Sony MDR-EX35 Testbericht

ab 31,85
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Summe aller Bewertungen
  • Klangqualität:  sehr gut
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  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von Hollgo

Ganz in weiß...

4
  • Klangqualität:  gut
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  • Support & Service:  sehr gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

+ extrem leicht + an Ohrgröße anpassbar + guter Klang

Kontra:

- Bässe nicht so druckvoll, wie sie sein könnten

Empfehlung:

Ja

... sind meine MDR - EX 35. Weiße Ohrpolster, weißes Anschlußkabel, ok, Silberne Kabelführungen und ein vergoldeter Anschlußstecker, aber sonst eben weiß.
"Bezahlt" im klassischen Sinne habe ich die Ohrhörer nicht. Sie waren eine "Webmiles" -Prämie. Im Handel kosten die Kopfhörer ca. 20 €.
Allerdings: wie gut sind die Sony-In-Ear Kopfhörer eigentlich in Sachen Tragekomfort und vor allem auch Klang ?
Dieser Frage will ich jetzt mal näher auf den Grund gehen.


'''Lieferumfang'''

Die Ohrhörer (in meinem Fall in weißer Farbe) kommen in einer durchsichtigen Blisterverpackung "eingeschweisst". Neben den eigentlichen Hörern mit vormontierten, austauschbaren,mittelgrossen Ohrpolster aus Hybrid-Silikongummi,gibt es zusätzlich eine Garnitur mit einer Nummer größeren (L) und einer Nummer kleineren Ohrpolstern (S) im Lieferung, genauso wie einen mehrsprachigen,großen Anleitungszettel, einen mehrsprachigen Gerätegarantiepass und eine Kabelwickelschlaufe aus Kunststoff zum Anpassen der Kabellänge.
Die verschiedenen Ohrpolstergrößen lassen sich dank farblicher Markierung an den röhrenförigen Steckseiten der Polster gut voneinander unterscheiden.
So sind die Polster der Größe L blau markiert, Größe M ist grün und Größe S ist orange markiert. Optional ist auch die Größe SS mit roter Markierung separat im Handel erhältlich.

'''Erster Eindruck'''

Bei den MDR EX 35 - Hörern handelt es sich um sog. "In-Ear" Ohrhörer, d.h. so etwas, wie einen Bügel suchen wir vergeblich. Die Hörer werden direkt in die Ohren gesteckt (daher "In-Ear").
Verarbeitungstechnisch machen die Sony-Hörer durchaus einen guten Eindruck. Eine stabile Kabelführung, die chromigen Silberglanz verbreiten, nicht allzu dicke Kabel und ein 90° gewinkelter und vergoldeter, 3,5 mm-Stereoklinkenstecker machen schon einen guten Eindruck. Durch die beiliegende Kabelwickelschlaufe kann man das 1,2 m lange Anschlußkabel recht einfach so an die eigenen Vorlieben in puncto Länge einstellen, wie man es möchte. Sony empfiehlt, das Kabel mindestens auf einer Länge von 50 cm zu lassen, damit es sich nicht versehentlich aus der Wickel abwickeln kann.


'''Installation'''

Das Anschliessen der Hörer an ein Audiogerät mit einer 3,5 mm Klinkenbuchse ist kein Problem. Anstecken - läuft.
Dabei waren in meinem Fall die mittelgroßen Ohrpolster (Größe M) vormontiert. Leider war die Basswirkung mit diesen Polstern ziemlich schlecht. Die Anleitung gibt für einem solchen Fall den Tipp, eine andere Ohrpolstergröße zu finden.Sony legt den Hörern je 2 Ohrpolster in insgesamt 3 verschiedenen Größen bei. Zunächst probierte ich die nächstgrößere Größe L.
Dabei muss man die montierten Polster durch etwas drehen von den an kleine Klinkenstecker erinnernden, 9 mm Kalottenlautsprecher abziehen. Danach kann man das neue Ohrpolsterset, ebenfalls durch eine Kombination aus drehen und ein wenig Druck aufschieben. Die Anleitung erklärt das Procedere recht anschaulich bebildert.
Sitzt alles fest, geht es ans ausprobieren.
Das Ergebnis war noch schlechter. Von Basssound gar keine Spur. Das mittlere Set war ja schon schlecht, aber dieses Set war noch schlechter. Außerdem "kullerten" die Hörer recht leicht aus den Ohren wieder heraus.
Also wieder abmontiert (Schema s.o.), und das kleinste beigelegte Set (Größe S) montiert. Heureka ! Dieses Mal war der Bass ganz gut da und die Ohrhörer passten jetzt auch gut in die Ohren. Größe S war also für mich die optimale Lösung.

'''Tragekomfort'''

Hat man die passende Ohrpolstergrösse für sich gefunden, sitzen die Hörer angenehm nicht zu fest und nicht zu "wackelig" im Ohr. Die Hörer merkt man sowohl stehend oder liegend physisch fast gar nicht, die Musik kommt einfach aus den Hörern und man kann so fast den Eindruck gewinnen, als hätte man gar keine Ohrhörer im Ohr. Eigentlich bin ich da ein wenig empfindlich, aber diese Hörer kann ich ggf. auch längere Zeit im Ohr haben, sie drücken und schmerzen auch nach längerer Zeit nicht.Die Kabellänge habe ich auch passend eingestellt, sodass kein versehentliches Verhaken zustande kommen kann. In puncto Tragekomfort und Einstellungsmöglichkeiten bekommen die Hörer also von mir die volle Punktzahl...

