Milford Unser Oh-happy-day-Tee Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 03/2009
- Geschmack:
- Geruch:
- Zubereitung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
Immenses Bla-bla über eine nicht wirkliche Produktitelumsetzung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
//UNSER OH-HAPPY DAY-TEE//
hatte mich bereits durch einen auf Ciao gelesenen Bericht neugierig gemacht. Nichtsdestoweniger wühlte ich mich kurz durch die anderen Varianten der „bahnbrechend überzeugenden Produkttitel“ wie bspw. „Unser Nicht-schon-wieder-Montag-Tee“, „Unser Wolke-7-Tee“ sowie „Unser Home-Sweet-Home-Tee“. Den sog. „Teamwork-Tee“, den es wohl auch zu geben scheint, fand ich leider nicht ~ zu gerne hätte ich diese Schachtel ein paar Leuten ins Gesicht geworfen.
Doch man kann ja nicht alles haben.
Für 1,69 EUR kann man jedenfalls diesen Milford-Tee haben, hinter dem sich im Grunde eine Melone-Kiwi-Ananas Geschmacksvariante verbirgt.
Genauer gesagt, wurden hier die Zutaten
~ Weißer Hibiskus
~ Äpfel
~ süße Brombeerblätter
~ Orangenblätter
~ Orangenschalen sowie die
~ Aromen einer nicht näher bezeichneten Menge von Melone, Kiwi & Ananas
in einzel kuvertierte Teebeutel gepresst. Auffällig ist hier meiner Erfahrung nach das Tastgefühl, welches das Papier der Kuvertierung hinterlässt. Ist mal wieder völlig verquert ausgedrückt, doch es ändert nichts an den Umstand, dass ich beim Öffnen der einzelnen Umschläge ~ was übrigens erstaunlich einfach vonstatten geht ~ an Butterbrotpapier denken muss. Oder an Löschpapier. Oder an einlagiges Toilettenpapier, was nun überhaupt keinen Zusammenhang hat. Nichtsdestoweniger fühlt sich dieser Zusatzmüll ein wenig ökologischer an als die sonstig verwendeten Mäntelchen.
Für die, die es gar nicht genau genug wissen könne, sei hinzugefügt, dass hier keine Metallklammer verwendet wurde, sondern das Fähnchen mit einem Fädchen ans Beutelchen befestigt wurde. So gut, dass ich erst einmal das Fähnchen durchgerissen hab, als ich die drei Beutel in meiner Kanne auf- und abhüpfen lies.
Definitiver Nervpunkt an diesem Produkt ist die „besondere“ Öffnung, die auf der Verpackung vorperforiert ist. Normalerweise reißt man die Pappschachteln an der Seite oder oben auf; doch hier wurde eine Art „breiter Pfeil“ kreiert, durch den man die einzelnen Beutel dann herausziehen soll wie man es von einem Taschentuchspender gewöhnt ist. Vor einer halben Stunde etwa, als ich den 3.-6. Beutel herausnahm, hat meine Zerstörungswut zugeschlagen und die Schachtel in Fetzen gerissen. Dabei war das so nett gemeint von „Milford“.
Wirklich nett sind die abgedruckten Zusatzinfos, frei nach dem Motto: „Kochen mit Teebeuteln“. Naja, nicht ganz....jedenfalls wird hier vorgeschlagen, „das WIR“ mal anders zu genießen: den Tee in Gläsern servieren und diese mit Ananas- oder Orangenscheiben dekorieren.
Aha.
Na klar.
Sonst noch nen Wunsch?
Ich für meinen Teil, genieße das WIR derzeitig, in dem ich mich von allen Arbeits-Ichs zurückgezogen habe und mich genauso der Anwesenheit verweigere wie so viele andere dortig. Man sagte doch, ich solle mich anpassen. Also bitte.
Angepasst habe ich mich jedoch an die „normale“ Zubereitungsempfehlung; die empfiehlt, pro Kanne mindestens 3 Beutel zu verwenden. Natürlich „fehlt“ hier irgendwo der Hinweis, auf welche Kannengröße dies nun gemünzt ist ~ doch da ich immer 3 Beutel in meine keine-Ahnung-wie-viel-Liter fassende Kanne stopfe, hab ich mich auch hier mal wieder daran gehalten. Die Ziehdauer soll 5 – 8 Minuten betragen; damit man auf alle Fälle ein „sicheres Lebensmittel“ erhält.
Schnell macht sich bereits beim aufgießen ein intensiver Geruch breit, der mich sofort an die Haribo „Tropi Frutti“ denken lässt ~ und das, obwohl ich dieses Zeug seit mindestens 10 Jahren nicht mehr gegessen habe.
