Quarantäne (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
An US-re-Record about a spanish Quarantine
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
==Quarantäne==
in meine heimischen Hallen orderte.
Die _Handlung_ ist zu geschätzten 95% die gleiche wie in der Originalvorlage, sprich:
Im Zuge einer Fernsehsendung besucht die junge Reporterin Angela (Jennifer Carpenter) mitsamt ihrem Kameramann Scott (Steve Harris) die örtliche Feuerwache von Los Angeles. Nachdem einige Aufnahmen im Kasten sind, kann Angela es kaum erwarten, die Feuerwehrleute Jake (Jay Hernández) und George (Johnathon Schaech) bei der Arbeit zu begleiten ~ jener Einsatz führt sie dann mitsamt der Truppe in ein Mehrfamilienhaus, aus dessen Wohnung Schreie einer älteren Frau, Mrs. Espinoza, zu hören waren. Kaum dortig angekommen, eskaliert die Situation: Mrs. Espinoza greift Feuerwehr wie Sanitäter an. Nach und nach wandelt sich der scheinbare Routineeinsatz in ein wahres Horrorszenario, zumal die Behörden niemanden mehr aus dem Haus heraus lassen wollen....
==Die Umsetzung==
wurde auch hier ~ konsequenterweise ~ mit dem mehr oder minder berühmten Wackelkameramodus zelebriert. Sprich: der Zuschauer sieht das, was Scott's Handkamera aufnimmt, nicht mehr und nicht weniger.
Auffällig ist im Bezug auf die Neuverfilmung im ersten Moment, dass die US-Variante mit einigen bekannten Darstellern zu bestechen versucht ~ das definitive „mittendrin statt nur dabei“ Gefühl, das subjektive Echtheitsempfinden geht damit schonmal flöten.
Darüber hinaus versuchte Regisseur John Erick Dowdle, den jeweiligen Charakteren ein wenig mehr Tiefe zu geben, den Zuschauer intensiver mit den Personen vertraut zu machen. So bekommt man hier den Kameramann Scott mehrfach zu Gesicht, was in „Rec“ nicht der Fall war; die Dialoge laufen lockerer, intensiver und vermutlich auch realistischer ab als in der vorgenannten Verfilmung. Der Unterschied zwischen der spanischen Mentalität – alle Bewohner versammeln sich im Hausflur – und der amerikanischen – wozu die Aufregung? Ich will zurück in meine Wohnung, das hier geht mich nichts an – findet ebenso seinen Platz wie die fast schon übertriebene Darstellung des Ausländeranteils. Was früher als „Quotenschwarze“ tituliert und belächelt wurde, findet in „Quarantäne“ seine neue Heimat ~ Spanier, Inder, Griechen... alles dabei.
Neu dabei vor allem diverse Haustiere; im Gegenzug zu „Rec“ wird nicht lediglich ein Hund erwähnt, man bekommt sogar dreierlei zu Gesicht, von diversen Ratten mal abgesehen.
Zusammenfassend lässt sich schon während der ersten Filmhälfte rasch erkennen, dass „Quarantäne“ quasi insgesamt „amerikanischer“ wirkt; es ist einfach „mehr los“ als in „Rec“. Mehrfach bekommt man hier die infizierten Bewohner zu Gesicht, schon die Einführungsszene der angesteckten Mrs. Espinoza wirkt ausgefeilter und weniger hektisch als im Vergleichswerk. Während man in „Rec“ vieles eher aus den Augenwinkeln heraus beobachten durfte, bedenkt „Quarantäne“ den Zuschauer mit weniger verwackelten Aufnahmen, ersetzt ein paar fiese Szenen gegen neue Ideen; konzentriert sich vor allem noch innerhalb der Feuerwache darauf, Sympathie für seine Figuren zu erwecken.
So leidet der Filmgucker mit dein einzelnen Protagonisten zwar mehr mit; gleichzeitig jedoch geht der eigentliche Charakter dieser Pseudo-Echtaufnahmen ein wenig verloren.
'''Die DVD-Extras''' versorgen den interessierten Zuschauer zwar mitunter mit einem recht kurzen „making of“, doch etliche Fragen, die ich mir insbesondere in den letzten Filmminuten stellte, bleiben offen. Fast schon dreist darüber hinaus der Umstand, dass der Regisseur so klingt, als hätte er sich die ganze Geschichte rund um den Feuerwehreinsatz nebst der Umsetzungsart selbst ausgedacht ~ kein Wort darüber, dass (und vor allem: warum) er überhaupt auf die Idee kam, „Rec“ neu zu verfilmen.
