HELMA Eigenheimbau AG Testbericht

No-product-image
ab 9,96
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 01/2009
Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  durchschnittlich
  • Support & Service:  durchschnittlich
  • Montage:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von selbstgebaut

Lebenstraum "Hausbauen" mit Helma wird kein Alptraum

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das war er, unser Lebenstraum: Einmal im Leben ein freistehendes Haus bauen.
Geträumt haben wir ihn oft. Als wir dann auf einer kleinen Baumesse waren, auf der wir uns eigentlich nur nach genehmigungsfreien Wintergärten für unser damaliges Reihenhäuschen, auch die Hollandschnitte von der Stange genannt, umschauen wollten, kamen wir an dem Stand eines Immobilienmaklers vorbei, der auch der örtliche Vertreter für Helma Eigenheimbau AG ist. Dort hingen Grundrisse von Häusern mit herrlich großen Küchen und anderen Wunschträumen. Eigentlich guckt man nur und geht dann weiter. Aber der Mitarbeiter vor Ort hat uns in unaufdringlicher, aber doch informativer Weise erste Einblicke in die Firma Helma gegeben. Wir fühlten uns nicht überfahren oder gedrängt. Am Abend haben wir dann im Internet geschaut, was für Häuser bietet Helma an und uns überlegt, was gibt das Portemonnaie her. Bei einem weiteren Gespräch in seinem Büro sind wir erste Fragen los geworden: Gibt es Hilfe bei der Grundstücksbeschaffung, wie sieht der Bauvertrag genauer aus, welche Wünsche bezüglich der Planung sind möglich und die ganz große Frage, was kostet unser Wunschtraum. Denn das war das große Fragezeichen, da im Internet keine Preise angegeben werden. Einen großen Preisvergleich haben wir nicht mehr gemacht. Lediglich die kostenlose Einladung, die riesige Hausausstellung zu besuchen und auch bei anderen Herstellern nachzufragen, haben wir genutzt. Wir gewannen den Eindruck, dass es durchaus noch wesentlich teurere Massivhausbauer gibt. Ein wichtiger Aspekt war auch:So wie es das Gesetz vorschreibt, geht die letzte Rate auch nicht direkt an Helma, sondern auf ein Notaranderkonto. Erst nach dem Abarbeiten möglicher noch ausstehender Mängel wird das Geld dann von uns frei gegeben. Da hatten wir mit einem ortsansässigen Großbauunternehmer mit unserem vorigen Haus ganz anderes erlebt. Entweder man zahlt die letzten 3,5 % oder es gibt kein Haus.
Ein wichtiger Grund für uns, sich für Helma zu entscheiden, war auch, dass wir nicht den Eindruck hatten, Helma-Vor-Ort-Vertreter sind nur an finanzkräftigen Hausbauern interessiert. Ein Eindruck, der sich auch später wiederholt hat, als wir dann mit Helmamitarbeitern in der Planung oder in der Bauleitung zu tun hatten. Da wir Menschen sind, die sich bei anstehenden Fragen solange durch die Infos wühlen bis sie ein bißchen schlauer sind, hat unser Bauleiter manches Mal geschmunzelt, wenn wir ihn mit Fragen gelöchert haben. Aber er war immer freundlich, geduldig und hilfsbereit. Und aus der Sicht einer Frau besonders bemerkenswert war, dass er auch frau absolut ernst nahm. Eine Erfahrung, die frau beim früheren Haus, wo sie auch der bauüberwachende Teil des Bauherrnpaars war, weil sie einfach die Zeit dazu hatte, nicht oft gemacht hatte. Bis auf wenige Ausnahmen waren die "Helma-Handwerker" auch alle sehr aufgeschlossen.
Die genaue Planung des Hauses war in unserem Fall sehr angenehm, da der Immobilienmakler gerade eine junge Architektin mit ins Team genommen hatte. So konnten wir wohnortnah uns an einen Tisch setzen, unsere Wünsche äußern, mit ihr zu Papier bringen oder manchmal sogar gleich hören, was uns preislich dann erwarten würde.
In der nächsten Phase gingen diese Vorstellungen zu Helma nach (damals noch Isernhagen) und wurden in der Bauplanung bearbeitet. Zeitgleich kam das erste, große Gespräch mit unserem zukünftigen Bauleiter. Hier wurden bereits erste Festlegungen über Ausstattungen getroffen. Hier war der Anfahrtweg durchaus noch akzeptabel mit jeweils 50 km für Hin- und Rückweg. Wesentlich aufwändiger war da schon das Aussuchen der Innentüren, Fenster und Haustür. Dafür sind wird dann hin und zurück schon 250 km gefahren. Für das Aussuchen der Fliesen hatte der Bauleiter dann spontan die hilfreiche Idee, doch in einem in 30 km Entfernung zu erreichenden Fliesenfachhandel auszusuchen. Dreihundert Kilometer in die eigene Ausstellung des Fliesenlegers zu fahren, haben wir uns dann doch geweigert.
Das immer noch viele der beschäftigten Handwerker bei Helma auf den Baustellen im Rheinland von so weit her aus dem Norden kommen, hat seine Ursache darin, dass Helma aus der Nähe von Hannover kommt und sich erst langsam nach Süden ausbreitet. Aber auf unserer Baustelle waren doch schon einige Handwerker aus der weiteren Umgebung beschäftigt.
Gestartet hat unsere Bauaktion Ende Februar mit dem ersten Gespräch auf der Baumesse. Da wir relativ schnell ein Grundstück gefunden haben, konnten wir auch zügig mit der Planung loslegen. Einschließlich eines vereinfachten Bauantrags und des Abwartens der Sommerferien, aus denen unser Bauleiter dann mit voller Tatkraft zurück kehrte,
ging es Anfang August los. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Die längste Wartezeit auf den nächsten Handwerker war nicht mal eine Woche, dann war der Dachstuhl drauf und unser Haus herbstregenfest. Naja, lediglich der Innentür-Handwerker hatte dann am Bauzeitende satte acht Wochen Verspätung, weil sein Zulieferer Produktionsprobleme hatte. Aber wenn man in so ein schönes Haus einziehen darf, lebt man auch noch ein paar Wochen mit nur einer Tür vor einer Toilette (pubertierende Kinder sind manchmal anderer Meinung).
