Coraline - ollector's Edition (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Regan
Coraline im (Alb-)Traumland
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
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...::+*Inhaltsangabe*+::..
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Die kleine Coraline Jones zieht zusammen mit ihren Eltern in eine alte rosa Villa mitten in der Pampa. Dort ist sie aber alles andere als glücklich, da sie ihre Freunde zurücklassen musste und niemand mehr für sie Zeit hat. Ihre Eltern, die zusammen an einem Botanik-Katalog arbeiten, wollen von ihrer Tochter nicht gestört werden und hören ihr nicht zu, was alsbald dazu führt, dass sich Coraline in ihrem neuen Zuhause zu Tode langweilt. Daran ändern auch Wybie, ein Junge aus der Nachbarschaft und sein streunender Kater, die zwei fetten Theaterdamen und der exzentrische Obermieter Bobinsky, der an einem geheimen Mäusezirkus arbeitet, nichts.
Doch schon bald scheint sich für Coraline ein Traum zu erfüllen: Nachts, als sie Bobinskys Springmäusen folgt, stößt sie auf eine geheimnisvolle kleine Tür, durch die sie hindurch geht und in eine Parallelwelt ihres Zuhauses gelangt. Dort trifft sie auf ihre "anderen" Eltern, die ihr zuhören, ihr Lieblingsessen zubereiten und sich um Coraline in jeder Hinsicht bemühen. Das einzige, was Coraline vorerst beunruhigt, sind die Knöpfe, die alle Leute in dieser Spiegelwelt als Augen tragen, doch diese Zweifel sind schon bald vergessen. Von nun an erlebt Coraline jede Nacht, wenn sie sich aus dem Bett schleicht und durch die geheimnisvolle Tür geht, noch wundervollere Dinge als die Nacht zuvor. Erst, als die "andere" Mutter Coraline Knöpfe in die Augen nähen will, damit sie für immer hier bleibt und sie daraufhin zu fliehen versucht, wird für Coraline der wahr gewordene Traum zum Albtraum…
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..::+*Daten zum Film*+::..
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Originaltitel: Coraline
Regie: Henry Selick
Drehbuch: Henry Selick
Roman: Neil Gaiman
Kinostart: 13.08.2009
Verleih: Universal
Laufzeit: 101 min.
FSK: ab 6
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..::+*Kritik*+::..
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Der Regisseur Henry Selick, der auch schon bei dem berühmten Stop-Motion-Film Nightmare before Christmas mitwirkte, hat mit Coraline einen weiteren Film dieser Art geschaffen – und das nicht nur im optischen Sinne. Die Geschichte des Films basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage des berühmten Fantasy-Autors Neil Gaiman, der für seine skurrilen und zumeist düsteren Fantasy-Geschichten bekannt ist. Zusammen gemischt ergibt das eine fabelhaft düstere und bizarre Geschichte, die an Alice im Wunderland denken lässt und vor allem Fans des typischen Tim-Burton-Stils, insbesondere natürlich Nightmare before Chrsitmas, ansprechen dürfte.
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Das Mädchen Coraline fühlt sich in ihrer neuen Umgebung überhaupt nicht wohl. Ihre Eltern haben keine Zeit, die Nachbarn sind komisch und überhaupt will ihr auch gar niemand zuhören. Die Freunde sind weit weg und nach kurzer Erkundungstour durch die alte rosa Villa ist dem Mädchen schnell langweilig. So fällt es dem Zuschauer auch nicht sonderlich schwer, sich in die 11-Jährige hineinzuversetzen: Coraline ist mit ihrer Situation durch und durch unglücklich. Das ist überhaupt erst der Grund, weshalb sie die verborgene kleine Tür findet und durch sie hindurch gehen kann, welche sie in die andere Welt, die so viel bunter und schöner ist als die ihre, bringt. Dort entdeckt der Zuschauer zusammen mit Coraline einen Haufen wundersame Dinge, beispielsweise einen verzauberten Blumengarten, der des Nachts bunt leuchtet und von oben aussieht wie Coralines Kopf, einen aufregenden Mäusezirkus, bei dem es vor Zuckerwatte und Popcorn nur so wimmelt und vieles mehr. Alles, was Coraline in ihrer realen Welt stört, ist in der Parallelwelt mit ihren „anderen“ Eltern einfach viel besser. Somit ist der Fantasie bei den Dingen, die Coraline in der vermeintlichen Traumwelt zustoßen, keine Grenzen gesetzt und man erlebt als Zuschauer ein wahres Farben- und Ereignisspektakel, dass es einfach Spaß macht, zuzuschauen.
