Zeugin der Anklage (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kater

Marlene Dietrich in einer bedeutenden Rolle

Pro:

Schauspieler, Story.

Kontra:

Not really important things!

Empfehlung:

Ja

Hallo ihr Lieben! Da bin ich wieder und schreib euch heute über den Schwarzweißklassiker ,,Zeugin der Anklage\", indem Marlene Dietrich mitspielt. Es geht um Mord, Korruption, Vertrauen und Liebe. Ein einzigartiges Meisterwerk des Regisseurs Billy Wilder, mit einem nahezu melodramatischem Ende!

Der Plott:

Der schroffe Staranwalt Sir Winfrid wird aus dem Krankenhaus entlassen, indes er wegen Herzschwäche eingeliefert wurde. Eine Krankenschwester fährt mit ihm nach Hause und sagt ihm, was er in Zukunft zu tun und zu lassen hat. Keine Zigaretten, kein Alkohol und keine Frauen, nichts, was ihm Spaß macht, darf er mehr machen. Das passt ihm gar nicht, jedoch findet er Interesse an dem neuen Treppenlift in seinem Haus..

Plötzlich schneit Leonard Vole zur Türe herein und bittet Sir Wilfrid, ihn zu verteidigen. Er ist des Mordes an einer reichen Witwe namens French angeklagt und seine Frau Christine meinte, er solle sich schnellstens einen Anwalt besorgen. Man hängt ihm den Mord an, weil er viel Geld von der Witwe French erben wird und somit hatte er ein gutes Motiv sie umzubringen.

Leonard Vole erzählt Sir Wilfrid, wie er die Witwe kennengelernt hat und er beteuert seine Unschuld. Sir Wilfrid findet ihn sympathisch und das es bei dem Fall keinerlei Alibis gibt, macht den Fall interessant, wie er findet. Nachdem Leonard von der Polizei abgeführt wird, kreuzt seine Frau Christine bei Sir Wilfrid auf. Sie will ihrem Mann ein Alibi verschaffen, indem sie bei Gericht behaupten will, er sei um Punkt 21:26 Uhr bei ihr zu Hause gewesen.

Auch gesteht sie Sir Wilfrid, dass Leonard eigentlich gar nicht ihr Mann ist. Sie war schon verheiratet, als sie ihn geheiratet hatte, doch ihr richtiger Mann sei im Krieg gestorben und sie war froh jemanden zu haben, der sie durchfüttert. Leonard glaubt, Christine würde ihn vergöttern, doch dem scheint nicht so zu sein, ihre Liebe ist wohl schon längst abgeflaut.

Der Prozess beginnt. Zuerst wird die Anklage vorgetragen, danach wird eine mit Blut befleckte Jacke als Beweismittel hervorgebracht. Das Blut auf der jacke stimmt mit Leonards Blut überein, doch er behauptet standhaft, dass er sich kurz bevor dieser Mord geschehen sei, sich mit dem Brotmesser geschnitten zu haben. Dann wird die Haushälterin der Ermordeten reingeholt. Sie ist Leonard auch nicht gut gesonnen, weil sie sich beleidigt fühlte, als er ihr einmal einen Schneebesen schenkte...

Meine Meinung:

Als erstes tappt man zu ziemlich im Dunkeln und auch kurz vor Schluss weiß man immer noch nicht, warum Christine Leonard erst ein Alibi verschaffen will, ihn bei der Verhandlung jedoch des Mordes beschuldigt. Das ist gemein, so lange hingezogen zu werden, doch dass ist es, was den Film so spannend macht.

Welch Freude überkam Witwe French doch über den Schneebesen, den Leonard der Haushälterin geschenkt hatte. Ich meine, was für ein Wunder, es gibt Schneebesen! Doch zu der Zeit, wo der Film gedreht wurde, kannte man halt noch keine elektrischen Schneebesen, heute lacht man über diese Szene.

Lustig finde ich die schroffen Gespräche zwischen Sir Wilfrid und der Krankenschwester:,,Sie waren im Krieg? Dann muss es wohl 70/71 gewesen sein.\". Er spielt hier auf das vergangene Jahrhundert an und darauf, wie alt sie doch aussieht. Funny.

Unlogisch empfand ich es, warum Leonard nicht sofort festgenommen wird, ich mein, bei einer Mordanklage ist das doch so!

Auch nicht ganz zeitgemäß ist der Blutgruppentest, der mit der Jacke und mit Leonard durchgeführt wird. Heute wird da doch der DNA-Test bevorzugt, weil diese Methode sicherer ist. Doch das konnte man 1957 ja noch nicht wissen, als der Film gedreht wurde.

Die Schauspieler spielen sehr überzeugend, vor allem Marlene Dietrich als Christine, Tyrone Power als Leonard und Charles Laughton als Sir Wilfrid. Man weiß nämlich nicht, wie man Christine jetzt einschätzen und einordnen soll, denn ihr Verhalten verwirrt einen. Charles Laughton spielt seine Rolle sehr schroff und trotzdem witzig, wegen seinem schwarzen Humor, unter dem vor allem die Krankenschwester leiden muss. Leonards Verzweiflung während der Gerichtsverhandlung kommt richtig gut rüber, er fühlt sich plötzlich von hinten mit dem Messer erstochen, als Christine ihm nun doch kein Alibi verschafft.

Ich vergebe diesem mysteriösen Krimiklassiker ganze 5 Sterne wegen der genialen schauspielerischen Leistung und wegen dem unerwarteten Ende, was ich an dieser Stelle aber nicht verraten darf.

Darsteller: Marlene Dietrich alias Christine,
Tyrone Power alias Leonard,
Charles Laughton alias Sir Wilfrid.

Regie: Billy Wilder.

FSK: Ab 12 Jahren.

Drehort: USA, 1957.

Lauflänge: 110 Minuten.

By Kater ;-)

Für Ciao und Yopi

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