MotorStorm: Pacific Rift (PS3 Spiel) Testbericht

Motorstorm-pacific-rift-ps3-spiel
ab 35,94
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von GameFreakSeba

Schlammschlacht im Tropenparadies

4
  • Grafik:  gut
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut
  • Altersbeschränkung:  ab 12 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Fortgeschrittene

Pro:

Action ohne Ende, unkomplizierter und einfacher Einstieg, große Fahrzeugauswahl, viele abwechslungsreiche Strecken, sehr schön inszinierte Crashs, Fahrzeugsteuerung

Kontra:

matschige Optik, stellenweise unfaire Unfälle

Empfehlung:

Ja

Die genüssliche Ruhe der Natur ist vorbei, denn mit MotorStorm: Pacific Rift geht es diesmal auf eine abgelegene Tropeninsel. Alles was wir einpacken müssen ist Nitro, Kerosin, Motoröl und jede Menge Sprit. Wir rasen mit einer Überdosis Action und fast Schallgeschwindigkeit durch ein pazifisches Ambiente. Wie schon im Vorgänger wird hier nicht viel Wert auf kleinen Schnickschnack wie Bremsen, Gas oder Motoreinstellungen gelegt, sondern das einzige was hier zählt sind die reinen Pferdestärken. Zu Beginn wird einem sofort klar, dass sich alles nur um das eine dreht. In MotorStorm: Pacific Rift befindet ihr euch auf einer Insel und nimmt an einem Event teil. Euer Ziel ist es, das Festival als Sieger zu beenden. Auch mit anderen Mitteln, wenn die PS-Zahl nicht mehr ausreicht. Nach jedem Erfolg erhaltet ihr Ansehenspunkte mit denen ihr weitere neue Strecken freigeschalten werdet. Genauso überflüssig wie eine 30er-Beschränkung auf dem Nürnburgring, ist hier jegliche Rahmenbedingung. Denn gibt hier absolut keine.

Von Beginn an werden eure Rennen in vier Kategorien unterteilt. Diese zählen jeweils zu den Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer und stehen euch von Anfang an zur Verfügung. Je nach Element sind auch die Strecken unterschiedlich gestaltet. Entscheidet ihr euch für Erde, so müsst ihr eurer Rennen im sumpfigen Dschungel meistern. Baumstümpfe sind immer wieder ein Hindernis für euch und solltet ihr mal keinen anderen Weg finden, so ist es hin und wieder kein Problem einen neuen Weg ins dichte Unterholz zu rammen, wenn ihr gerade mit dem LKW unterwegs seid. In der Kategorie Feuer wird es sehr brenzlich für euch. Alle Rennen befinden sich entweder an bzw. um Vulkane herum. Aber um dem ganzen noch ein eine Sahnehäubchen oben drauf zu geben, müsst ihr an und an auch mal ein Rennen in einem Vulkan absolvieren. Auseinandersetzungen mit den gegnerischen Fahrer führen nicht gerade selten dazu das eure Karre in einer Lavaströmung plumpst. In der Variante des brennbaren Elementes sind leichte Fahrzeuge wie Motorräder oder Quads ziemlich im Nachteil, da diese oft von Trucks und Fahrzeugen anderer Größe platt gefahren werden. Wenn ihr also von Anfang an nicht vorne mitfahrt, werdet ihr hinten buchstäblich von den gegnerischen Fahrern vernichtet.
Die Kategorie Wasser erinnert eher an eine Rafting-Tour, als an ein Rennen. Falls der die Breite der Rennstrecke mal zu eng werden sollt, kann man einfach an den angrenzenden Fluss ausweichen. Aber man sollte vorsichtig sein, denn Stromschnellen und Wasserfälle werden euch mitreißen, wenn ihr nicht aufpasst.
Dennoch werden euch die Rennstrecken der Luft-Variante, im wahrsten Sinne des Wortes den Atem rauben. Sprünge über Schluchten, die durch ihren heißen Lavadampf euren Wagen in Brand setzten, das durchzwängen durch kleine Bergnischen und die unglaubliche Aussicht machen diese Kategorie zu etwas ganz besonderem.
Aber jedoch kann hier der Frustpegel rapide ansteigen, besonders dann, wenn ihr mit einem leichten Fahrmobil bei einem Sprung hinter einem größeren Fahrzeug aufkommt, und ihr in tausend Einzelteile zerschellt. Aber trotzdem sollte man sich nicht darüber wundern, denn es müsste jedem klar sein, dass man viel Platz zum Landen braucht. Damit dadurch die Laune aber nicht gleich in purer Frust umspringt, haben sich die Entwickler von Evolution Studios viel Mühe gegeben und sich einiges einfallen lassen, um dem Fahrer Abwechslungsreichtum zu bieten, die noch im Vorgänger zu Wünschen lassen hat.