Doch schon bald kommt für Coraline die Wende – und dabei wird ihre Traumwelt zur absoluten Albtraumwelt. Die „andere“ Mutter will ihr Knöpfe in die Augen nähen, damit Coraline für immer hier bleibt und als Coraline das und die „andere“ Mutter selbst nicht mehr ganz geheuer ist, versucht sie zu fliehen. Doch ihre Flucht gestaltet sich als äußerst kompliziert, denn die „andere“ Mutter, die immer mehr ihre nette Fassade ablegt und ihr wahres Ich zeigt, ist nicht mehr bereit, Coraline gehen zu lassen. Ab da entwickelt sich die anfänglich schöne Umgebung in eine gruselige Albtraumlandschaft. Die wenigen Bewohner unterstehen alle der Macht der „anderen“ Mutter und machen Coralines Flucht umso schwerer. Ab dieser Stelle ist der Film gespickt von gruseligen Horror-Elementen, welche absolut typisch für klassische Albträume sind.
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Überhaupt erinnert Coralines Aufenthalt immer an einen Traum. Ob nun zu Anfang, wo alles noch schön und toll ist oder auch zum Ende hin, wo sich die Parallelwelt zur Albtraumwelt umwandelt. Auch die Tatsache, dass Coraline die geheime Tür nur nachts öffnen kann und sie sich, sobald sie in der Parallelwelt schlafen geht und wieder aufwacht, wieder in der richtigen Welt befindet, deutet darauf hin, dass alles, was Coraline in der anderen Welt erlebt, vielleicht doch nur ein Traum ist. Letztendlich lässt sich die Frage, ob Coraline nur träumt und ihre kindliche Fantasie mit ihr durchgeht oder ob all das real ist, aber nicht ganz eindeutig beantworten. Was das angeht, erinnert Coraline ebenfalls stark an Alice im Wunderland oder auch Filme wie Pans Labyrinth, in denen diese Frage auch nicht mit Sicherheit beantwortet werden kann. An dieser Stelle bleibt es also dem Zuschauer überlassen, ob Coralines Erlebnisse real waren oder letztendlich doch nur ein guter bzw. böser Traum.
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Der Zuschauer begleitet Coraline beim Erwachsenwerden und hat gleichzeitig eine ganz klare Botschaft: die Liebe, welche die Eltern für ihre Kinder empfinden, misst sich nicht daran, wie viel Zeit die Eltern für ihre Kinder haben, ob sie regelmäßig deren Lieblingsessen zubereiten oder ob sie ihnen alles kaufen, was sie haben wollen. Durch den Höllentrip, den Coraline zum Schluss erleben muss und dabei beinahe ihre richtigen Eltern verliert, lernt sie, diese Tatsache zu erkennen und wird durch diese Tatsache erwachsener. Es kann eben nicht immer alles so laufen, wie man es gerne hätte, sondern man muss lernen, sich auch mit dem zufrieden geben zu können, was man bereits hat.
Zudem lernen aber auch die Eltern, die zuvor zu beschäftigt mit ihrer Arbeit waren, um ihrer Tochter zuzuhören und sich mit ihren Problemen zu beschäftigen, dass sie, vor allem in der Anfangsphase des Umzugs, sich doch noch ein bisschen mehr um ihre Tochter kümmern müssen.
