vereinzelt, oft kann man nicht viel erkennen ~ doch genau das macht den besonderen Reiz für mich persönlich aus. Desweiteren hatte ich angenommen, dass man hier genausowenig „etwas sehen“ würde wie in den vorgenannten Vergleichswerken ~ und wurde überrascht. Der ultimative Blick auf das bedrohliche, blutrünstige Angreiferdings bleibt zwar aus, ist mir hingegen jedoch ohnehin lieber; aus dem einfachen Grund heraus, dass zu viele „Monster“ oft zu lächerlich aussehen, um tatsächlich erschrecken zu können.
In „Cloverfield“ erhascht man hingegen genug hektische Blicke, um in eine Art Gruselstimmung
zu verfallen, wird von kleineren „Ablegern“ des „Etwas“ genauso überrascht wie die kleine Gruppe, die sich in ihrer Flucht schnell zusammenfand. Logisch für solcherlei Filme ist irgendwo der Usus, dass der vermeintliche Filmheld zur Rettung seiner Liebsten eilen möchte und dabei mehr durchleiden muss, als jene, die unmittelbar zerfetzt, zerquetscht, ertrunken, erschlagen wurden. Erfreulicherweise wirkt jene „Idee“ in „Cloverfield“ gar nicht mal so abgedroschen, wie man es vermuten könnte. Nein, es funktioniert einfach; darüber hinaus „muss es einfach so sein“, um dem Horrorthriller / Katastrophenfilm eine richtige Handlung zu geben.
In den 81Filmminuten, die das Ganze lediglich dauert, passiert genausoviel, wie es bräuchte, um die Darstellung weder langatmig noch zu versucht-reißerisch zu gestalten.
Dinge, die vorhersehbar sind, gehen natürlich Hand in Hand mit der Frage, wie wahrscheinlich es eigentlich ist, dass Hudson die ganze Zeit die Kamera führen kann, ohne das diese beschädigt iwrd oder er zumindest einmal öfter zu Fall kommt. Ich selbst könnte nichtmal mit freien Händen von Hochhaus zu halb-eingestürztem Hochhaus klettern; wie Hudson dies mit einer nicht grade leichten Kamera absolviert, wird sein ewiges Geheimnis bleiben.
Nichtsdestoweniger bin ich von „Cloverfield“ absolut angetan und habe mir diesmal sogar einen teil der '''DVD Extras''' angesehen. Neben ein paar entfernten Szenen finden sich zwei alternative Enden (wählbar mit oder ohne Audiokommentar), die jedoch dem gewählten Ausgang recht ähnlich sind. Das making of, Featurettes (absolut genial: die Patzer am Filmset) und sog. „verdeckte Ermittlungen im Fall Cloverfield“ klingen zum Großteil mal wieder interessanter als sie letztendlich sind ~ aber da ich immer noch kein Typ bin, der sich einen Film nur wegen der evtl. interessanten Extras kauft, hab ich hierzu rein gar nichts zu beanstanden.
==Summa summarum==
eignet sich „Cloverfield“ sicherlich nicht für Menschen, die eine Phobie gegen „homevideo-machartiges“ haben. Genauso sollten Cineasten Abstand halten, die gerne klar und deutlich sehen, wer oder was wen angreift und darüber hinaus eine Art Erklärung geliefert haben möchten.
Diese spart „Cloverfield“ definitiv aus; was für mich ein weiterer Pluspunkt ist. Meines Erachtens nach gibt es einfach keine zufriedenstellende Aufdröselung; Theorien wie Militärversuche, Genmanipulationen oder Atomkraftwerke sind genauso ausgelutscht wie nervig. Das hab ich bereits bei Stephen King's „The Fog“ so gesehen und werde dies voraussichtlich auch in weiterer Zukunft so tun.
Ebenso erwähnenswert der Ausgang des Filmes, ohne diesen hier zu verraten ~ meiner Meinung (wie auch die der Audiokommentatorin) nach durfte es ganz einfach nicht anders sein.
Über die FSK12 Angabe kann man sich streiten, muss man aber nicht ~ absolut nichts zu beanstanden gibt es bezugnehmend auf die Darstellerischen Leistungen. Keiner der Schauspieler ist mir bewusst bekannt; allesamt überzeugen jedoch in ihrem Auftreten, ihrer Gestik und Mimik.
Wer überaus kritisch sein mag, findet in „Cloverfield“ sicherlich die ein oder andere Ungereimtheit (gibt es in New York eigentlich keine Tiere? Außer Ratten, mitunter WEISSE Ratten, im U-Bahn-Schacht?); doch ich wage zu behaupten, dass das in wirklich jedem Film der Fall sein wird.
Keine Ahnung, ob Regisseur Matt Reeves eine Berühmtheit darstellt oder „Cloverfield“ sogar sein Erstlinkswerk darstellt; Fakt ist, dass ich ihn bei einer potentiellen Begegnung mit Handkuss begrüßen würde.
Ergo des Ergos: ein wunderbares Filmchen für Leute wie mich; die sich gerne begruseln lassen, ohne dabei gesteigerten Wert auf literweise Blut und Gekröse zu legen.
34 Bewertungen, 14 Kommentare
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13.05.2010, 12:56 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut geschrieben
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05.05.2010, 18:58 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER ;)
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04.05.2010, 20:04 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^petra
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04.05.2010, 19:39 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich ...Lg Sigi
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04.05.2010, 19:30 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß
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04.05.2010, 18:53 Uhr von BiggestDreamer88
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich,würde mich über Gegenlesungen freuen. Gruss
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04.05.2010, 18:22 Uhr von Anton
Bewertung: sehr hilfreichsehr schön ein toller Bericht von mir ein SH mfg Anton der Gegenleser freut sich über Gegenlesungen
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04.05.2010, 17:52 Uhr von Polarlicht1960
Bewertung: sehr hilfreichHast du gut geschrieben. LG von larissa
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04.05.2010, 16:32 Uhr von BulmaZ
Bewertung: sehr hilfreichBei dem vielen Gewackel ist mir ganz anders geworden. Auch so fand ich den nicht dolle.
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04.05.2010, 16:22 Uhr von Janosch89
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht. Freue mich über Gegenlesungen.
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04.05.2010, 16:09 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG, kids123
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04.05.2010, 16:06 Uhr von Shirty1980
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht. Über eine Gegenlesung würde ich mich sehr freuen. Lg Shirty1980
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04.05.2010, 15:50 Uhr von Ringer93
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht! freue mich über gegenlesung gruß kevin
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04.05.2010, 15:41 Uhr von birpi123
Bewertung: besonders wertvollden würde ich auch gerne sehen, das ist was für mich, lG
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