Fable II (Xbox 360 Spiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Energyjunkie
Fable II - Die Fortsetzung einer Legende
Pro:
- Dichte Atmosphäre - einfache Steuerung - episches, fesselndes Spielerlebnis - Gut/Böse, Rein/Verdorben
Kontra:
- lange Ladezeiten - Offline Multiplayermodus
Empfehlung:
Ja
Bevor ich über Fable II berichte, lasse ich erst einmal Revue passieren.
Es war 2007 oder 2008, als ich verzweifelt im Media Markt nach einem neuen Spiel gesucht habe und da sah ich die ansprechende Hülle eines Spiel, auf dessen Cover ein ca. 16 Jahre alter "Sunny Boy" aus dem Mittelalter eine Art Energiekugel in den Händen hielt. Darunter spiegelte sich das, was ich aus diversen Comics kannte: Das typische Böse.
Ich fragte mich also, was sich wohl dahinter verbirgt, schaute mir die Rückseite an und nahm das Spiel prompt mit nach Hause. Da ich keine XBOX besaß, boostete ich meinen Pc, um das Spiel spielen zu können. Bereits nach 30 Minuten war ich vollkommen in seinen Bann gezogen und wollte gar nicht mehr aufhören, Gräueltaten zu vollbringen und mich über mein immer-diabolischer-werdendes Aussehen zu freuen. Das Spiel war spannend und spaßig, hatte allerdings viel zu leichte Aufträge, sowie eine viel zu kurz geratene Spieldauer. Schade, dachte ich, es hatte wirklich Potenzial. Egal, es landete in der Ecke meines Schrankes und verstaubte allmählich. Und dann, 2 Jahre später stoße ich auf "Fable II". Wie der Zufall es wollte war meine XBOX 360 gerade ein paar Tage alt und ich hatte noch ein wenig Weihnachtsgeld übrig.
Was danach kam, kann man sich denken, oder? Kaufen, Heim gehen, Auspacken, Spielen, Freuen.
Und hier fängt mein Bericht an:
Am Anfang darf man sich aussuchen, ob man nun Männlein oder Weiblein sein möchte. Glückwunsch, Lionhead, die erste Verbesserung nach gefühlten 2 Sekunden. Wie mein Ego wollte, nahm ich den Mann und hörte mir erstmal die scheinbar unendliche Einführung an. Kurz zusammengefasst: Ich bin ungefähr 8, bettelarm und habe eine ältere Schwester, die davon träumt, im Schloss von Lord Lucien zu leben. Dann begegne ich einem scheinbaren Ramschhändler, der eine "magische Spieluhr" verkauft. Meine Schwester hält es für Humbug, bis ihre Aufmerksamkeit von einer zwilichtigen Gestalt mit dem üblichen Hokus-Pokus-Gerede geweckt wird. Schön und gut, wir verdienen 5 Goldstücke, kaufen die Spieluhr, werden in's Schloss gebeten und schwupps! Auf einmal ist meine Schwester umgebracht worden, ich schwöre laut vor meinem Fernseher Rache an Lucien, bin 10 Jahre älter und das Spiel fängt richtig an.
Ach, einen Hund habe ich jetzt übrigens auch.
Gameplay:
Mit diesem Hund, einem alten Schwert und einer gesplitterten Armbrust folge ich also dem golgelb aufleuchtendem Pfad vor meinen Füßen. Laufen, Angreifen, Zaubern, alles kein Problem. Die Steuerung ist kinderleicht, was mich natürlich freut. Ich komme in die erste Stadt names "Bowerstone". Aha. Ein sehr übersichtlich aufgebauter Markt, der Fleisch- und Fischwaren, sowie Kuchen, Naturprodukte und vieles mehr anbietet. Mittelalterfeeling? Vorhanden!
Aus Instinkt tue ich Böses, töte ein paar unschuldige Bürger, worauf ich prompt von der Stadtwache "verhaftet werde". Ich kann mich zwischen Gold bezahlen, gemeinnützige Arbeit verrichten und der Festnahme widersetzen entscheiden. Gold hab' ich keins, die Widersetzung traue ich mir (noch) nicht zu, also wähle ich die Arbeit. Ich muss also den Friedhof von Banditen befreien? Kein Problem, ich bin ein Held....