'''Wie ist der Klang

OK, der Tragekomfort ist schonmal ein wichtiger Punkt bei In-Ear Hörern. Gut klingen sollten sie aber auch, dann wäre doch alles in Butter. Leider kann ich den Sony MDR-EX 35 hier keine so guten Noten geben.
Das fängt schon bei der Lautstärke an. Angeschlossen habe ich die Hörer an meinen Creative Zen - Player. Mit den diesem Player beiliegenden Ohrhörern bekomme ich schon mit der Lautstärkeeinstellung "10" einen vollkommen ausreichenden Pegel hin. Wenn ich allerdings die Sony-Hörer anstöpsele, muss ich das Gerät schon bis Stufe 17 hochdrehen, damit ein ähnlicher Pegel erreicht wird. Auch die automatische Lautstärkeanpassung hilft hier nicht viel.
Dazu kommt, dass die Bässe wirklich nicht so druckvoll-wuchtig über die Hörer kommen, wie mit den Creative-Hörern.
So habe ich mal kritisch stark bassbasierte Stücke der Band "Incognito" auf meinem Player angehört. Ein besonders bassbasiertes Stück ist dabei das Instrumentalstück "Colibri". Während ich bei Nutzung der Creative-Hörer hier schon in der "Akustik"-EQ-Voreinstellung ein sehr überzeugendes Ergebnis hinbekomme, muss ich für die Sony fast alles aufbieten, was ich in Sachen Bassverstärkung mit dem Player hinbekomme.
Es ist also möglich, aber eben mit viel Aufwand und großer Dokterei. Dabei brummeln die Kalotten bei besonders tiefen Bassfrequenzen dank dieser "Zauberei" bei den Einstellungen schon ganz beachtlich vor sich hin, fast ist schon ein Übersprechen zu verzeichnen. Nun habe ich die ganze Sache deshalb entschärft und fahre eine defensivere, nicht ganz so bassverstärkende Einstellung. Statt vorher "Disco" ist nun "Pop" die Einstellung der Wahl, was wenigstens kein Übersprechen mehr verursacht. Die Höhen sind dafür recht gut hörbar, hier punkten die Sony-Hörer sogar gegenüber den Creative-Hörern. Leider höre ich relativ viel bassbasierte Stücke, dazu sind es MP3, die bekanntlich in den absolut hohen Frequenzen kompressionsbedingt nicht viel an Klang bringen können.
Naja, immerhin ist die Basswirkung der MDR EX 35 mit allerlei "tunen" zumindest zufriedenstellend zu nennen. Ansonsten wird das Klangbild recht ausgewogen und auch sauber wiedergegeben, besonders auch bei nicht allzu lauten Stücken wie Balladen z.B. Hier liegen eindeutig auch die Stärken der Hörer .
Ebenso punkten sie bei klassischer Musik. Wiener Walzer, Mozarts "Nachtmusik" und Vivaldis "Vier Jahreszeiten" hören sich mit den Sony - Hörern einfach toll an.

'''Reinigung & Wartung'''

Natürlich werden Ohrpolster auch mal dreckig. Hier zahlt es sich bei den MDR-EX 35 aus, dass die Polster aus Gummi bestehen und recht leicht abnehmbar sind. Diese kann man mit einer milden Reinigungsflüssigkeit recht einfach und effektiv vom Schmutz befreien. Das Stecksystem der Hörer erleichtert dabei das Abziehen und wieder aufstecken schon beträchtlich.
Ist mal ein Ohrpolster kaputt , kann man sich Ersatz im Handel besorgen. Sämtliche Größen von SS bis L gibt es mit der Modellbezeichnung "EP-EX 10A" separat im Handel, hier ist also im Fall des Falles Ersatz zu bekommen.

'''Technische Daten'''

* Typ : Geschlossen/dynamisch
* Treibereinheit: 9 mm Kalotte (CCAW)
* Belastbarkeit: 100 mW (International Electrotechnical Commission IEC)
* Impedanz: 16 Ohm bei 1kHz
* Empfindlichkeit: 100 dB/mW
* Frequenzgang: 6 - 23000 Hz
* Kabel: 1,20 m,Litzenkabel, Y-förmig
* Gewicht: ca. 3 g
* Vorrichtung zur Einstellung der Kabellänge

=== Fazit ===

OK, gegen meine Creative-Hörer können sich die Sony-Hörer zwar nicht durchsetzen, aber dennoch haben wir es bei den MDR-EX 35 immer noch mit sehr guten In-Ear Ohrhörern zu tun, die den sonst bei vielen MP3-Playern beiliegenden "Stöpseln" immer noch weit überlegen sein dürften. Dank des tollen Tragekomforts haben sie hier den Creative-Hörern einiges voraus, bassbelastete Stücke kommen mit Tricks zwar auch gut rüber, aber hier haben die Creative-Hörer die Nase ganz einfach vorne. Balladenfans und Fans der leiseren Töne und speziell Klassikfreunde haben mit den MDR-EX 35 dank der guten Höhenwiedergabe bestimmt ihre Freude an den Hörern.

49 Bewertungen, 2 Kommentare

  • morla

    05.06.2010, 19:24 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra

  • XXLALF

    05.06.2010, 19:03 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und ganz liebe wochenendgrüße