Polar RS300X Testbericht

Polar-rs300x
ab 82,95
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von wallace100

Mein neuer Laufcomputer!

4
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Pro:

viele nützliche Funktionen, tolle Verarbeitung

Kontra:

schlechter GPS Empfänger, für den Datentransfer ist ein weiteres Gerät notwendig

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich über meine Polar-Laufuhr berichten, welche mich seit 6 Monaten beim Lauftraining begleitet. Ich habe diese Uhr online erstanden.
Es handelt sich um den Polar-Herzfrequenzmesser mit der Bezeichnung RS300X.

Zur Einführung: Warum benötige ich beim Ausdauersport ein solches Gerät? Leser, die sich nur für den eigentlichen Laufcomputer interessieren, lesen bitte ab Lieferumfang weiter.
Während der Laufeinheiten zeichnet die Uhr die verschiedensten Informationen auf, die ich im Anschluss mit Hilfe eine Laptops oder PC´s auswerten kann. Unterwegs zeigt der Laufcomputer z.B. die aktuelle Herzfrequenz an und gibt mir akustische Warnsignale, wenn ich die vorher definierten Herzfrequenz-Bereiche über- bzw. unterschreite.
Als Ausdauersportler kann man verschiedene Ziele verfolgen. Ziele können die Fettverbrennung als auch die Leistungssteigerung sein. In beiden Fällen kann unter Berücksichtigung der Herzfrequenz das Training optimiert werden. Zu diesen Themen haben bereits etliche schlaue Menschen Bücher geschrieben, sodass ich diesen Themen nicht weiter vertiefen muss.
Bevor man nun sein Training mit einem Laufcomputer optimieren kann, sind zwei Dinge notwendig: Ermittlung der maximalen Herzfrequenz und Festlegung eines Trainingszieles. Zur Ermittlung der maximalen Herzfrequenz für Läufer wäre beim Selbsttest eine drei bis vier Kilometer lange Strecke denkbar. Die letzten 400 Meter werden mit voller Leistung gelaufen, um die maximale Herzfrequenz zu erreichen. Möglich ist ebenfalls eine Leistungssteigerung in Intervallen. Einem Lauf von 3-4 Minuten folgt eine Pause von ca. 1 min. in der locker getrabt wird. Die Pause sollte nicht viel länger sein, damit der Puls nicht zu sehr absinkt. Von Lauf zu Lauf wird die Geschwindigkeit um ca. 5 Sek/km gesteigert bis keine weitere Steigerung mehr möglich ist.
Die hier ermittelte max. Herzfrequenz wird in der Uhr gespeichert. Mein Trainingsziel: Die Absolvierung eines Halbmarathons. Auf der Internetseite polarpersonaltrainer.com sind diverse Trainingsprogramme abrufbereit. Hier werden genaue Trainingsprogramme vorgestellt, die unter Berücksichtigung der maximalen Herzfrequenz auf die Uhr übertragen und dann absolviert werden können. Die Laufdaten können nach der Trainingseinheit auf die Internetseite übertragen und der Trainingserfolg analysiert werden. Dazu ist Zubehör notwendig, den ich später noch vorstellen werde.
Der Lieferumfang:
• Polar RS300X Trainingscomputer:
Die eigentliche Laufuhr. Das Gerät ist bis 50m wasserdicht, das Gehäuse sowie das Armband sind aus schwarzem Kunststoff hergestellt. Nach dem Sport trage ich die Uhr beim Duschen, so lässt sie sich einfach reinigen.
• Polar WearLink®+ Sender, codiert
Der WearLink ist an einem dehnbaren Brustgurt mit Druckknöpfen befestigt und überträgt die gemessene Herzfrequenz an die Uhr. Zum Reinigen wird der Sender vom Brustgurt entfernt. Energie erhält der Sender aus einer Uhrenbatterie, die selbständig gewechselt werden kann. Nach einer Benutzung von 6 Monaten war ein Batteriewechsel bisher noch nicht nötig.
• Polar G1 GPS-Sensor
Der GPS-Sensor kann am Oberarm getragen werden und misst die zurückgelegte Entfernung. Eine Auswertung der Trainingseinheiten wird dadurch umso genauer, da hier jeder gelaufene Kilometer analysiert werden kann. Ich persönlich verwende den GPS-Sensor nur dann,
Bilder von Polar Rs300X

* Polar Rs300X Uhr - Polar Rs300X
* Polar Rs300X WearLink - Polar Rs300X
* Polar Rs300X GPS - Polar Rs300X
* Polar Rs300X FlowLink - Polar Rs300X
*