==Summa summarum==
fällt es mir persönlich schwer zu urteilen, ob ich schlussendlich „Rec“ (FSK 18) oder „Quarantäne“ (FSK 16) den Vorzug geben würde; eben weil letzterer kaum noch Überraschungsmomente für mich bereithalten konnte. Dankbar war ich hier somit für einige Unterschiede, freute mich über mehr Tiefe, neue Ideen oder gar realgetreuere Dialoge. Als Manko hingegen muss ich allerdings nochmal auf den Umstand der allzu bekannten Akteure eingehen ~ unabstreitbar agieren sie allesamt absolut überzeugend; sehr gefreut habe ich mich persönlich über die Hauptbesetzung Jennifer Carpenter ~ doch in diesem Zusammenhang wirkt die DVD Aufmache „Kein Beweis ~ bis jetzt“ umso alberner.
Natürlich ist mir - im Gegenzug zum damaligen „Blair witch project“ - von Anfang an bewusst, dass es sich hier um ein Schauspiel handelt; meines Erachtens nach wirkt die angewandte Machart jedoch um einiges intensiver, wenn man stattdessen auf unbekannte Gesichter zurückgreift.
Eben aus diesem Grunde konnte ich mich in „Rec“ eher hineinfallen lassen, dass Szenario fühlte sich „echter“, realistischer und wohl auch bedrohlicher an. Dortig fällt es leichter, zu „vergessen“, dass ja alles nur Theater, Kostüm und Auswendiglernen ist.
==ღஜღ ღஜღ SPOILER!!!ღஜღ ღஜღ ==
Gleichermaßen bevorzuge ich bei „Rec“ die Aufdröselung; während „Quarantäne“ sich darauf einschoss, dass es sich bei Infizierung um eine mutierte Art von Tollwut handeln würde, blieb bei „Rec“ die Frage eher offen. Es kommt zwar immer darauf an, ob man als Zuschauer bevorzugt, eine oder eben keine Antwort dargeboten zu bekommen ~ doch „Quarantäne“ patzt dahingehend ein wenig, dass es zwar ähnliche Schlusssequenzen parat hält wie „Rec“, jedoch dem Zuschauer keinerlei Chance gibt, zu erkennen, was genau Angela entdeckt. Sie wuselt zwar in diversen Zeitungsartikeln, gleichso wird ein Band entdeckt und abgespielt ~ doch jenes ist so unverständlich wie die Artikel uneinsichtbar.
==ღஜღ ღஜღ SPOILER ENDEღஜღ ღஜღ ==
Einerseits lässt diese Art dem Zuschauer noch mehr Fragen offen, erhöht die Möglichkeit des abschließenden eigenen Rätselratens, sorgt für Diskussionsstoff... doch ich wage zu behaupten, dass die breite Masse der Filmgucker heutzutage auf so etwas schlicht und ergreifend keine Lust hat.
Gespannt sein kann man somit umso mehr, ob auch „Rec2“ eine Neuauflage genießen darf ~ die Vorlage, um auf genanntes Auslassen einzugehen, wäre de facto vermutlich sogar unter besseren, weil überraschungseffektiveren Voraussetzungen gegeben. Was nicht heißen soll, dass die grundsätzliche Idee der Ideenweiterführung im zweiten Teil deswegen weniger albern wäre.
Ergo des Ergos:
Eine meinerseitige Empfehlung erhält „Quarantäne“ ebenfalls; wer lediglich eine Ausgabe von ein und demselben Film gucken möchte, der muss sich selbst die Frage stellen, ob er eher Wert auf beklemmende, bedrohliche Atmosphäre legt (und somit zu „Rec“ greifen sollte) oder lieber mehr ha-ha und actionreiches Material vorfinden möchte.
Beide Varianten brauchen dann vermutlich nur tatsächlich Menschen wie ich, die bezüglich solcher Filmchen einfach nur nen Knall haben.
32 Bewertungen, 6 Kommentare
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22.06.2010, 17:33 Uhr von Likelihood
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöner bericht!!!! Freue mich immer über gegenlesungen
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22.06.2010, 03:21 Uhr von Polarlicht1960
Bewertung: sehr hilfreichSH bekommst DU von MIR und NATÜRLICH auch VIELE liebe GRÜSSE
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21.06.2010, 21:21 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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21.06.2010, 20:57 Uhr von sandraberg
Bewertung: sehr hilfreichSH - gar keine frage :) wie immer ein super bericht von dir. gruß sandra
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21.06.2010, 14:42 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund einen guten wochenstart
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21.06.2010, 14:32 Uhr von beautyfizz
Bewertung: sehr hilfreichwürde mich über gegenlesungen freuen :D LG
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