Tropic Thunder (DVD) Testbericht

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ab 6,20
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Dr_Ed

Rumble in the jungle

3
  • Action:  viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

meist gelungene Gags, gute Darsteller

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo Zielgruppe!
Was kommt dabei heraus, wenn fünf Soldaten in geheimer Mission im Vietnamkrieg unterwegs waren, vier davon überleben, drei ihre Erinnerungen in Buchform verewigen, wovon dann deren zwei veröffentlicht werden, aber nur eins davon tatsächlich auch als Film gedreht wird? - Die Antwort ist einfach: Der größte und aufwendigste Vietnamfilm aller Zeiten. So sieht zumindest die Ausgangslage für diese Geschichte aus. Klingt nach großem Kino, oder?! Einzelheiten dazu in diesem Bericht.

### DIE GESCHICHTE ###

~~~ wie immer natürlich zuerst die „MissVega haut mit der Machete alles klein und kurz“-Version ~~~

Regiedebütant Damien Cockburn soll den gigantischsten und teuersten Vietnamfilm – basierend auf den Erinnerungen des Vietnam-Veteranen John Tayback – drehen. Dummerweise sind seine Hauptdarsteller durch die Bank zickige Hollywood-Stars mit allen dazugehörigen Allüren. Weil der Action-Star Tugg Speedman, mit Flachwitz-Komödiant Jeff Portnoy und dem mehrfachen australischen Oscar-Gewinner Kirk Lazarus um die besten Szenen und Auftritte buhlt, hängt die Produktion bereits nach fünf Drehtagen, um einen Monat hinter dem ursprünglichen Drehplan zurück. Die explodierenden Kosten machen den Studio-Chef natürlich stinkesauer und er droht unverhohlen damit, den Geldhahn zuzudrehen, wenn nicht alle Beteiligten langsam aus den Puschen kommen. In seiner Verzweiflung kommt der Jung-Regisseur auf die vermeintlich rettende Idee, seine Stars einfach im Dschungel auszusetzen und den Film nach Guerilla-Manier runterzukurbeln. Allerdings gewinnt die Sache sehr schnell an unvorhergesehener Eigendynamik, denn im Dschungel treibt noch eine Bande von Rauschgiftproduzenten ihr Unwesen und die halten die Schauspieler für amerikanische Drogenfahnder. Als die Stars merken, dass sie es plötzlich nicht mehr mit Dreharbeiten, sondern mit der blanken Realität zu tun haben, ist es schon fast zu spät...

~~~ und nun wie gewohnt die „Dr.Ed hat keine Lust auf Tarzan-Grammatik“ - Langversion ~~~

Regiedebütant Damien Cockburn (Steve Coogan) soll den gigantischsten und teuersten Vietnamfilm – basierend auf den Erinnerungen des Vietnam-Veteranen John Tayback (Nick Nolte) – drehen. Allerdings sind seine Hauptdarsteller allesamt eingebildete Diven mit den dazugehörigen Allüren. Da ist zum einen Action-Star Tugg Speedman (Ben Stiller), der zuletzt einen üblen Karriereknick hinnehmen musste, nachdem seine Darstellung eines Down-Syndrom-Geschädigten an den Kinokassen gefloppt ist. Dagegen möchte Komödienstar Jeff Portnoy (Jack Black) endlich mal was anderes drehen als nur Pups-Komödien. Der mehrfache australische Oscar-Gewinner Kirk Lazarus (Robert Downey jr.) möchte sein berühmtes Method-Acting auf die Spitze treiben: Er will einen schwarzen Soldaten spielen und hat extra zu diesem Zweck seine Haut operativ abdunkeln lassen – sozusagen Michael Jackson in umgekehrt ;-) Mit dabei als supporting actors sind auch noch der schwarze Rapper Alpa Chino (Brandon T. Jackson), der sein Schauspiel-Debüt gibt und der aufstrebende Jungstar Kevin Sandusky (Jay Baruchel).