Die Auswahl an Blechbüchsen ist riesig und sehr unterschiedlich. Zum einen habt ihr kleine Maschinen zur Auswahl, wie zum Beispiel Motorräder, Buggys, Rallyautos und Jeeps. Aber auf der anderen Seite warten etwas ungewöhnliche Fahrzeuge auf euch. Baumaschinen und Monstertrucks wollen von euch gesteuert werden. Selbstverständlich kann man hier nicht nur Strecken freispielen, sondern auch verschieden Modelle der einzelnen Rennfahrzeuge. Auch könnt ihr im späteren Spielverlauf das Aussehen dieser und dem Fahrer verändern.

Auch die Rennmodi ist ein weiterer Motivationsschub für die Langzeitbeschäftigung für den Spieltitel. Neben dem stinknormalen Rennen, bei dem man einen Podiumsplatz belegen soll, gibt es auch das Eliminierungsrennen und die Checkpoint-Strecken. Bei der ersteren Variante ist es eure Aufgabe, sich am besten einen Platz in der vordersten Reihe zu suchen, denn dass Motto dieses Modus lautet : "Der letzte fliegt!". Somit läuft ein Timer, sobald dieser auf Null steht, wird der letzte Fahrer eliminiert bzw. explodiert in tausende Einzelteile. Zudem gibt es noch die Modi Zeit- und Unfalllimit. Aber hier müssen die vorgegebenen Angaben nicht unbedingt erfüllt werden. Leider erhält man dann nicht gerade viele Ansehenspunkte, aber das ist nicht weiter schlimm. Denn so stört man den schnellen Spielfluß von MotorStorm: Pacific Rift in keinster Weise.

Es ist sicherlich nicht einfach ein Rennspiel zu entwickeln, welches sich nicht nur auf ein Fahrzeug-Typ verschreibt, sondern durch die Bank weg, einfach alles dabei hat. Zumindest wenn man hinterher das Gefühl haben soll, alle Fahrzeuge sind in etwa gleich gut bzw. haben ihre besonderen Vorteile. Hier wurde von Evolution Studois wirklich wunderbare Arbeit geleistet. Denn wie auch schon im Vorgänger sind die verschiedenen Fahrzeugtypen unterschiedlich zu händeln. Hierbei wirken sie sehr authentisch. Auch das Fahrverhalten wurde prima adaptiert. Die Steuerung ist sehr einfach gehalten, mit der man sich auch schnell zurecht findet. Pro Rennen gibt es immer nur eine bestimmte Auswahl an Fahrzeugen. Euch ist dennoch frei überlassen, mit welchem ihr von diesen antreten wollt. Saß man einmal von jedem Fahrzeugtyp am Steuer, so fällt der Umstieg von Motorrad auf Monstertruck auch nicht mehr so schwer. In den knapp 100 unterschiedlichen Rennen, die euch bevor stehen, sollte man sich immer mit Bedacht für ein Fahrzeug entscheiden. Denn jede Strecke verbirgt für jedes Fahrzeug jeweils Vor- und Nachteile. Diese gleichen wiederum das Teilnehmerfeld aus. Wie gesagt, bei den Rennen gibt es verschiedene Strecken, die euch ins Ziel führen. Aber nicht jeder Weg ist für jedes Fahrzeug geeignet. Eine dünne und zugleich steile Rampe wird für ein Motorrad kaum ein Problem darstellen, aber für einen Monstertruck ist diese beispielsweise nicht geeignet. Für matschige Strecken eignet sich der Jeep besonders gut und will man im Flußbett nicht versinken, so entscheidet man sich am besten für einen Truck. So sollte man sich also mit den Vorzügen der Fahrzeuge und den Eigenschaften der Rennstrecke gut auskennen. Dann ist der Sieg des gesamten Festivals absolut kein Problem mehr. Bis es aber soweit ist, werdet ihr viel mit den unterschiedlichen Fahrzeugen auf den vielen Strecken experimentieren müssen. Hört sich zwar nach Arbeit an, macht aber enormen Spaß.
In diesem Spiel gibt es Spaß und Action on Mass, aber wenn man Wert auf Feintuning, Spoiler oder Radsturz legt, wird hier nicht fündig. Springt die Startampel beim Start auf grün, so startet euer Kampf ums überleben. Sollten eure PS-Zahlen nicht mehr für den Sieg ausreichen, so sorgen nicht nur heftige Rempeleien untereinander für einen kleinen Vorsprung. Mit Hilfe der Schultertasten habt ihr die Möglichkeit, andere Mitstreiter zu rammen. Falls ihr zufällig auf einem Bike sitzt, könnt ihr auch andere mit einem Faustschlag vom Motorrad werfen. Was das Spiel besonders actionreich gestaltet und viel zum Rennen beiträgt ist der Boost. Anders als in anderen Rennspielen, in denen man erst einmal Nitro einsammeln muss um den Booster zu aktivieren, steht er euch in MotorStorm: Pacific Rift direkt zur Verfügung. Allerdings müsst ihr nur darauf achten, dass ihr den Motor nicht überhitzt, denn ansonsten fliegt einem die Karre in Einzelteilen um die Ohren. Abkühlung verschafft euch dabei das kühle Nass oder einfach nur das Loslassen des Boost-Knopfes. Setzt ihn also mit Bedacht und an den richtigen Stellen ein.