Polar Rs300X Uhr - Polar Rs300X
Polar Rs300X
wenn ich neue Laufstecken erkunde und die genaue Laufdistanz ermitteln möchte. Bei einem Test habe ich auf der Tartanbahn 3 Runden (1.200m) absolviert – hier gab es eine Abweichung von lediglich 2 Metern. Im Wald kann der GPS-Sensor nicht eingesetzt werden. Durch die Bäume wird der Empfang gestört und die Messung wird unbrauchbar.
• Gebrauchsanleitung
Eine umfangreiche aber doch leicht verständliche Gebrauchsanleitung rundet den Lieferumfang ab. Ich empfehle diese Gebrauchsanleitung sehr, da die Uhr über sehr viele Funktionen verfügt, die nicht alle intuitiv zu bedienen sind.

Die Funktionen:
In diesem Abschnitt möchte ich die wichtigsten Funktionen und Messwerte meiner Polar-Uhr vorstellen:
Nach dem Training (Auswertung der Trainingsergebnisse):
• Anzeige der durchschnittlichen und maximalen Herzfrequenz des gesamten Trainings
• Bei Runden- oder Intervalltraining (Laps) wird die durchschnittliche und maximale Herzfrequenz pro Runde (Lap) angezeigt.
• Polar OwnCal zeigt dir den Kalorienverbrauch der Trainingseinheit an. Werden die Trainingsdaten an personaltrainer.com übertragen lassen sich auch weitere Analysen erstellen: durchschnittlicher Kalorienverbrauch, Kalorienverbrauch letzte Woche, Kalorienverbrauch letzten Monat, …Vor und während dem Training:
• Herzfrequenz basierende Trainingszonen: Um die Trainingsintensität zu steuern, können vor dem Training Zielzonen definiert werden, in denen man sich bewegen möchte: z.B.

* Zone 1: Aufwärmphase zwischen 80 und 120 bpm für 10 Minuten
* Zone 2: Trainingsphase zwischen 120 und 180 bpm für 40 Minuten
* Zone 3: Auslaufphase zwischnen 80 und 120 bpm für 10 Minuten
Der Trainingscomputer gibt dann mit visuellen und akustischen Signalen vor, wenn man die Herzfrequenzbereiche nach oben oder unter verlässt bzw. wenn eine neue Trainingszone beginnt. Die Trainingszonen können manuell an der Uhr eingestellt werden, oder auf der Internetseite polarpersonaltrainer.com definiert und dann an die Uhr übertragen werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man gibt die Herzfrequenzbereiche wie im Beispiel gezeigt ein, oder in Abhängigkeit von der vorher ermittelten maximalen Herzfrequenz: z.B.
* Zone 1: Aufwärmphase 45% (von 180 bpm) und 67% (von 180 bpm) für 10 Minuten
* Zone 2: Trainingsphase 67% (von 180 bpm) und 100% (von 180 bpm) für 40 Minuten
* Zone 3: Aufwärmphase 45% (von 180 bpm) und 67% (von 180 bpm) für 10 Minuten
• Herzfrequenz maximal: Über einen Fitness Test mit Polar OwnIndex® wird die maximale Herzfrequenz ermittelt. Anhand dieses Wertes werden die Trainingszonen errechnet. Die weitere Vorgehensweise erfolgt dann analog des Herzfrequenz - basierenden Trainings (s.o.). Beim OwnIndex-Fitness Test wird in regelmäßigen Abständen der Ruhepuls gemessen. Je weiter das Training voranschreitet, umso weiter senkt sich der Ruhepuls im Laufe der Zeit ab. Ein austrainierter Sportler hat einen deutlich geringeren Ruhepuls als ein untrainierter Sportler. Über die Messung des Ruhepulses werden dann die weiteren Trainingsparameter ermittelt. Anhand dieser Trainingsparameter können dann z.B. neue Trainingszonen definiert werden, um das Training zu intensivieren.
• Eine weitere Möglichkeit: Trainieren mit der Polar OwnZone, die auch die Tagesform des Sportlers berücksichtigt. Trainiert wird mit der persönlichen Herzfrequenz-Zielzone. Die persönlichen Herzfrequenz-Grenzwerte werden für die Trainingseinheit bestimmt. Abhängig von der Tageszeit und davon, ob du gestresst oder müde bist oder dich noch nicht vollständig von der letzten Trainingseinheit erholt hast, kann Polar dies in deiner Herzfrequenz und der Herzfrequenz-Variabilität erkennen und dich in die für diesen Moment ideale Trainingszone leiten. Die Funktion habe ich bisher noch nicht genutzt und verfüge daher auch über keine Erfahrungen.
• Die letzte Möglichkeit ist das Training mit Sport-Zonen. Das Training wird, basierend auf der maximalen Herzfrequenz, in fünf Zonen unterteilt: Sehr leicht (50-60 % Herzfrequenz maximal), leicht (60-70 % Herzfrequenz maximal), mittel (70-80 % Herzfrequenz maximal), hart (80-90 % Herzfrequenz maximal) und Maximum (90-100 % Herzfrequenz maximal).
• Polar OwnCode: Jeder Polar WearLink-Sender ist jeweils auf die entsprechende Uhr abgestimmt. So können auch mehrere Läufer mit diesen Geräten in einer Gruppe laufen, ohne dass die Messergebnisse beeinflusst werden. Ich möchte ja nicht die aktuelle Herzfrequenz meines Mitläufers auf meiner Uhr sehen, sondern die eigenen Ergebnisse angezeigt bekommen. Nachteil: Normalerweise zeigen die im Fitness-Studio aufgestellten Ergometer ebenfalls die aktuelle Herzfrequenz im Display an, wenn ich den Brustgurt trage. Das funktioniert aber nur bei uncodierten Brustgurten und nicht mit diesem mitgelieferten WearLink.


