xXx - Triple X (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Gering

Selten dämlich!

Pro:

s.o.

Kontra:

s.o.

Empfehlung:

Ja

Wer erinnert sich nicht daran, an die massive Werbung in Fernsehen und Kino für den Film Triple X (XXX). Von einem neuen Superstar war da die Rede, wahnsinnigen Actionaufnahmen, dem neuen James Bond usw. usf.
Den Film selbst konnte ich im Kino nicht sehen und hatte mich damals ein wenig darüber geärgert. Nachdem ich den Film gesehen habe, fällt mir diese alte Reaktion als etwas peinlich ein.

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INHALT
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Xander Gage, durchtrainier, dicke Arme und ebenso auffällige Tätowierungen im Nacken und auf den Oberarmen, liebt Extremsportarten und ist als Darsteller eben solcher Videos international bekannt. Zudem macht er gern von sich Reden, in dem er der High Society auf den Keks geht, wie beispielsweise einem spießigen, arroganten ( und mit einer gut aussehende Freundin ausgestatteten ) Senator, dem er seine wirklich tolle Corvette klaut, sich mit dieser eine recht zahme ( also langweilige) Verfolgungsjagd mit der Polizei liefert und das schicke, tolle Auto dann – alles per Video aufgezeichnet, von einer Brücke fallen lässt, wobei er sich selbst mit dem Fallschirm vor der Verfolgung der Exekutivorgane der amerikanischen Gesellschaft entzieht.
Noch während der „Siegesfeier“ für diesen Coup ergreift ihn eine Spezialeinheit der NSA (National Security Agency, die es wirklich gibt). Denn diese benötigt ihn, um ihn auf den Anführer der Gruppe Anarchie 99 anzusetzen, einer bösen Verbrecherorganisation in Prag, die schon drei wirklich gute Agenten der NSA gegen ihren Willen vom Leben in den Tod befördert hat.
Schlimm!

Um aber seine Eignung für diesen sehr heiklen und gefährlichen Fall zu beweisen, muss Gage zwei Proben absolvieren – und- Überraschung, das gelingt ihm auch mit Bravour.
Nach Prag verfrachtet macht er sich dann gleich auf ganz spektakuläre Art und Weise an den Verbrecherkönig ran, erringt innerhalb von Minuten sein Vertrauen und wird sein Geschäftsfreund.
Der hat, neben einem Stall vieljähriger Sexsklavinnen !!!!, die aber immer nur angezogen gezeigt werden ( hier verpasst der Film eine wirkliche Chance, zumindest die voyeuristisch , auch eine Freundin, die dem armen bald den kopf verdreht – und eine Agentin des russischen Geheimdienstes ist.
Gemeinsam kommen sie dem Plan des Bösewichtes auf die Spur, die ganze Welt in einen Krieg zu stürzen.
Nur Cage allein kann diesen bösen, bösen Menschen jetzt noch aufhalten.

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MEINUNG
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Der erste Eindruck nach dem Sehen des Films: Da hat sich irgendein Drehbuchautor einige Stuntszenen ausgedacht und um diese Szenen herum, um sie halbwegs miteinander zu verbinden, eine – sicherlich schlechte – Geschichte geschrieben.
Ein Fazit kommt eigentlich immer am Ende einer Analyse, ich will es aber schon mal vorwegnehmen: Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so schlechten Film gesehen zu haben, vor allem was den Inhalt angeht ( was auch daran liegen mag, dass ich weder die Serien noch die Spät – C- Filme der Privaten im Fernsehen anschaue!!!).
Schlicht: Seichtes Action – Spektakel ohne Tiefgang aber vielen Tiefschlägen für den Filmgenießer.

Beispiel: Wie wirklich grottenschlecht die Dialoge in diesem Film sind, zeigt das folgende Beispiel:

„DAS RADAR ZEIGT NOCH MEHR. DAS U-BOOT WIRD VON EINEM BLAUEN GTO VERFOLGT“.

Gut, ich habe damit verraten, dass auch ein U-Boot in Prag !!!! eine Rolle spielt. GTO ist die Typenbezeichnung des Autos von Gage.
Aber ehrlich: Welcher Semmelbrösel kann glauben, dass RADAR Farben sehen und Fahrzeugtypen erkennen kann? Nur der Drehbuchautor dieses Films, nehme ich an.
Andere Dialoge, besonders die als witzige Einlagen des Hauptdarstellers gedachten, erreichen nicht ein Zehntel dessen, was Arnie in Terminator 3 rüberbringt – und dieses Niveau ist nicht gerade als wirklich hoch bis anspruchsvoll zu beschreiben.
Die Actionszenen sind ebenfalls alles andere als spektakulär: Alles schon mal gesehen, nichts Neues, eher Durchschnittskost. Wundern kann einen der bescheidene Erfolg dieses Films, der als ABM – Maßnahme für Stuntmen durchgehen könnte, an den Kinokassen dadurch nicht.
Inhaltlich ist die Story flach, flacher geht es nicht. Da versucht der Film einen Spagat zwischen den Stühlen JAMES BOND und auch MISSION IMPOSSIBLE, landet aber eine Punktlandung genau zwischen den Stühlen ( die eigentlich Barhocker sind, wodurch der Tiefgang dieses Triple XXX wohl besser beschrieben werden kann).
Eindeutig: Hier versucht ein B- Movie durch viel Werbung als A-Movie durchzugehen, schafft es aber nicht.
Wenn überhaupt, dann ist dieser Film wirklich nur für die HARD- Fans zu empfehlen, oder aber für Pärchen, wo er sie mit ins Kino nimmt, um SIE von seinem schlechten Geschmack zu überzeugen und die Trennung zu erzwingen.

Zu den allesamt mehr als blassen Darstellern braucht nicht sonderliches angemerkt werden, außer der Tatsache, dass sicherlich niemand davon irgendwann einmal den Durchbruch als bekannter Star schaffen wird. Denn Aussehen allein reicht nicht aus, um sich auf der Leinwand durchzusetzen (sonst wäre GERING ja auch dort zu sehen!!)

DATEN:
Titel: XXX
Regie: Neal H. Moritz (auch: THE FAST AND THE FURIOUS)
Darsteller: Vin Diesel, Asia Argento, Marton Csokas
USA 2002


Leicht genervt

Michael

13 Bewertungen