2 Stunden später sieht man mir das Böse förmlich an. Meine Augen werden schlangenartig, ein leichter Hornwuchs auf meinem Kopf ist sichtbar, alles wunderbar. Aber Gold hab' ich immernoch nicht, da fällt mir ein gelbes Ausrufezeichen etwas abseits des Marktplatzes auf. Ein Schmied, bei dem ich arbeiten kann. Ein recht simples Geschicklichkeits-Minigame, bei dem ich 5 Stufen erreichen kann, wobei sich mein Kontostand pro Stufe und hintereinander gemeisterten Aufgaben konstant erhöht. Sehr schön. Meine ersten selbstverdienten 3000 Gold fühlen sich nach einer gefühlten Ewigkeit wie ein unfassbarer Reichtum an. Da fallen mir kleine Schilder an allen Häusern auf. Ich klicke eins an. Aha! Ich kann Häuser kaufen! Da ich keinen Schlafplatz benötige, vermiete ich es. Nochmals Aha! Alle 5 Minuten erscheint ein kleiner Goldbetrag über meinem Kopf! Das muss das Geld der Mieter sein. Häuser kaufen, vermieten und verkaufen ist anscheinend die beste Möglichkeit, um konstant Geld zu verdienen. Um absolut verdorben zu werden, setze ich die Mietpreise natürlich auf +100%! Schön eingebaut, muss ich schon sagen. Schon 4 Stunden Spielzeit, viele erlangte Zauber und ich denke nicht im Entferntesten daran, mit dem Spielen aufzuhören.
Der Reiz, die Geschichte zu verfolgen, die Steuerung, die Entwicklung des Charakters, die unzähligen Möglichkeiten und geschätze 100 andere Faktoren machen dieses Spiel wirklich spielenswert! So viel zum Gameplay.
Grafik:
Die Grafik ist hübsch, wirklich! Wobei ich mir persönlich von einem NextGen-Spiel mehr erhofft hätte. Egal, die Texturen sind schön, die Charaktere gut ausgearbeitet und die Farben schön kräftig. Beschweren kann man sich wirklich nicht!
Sound:
Mich beeindruckt der Faktor, dass das Spiel komplett deutsch synchronisiert wurde. Die Sprüche zaubern mir ab und an ein Lächeln auf die Lippen. Wunderbar! Die Musik ist gut und passt immer, ob Kampf, Ydille oder sonst was, fällt allerdings kaum auf, da sie sehr hintergründlich ist. Genau so, wie ich es mag!
Steuerung:
Zur Steuerung gibt es nicht viel zu sagen, außer, dass man seinen Helden wirklich kinderleicht handeln lassen kann! Die vielen Emotes (z.B.: Auslachen, Verführen, Luftkuss.. aber auch Aktionen mit dem Hund wie Apportieren) sind wirklich gut und passend, allerdings ist die Steuerung bei der Auswahl, die nach dem Drücken des "RB-Buttons" etwas ungenau, was die Unterpunkte betrifft, die nicht in den 4 Himmelsrichtungen liegen. Damit kann man aber leben.
Kontra:
Ja, selbst ein nahezu göttliches Spiel hat seine Nachteile. Die ewig langen Ladezeiten sind wirklich nicht mehr schön!
Auch, dass das Spiel sich ab und zu aufstockt bzw. hakt, ist nicht wirklich toll.
Größtes Manko ist allerdings der Multiplayermodus, der an sich eine feine Idee ist. Der 2. Spieler hat nämlich wenig Möglichkeiten für seinen Charakter, die Kamerasicht ist wirklich grausam, der goldene Pfad verschwindet, wenn Spieler 1 und 2 zu weit von einander entfernt sind und kein Spieler kann sich dem anderen mehr als ca. 15 Schritte entfernen, was in erbitterten Kämpfen wirklich schade ist, da man dadurch oft unnötig Hp verliert.
Das war's aber auch schon an Kontra!
Fazit:
Eine mehr als würdige Fortsetzung für einen genialen ersten Teil!
Jeder Rpg-Fan sollte Fable einmal gespielt haben!
Und da Story, Grafik, Gameplay und Sound so überragend sind, kann man getrost über die vergleichsweise "weniger schlimmen" Kontrapunkte hinwegsehen.
Mich haben sie allerdings gestört und da ich mir grafisch auch mehr erfhofft habe, gebe ich 4 von 5 Punkten.
Wäre aber eigentlich eine 4.7 ;)
Wie heißt es so schön: Weniger ist mehr.
25 Bewertungen, 9 Kommentare
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12.01.2010, 16:30 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichNicht schlecht, Herr Specht. SH und LG
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10.01.2010, 00:33 Uhr von G_sus
Bewertung: besonders wertvollsehr gut gemacht muss ich schon sagen
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07.01.2010, 16:52 Uhr von melli_01
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht! Liebe Grüße und ich würde mich über Gegenlesung sehr freuen...
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07.01.2010, 16:07 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH für deinen guten Bericht.LG Bernd
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07.01.2010, 15:12 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche dir einen schönen Tag und liebe Grüße sendet dir BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen
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07.01.2010, 13:42 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichSh für deinen Bericht. Freue mich über Gegenlesung. LG Marina
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07.01.2010, 13:21 Uhr von Nina1805
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Wünsch dir noch einen schönen Wintertag! Freue mich immer über Gegenlesungen. ;-) LG, Nina.
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07.01.2010, 13:18 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht liebe Grüße Sigi
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07.01.2010, 13:16 Uhr von 0Michel0
Bewertung: sehr hilfreichGruß Michel !
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