Dank der Allüren seiner Stars hängt Regisseur Cockburn bereits nach fünf Drehtagen dem ursprünglichen Drehplan um einen Monat hinterher hängt. Darüber ist der cholerische Studioboss Les Grossman (Tom Cruise) natürlich not amused und droht damit, den Geldhahn zuzudrehen, wenn nicht alle Beteiligten langsam aus den Puschen kommen. In seiner Verzweiflung kommt dem Regisseur die Idee, die Stars einfach im Dschungel auszusetzen und das ganze dann mit Videokamera zu drehen, in der Hoffnung, auf diesem Wege mal so etwas wie echte Emotionen aus seinen Stars herauszukitzeln. Zusammen mit Special-Effects-Mann Cody (Danny R. McBride) bastelt er an einem Szenario, um diesen Plan in die Tag umzusetzen. Am nächsten Tag werden alle mit dem Hubschrauber mitten im Dschungel ausgesetzt. Der Regisseur erklärt seinen Stars kurz die Situation und was er mit ihnen vorhat und tritt dann anschließend ab – auf eine echte Mine!

Die Stars halten das aber nur für einen special-effect und beginnen, sich missmutig durch den Dschungel zu wurschteln. Nach einiger Zeit beginnen alle, sich an die Situation zu gewöhnen und sich mit ihren Rollen zu arrangieren. Anfangs noch mit allen Allüren und ja auf Abgrenzung zu den anderen bedacht, versucht jeder noch sein eigenes Süppchen zu kochen. Später beginnt der Zusammenhalt doch ein wenig zu wachsen. Das ist auch bitter nötig, denn außer ihnen ist im Dschungel eine Bande von Rauschgiftproduzenten unterwegs, die das Hollywood-Trüppchen für eine Einheit amerikanischer Drogenfahnder hält. Und so langsam gewinnt die Geschichte immer mehr an Eigendynamik, zumal Speedman, der sich von seinen Leuten abgesetzt hat, von der Drogenbande gefangengenommen wird. Seine einzige Verbindung zur Außenwelt ist sein Satellitenhandy, über das er in ständigem Kontakt zu seinem Agenten Rick Peck (Matthew McConaughey) steht. Nachdem Peck von den Vietnamesen eine Lösegeldforderung erhält, macht er sich auf den Weg, um eine Befreiungsaktion in die Gänge zu bringen...

### MEINE MEINUNG ###

Nachdem Hollywood schon unzählige Filme darüber gedreht hat, in denen das amerikanische Vietnam-Trauma auf verschiedenste Arten aufgearbeitet wurde (stellvertretend seien hier „Platoon“, „Full Metal Jacket“, „Rambo 1“ und „Born on the 4th of july“ genannt), war es langsam an der Zeit, diese Filme auch mal parodistisch aufzubereiten. Dabei wimmelt es hier nur so vor Anspielungen aus diversen Hollywood-Filmen, die nicht nur dem Vietnam-Genre entstammen. Darüberhinaus werden auch einige Schauspieler auf die Schippe genommen: Tugg Speedman ist offensichtlich eine Parodie auf Sylvester Stallone, während Kirk Lazarus einige auffällige Gemeinsamkeiten mit Russell Crowe hat und Jeff Portney fast schon wie ein weißer Eddie Murphy daherkommt. Nick Nolte parodiert sich sogar mehr oder weniger selbst und hat offensichtlich Spaß dabei. Selbst Tom Cruise beweist komödiantisches Talent: Als cholerischer Studioboss ist er brüllkomisch. Da mag auch Matthew McConaughey als kriecherischer Agent nicht hinten anstehen.

Mit Anspielungen auf Hollywood und das Filmbusiness wird also nicht gespart, aber was nützen die besten Gags, wenn der Rest der Geschichte nichts taugt? An dieser Stelle kann ich Entwarnung geben: Zwar ist die Film-im-Film-Idee nicht gerade neu, nichtsdestotrotz wurde sie hier konsequent durchgezogen. Inhaltlich hält sich der Tiefgang zwar in Grenzen, aber die Geschichte wirkt einigermaßen schlüssig und ohne allzu große logische Löcher, die auch nicht weiter ins Gewicht fallen. Immerhin sind die Dialoge größtenteils deutlich cleverer als in Action-Filmen oder Parodien üblich und die Gags sind teilweise schon recht makaber und alles andere als politisch korrekt, ohne dabei zu sehr unter die Gürtellinie zu zielen, was dem Film schon zu einem recht soliden Grund-Niveau verhilft. Die darstellerischen Leistungen sind ebenfalls nicht zu verachten: Alle Beteiligten sprühen ausnahmslos nur so vor Spielfreude, so dass sich der Film auch auf dieser Ebene wohltuend vom Komödien-Einerlei der letzten Monate abhebt. Eine besonderes Lob verdient an dieser Stelle der oft gescholtene Tom Cruise: Auch wenn ich alles andere als ein Fan von ihm bin, in seiner Rolle als cholerischer Studioboss zieht er sich gnadenlos selber durch den Kakao und sorgt so für einige echte Brüller!

