Zack and Miri Make a Porno (DVD) Testbericht

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ab 10,53
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  langweilig

Erfahrungsbericht von Dr_Ed

Poppen für die Miete

4
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  langweilig
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

siehe Bericht

Kontra:

siehe Bericht

Empfehlung:

Ja

Hallo Zielgruppe!
Mittlerweile ist ja allenthalben die Rede davon, dass Pornos mehr oder weniger schon zum Mainstream gehören und Amerikas Porno-Industrie gehört ja nach wie vor zu den größten Wachstumsbranchen (wörtlich UND bildlich gesehen!). Inzwischen wird es ja auch immer pop(p)ulärer, dass jeder seinen eigenen Porno dreht und ihn gegen Bezahlung zur Betrachtung im Internet freigibt. Die entsprechenden Filmchen von Paris Hilton oder Pamela Anderson gehören ja mittelweile zu den meistaufgerufenen Filmchen überhaupt im Internet. Nun ist Filmregisseur Kevin Smith („Clerks – Die Ladenhüter“) auf die Idee gekommen, diesen Trend in einer Komödie zu verulken.

### DER INHALT ###

~~~ wie gewohnt zuerst die "Gemeinwesen gibt sich keine Blöße" - Kurzversion

Zack und Miri wohnen seit dem Ende ihrer Hichschool-Zeit gemeinsam in einer WG, wo sie als gute Freunde zusammenleben und an diesem Verhältnis auch nichts ändern wollen. Da sie beide nicht sonderlich viel in ihren Jobs verdienen, stapeln sich bei ihnen die unbezahlten Rechnungen. Das geht natürlich irgendwann mal nicht mehr gut und so kommt es, dass Wasser und Strom abgestellt werden. Jetzt ist natürlich die Not noch größer. Die rettende Idee kommt Zack bei einem Klassentreffen ihrer ehemaligen Abschlussklasse der Highschool. Der Freund von Miris Jugendschwarm erzählt ihm, dass er ganz gut mit Schwulenpornos verdienen würde, die er im Internet vertreibt. Zack kann Miri davon überzeugen, dass es doch eigentlich eine recht einfache Art sei, Geld zu verdienen, aber es stellt sich schnell heraus, dass das ganze Unterfangen doch um einiges komplizierter ist als eigentlich gedacht...

~~~ und nun wieder die "Dr.Ed lässt lieber Fakten als nackte Tatsachen für sich sprechen" – Langversion

Seit dem Ende ihrer Hichschool-Zeit wohnen Zack Brown (Seth Rogen) und Miri Linkey (Elizabeth Banks) gemeinsam in einer WG, wo sie als gute Freunde zusammenleben und an diesem Verhältnis auch nichts ändern wollen. Da sie beide nicht sonderlich viel in ihren Jobs verdienen, stapeln sich bei ihnen zuhause die unbezahlten Rechnungen. Das geht natürlich irgendwann mal nicht mehr gut und so kommt es, dass Wasser und Strom abgestellt werden. Jetzt ist natürlich die Not noch größer, zumal Zack sich seinen Lohn von dem Coffeeshop-Besitzer Mr. Surya (Gerry Bednob), für den er arbeitet, schon hat vorschießen lassen und Miri ebenso knapp bei Kasse ist. So muss sich Miri für das bevorstehende Klassentreffen bei Zack im Coffeeshop umziehen, wo sie von zwei Jugendlichen per Handy gefilmt wird. Als Zack dies bemerkt, springt er mit heruntergelassenen Hosen vor die Kamera.

Abends beim Klassentreffen müssen sich die Beiden dieselben Frotzeleien von denselben Leuten wie zu Schulzeiten anhören. Später versucht Miri, ihren alten Jugendschwarm Bobby Long (Brandon Routh) anzubaggern. Da sie nicht mitbekommt, dass er schwul ist, ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen. Währenddessen kommt Zack ins Gespräch mit Brandon (Justin Long), dem Freund von Bobby. Im Verlauf dieses Gesprächs erzählt Brandon, dass er und Bobby ihr Geld mit Schwulenpornos verdienen und dabei ein ziemlich gutes Auskommen haben. Als Bobby Miri sieht, nennt er sie spontan „Grannie-Panties“ und erzählt Bobby, dass das Filmchen, wo Miri beim Umziehen zu sehen ist, innerhalb kürzester Zeit zwei Millionen Abrufe zu verzeichnen hatte. In diesem Moment kommt Zack die Idee, dass man die persönliche Finanzmisere möglicherweise beheben könne durch das Drehen eines eigenen Pornos, den man anschließend im Internet selbst vermarktet.