Anfang Februar, wie in der im Bauvertrag festgelegten Bauzeit von 6 Monaten, war dann fast alles (bis auf die Innentüren) einzugsbereit.
In der ganzen Bauzeit stand uns unser Bauleiter zur Seite und hatte ein Ohr für unsere Sorgen und Fragen. Er hat es verstanden, dass die Baustelle immer in Bewegung blieb. Wir konnten uns darauf verlassen, per Telefon, Handy oder email den steten Kontakt mit ihm zu haben. Auch die technische Seite des Hausbaus hat uns fast immer ruhig schlafen lassen. Man hätte sich gewünscht, dass die Hochlochziegel so wie es sich der Hersteller optimalerweise vorstellt, gesägt worden wären. Mit der Axt geschlagen erweckt es doch ein komisches Gefühl.
Individuelle Bauherrenwünsche wie kleine Erker werden auch etwas schwieriger, wenn dann kleine Mauervorsprünge mit eigens zurecht gehauenen Steinen modelliert werden müssen. Hinterher ist man schlauer und würde darauf bestehen, dass dafür die speziell vorgesehenen Winkelsteine eingesetzt würden.
Ein paar Überraschungen kann man sich ersparen, wenn man im Vorhinein genügend Fragen stellt: wie viel Aushubmaterial muss abgefahren werden und wie viel wird mich das kosten, was kostet der in der Verantwortung des Bauherrn liegende Bauzaun, was kosten die Hausanschlüsse und wann muss ich mich um die Organisation der Dinge kümmern, die in meiner Verantwortung liegen. Hier wäre sicherlich mehr Information von Seiten erfahrener Bauleute wünschenswert gewesen. Hilfreich ist es hier, sich Referenzobjekte von Helma nennen zu lassen. Dann macht man mal einen Sonntagsspaziergang, klingelt ganz höflich und fragt nach den Erfahrungen. Ein Verfahren, das hervorragend funktioniert. Man kann sicherlich bauen und der Baufirma alles überlassen und es einfach bezahlen, wenn man aber ein bißchen organisationsfreudig ist und vor allen Dingen die Zeit dazu hat, mitzuwirken und jeden Tag mal auf der Baustelle vorbei zu schauen, dann ist es auch ein tolles Erlebnis. Vor allen Dingen ergibt sich hier die Möglichkeit, viele Photos nicht nur für die Erinnerung und den interessierten Freundeskreis zu schießen, sondern vor allen Dingen die so wichtigen Dokumentationen, wo läuft welches Kabel, welche Wasserleitung usw. Und da ist es bei Helma erfreuerlicherweise auch möglich, dass man sein eigenes Haus während der Bauzeit betreten darf. Auch hier war die Erfahrung früher ganz anders. Ebenso ist es möglich, in Absprache mit dem Bauleiter Eigenleistungen einbringen zu können. Hier einen Dank an Herrn Rehaag, der die gute Idee hatte, schon in der Bauzeit, den Boden des Spitzbodens mit OSB-Platten auszulegen.
Einige Zeit nach unserem Einzug hat uns Helma gefragt: Waren Sie zufrieden mit uns? Was können wir besser machen? Viel ist uns nicht eingefallen, die geschlagenen Hochlochziegel waren eigentlich das Ärgerlichste.
Aber vor einem muss man den baujuristisch unbedarften Laien dann doch noch warnen.
Zumindest in unserem Haus gab es keine vorschriftsmäßige Bautreppe mit Absturzsicherungen. Und viel schlimmer ist, was wir hinterher erfahren haben: Wäre ein Handwerker verunglückt, wären wir als Bauherren in der Haftung gewesen. Das ist nur der juristische Aspekt. Für die Handwerker kam noch dazu, dass sie, insbesondere nachdem das Gerüst als äußerer Zugangsweg wieder weg war, sie jedes Baumaterial auf einer selbst von den Rohbauern zusammengezimmerten Leiter nach oben tragen durften. Das Befördern einer schweren Badewanne war nur möglich, weil alle vorhandenen Handwerker der Baustelle mit angefasst haben. Die Bodenauszugstreppe hat unserem Trockenbauer schier unmenschliches abverlangt. Ach, und da wäre noch:Falls der Dachdecker es inzwischen immer noch nicht schafft, das in der Bauzeit noch nicht vorhandene Fallrohr durch ein Stück gelbes Drainagerohr zu ersetzen, um zu verhindern, dass bei jedem stärkeren Guss der Keller geflutet wird, hilft nur spontaner Einkauf im Baumarkt oder der nachdrückliche, am besten im Bauvertrag festgelegte Hinweis auf eine sachgerechte Ausführung der Arbeiten. Das erspart, abends in der Dunkelheit in den Fluten zu stehen und Wasser zu schöpfen, um zu verhindern, dass der Regen samt Umgebungssand auf den gerade frisch gemachten Estrich läuft. Ein Plastikschlauch vergleichbar einer Endlosfrühstückstüte als Fallrohrersatz ist leider nicht sturmfest und bedarf der täglich zweimaligen Überprüfung und neuen Fixierung, besonders dann, wenn er tagsüber einem Handwerker im Weg war. Leider ist man erst hinterher so schlau und weiß, dass die Plastiktüte nicht sachgerecht ist.
Unser Fazit in unserer Beurteilung an Helma war also, wir würden wieder mit ihnen bauen, aber nur mit schriftlicher Festlegung einer ordnungsgemäßen Bautreppe im Bauvertrag.
Inzwischen mussten wir uns noch zweimal melden, weil es im Gaubenbereich aus einer Stelle in der Holzverkleidung tropfte, wo es eigentlich trocken sein sollte. Beide Male kamen die Dachdecker schnell, wenn auch mit geschätzt 300 km Anfahrtsweg. Der erste Reparaturversuch war nur bis zum nächsten Starkregen erfolgreich. Aber die zweite Reparatur scheint jetzt erfolgreich gewesen zu sein, beim letzten starken Regen war nichts mehr zu sehen.
Und das ist auch etwas, das man loben muss: Unser Bauleiter hat immer schnell reagiert, den Handwerker angefordert und den Kontakt mit uns gehalten.
Im Vergleich mit den anderen Häusern, die in unserer Umgebung entstanden sind und wo nicht immer alles so glatt lief, fühlten wir uns bei Helma gut aufgehoben.