Eine weitere Überraschung ist die Regie: Ben Stiller stand hier nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera und man muss sagen, dass er hier ganze Arbeit geleistet hat. Die Pointen sitzen, die Dialoge sprühen in der Originalfassung nur so vor Sprachwitz (bin gespannt, ob und wie das in die deutsche Synchro rübergerettet wird), die Story hat ein flottes Tempo, keine unnötigen Längen und flacht nur zum Ende hin ein wenig ab. Insgesamt bietet der Film eine Menge Unterhaltungswert und ist intelligent genug, um auch etwas anspruchsvolleres Publikum zu bedienen. Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Empfehlung, diesen Film anzusehen!

### ABSPANN ###

Spielfilm USA 2008, 107 Min., FSK 12

Regie: Ben Stiller
Buch: Ben Stiller und Justin Theroux als Idee; Etan Cohen als Drehbuch
Kamera: John Toll
Musik: Theodore Shapiro

~ Tugg Speedman – Ben Stiller
~ Jeff Portnoy – Jack Black
~ Kirk Lazarus – Robert Downey jr.
~ Alpa Chino – Brandon T. Jackson
~ Kevin Sandusky – Jay Baruchel
~ Damien Cockburn – Steve Coogan
~ Cody – Danny R. McBride
~ John „Four leaf“ Tayback – Nick Nolte
~ Les Grossman – Tom Cruise
~ Rick Peck – Matthew McConaughey
~ Tranh – Brandon Soo Hoo
~ Byong – Reggie Lee
~ Hong – Jamie Huong
~ Tru – Trieu Tran
u.v.a.

47 Bewertungen, 23 Kommentare

  • Gemeinwesen

    25.04.2009, 20:12 Uhr von Gemeinwesen
    Bewertung: besonders wertvoll

    So, Ingo, und jetzt noch mal im ganzen Satz, ja? Beste Grüße vom Gemeinwesen.

  • Regan

    11.03.2009, 16:40 Uhr von Regan
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüsse, Nadine

  • ingoa09

    12.02.2009, 01:21 Uhr von ingoa09
    Bewertung: besonders wertvoll

    Stets klasse Berichte von Dir! Liebe Grüße, Ingo

  • Puenktchen3844

    10.02.2009, 22:42 Uhr von Puenktchen3844
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein guter Bericht. LG

  • anonym

    21.01.2009, 23:14 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    3 Sterne - eine gute Bewertung, interessanter Bericht, lg

  • hbscgirl

    20.01.2009, 17:16 Uhr von hbscgirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße

  • Michaela2015

    20.01.2009, 11:17 Uhr von Michaela2015
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüsse michi

  • presscorpse

    18.01.2009, 00:00 Uhr von presscorpse
    Bewertung: sehr hilfreich

    prima bericht! lg presscorpse

  • racheane

    13.01.2009, 13:42 Uhr von racheane
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße, Anne

  • campino

    13.01.2009, 13:05 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-:-:-:: lg andrea ::-:-:-:

  • Cessie47

    13.01.2009, 12:57 Uhr von Cessie47
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße und einen schönen Tag noch

  • Jerry525

    13.01.2009, 11:31 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße vom JERRY

  • Zzaldo

    13.01.2009, 11:31 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße sendet dir Stephan

  • minasteini

    13.01.2009, 10:25 Uhr von minasteini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht! LG Marina

  • jacki0987

    13.01.2009, 10:24 Uhr von jacki0987
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen schönen Dienstag wünscht Jacqueline!

  • Iris1979

    13.01.2009, 10:22 Uhr von Iris1979
    Bewertung: besonders wertvoll

    Super Bericht. LG Iris

  • HeikouSimone

    13.01.2009, 10:12 Uhr von HeikouSimone
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse Bericht! sh und lg von Simone

  • tk7722

    13.01.2009, 10:06 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr interessanter Bericht, liebe Grüße

  • sigrid9979

    13.01.2009, 09:27 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen schönen Tag wünscht Sigi

  • anonym

    13.01.2009, 09:20 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH ....... Liebe Grüße

  • Bigfatalex

    13.01.2009, 03:02 Uhr von Bigfatalex
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Marc ;-)

  • frankensteins

    13.01.2009, 02:23 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße ...........Werner

  • morla

    13.01.2009, 01:47 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir eine gute nacht lg. petra