Auf dem Heimweg versucht Zack, Miri von dieser Idee zu überzeugen, woraufhin sie nach einigem Hin und Her, sowie einiger Skepsis, bereit ist, mitzumachen. Aber für einen Hardcore-Porno braucht man nicht nur DarstellerInnen, sondern auch Hardware in Form von Kamera, Mikro, einen Drehort und zumindest ansatzweise ein Drehbuch. Zuerst überzeugt Zack seinen Arbeitskollegen Delaney (Craig Robinson), dass er sich statt eines neuen Flatscreen-Fernsehers eine digitale Videokamera zulegt. Zuerst ist Delaney dagegen, aber nachdem ihn Zack mit der Aussicht ködert, als Produzent am Casting teilzunehmen, ist er einverstanden. Als Kameramann verpflichtet Zack seinen Eishockey-Kumpel Deacon (Jeff Anderson), der sonst eher mal Hochzeiten oder ähnliche Feierlichkeiten abfilmt. Auch Personal vor der Kamera ist schnell gefunden: Die Stripperinnen Stacey (Katie Morgan) und Bubbles (Traci Lords), sowie Lester (Jason Mewes) und Barry (Ricky Mabe).

Nachdem die Besetzung gecastet wurde, braucht es nur noch einen Drehort. Der ist schnell gefunden in einer alten Garage. Kulissen und Kostüme für „Star Whores“ sind schnell gebastelt und los geht's. Der erste Drehtag läuft vielversprechend und man verabredet sich für den nächsten Tag. Als man dann dort auftaucht, wird das Gebäude gerade abgerissen, so dass alle Arbeit für die Katz war. Aber beim Zusammensitzen in Zack's Coffeeshop kommt ihnen die rettende Idee: Warum nicht nach Feierabend im Coffeeshop drehen. Ein neues Drehbuch ist schnell geschrieben und los geht's. Die DarstellerInnen schlagen sich prächtig, doch der Moment, wo Zack und Miri ins Geschehen eingreifen sollen, rückt immer näher und bei Beiden wird die Skepsis immer größer, ob sie das wirklich tun wollen, denn Beiden kommt unterschwellig das Gefühl, dass sie füreinander mehr als nur Freundschaft empfinden. Und so langsam beginnt die Sache, kompliziert zu werden...

### MEINE MEINUNG ###

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten und dieser Film wird mit Sicherheit nicht jedermanns/-fraus Geschmack treffen. Andererseits muss ich zugeben, dass der Film meine Befürchtungen glücklicherweise nicht erfüllt hat. Man merkt dem Film schon an, dass er darum bemüht ist, nicht in Zotigkeiten zu versinken, sondern schon eine substantielle Geschichte zu erzählen. Es bleibt zwar nicht aus, dass auch einige Zoten und Plattheiten vorkommen, aber sie liegen auch einfach zu nahe, um sie auszulassen. Insgesamt halten sich die analhumorigen Anteile doch in akzeptablen Grenzen.

Ansonsten hat mich der Film in einigen Momenten sehr stark an „Harry und Sally“ erinnert. Auf den ersten Blick scheint die einzige Parallele die Frisur der HauptdarstellerInnen zu sein, denn Elizabeth Banks' Haarpracht ähnelt der von Meg Ryan doch sehr stark, ebenso wie Seth Rogen's Frisur stark der von Billy Crystal ähnlich sieht. Aber auch das Hauptmotiv der Filme hat gewisse Ähnlichkeiten: In beiden Filmen geht es darum, dass es selbst nach Jahren vorkommen kann, dass aufkommende Gefühle füreinander das komplizierte Geflecht einer Freundschaft gehörig durcheinander bringen können.

Das mag jetzt für viele als Essenz erstaunlich klingen, aber das ist in beiden Filmen Kern der Geschichte. Zack und Miri brauchen einige Zeit, um zu erkennen, dass sie füreinander bestimmt sind und brauchen einige Umwege und Anstupser von Außenstehenden, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Auch die Dialoge wirken an einigen Stellen wie ein Update des „Harry und Sally“-Klassikers, denn Kevin Smith setzt in seinem Film in erster Linie auf Dialogwitz und halbwegs lebensnahe Situationen und Handlungen. Das bremst den Schwung des Films an einigen Stellen etwas aus, verhindert aber auch ein zu starkes Absinken des Niveaus unter die Gürtellinie.