Die Datenübertragung:
Hier hat die Firma Polar eine zusätzliche Einnahmequelle generiert. Um die Daten von der Uhr in die Trainingssoftware zu transferieren ist ein zusätzliches Gerät notwendig: der Polar FlowLink. Dieses Gerät wird mit einem freien USB - Anschluss gekoppelt. Sobald man die Uhr auf den FlowLink legt, wird die Internetseite polarpersonaltrainer.com geöffnet und der User kann sich anmelden. Die Trainingsdaten werden übertragen, ausgewertet und grafisch angezeigt. Die Trainingsanalyse kann beginnen. Vorteil: neue Trainingseinheiten, Trainingszonen und Sportzonen lassen sich auf der Internetseite viel schneller definieren und dann wiederum auf die Uhr übertragen – das spart Zeit. Die Nutzung der Internetseite und die Auswertung der Daten ist sehr übersichtlich. Das Portal ist wie ein Lauftagebuch zu sehen, in dem man die Trainingsfortschritte aber auch die jährlichen Kilometer festhält. Der G1 GPS Sensor (wird am Oberarm befestigt)
Der GPS Sensor misst die folgenden Werte:
• Distanz (Trainingseinheit, Zwischenzeit, Total):
Die Distanz (in km) lässt sich auf verschiedene Weisen einstellen und messen. Die Trainingsdistanz gibt die während einer Trainingseinheit zurückgelegte Strecke an. Die Tripdistanz gibt die seit der letzten Trip-Zurücksetzung zurückgelegte Strecke an. Die Zwischenzeitdistanz gibt die Strecke einer Runde an. Die Gesamtdistanz (Total) ist die seit dem letzten Zurücksetzen zurückgelegte Distanz. Der Odometer gibt die Gesamtdistanz an, die sich nicht zurücksetzen lässt.
• Geschwindigkeit/Tempo (aktuell, durchschnittlich, maximal)
Das Tempo (ausgedrückt als min/km) steht für die Geschwindigkeit. Durch Vorgabe eines Zieltempos kann verfolgt werden, wie schnell man laufen muss, um eine bestimmte Distanz in einer vorgegebenen Zeit zu erreichen.
• Geschwindigkeitsbasierte Zielzonen mit visuellem und akustischem Alarm
Der Läufer kann Zielzonen für eine Trainingseinheit definieren, die auf einer Geschwindigkeit basieren. Wenn man sich außerhalb der voreingestellten Zonen bewegt, informiert der Trainingscomputer durch einen visuellen und akustischen Alarm. (Analog der Herzfrequenz- basierenden Trainingszonen s.o.)