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Die Musik, die ein Mann namens Bruno Coulais für den Film gemacht hat, hätte man eigentlich nicht passender machen können. Auch diese erinnert im ersten Moment an eine typisch gruselig verrückte Musik alla Nightmare before Christmas, doch letztendlich ist der Soundtrack von Coraline ganz anders. Die Musik passt immer sehr gut zur Stimmung des Films, so ist die Musik anfangs zum Beispiel recht trist und melancholisch, passend zu Coralines schlechter Laune, im Mittelteil des Films wird die Musik dagegen sehr fröhlich, verspielt und verrückt und zum Schluss, als Coraline sich in Gefahr befindet, wird die Musik schneller, bedrohlicher und gruseliger. Ein melancholisches Lied, das gleich am Anfang schon gespielt wird, zieht sich dabei durch den ganzen Film und wird zu einem richtigen Ohrwurm. Die Musik hat mir so gefallen, dass ich mir erst heute den Soundtrack dazu gekauft habe.
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Wie schon zuvor bei Nightmare before Christmas, greift Henry Selick auch bei seinem neusten Werk Coraline auf die Stop-Motion-Technik zurück, die aber im Gegensatz zu erst Genanntem wesentlich ausgereifter und fließender wirkt. Der Film wurde sehr liebevoll und aufwändig gestaltet, wobei wirklich nur noch selten der Computer mit seinen Effekten zu Einsatz kam. Die Bewegungen wirken nicht mehr so abgehackt, sondern sehr fließend, aber dennoch kommt die zur Geschichte passende Atmosphäre auf, welche durch die Stop-Motion-Technik hervorgerufen wird. Der Film erstrahlt dabei in allerlei bunten Farben, die aber allesamt recht dunkel gehalten sind und somit eine andauernde düstere Atmosphäre erzeugen, die perfekt zu solch einer bizarr-düsteren Geschichte wie Coraline passt.
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Obwohl Coraline schon ab 6 Jahren freigegeben ist, handelt es sich hierbei keinesfalls um einen reinen Kinderfilm. Es gibt in Coraline sogar einige Stellen, die für Kinder in diesem Alter möglicherweise etwas zu gruselig sind. Vor allem die Schlussszenen, in denen Coraline gegen ihre „andere“ Mutter kämpfen muss, sind recht gruselig und für Kinder in dem Alter teilweise nicht unbedingt geeignet.
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..::+*Fazit*+::..
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Coraline ist somit ein absolut gelungenes Fantasyspektakel, welches gut mit dem bekannten Meisterwerk Nightmare before Christmas mithalten kann. Die Geschichte erinnert ab und zu ein wenig an Alice im Wunderland und wurde durch die Stop-Motion-Technik liebevoll zum Leben erweckt. Für Fans des Skurrilen und des Tim-Burton-Stils ein absolutes Muss! Ich vergebe glatte 10 von 10 Punkten und eine klare Empfehlung!
35 Bewertungen, 11 Kommentare
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30.08.2009, 17:37 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich;O) Lieben Gruß Sabrina
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30.08.2009, 11:43 Uhr von tk7722
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr interessanter Bericht, liebe Grüße
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30.08.2009, 02:02 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir ein schönes wochenende lg. petra
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29.08.2009, 23:07 Uhr von Kleinnightwish
Bewertung: sehr hilfreichganz viele liebe grüße von der angi ;)
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29.08.2009, 22:49 Uhr von hanen11
Bewertung: besonders wertvollSehr guter Bericht. LG
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29.08.2009, 22:01 Uhr von rainbow90
Bewertung: sehr hilfreichEin klasse Bericht. LG
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29.08.2009, 21:52 Uhr von sunrise67
Bewertung: sehr hilfreichWünsche einen schönen Abend! LG
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29.08.2009, 21:26 Uhr von try_or_die87
Bewertung: besonders wertvollUnd schon wieder ein BW für Dich :D Gruß
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29.08.2009, 21:20 Uhr von laeuft
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter bericht, lg
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29.08.2009, 21:08 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSpitzen Bericht..Lg Sigi
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29.08.2009, 20:55 Uhr von werder
Bewertung: sehr hilfreichToller, sehr hilfreicher Bericht! LG aus Hannover! P.S. Gegenlesung finde ich immer klasse!
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