Darstellerisch gibt es an den Beteiligten nichts auszusetzen. Seth Rogen schöpft sein komödiantisches Talent voll aus, ohne dabei den Bogen zu überspannen. Elizabeth Banks wirkt nicht nur optisch wie eine neue Meg Ryan. Katie Morgan ist sonst eher in echten Pornos zu sehen, aber kann hier zeigen, dass sie durchaus in der Lage ist in „richtigen“ Filmen zu bestehen, wobei sie auch nicht allzu sehr gefordert wird. Gleiches gilt für die Porno-Ikone Traci Lords. Craig Robinson passt auch hervorragend für seine Rolle. Jason Mewes darf natürlich in einem Kevin Smith nicht fehlen, wird hier aber ebensowenig richtig gefordert wie Ricky Mabe und Jeff Anderson in ihren Rollen.

Insgesamt merkt man schon, dass dieser Film eher auf eine Zielgruppe zugeschnitten, die zu alt sind, um behaupten zu können, niemals einen Porno gesehen zu haben, aber jung genug, um dies nicht mehr prüde oder schamhaft verschweigen zu wollen. Vielmehr wird versucht, eine sexuell relativ harmlose, aber dennoch deftige Satire über menschliche Bigotterie, sexuelle Freizügigkeit im Internet und natürlich über das Suchen und Finden der Liebe zu bieten. Zwar wird vieles im Handlungsverlauf nach Schema F durchexerziert, aber unter dem Strich bleibt doch ein recht hoher Unterhaltungswert übrig.

### FAZIT ###

Auch wenn der Verlauf der Geschichte relativ konventionell geraten ist, hat sie dennoch einen hohen Unterhaltungswert und sie besitzt auch genügend Niveau und Substanz, um nicht völlig unter die Gürtellinie abzurutschen. Aus meiner Sicht ein sehenswerter und unterhaltsamer Film, bei dem der Kinobesuch lohnt.

### ABSPANN ###

Spielfilm USA 2008, 102 Min., FSK 16
Regie: Kevin Smith
Drehbuch: Kevin Smith
Kamera: David Klein
Musik: Tom Myers
~ Zack Brown – Seth Rogen
~ Miri Linkey – Elizabeth Banks
~ Delaney – Craig Robinson
~ Mr. Surya – Gerry Bednob
~ Stacey – Katie Morgan
~ Bubbles – Traci Lords
~ Lester – Jason Mewes
~ Barry – Ricky Mabe
~ Deacon – Jeff Anderson
~ Bobby Long – Brandon Routh
~ Brandon St. Randy – Justin Long
~ Mrs. Delaney – Tisha Campbell-Martin
~ Betsy – Jennifer Schwalbach-Smith
~ Jenkins – Tom Savini
~ Roxanne – Anne Wade
~ Zack II – Kenny Hotz
u.v.a.

56 Bewertungen, 16 Kommentare

  • Kleinnightwish

    26.08.2009, 00:10 Uhr von Kleinnightwish
    Bewertung: sehr hilfreich

    ganz viele liebe grüße von der angi ;)

  • christianpirker

    23.08.2009, 16:43 Uhr von christianpirker
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht! Liebe Grüße, Christian

  • nikita86

    22.08.2009, 19:43 Uhr von nikita86
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich fand den film toll :D

  • l.x.klar@gmx.net

    14.08.2009, 15:33 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    greetz from wallcity beartown

  • Mondlicht1957

    12.08.2009, 00:28 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüsse Schau gern mal wieder vorbei, falls ich dich bei auch auf meiner Seite finde :O)

  • tk7722

    09.08.2009, 13:13 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, liebe Grüße

  • 2002bin14

    09.08.2009, 11:43 Uhr von 2002bin14
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-) ~ Schöner Bericht, glg ~ :-)

  • oskermit

    09.08.2009, 11:08 Uhr von oskermit
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreicher Bericht! ...über Gegenlesungen freue ich mich natürlich... schönen Sonntag!

  • sigrid9979

    09.08.2009, 11:01 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut Berichtet...Freue mich über Gegenlesungen..lg Sigi

  • morla

    09.08.2009, 00:34 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein schönes wochenende wünsch ich dir lg. petra

  • minasteini

    08.08.2009, 22:59 Uhr von minasteini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh und lg. Ich wünsche dir ein schönes WE.

  • geligiraffe

    08.08.2009, 21:39 Uhr von geligiraffe
    Bewertung: sehr hilfreich

    klingt witzig sh Liebe Grüße Angelika

  • Wuschel11

    08.08.2009, 21:13 Uhr von Wuschel11
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebste Wochengrüße

  • anonym

    08.08.2009, 19:15 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Zu alt einerseits ... jung genug andererseits klingt gut ... LG Guela

  • Lale

    08.08.2009, 19:12 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Besten Gruß die Lale.

  • paula2

    08.08.2009, 19:12 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße