Freitag der 13. (1980) (DVD) Testbericht

ab 12,89
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von der_dominator

gruselige Gruselmär, die dritte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Um ein eine Handvoll blutiger, möglichst Ekel erregender Morde zu inszenieren benötigt es, und dafür gibt es Beispiele wie Sand am Meer, weder Innovationen noch einer großartig durchdachten Handlung. Warum auch? Der gemeine Genrefan begnügt sich mit Mordszenen am Fließband; wenn ein Speer den Hals durchbohrt und die Machete kurz darauf bereits das nächste Opfer anvisiert, lacht das Herz all derer die den Videorecorder erst dann anschmeißen, wenn es draußen bereits dunkel ist oder, extra für den Film mal eben die Rollläden herunterlassen und Kerzen anzünden. \"Atmosphäre\" heißt das Zauberwort und so begegnet man Freddy, Jason und wie die lebendig gewordenen Albträume alle heißen, lieber des Nachts und vor allem allein - zum Leide der zahlreichen Statisten denen schnell klar wird, warum sie für eine Axt im Schädel nicht die Zwanzig Millionen aufs Konto gehievt bekommen, die eine Julia Roberts, verdient oder nicht, nach Drehende nach Hause trägt.

Ein Grundgerüst, ist aber dennoch nötig um den im Kinosessel kauernden Zuschauer bei der Stange zu halten, muss dieser gefallen an eben dieser Metzelreihe finden um auch teil zwei, drei und all die anderen Nachfolger zu finanzieren die dann folgen werden. Es lebe die Fortsetzung.

Was aber ist es, was die Fans auch den zehnten Aufguss ertragen lässt? Es ist der Killer [nichts anderes kann es sein gibt es für war genug Filmtode, auch bösartig inszeniert, in anderen Filmen] der fasziniert und auch einen siebenten und achten Teil notwendig und erträglich macht. Dabei ist im Falle von \"Freitag der Dreizehnte\" zunächst gar nicht klar, wer da eigentlich mordet. Hiervon lebt der Film und schafft es über immerhin knapp neunzig Minuten, nicht etwa zu begeistern, sondern bei der Stange zu halten, denn einmal abgesehen von ein wenig Atmosphäre, die unweigerlich auf die in Horrorfilmen recht beliebte Kombination von Wald und Dunkelheit zurückzuführen ist, herrscht filmischer Minimalismus.

Schauspieler die keiner kennt, nie jemand kennen wird [sieht man von einem Kurzauftritt Kevin Bacons ab, der sich als Opfer aber genauso wenig mit Ruhm bekleckert wie der Rest der Besetzung] und nach denen wohl einige Tage nach dem Filmstart kein Hahn mehr gekräht hat wandeln, stolpern und ängstigen sich durch eine Handlung wie sie dem Gehirn eines fünfjährigen entsprungen sein könnte:

Bereits im Jahre neunzehnhundertsiebenundfünfzig ertrinkt der kleine Jason Vorhees beim Besuch im Ferienlager „Crystel Lake“. Als ein Jahr später zwei Teenager ebenfalls den Tod finden wir das Lager geschlossen, ehe man neunzehnhundertachtzig einen erneuten Versuch startet das Camp zu eröffnen. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, beginnen plötzlich weitere Morde, die nicht wirklich kreativ, aber zumindest - wenn man es denn mag - nett anzusehen sind.

Mehr Handlung bedarf es nicht und um ehrlich zu sein, würde mehr, wohl einmal mehr weniger sein. Warum auch - reicht dies als Grundmotiv, zumal allein die Frage nach dem „Wer“ ausreicht um einen gewissen Spannungsgrad zu halten.

So kommt es gegen Ende zumindest zu einer Überraschung, denn wer den Film noch nicht kennt, weiß nicht wer hinter der Egoperspektive des Mörders steckt und wird aufgrund der Auflösung überrascht sein. Im Gegensatz zum Todeszeitpunkt all der vielen Teenager, die immer dann den Todfinden wenn sie a] miteinander Sex hatten oder b] die Musik bedrohlich klingt.

Wer liebt muss sterben und so schwingt, wenn man es denn so sehen will, [ACHTUNG SPOILER] Jasons Mom [ACHTUNG SPOILER ENDE] nicht nur Axt und Machete, sondern auch die Moralische Keule - wie die meisten Horrorfilme in den Achtzigern. Und von denen unterscheidet sich Freitag der Dreizehnte nur marginal: ein anderer Killer, ein anderes Motiv - das war es schon. Fans wird es dennoch gefallen und wer kein Interesse hegt, darf gerne die Rollläden wieder hochziehen.


# unterm Strich bleibt…

Freitag der Dreizehnte

[Friday the 13th. - USA 1980 - FSK 18 - 95 Minuten]

Regie: Sean S. Cunningham

Darsteller: Kevin Bacon [aufgrund seiner späteren Karriere erwähnenswert, der Rest Amateure deren Erwähnung keinerlei Sinn macht] u.a.




© der_dominator im August 2003 - Teil der Serie „gruselige Gruselmär“ - unter Umständen empfehlenswert

15 Bewertungen