Freitag der 13. (1980) (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von trampastheo

Der Horrorklassiker: wie alles in Crystal Lake begann

Pro:

Ein Horrorklassiker, bei dem man jedoch nicht bemerkt, dass er ganze 23 Jahre alt ist - spannend von Anfang bis Ende - Kevin Bacon, Adrienne King - idyllischer Drehort am Crystal Lake

Kontra:

---

Empfehlung:

Ja

Handlung
Wir schreiben das Jahr 1958. Im Crystal Lake Camp sind gerade einige Jugendliche zu Gast. Ein Pärchen, dass sich in den zweiten Stockwerk einer Hütte verzieht, wird von einer Person überrascht und ermordet. Ein Jahr zuvor war ein kleiner Junge namens Jason im See ertrunken. Jahre danach sind Brände im Camp ausgebrochen und später wurde eine Wiedereröffnung wegen schlechter Wasserqualität abgelehnt. Es scheint als würde ein Fluch über diesen Crystal Lake liegen! Der Zeitwechsel bringt uns nun im Film in unsere Zeit (bzw. in die Zeit, wo der Film gedreht wurde -1980). Nach vielen Jahren soll das Blut-Camp oder Camp des Grauens, wie es genannt wird, von einem Mann namens Steve wiedereröffnet werden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Insgesamt sieben Gruppenführer und der Organisator des Camps, wollen sich um das Wohl der Schüler kümmern, die bald eintreffen werden. Doch bereits eine der Gruppenführerin, Annie, die für die Küche verantwortlich sein sollte, wird nie im Camp ankommen. Sie fährt in einem Jeep mit, aber der oder die Fahrerin des Jeeps wird Annie im Wald angekommen umbringen. Das Grauen scheint wiederzubeginnen. Bereits wenige Stunden später, während ein Unwetter am Crystal Lake für Unruhe sorgt, wird der geheimnisvolle Mörder wieder zuschlagen. Die restlichen sechs Gruppenmitglieder, aber auch ihr Boss, sind in Gefahr. Wird überhaupt jemand diesen Abend, der zufällig, ein Freitag und ein 13ter noch dazu ist, überleben?

Filmkritik
Für mich ist Freitag, der 13te der wahre Horrorklassiker. Viele sehen ihm etwas negativ gegenüber, aufgrund der recht blutrünstigen Szenen, die darin vorkommen. Das ist sicherlich wahr, aber man ist nicht gezwungen sich einen Horrorfilm anzuschauen. Freitag, der 13te bietet dem Zuschauer eine sehr spannende Handlung, die von Anfang bis zum Ende anhält. Die ganze Atmosphäre rund um den See, das Camping neben dem Wald und natürlich die Vergangenheit, die über mysteriöse Ereignisse und Morde erzählt, sorgt bereits zu Beginn für eine Gänsehautatmosphäre. Wann wir der Mörder zum ersten Mal zuschlagen, fragt sich der Zuschauer. Es ist einfach beeindruckend dass man bei ersten Teil von Freitag, der 13te kaum mitbekommt, dass der Film vor mehr als 23 Jahre entstanden ist. Im Vergleich zu Horrorfilmen der damaligen Zeit wie Halloween mit Michael Myers, merkt man sofort, dass es sich um eine alte Produktion handelt. Bei Freitag der 13te jedoch wirkt alles recht neu, als sei der Film gestern entstanden. Die Farben, die Kulisse, die Kleidung der Darsteller - man kann nichts erkennen, was einen 23 Jahre zurückführt. Eigentlich erkennt man nur an einem Satz, dass der Film aus den 80ern sein könnte. Es handelt sich um eine der Anfangszenen, als Annie, die kurz darauf das erste Opfer des Crystal Lakes sein wird, in die Kneipe des Vororts eintrifft und eine Frau etwas von der bekannten Fernsehserie von Telly Savalas (Theo Kojak) ausspricht. Das war das einzige Indiz!

Die einzige Enttäuschung, die vielleicht ein junger Zuschauer haben würde, der andere Teile von Freitag der 13te gesehen hat, ist dass der Hockeymaskenmann, also Jason, im Film in der Art und Weise wie man ihn in anderen Filmen sieht, nicht vorkommt! Mehr darf ich dazu nicht sagen, denn sonst würde ich womöglich etwas zur Identität des Mörders verraten. Aus darstellerischer Sicht ist eigentlich nur Kevin Bacon für die meisten ein Begriff. Damals machte er seine ersten Schritte in der Schauspielerei. Und wie es meistens doch bei einem Darsteller ist, definiert die erste große Rolle, auch die folgenden Rollen in seiner Karriere. So kamen für Bacon weitere Horrorfilme hinzu. Ich erinnere mich das spontan an die Raketenwürmer und an Hollow Man. Bacon ist im Film in der Rolle des Jack zu sehen. Für ihn ist jedoch schon Mitte des Films das Ende angesagt, als er, in der wohl blutrüstigsten Szene des Films überhaupt, vom Mörder überrascht wird. Zumindest durfte er davor schöne Momente erleben! Besonders gut hat mir in ihrer Rolle auch Adrienne King gefallen, die als Alice versuchen wird, dem Mörder zu entkommen. Sean Cunningham, der mit Freitag, der 13te seinen größten Regie-Erfolg feierte, hat es tatsächlich geschafft, trotz der Besetzung mit unbekannten Teenie-Darstellern, ein wahres Meisterwerk zu schaffen. Da wo man es nicht erwartet schockt er den Zuschauer mit dem Erscheinen des Mörders. Dass man am Ende so richtig von ihm überrascht wird, mit der Identität des Mörders, wird sicherlich auch den meisten sehr gut gefallen. Beeindruckt war ich vom idyllischen Finale. Dieser bezaubernde Ausblick auf den See, das kleine Boot auf dem stillen Wasser und die herrlichen Bilder von der natürlichen Umgebung (viel Wald), in Kombination mit der harmonischen Musik, sorgen am Ende eigentlich für eine Atmosphäre, die man in einem Horrorfilm nicht erwartet. Wenn man diese Bilder so sieht, möchte man doch all zu gerne selbst seine Sachen packen und den Crystal Lake besuchen (wäre doch ein perfekter Ort für ein Ciao-Treffen oder?). Ob Jason was dagegen hat?

Fazit
Mit Freitag, der 13te sichert man sich einen besonders spannenden Abend und gleichzeitig verfolgt man die Geschichte von einer der bekanntesten Horrorfiguren aller Zeiten. Auch wenn Jason mit Maske im Film nicht vorkommen wird, so ist jedoch dieser erste Teil die „Einleitung“ für alle restlichen Filme, wo der Mann mit der Eishockermaske zuschlagen wird. Die Umgebung wird dieselbe sein: der bezaubernde Crystal-Lake. Ein idyllischer Ort, bei dem man es niemals für möglich halten würde, dass auf einmal ein Mörder die ganze Harmonie zerstört (das gleiche dachte ich bei Lake-Placid, bis Betty White das Riesenkrokodil mit Kühen fütterte!). Freitag, der 13te ist ein Horrorklassiker, zu einer Figur, die niemals sterben wird: Jason (Jason vs Freddy ist der Beweis dafuer). Deshalb sollte man ihn sich auch unbedingt angeschaut haben.

42 Bewertungen, 1 Kommentar

  • klukklukkluk

    10.11.2004, 10:36 Uhr von klukklukkluk
    Bewertung: sehr hilfreich

    "(wäre doch ein perfekter Ort für ein Ciao-Treffen oder?)." Na ja... ein Yopi-Treffen könne man da aber auch machen ;-)