The Happening (DVD) Testbericht

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The-happening-dvd-horrorfilm
ab 7,66
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Erfahrungsbericht von LilithIbi

Neurotransmitter. Wehe, wenn der Wind weht...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hin und wieder kommt es vor, dass nicht nur Bücher ins Reich des „später mal“ rutschen, sondern auch, dass ich gleichermaßen eine DVD kaufe, die ich mir dann monatelang nicht ansehe.
Erst im Zuge eines „es ist zu spät, um noch was großartiges anzufangen aber zu früh, um nix mehr zu tun“ raffte ich mich auf, jenen Film zu schauen, den ich mir bereits vor Monaten im „Media Markt“ zum absoluten Schnäppchen-Preis von rund 5 EUR kaufte.

==The happening==

sprach mich nicht nur anhand der geschilderten Story an; darüber hinaus überzeugte mich der hier als Lehrer Elliot auftretende Mark Wahlberg bislang immer und ist für mich eine Art Garant für zumindest mittelmäßige Filme. Auch nicht ganz wahr; vielmehr ist er für mich genau der Typ, der es schafft, noch denen für mich uninteressantesten Filme das gewisse Etwas zu verleihen. Und ja, das heißt mitunter, dass ich mir sogar „Planet der Affen“ angesehen habe. Und den gar nicht mal so schlecht fand. Dank Wahlberg, versteht sich,

Wie dem aber auch sei, „The happenig“ beschreibt sich selbst als „Apokalyptisches Albtraum-Szenario“, was im Grunde sogar richtig ist .

Bereits die Anfangsszene wirkt vollkommen sureal, absolut spannend und fesselnd. Das Geschehen ist dem Zuschauer direkt klar: die Besucher des New Yorker Central Parks scheinen ursplötzlich wie hypnotisch außer Gefecht gesetzt zu sein; nachdem sie wie im Standbild erstarren begehen sie ohne weitere Umschweife Selbstmord. An der umliegenden Baustelle stürzt ein Bauerbeiter nach dem anderen vom Dach; ein Szenario, welches anfänglich unter die Haut ging, leider jedoch im direkten Anschluss eher übertrieben und somit fast schon eher lächerlich wirkt.

Wie auch in „Right at your door“ flüchten die Menschen haufenweise, ohne zu wissen, wohin sie eigentlich gefahrlos gehen können. Niemand weiß, was überhaupt passiert ist; Spekulationen rund um terroristische Anschläge wie auch die Rache der Natur nehmen ihren Lauf und versetzen die wenigen Menschen, die noch nicht in Berührung mit dem was-auch-immer gekommen sind, in Panik. Markanterweise ereignen sich diese Art Vorkommnisse lediglich an der Ostküste; obendrein betrifft es oftmals nur größere Gruppen.

Anfangs zumindest....

==Die DVD selbst (Abschnitt für alle ist-zwar-kein-Kaufgrund-gehört-aber-trotzdem-rein-Fetischisten)==

springt einem vor allem dank des Hinweises „Directors Cut“ sowie dem Werbebanner „noch härter, noch brutaler – die längere US-Kinofassung!“ ins Auge. Und dem dazugehörigen FSK 16 Logo. Ähm... ja. Diese Altersfreigabe würde ich persönlich absegnen, man sieht nur wenig blutige Szenen, das, was man sieht, ist an für sich nicht wirklich brutal, ließe sich eher in die Kategorie „fies“ einordnen. Warum auch immer es überhaupt je einen Wirbel die (generelle!) Freigabe um „The happening“ gab, ist und bleibt mir ein Rätsel ~ hätte man jenen Film auf FSK18 gesetzt, so sollte man sich in der Tat einmal fragen, ob man in diesem Zusammenhang Saw 3-6 nicht auf FSK26 setzen sollte.

Wie dem aber auch sei; die DVD bietet einiges an Extras; als da wären

~ 4 entfallene Szenen
~ Der harte Filmschnitt
~ „Ich höre, wie ihr flüstert“
~ Ein Drehtag mit M. Night Shyamalan
~ Die Entstehung einer Szene
~ Unsichtbare Kräfte
~ Spaß am Set

So interessant, wie das nun klingen mag, ist es leider nicht ~ doch in diesem Zusammenhang kann ich mir ohnehin meine Flappsigkeit, dass sich sowieso niemand einen Film ausschließlich wegen der Extras kaufen wird, nicht verkneifen.

