Hellboy 2 - Die goldene Armee (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Herz, Hirn, Humor: Hellboy II
Pro:
- siehe Text
Kontra:
nichts.
Empfehlung:
Ja
Zitat aus „Hellboy II – Die goldene Armee“
Galt es in „Die Mumie III“ eine Armee von per Magie zum Leben erweckten Terrakotta-Kriegern zu besiegen, bedroht in „Hellboy II“ eine Armee goldfarbener Maschinenwesen den Weltfrieden. Hier enden die Gemeinsamkeiten der beiden Filme aber auch schon.
Während „Die Mumie III“ selbst in bei wohlwollender Betrachtung nicht mehr ist als einigermaßen manierlich getrickste Haudrauf-Action, bietet „Hellboy II“ alles, was den Kinobesuch zum echten Vergnügen macht.
Das fängt beim Hauptdarsteller Ron Perlman an, der schon im ersten Teil eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass er wirklich die Idealbesetzung für die Figur ist. Das Drehbuch des zweiten Teils beschert Perlman allerdings noch mehr knurrige Einzeiler und noch mehr Möglichkeiten, sich so richtig auszutoben. Wenn in anderen Fantasy-Epen schwülstiger „Alles oder nichts“-Pathos herrscht, wird’s bei Hellboy skatologisch: „Allmacht? Am Arsch!“, grollt der rote Riese etwa, wenn er sich mit der angeblich allmächtigen goldenen Armee anlegt – Hellboy ist eben der Malocher unter den Helden, und in Hellboys Welt werden keine großen Reden geschwungen. Überhaupt nimmt sich der Film an den richtigen Stellen erfrischend unernst: Wenn Hellboy und Amphibienwesen Abe Sapien bei Dosenbier und Barry Manilow Männergespräche über Beziehungen führen, bleibt kein Auge trocken.
Denn auch Gefühle kommen in „Hellboy II“ nicht zu kurz: Hellboy ist inzwischen mit seiner Freundin Liz zusammengezogen, und Kumpel Abe darf sich in die Elfen-Prinzessin Nuala verlieben. Del Toro nutzt versiert die Chancen, die Fortsetzungen bieten: Das Figurenpersonal darf bei einem großen Teil des Publikums als bekannt vorausgesetzt werden – deshalb muss der zweite Teil nichts mehr Grundsätzliche erklären, sondern darf vertiefen. Dazu gehört eben auch, dass es gehörig menschelt, und das darf man in diesem Falle ruhig wörtlich nehmen. Im Unterschied zu anderen Helden leiden die Figuren in „Hellboy“ darunter, dass sie keine gewöhnlichen Sterblichen sind. Indem die „Hellboy“-Film sich an ein solches Thema heranwagen, reihen sie sich ein in eine Auswahl erfreulich erwachsener Comic-Verfilmungen, die uns das Kino in den letzten Jahren beschert hat. Dass der zweite Teil eine düstere Prophezeiung aus dem ersten Teil zitiert, lässt jedenfalls hoffen: Die „Hellboy“-Story ist offensichtlich noch nicht zu Ende erzählt.
„Hellboy II“ überzeugt aber nicht nur in erzählerischer, sondern auch in handwerklicher Sicht. So viel visueller Einfallsreichtum war lange nicht auf der Leinwand zu sehen: Der selige Jim Henson, dem wir unter anderem die „Muppets“ verdanken, hätte an den Monstern in Guillermo del Toros Film sicher seine helle Freude gehabt. Angesichts der phantasievollen Figuren, die einem in „Hellboy II“ begegnen, habe ich mehr als einmal an die Trolle und Kobolde denken müssen, die Designer Brian Froud für Hensons zu Recht zum Genre-Klassiker gewordenes Fantasy-Abenteuer „Labyrinth“ ersonnen hat. Ähnlich wunderbare Bildeinfälle wie del Toro haben in meinen Augen derzeit nur Ex-„Monty Python’s“-Mitglied Terry Gilliam, Tim Burton sowie die Franzosen Jeunet und Caro, denen das Kino Filme wie „Die Stadt der verlorenen Kinder“ (übrigens ebenfalls mit Ron Perlman in einer Hauptrolle) und „Die wunderbare Welt der Amelie“ verdankt.
A propos „Burton“: Dessen Haus- und Hofkomponist Danny Elfman hat einen Soundtrack zu „Hellboy II“ beigesteuert, der das Bildgeschehen über die gesamte Laufzeit von 115 kurzweiligen Minuten routiniert unterstützt – das Ergebnis mag kein Meilenstein im Schaffen Elfmans und keine unbedingt notwendige Anschaffung für Sammler symphonischer Filmmusik sein, ist mir aber unterm Strich durchaus positiv aufgefallen.
Die Doppel-DVD bietet neben dem Hauptfilm eine Fülle an zusätzlichem Material, zu dessen Sichtung ich bislang allerdings noch nicht gekommen bin. Ich beschränke mich an dieser Stelle deshalb auf die einschlägige Auflistung sowie die Anmerkung, dass Bild und Ton des Hauptfilms nichts zu wünschen übrig lassen.
Kapitel- / Szenenanwahl
Animiertes DVD-Menü
DVD-Menü mit Soundeffekten
Audiokommentar
Besuche am Set
Notizbuch des Regisseurs
Vorwort
Hellboy: Im Dienste des Dämons
Produktions-Workshop
Vorproduktionsarchiv
Marketing-Kampagne
Trollmarktbesuch mit Guillermo del Toro
Nachwort von Zinco
Unveröffentlichte Szenen mit optionalem Audiokommentar
R e s ü m e e
So viel Spaß hat das phantastische Kino lange nicht mehr gemacht: Guillermo del Toro lässt die Puppen tanzen, und das Kinopublikum hat höllisch Spaß. Und immer dran denken: Hässliche irische Trolle haben Angst vor Kanarienvögeln!
40 Bewertungen, 9 Kommentare
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01.04.2009, 00:32 Uhr von Dr_Ed
Bewertung: besonders wertvollDer Film war schon verdammt geil!!!
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21.03.2009, 01:14 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichDa hast du dir ein SH verdient. LG MST
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18.03.2009, 15:44 Uhr von x_tobiiiii_x
Bewertung: sehr hilfreichGuter Film, Guter Bericht Lg
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16.03.2009, 17:37 Uhr von rainbow90
Bewertung: sehr hilfreichSehr anschaulicher Bericht. LG
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16.03.2009, 16:39 Uhr von campino
Bewertung: sehr hilfreichGrüße, Andrea .....................
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16.03.2009, 10:38 Uhr von Engal00
Bewertung: sehr hilfreichsh und liebe Grüße Engal00
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16.03.2009, 10:35 Uhr von schnolgi
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht Lg Schnolgi
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16.03.2009, 10:16 Uhr von tk7722
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, liebe Grüße
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16.03.2009, 09:53 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichdie vier H`s lloool
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