Farblich macht sich hier eine bronzene Optik bemerkbar, doch was den Geruch angeht... puh... wie gesagt, Tropi-frutti mäßig und irgendwo total süßlich. Das Ananasaroma drängt sich zweifelsohne intensiv in den Vordergrund; die Honigmelone hinkt ein wenig hinterher, macht sich jedoch genauso spürbar wie ich es von der Kiwi gerne gehabt hätte.
Und doch bemerkte ich die Kiwi nur dann, wenn ich mir beim trinken jenen Geschmack in Erinnerung rufe ~ sodann bilde ich mir ein, dass ich eine feinen Hauch davon wahrnehme. Insgesamt betrachtet kann ich zweifelsohne sagen, dass der Geschmack recht intensiv ist, stark nach Frucht schmeckt und völlig überragend nach Melone und Ananas. Ananassaft hole ich mir immer wieder gerne; zumal jener recht erfrischend und belebend schmeckt ~ doch dies ist beim Tee leider nicht unbedingt der Fall. Der Anteil des Honigmelonearomas gibt dem Getränk eine „Schwere“, vermittelt eher das Bedürfnis, sich im Anschluss in eine Hängematte zu mopsen als erfrischt die Rur entlang zu radeln.
Nichtsdestotrotz hat mich der Geschmack bereits bei der zweiten Tasse überzeugt. Es ist in der Tat mal wieder ein völlig anderes Erlebnis als die meisten Tees bereithalten. In der letzten Zeit polterten ja wahre Lawinen mit angeblich neuen Mischungen auf den Markt, die allesamt etwas gemeinsam hatten: möglichst merkwürdige und einprägsame Titel, die ich nicht ohne skeptisches Stirnrunzeln einer Verkäuferin entgegenquaken möchte.
Diese Mischung schmeckt „immerhin“ mal wirklich nach etwas anderem als es viele der sonstigen Teegetränke tun ~ und somit bin ich doch zumindest schon mal ansatzweise befriedigt.
//ERGO//
Offen gestanden hab ich den Tee fast nur gekauft, weil ich unbedingt mal wieder „mitreden können“ wollte, wenn hier alle über jene Laura sprechen, die für diese Produktreihe quasi Werbung macht. Auf jeder Sorte ist eine andere Episode aus Lauras absolut witzigen und spannenden Leben inmitten ihres erlebten „wirs“ nachzulesen, welches sie ohne den Tee natürlich nicht halb so gelungen erleben würde.
Ja, ich gestehe: mich nervt dieser neue Trend, Produkte regelrecht „selbst sprechen“ lassen zu wollen. Anfangs fand ich das bei der Marke „Herbal“ noch ganz witzig, doch schon nach dem zweiten Satz eher befremdlich und irgendwie verkindscht. Jetzt muss ich mir also noch von meiner Teepappschachtel „sagen“ lassen, dass jederfrau eine Digitalcamera und zwei handvoll Freunde hat.
Davon aber mal völlig abgesehen kann ich nur resümieren, dass ich mir eben jene Sorte gerne noch mal kaufen werde, zumal der Preis im „Norma“ sogar mal günstiger zu sein scheint als in anderen Geschäften. Grade für die Marke „Milford“ habe ich schon mal Preisaufkleber über der 2 EUR Grenze gesehen. So sehr begeistert mich der Tee dann doch nicht; eben weil ich andere Leckerchen für grade mal 0,99 EUR kaufen und lieben kann.
Insgesamt betrachtet würde ich den Tee, wenngleich in Maßen genießend, empfehlen ~ mir selbst ist meine diesbezügliche Teelust jedenfalls nach der 4.ten Tasse erst mal vergangen.
Aber so erfahre ich zumindest mal, wie lange meine Thermoskanne Getränke auch wirklich heiß hält. Denn kalt würde ich insbesondere diese Variante im Leben nicht probieren wollen.
32 Bewertungen, 8 Kommentare
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09.04.2009, 11:54 Uhr von Michaela2015
Bewertung: sehr hilfreichlg michi
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09.04.2009, 09:49 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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09.04.2009, 02:36 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Bericht. LG
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08.04.2009, 23:53 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichich wünsche dir einen schönen abend lg. petra
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08.04.2009, 22:42 Uhr von rainbow90
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht. Lieber Gruß
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08.04.2009, 21:18 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht! Liebe Grüße.
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08.04.2009, 20:00 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichBin leider kein Tee trinker Lg Sigi
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08.04.2009, 18:44 Uhr von timecode001
Bewertung: sehr hilfreichWerde ich selbst mal ausprobieren. Prima geschrieben! Liebe Grüsse. timecode001
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