Etwas geknickt wird darüber hinaus der ein oder andere sein, dass die DVD Hülle keinerlei Inlayer beinhaltet ~ dafür aber meiner Ansicht nach ein umso netteres DVD-Bildchen aufweist.


==Die Umsetzung==

Hauptprotagonist ist hier zweifelsohne Elliot (Mark Wahlberg) nebst seiner Frau Alma (Zooey Deschanel) und dessen guter Freund Julian (John Leguizamo) mitsamt dessen Tochter Jess (Ashlyn Sanchez), die allesamt als überzeugende Darsteller auftreten. Gut, über Alma kann man sich streiten... aber ihre Augen haben irgendwas an sich, was mich gleichermaßen verstörte wie faszinierte, was in solch einen Film irgendwie hineinpasst.

Für Regie wie auch Buch ist hier M. Night Shyamalan verantwortlich, der im wahren Leben allerdings nicht „Night“ heißt, was zwar keine Rolle spielt, von mir aber unbedingt mit angebracht werden wollte.

Hätte ich nicht vor einer Weile noch über „Das Mädchen aus dem Wasser“ hergezogen bzw. hätte es nicht ein paar entsprechende Kommentare geregnet, so wäre mir persönlich mal wieder gar nicht aufgefallen, dass es sich hier um ein und die selbe Person Regisseur handelt. Kaum um dieses Wissens reicher, hatte ich doch eher niedere Erwartungen, völlig egal wie sehr mich seinerzeit „The sixth sense“ wie auch „The village“ in ihren Bann zogen konnten.

Scheinbar scheint Shyamalan jedoch eine unausgesprochen Regel aufgestellt zu haben, dass Filme, die mit einen optisch verlockenden Darsteller aufwarten, auch inhaltlich – zumindest ansatzweise - überzeugen können.

Wobei ich gestehen muss, dass es in der Tat recht albern klingt, wenn jemand äußert „die Pflanzen flüstern miteinander und sorgen dafür, dass die Menschen sich umbringen“; doch inmitten des Filmes kommt jene Theorie weitaus un-grotesker daher.

Darüber hinaus will sich in „The happening“ keine wirkliche Spannung mehr aufbauen; alles, was einen noch binnen der ersten Filmminuten fesselte, verpufft irgendwo im nirgendwo, was nichtmal an der eigentlichen Story liegen wird. Nur wuppt es hier einfach nicht so ganz. Die beinhaltete Dramatik offenbart sich ebensowenig; zumal es einige Szenen gibt, die einfach nur... schlecht? ja, schlecht!... umgesetzt wurden.

Wenn in der Ferne Schüsse fallen, anhand derer anzunehmen ist, dass ein Grüppchen sich gerade mehr oder minder fröhlich suizidiert, dann _kann das eine bewegende Szene einherbringen. Es kann aber auch eher banal wirken, wenn sich wie in einer Art Dauerschleife Elliots Worte „lass mich eine Sekunde nachdenken“ *peng „nur eine Sekunde“ *peng wiederholen, während Alma immer wieder einwirft „wir müssen doch was tun!“ ~ und peng. Es wirkt schon eher unfreiwillig komisch, wenn schlussendlich Elliot verkündet, dass es ohnehin nu zu spät sei und daraufhin ein erneuter Schuss fällt.
Versöhnlich stimmt an dieser Szene lediglich der anschmachtbare Dackelblick Mark Wahlbergs; was jedoch vermutlich nicht das gesamte Zuschauervolk umstimmen können wird. Aber ich bin ja bekanntlich leicht zu begeistern, von daher vergesse ich auch fast schon die Äußerung zu Anfang des Filmes „Im Central Park? Das ist merkwürdig“. Ich meine...wo wäre ein solcher Ausbruch denn bitteschön angebrachter gewesen?

Mir selbst offenbarte sich zudem nicht, wie man eine Situation, die in ähnlicher Manier in „Right at your door“ reglrecht für Gänsehaut sorgte, derartig lau vergeigen kann. Im weitern Filmverlauf nämlich sind Elliot und seine Amy voneinander abgeschlossen, können zwar noch kommunizieren, sind sich aber eben räumlich nicht mehr nahe. Was durchaus dramatisch ist, erst recht, wenn man bedenkt, dass beide doch ein Liebespaar sind und darüber reden, wie gerne sie beieinander wären, es „da draußen“ aber lebensgefährlich ist.
Ohne das ich denke, hier zu viel vorweg zu nehmen, mag ich äußern, dass im Zuge einer „mir doch egal, ich liebe dich“ Aktion beide aufeinanderzuhoppeln, und... nichts. Sie gucken sich an, möglich, dass sie sich sogar am Patschehändchen nahmen, aber sonstig... nada. Keine Knutscherei, kein Tränchen, kein „wenn ich sterben sollte habe ich dich wenigstens noch mal im Arm gehabt“ Palaver. Was muss Liebe doch schön sein.

