Vicky Cristina Barcelona (DVD) Testbericht




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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
Die Aussage ist nichts anderes als das Sein.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
==Vicky Christina Barcelona==
den ich vor wenigen Tagen sah, mir jedoch immer noch nicht so ganz schlüssig bin, was ich überhaupt von diesem Werk halten soll.
Die _Handlung begrenzt sich auf die beiden unterschiedlichen Freundinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson), die während ihres gemeinsamen Urlaub den Maler Juan (Javier Bardem) kennen- und wohl auch liebenlernen.
Knackpunkt des Ganzen ist nicht nur der Umstand, dass Vicky bereits verlobt ist, während Cristina für ein lockeres Abenteuer stetig zu haben scheint ~ sondern vor allem, das letztere erkrankt und sich dadurch Vicky und Juan immer näher kommen. Kaum gesund, wendet sich das Blatt ~ Cristina wird quasi ausgetauscht... doch als die Exfreundin Juan's, Maria Elena (Penélope Cruz) zu dem Liebespaar hinzustößt, entwickelt sich die Dreiecksgeschichte erneut....
==Die Umsetzung==
wird mittels Erzählstimme lebendig und offen gehalten. Der Ich-Erzähler fasst oft die Eckpfeiler zusammen und sorgt dafür, dass man als Zuschauer rasch im Bilde ist, ohne großartige Einleitungen zu benötigen.
Die Gesamtstimmung des Filmes ist recht locker, worunter leider die herrschende Dramatik geschmälert oder gar ausgebremst wird. Juan liebt seine Exfrau scheinbar noch, fühlt sich jedoch ebenso zu Vicky und gleichzeitig Cristina hingezogen ~ klingt platt, ist irgendwo auch so. Was dem Zuschauer hier vor einer absolut malerischen (im doppelten Wortlaut) Idylle als Romantik pur verkauft werden soll, erweckte in mir das unweigerliche Verlangen, Juan als „Arschloch“ zu titulieren. Meiner Ansicht nach macht er es sich zu leicht, nimmt im Grunde die (alle), die er kriegen kann; seine Worte über Liebe und Gefühle könnten mir persönlich gestohlen bleiben.
Nichtsdestoweniger gestaltet sich die Spannung recht konstant ~ zwar ist „Vicky Cristina Barcelona“ kein reißerischer Streifen, doch der innere Kampf, den insbesondere Vicky führt, ist nicht ohne. Trotz aller Zweifel sagt Vicky ihrem Verlobten Doug nichts; stimmt vielmehr zu, dass dieser aus New York nachkommt um die Hochzeit vorzuverlegen. An dieser Stelle hatte ich persönlich einen Umbruch, eine Weiterentwicklung inmitten der Geschehnisse erwartet ~ doch niente.
Mir ist nach wie vor nicht klar, was Woody Allen dem Zuschauer mit seiner als „beschwingte Urlaubskomödie“ titulierte Geschichte eigentlich sagen wollte. Als Komödie empfinde ich den Film gar nicht, eher als leicht amüsantes Drama, Melodram fast... zweifellos geht es hier um Träume, um die Suche nach der eigenen Persönlichkeit, dem eigenen Lebensstil und dem Selbstbetrug.
Was daran lustig sein soll... muss man mir erst noch erklären.
Obschon „Vicky Cristina Barcelona“ im Grunde nicht schwermütig daherkommt, legte sich doch eine kleine Traurigkeit auf die meinige Seele ab ~ das Gefühl, nicht zu wissen, was man will, sondern lediglich, was man nicht will... kenne ich nur allzu gut.
==Summa summarum==
fällt es nicht schwer, sich in die jeweiligen (weiblichen) Charaktere hineinzuversetzen. Es liegt auf der Hand, warum Vicky, Cristina und schlussendlich auch Maria Elena ~ oder gar eine weitere Freundin Vicky's ~ so agieren, wie sie es eben tun... doch die Aussage des Ganzen fehlt hier beinahe völlig, sofern man sich nicht damit zufrieden geben mag, sich die letzten Reste der eigenen Romantikvorstellungen kaputt machen zu lassen.
Glücklich scheint in diesem Film keiner zu sein ~ ein jeder hat sich mit seinem klaffenden Loch im Herzen arrangiert, allem voran Vicky, die genauso deppert den Mann heiratet, der ihr schon lange nicht mehr so gut tat, wie sie sich selbst suggerierte; wie ich es einstig im „real life“ tat.
Hätte ich den Film mal vor dem Juli 2007 gesehen, er hätte mir noch eine Warnung sein können ~ so jedoch verließ ich das heimische Wohnzimmer lediglich mit dem Gefühl, ein wenig Melancholie eingeatmet zu haben, gegen die viel zu viele von uns machtlos sind.
Sprich: empfehlen würde ich „Vicky Cristina Barcelona“ jenen, die ihre Freundinnen liebevoll-warnend anstupsen wollen und sich somit unschuldig zum gemeinsamen Videoabend auf die Couch der zu Errettenden parken.
Weiß jene dann ebenfalls nur so hälftig, was der 92minuten lange Film eigentlich sagen wollte, hat sich sich immerhin nicht allzu schlecht unterhalten gefühlt.
44 Bewertungen, 9 Kommentare
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22.05.2010, 19:41 Uhr von Free22
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht (: ...Wer hat Interesse an einer Leserunde? Ich spare für ein neues Handy (C905)&du?
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22.05.2010, 14:44 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH für deinen guten Bericht.Schöne Pfingsten wünsche ich . LG Bernd
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22.05.2010, 13:42 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
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22.05.2010, 12:56 Uhr von laeuft
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht, LG Franz
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22.05.2010, 12:44 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß
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22.05.2010, 10:25 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSehr guta berichtelet, Saludos Negerle
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22.05.2010, 10:23 Uhr von LeonaMercedes
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich. Freue mich übers Gegenlesen. LG Leona
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22.05.2010, 09:32 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche ein sonniges Wochenende
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22.05.2010, 09:18 Uhr von ronald65
Bewertung: besonders wertvolllg
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