Bei Erscheinen der Playstation 3 war der erste Motorstorm Teil direkt am Start und konnte in Sachen Optik, trotz der teilweise sehr matschigen Texturen begeistern. Das Gesamtbild stimmte. Dies ist auch bei dem Nachfolger der Fall. Wassertropfen und Matsch auf dem Bildschirm, Tunnelblick nach heftigen Sprüngen sorgen für ein Mittendrin Gefühl, auch sehen die Strecken auf den ersten Blick teilweise nur atemberaubend aus, aber schaut man genauer hin, erkennt man auch hier matschige Texturen, wie eben beim erwähnten Vorgänger. Hier wäre auf jeden Fall mehr möglich gewesen.

Durch insgesamt 45 Songs von Bands wie Nirvana oder Fatboy Slim wird der ständige Geschwindigkeitsrausch passend untermalt und begleitet. Diese lassen euch zudem den Schweiß auf den Controller treiben.
Neben einem Online-Modus, der für 16 Spieler geeignet ist, wird euch in MotorStorm: Pacific Rift auch ein Mehrspieler-Modus zur Verfügung gestellt. In diesem könnt ihr mit bis zu vier Spielern gleichzeitig auf dem altbewährten Splitscreen spielen. schön, das hier die Schwäche vom Vorgänger behoben wurde, wo der Splitscreen eben noch fehlte.


Fazit

Wer bereits den Vorgänger mit Begeisterung gespielt hat, der wird Pacific Rift lieben. Denn dieses Spiel ist das Rennspektakel geworden, welches das erste Motorstorm damals sein wollte. Die mangelnde Abwechslung, sowie andere Schwächen wie der fehlende Splitscreen Modus des Vorgängers wurden behoben und konsequent verbessert. Ihr bekommt einen einfachen und unkomplizierten Einstieg und werdet mit viel Action und fantastischen Stunts für lange Zeit bei der Stange gehalten.
Das einzige was den Spielspaß ein wenig trübt, ist die matschige Optik und stellenweise unfaire Crashs mit den Mitfahrern, aber Fahrer mit guten Nerven ignorieren dieses Manko einfach.
Wer allerdings sehr viel Wert auf Spitzengrafik und reine Stunts legt, der sollte zum Konkurrenten Pure greifen oder zumindest Pacific Rift probespielen. Der Rest kann sowieso beruhigt zugreifen.

(Dieses Review stammt von mir und wurde bereits auf gamezone.de veröffentlicht)

47 Bewertungen, 11 Kommentare

  • trullilu

    22.09.2010, 21:51 Uhr von trullilu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüße schickt dir trullilu !!!

  • paula2

    19.09.2010, 14:16 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • Striker1981

    18.09.2010, 00:34 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und Liebe Grüße vom STRIKER ;)

  • anonym

    13.09.2010, 20:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüsse, Talulah

  • XXLALF

    13.09.2010, 18:11 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und einen guten wochenstart

  • Sommerregen

    13.09.2010, 17:48 Uhr von Sommerregen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. LG, Yvonne PS: Freu mich immer über Gegenlesungen :-).

  • Lanch999

    13.09.2010, 14:35 Uhr von Lanch999
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht! LG von Lanch999

  • meisterjaeger86

    13.09.2010, 13:44 Uhr von meisterjaeger86
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller bericht lg

  • atrachte

    13.09.2010, 13:12 Uhr von atrachte
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh. lg

  • sigrid9979

    13.09.2010, 12:55 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Sigrid ...

  • katjafranke

    13.09.2010, 12:05 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein SH von der KATJA