Die Uhr im Allgemeinen:
Neben den umfangreichen Sportfunktionen kann der Polar-Trainingscomputer natürlich auch die Uhrzeit und das Datum anzeigen. Hier die herkömmlichen Daten/Funktionen im Überblick:
• Beleuchtung
• Datums- und Wochentagsanzeige
• Displaytext in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch
• Tastensperre: Hierdurch werden die Tasten des Trainingscomputer gesperrt, damit zufällige Berührungen keine Probleme bereiten, zum Beispiel während des Trainings.
• Uhrzeit (12/24 Stunden) mit Alarm und Schlummerfunktion
• Wasserbeständig - 50m
• Es können 99 Zwischenzeiten gespeichert werden
• Polar gibt die Lebensdauer der Uhrenbatterie mit einem Jahr an. Batterietyp: CR2032
• Die Anzeige der Uhr ist in drei Bereiche unterteilt: oben, mittig, unten. Der Benutzer kann für zwei Bereiche wählen (programmieren), welche Information im jeweiligen Bereich angezeigt werden soll.
• Die Funktion Anzeigen Zoom ermöglicht es dem Sportler eine einzelne Information auf Knopfdruck vergrößert auf dem Display zu betrachten.
• Automatische Zwischenzeitenspeicherung (z.B. pro Kilometer in Verbindung mit dem GPS-Empfänger)
• Grafischer Zielzonen-Indikator: Beim Zonentraining zeigt eine Grafik im Display an, in welchem Bereich sich der Läufer gerade befindet. Die Grafik soll helfen, in der gewünschten Intensitätszone zu bleiben. Während des Laufens benötige ich diese Grafik jedoch nicht und verlasse mich auf das akustische Signal.
• HeartTouch-Funktion - Bedienung ohne Knopfbetätigung! Bei aktivierter HeartTouch-Funktion lassen sich verschiedene Trainingsinformationen während des Trainings ohne Tastendruck abrufen, indem der Trainingscomputer in die Nähe des Senders gebracht wird. Dies hilft gerade im Winter, wenn man mit den Handschuhen nicht mehr die Knöpfe der Uhr bedienen kann.
Fazit:
Der Polar-Herzfrequenzmesser RS300X ist ein sehr ausgereifter Trainingscomputer mit einer Vielzahl an Funktionen, die ich persönlich gar nicht alle nutzen kann. Auf den ersten Blick erscheint das Gerät mit vielen Untermenüs als sehr kompliziert. Doch bereits nach wenigen Trainingseinheiten konnte ich die mir wichtigen Funktionen blind bedienen.
Besonders hervorheben möchte ich die solide und robuste Verarbeitung der Uhr. Auch nach dem Sport lässt sich das Teil sehr leicht reinigen. Das gleiche trifft auch für den WearLink und den GPS Empfänger zu. Letzteren benutze ich jedoch nur bei neuen Stecken, deren Entfernungen ich noch nicht kenne. Gelungen finde ich den abnehmbaren WearLink, dadurch lässt sich der eigentliche Brustgurt schnell in die Waschmaschine befördern. Im Vergleich zu älteren Brustgurten passt sich dieser dem Oberkörper perfekt an und lässt sich so viel angenehmer tragen.
Am GPS Empfänger muss die Firma Polar noch arbeiten. Sobald man an einem höheren Haus vorbeiläuft oder unter einem Baum hindurch muss, reißt das Signal ab und die Messung ist hinüber. Dieses mitgelieferte Zubehör konnte mich bisher noch nicht begeistern.
Die ermittelten Trainingsdaten lassen sich auf der Internetseite polarpersonaltrainer.com hervorragend auswerten. Über das Jahr hinweg erhält man hier ein tolles Lauftagebuch – das mach Spaß! Aber: Um die Daten überhaupt auswerten zu können, werden erneut ca. 45,- EUR für den FlowLink fällig. Dieses Thema sollte Polar noch einmal überdenken und den FlowLink kostenlos ins Paket packen.
Rundum bin ich für meine Bedürfnisse sehr überzeugt von diesem Gerät und empfehle es hiermit gerne weiter!

24 Bewertungen, 7 Kommentare

  • cleo1

    22.04.2010, 11:25 Uhr von cleo1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. Freue mich immer über Gegenlesungen. LG cleo1

  • Shirty1980

    22.04.2010, 11:05 Uhr von Shirty1980
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht. Ich würde mich über eine Gegenlesung sehr freuen. Lg Shirty1980

  • tipsi3

    22.04.2010, 10:48 Uhr von tipsi3
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen schönen Donnerstag wünsche ich dir ! Liebe Grüße tipsi3

  • technofreak1988

    21.04.2010, 23:13 Uhr von technofreak1988
    Bewertung: sehr hilfreich

    würde mich über gegenlesungen sehr freuen! lg andi

  • sigrid9979

    21.04.2010, 22:50 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht......

  • minasteini

    21.04.2010, 22:21 Uhr von minasteini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh und einen lieben Gruß.

  • rainbow90

    21.04.2010, 22:19 Uhr von rainbow90
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht. LG