26 Bewertungen, 17 Kommentare

  • Dunkelbraun

    02.02.2009, 16:57 Uhr von Dunkelbraun
    Bewertung: besonders wertvoll

    Sehr ehrlich. Ich glaube ohne Probleme geht es bei keinem Hausbauer - irgendetwas ist immer, aber das Endergebnis zählt. Viel Spaß im Traumhaus.

  • Jerry525

    30.01.2009, 10:06 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen lieben Gruß vom JERRY

  • werder

    29.01.2009, 20:26 Uhr von werder
    Bewertung: sehr hilfreich

    Netter Bericht! LG aus Hannover!

  • panico

    29.01.2009, 20:05 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    Immer wieder schön zu hören ,wenn sich Leute einen Traum erfüllen können. Wenns dann auch noch so gut klappt wie bei Euch ist es natürlich doppelt so toll ! Glückwunsch ! Allerliebste Grüße von panico:-)

  • Bunny84

    29.01.2009, 20:02 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. Lieben Gruß sendet dir Anja PS: Freue mich Gegenlesungen

  • morla

    29.01.2009, 19:57 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich wünsche dir einen schönen donnerstag lg. petra

  • Sternenhimmel

    29.01.2009, 19:08 Uhr von Sternenhimmel
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und Liebe Grüße

  • jacki0987

    29.01.2009, 18:36 Uhr von jacki0987
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße von Jacqueline

  • anonym

    29.01.2009, 18:08 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht! Freue mich über Gegenlesungen. LG

  • Zzaldo

    29.01.2009, 17:59 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße sendet dir Stephan

  • sigrid9979

    29.01.2009, 17:56 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. lg Sigi

  • Miraculix1967

    29.01.2009, 17:50 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen sonnigen Nachmittag wünsche ich! LG Miraculix1967

  • Iris1979

    29.01.2009, 17:43 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. Liebe Grüße Iris

  • frankensteins

    29.01.2009, 17:19 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    na ja, nicht alle nehmen ihre Gewährleistungspflicht ernst, aber Mängel können sich auch nach der Bezahlung einstellen und dann schaut es ganz anders aus. - leider. lg Werner

  • nini1989

    29.01.2009, 17:08 Uhr von nini1989
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße... janine

  • 4money

    29.01.2009, 17:00 Uhr von 4money
    Bewertung: sehr hilfreich

    :::LG und einen schönen Tag noch, ...chris:::

  • minasteini

    29.01.2009, 16:58 Uhr von minasteini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schön. LG Marina