„The happening“ schockt irgendwie nicht so, wie er könnte ~ vielmehr schockt es fast schon, wie wenig aus der guten Idee, so unneu sie auch sein mag, gemacht wurde. Die diversen Selbsttötungsszenen wuppen zwar im Ansatz, verstören aber längst nicht so, wie sie könnten. Gruselstimmung braut sich hier genauso wenig zusammen wie eine typische Art Mitfiebern oder Rätselratens. Es ist meiner Ansicht nach nicht sonderlich schlimm, wenn in seinem solchen Film „die Gründe“ nicht aufgeklärt werden ~ ob nun in Stephen Kings „Der Nebel“ oder in ähnlichen nebulösen (hat jemand den Witz verstanden?) Machwerken; hier und dort wirkt es eher aufgezwungen und gestelzt, noch unbedingt eine Erklärung einflechten zu wollen. In „The happening“ wird die vermeintliche Erklärung geliefert, doch irgendwie gleichermaßen in deren Darbietungsszene erneut teil-vergeigt. Zwar sollte der Mensch m Laufe der Jahre ohnehin endlich mal verstanden haben, was mit „Die Natur schlägt zurück“ gemeint ist (um es dann weiterhin fröhlich zu ignorieren), doch irgendwie scheint diese These im Film selbst niemanden zu interessieren, völlig egal, wie viele Bekannte und Verwandte bereits gestorben sind.

Gut möglich jedoch, dass genau das der eigentliche Raffinesse-Knackpunkt an der Story ist.... denn , mal ehrlich: trennen wir unseren Müll nun sorgfältiger, nachdem wir allesamt unseren obligatorischen „Spenden Sie automatisch 5 EUR!“ Anruf getätigt haben? Oder weigern wir uns vielmehr weiterhin, irgendwo einen Zusammenhang zu sehen?
Na, sag ich doch.


==Summa summarum==

handelt es sich bei „The happening“ nicht gerade um ein Meisterwerk, welches mich von meiner Spaßcouch wirft. Gleichermaßen bin ich jedoch nichtmal wirklich enttäuscht, wenn auch vorrangig in dem Zusammenhang, dass ich für die DVD lediglich 5 EUR zahlte und darüber hinaus Mark Wahlberg einfach gerne angucke, der hier ein paar Szenen zugeteilt bekam, für die man ihn einfach mal wieder gerne herzen würde.

Ich würde sagen, „The happening“ ist ein ganz nettes 87 Minuten Filmchen, welches man sich gut mal eben so ansehen kann ~ wer allerdings plant, jenen Film als Romantik-Unterstützer Marke „krall dich ruhig in meinen Arm Baby, ich steh drauf“ zu verwenden, der wird hier enttäuscht werden.

31 Bewertungen, 11 Kommentare

  • campino

    20.09.2010, 10:31 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-:-: liebe Grüße, Andrea :-:-:

  • tina08

    05.02.2010, 15:24 Uhr von tina08
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße ... Tina

  • senora

    01.02.2010, 22:30 Uhr von senora
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wann wird die Sonne sich wieder blicken lassen ? Bei dir hoffentlich bald. LG

  • hjid55

    01.02.2010, 21:54 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüße Sarah

  • cleo1

    01.02.2010, 17:52 Uhr von cleo1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. Einen schönen Montag noch und LG cleo1

  • Iris1979

    01.02.2010, 16:58 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. Liebe Grüße Iris

  • XXLALF

    01.02.2010, 16:43 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße und einen guten wochenstart

  • domi44444

    01.02.2010, 16:35 Uhr von domi44444
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schön beschrieben ;-)

  • anonym

    01.02.2010, 15:56 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG, Daniela

  • WhiskyJim

    01.02.2010, 15:49 Uhr von WhiskyJim
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß und eine ruhige Woche.

  • sigrid9979

    01.02.2010, 15:32 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsch dir einen schönen Monntag ...Lg Sigi