Gut gegen Nordwind (Taschenbuch) / Daniel Glattauer Testbericht




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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Riesenkeks
Und es zieht sich doch!*
Pro:
nicht so kitschig wie erwartet, Sprache und die Liebe zu eben dieser
Kontra:
zieht sich ein wenig, da es immer um die gleichen Dinge geht
Empfehlung:
Ja
Da ich eh gerade am Tippen bin, folgt noch ein kleiner Buchbericht:
Es sind Ferien und somit habe ich endlich wieder ein bisschen Zeit, mich auf das zu konzentrieren, was ich schon viel zu lange vernachlässigt habe: Lesen, was ich will.
Überdiverse Plattformen bin ich auf das Buch Gut gegen Nordwind gestoßen und die vielen positiven Kritiken haben mich dazu verleitet, es mir zu Weihnachten zu wünschen.
Gestern bin ich dann endlich dazu gekommen, es zu lesen und möchte heute meinen noch frischen Eindruck präsentieren.
Die Story ist kurz erzählt:
Emmi Rothner und Leo Leike lernen sich per Zufall über das Internet kenne, da Emmi fälschlicherweise ihm und nicht dem Magazin Like E-Mails schreibt. Dadurch gelangt Leo in ihr Adressbuch und Weihnachten eine unoriginelle Massenmail in Leos Postfach.
Aus diesen eher flüchtigen und ungewollten Botschaften entwickelt sich nach und nach ein reger Austausch per Mail, wobei beide den jeweils anderen auf ihre Art und Weise faszinierend finden. Blöd nur, dass Emmi verheiratet ist und Leo eine -immer wieder- gerade gescheiterte Beziehung hinter sich hat.
Meine Meinung
Eigentlich geht es in dem Buch ständig nur um eine Frage: Wann treffen die beiden sich denn endlich? Über 200 Seiten wird man auf die Folter gespannt und dann passiert im Endeffekt doch so gut wie nichts. – Oder vielleicht doch? Sind es nicht die vielen kleinen Passagen, die das Buch vor allem um die Seiten herum lesenswert machen, auf denen Leo betrunken ist und sich nach Emmi sehnt? Oder sind es die Versteckspiele der beiden, die so reizvoll sind?
Denn beide wollen zunächst nicht wahrhaben, was sich da anbahnt und sperren den anderen aus dem Leben der „Innenwelt“ aus. Für Leo ist Emmi zunächst nur eine Ablenkung von seiner Ex, für Emmi ist Leo Pause von der Familie.
Doch ist das wirklich so einfach? Kann man sich über ein Jahr lang E-Mails schreiben und sich gegenseitig anhimmeln oder ärgern, ohne dass etwas passiert?
Beide versuchen mehrmals, sich voneinander loszueisen und wieder in ihr normales Leben zurückzukehren. Sei es, weil Emmi verheiratet ist oder weil Leo mal wieder etwas mit seiner Ex angefangen hat.
Doch immer wieder drängt sich die Frage auf: Was ist Betrug? (Ich für meinen Teil habe die Frage längst gelöst, aber die beiden hier scheinen es etwas anders zu sehen…)
Die Sprache ist natürlich sehr locker, da man immer nur die E-Mails der beiden Protagonisten zu lesen bekommt. Was dazwischen passiert, ist auch nicht wichtig, denn wen interessiert schon die Außenwelt? Der Sprachstil der beiden Figuren ändert sich nicht wirklich während der Geschichte. Nur, wenn die beiden mal wieder Krach haben, wirken die Mails nüchterner.
Aber an sich wirkt vor allem Emmi sehr lebensecht und leo leicht distanziert – aber keineswegs künstlich.
Ich habe vielfach gehört, dass dieses Buch „realistisch“ sei. Nun… vielleicht ist es das. Da ich nicht die beste Meinung von einem Großteil der menschlichen Art habe, kann ich mir durchaus vorstellen, dass man glücklich mit jemandem zusammen ist und plötzlich kommt da jemand, der einen aus der Fassung bringt. – Was man daraus macht, das entscheidet der Charakter, die Willensstärke, die Liebe zum eigentlichen Partner… und das ist leider bei vielen Menschen zu schwach ausgeprägt. Dennoch wirken einige Stellen für mich etwas seltsam. So weiß ich nicht genau, wie ich die E-Mail von Emmis Mann an Leo einschätzen soll, bin ihr jedoch recht dankbar, dass sie dieses Buch vorantreibt und zu einem Ende bringt, da mir alles zu oft hin und her geschoben worden ist. Ja, das Buch zieht sich trotz der knapp 220 Seiten an einigen Stellen. Wie das bei einem so dünnen Buch passieren kann, ist mir doch ein kleines Rätsel.
Fazit
Kitschig ist dieses Buch eher nicht und die E-Mail- Schreibweise gefällt. Dennoch zieht es sich an einigen Stellen ein wenig und es geht viel zu oft hin und her, bis man sich endlich zu einer Lösung durchringen kann. Außerdem verbessert es nicht gerade mein Weltbild – auch, wenn das Ende doch noch ein bisschen Hoffnung aufkeimen lässt…
Da mir gerade nicht nach Abtippen ist, hier eine Leseprobe, die den Beginn der Freundschaft? Beziehung? – was auch immer zeigt:
http://www.leseprobe24.de/gut-gegen-nordwind-von-daniel-glattauer
49 Bewertungen, 11 Kommentare
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18.03.2010, 15:31 Uhr von Jenni29Mai80
Bewertung: sehr hilfreichHm ne hört sich nicht so nach meinem an. LG jenni
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18.03.2010, 08:20 Uhr von mellie82
Bewertung: sehr hilfreichl.g.mellie
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18.03.2010, 07:17 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichGut Gemacht....Lg Sigi
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18.03.2010, 07:11 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht. LG Iris
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18.03.2010, 07:02 Uhr von frecherkeks7
Bewertung: sehr hilfreichsehr gur verfasst. würde mich über gegenlesung freuen.
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18.03.2010, 05:09 Uhr von Janne0033
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht LG Janne0033
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18.03.2010, 03:05 Uhr von anna1967
Bewertung: sehr hilfreichman "liest" sich, liebe grüße Anne
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18.03.2010, 00:25 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^petra
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17.03.2010, 23:48 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß
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17.03.2010, 23:15 Uhr von BiggestDreamer88
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich,würde mich über Gegenlesungen freuen. Gruss
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17.03.2010, 23:03 Uhr von CevoiZ
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht sh lg :)
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