Borderlands (PS3 Spiel) Testbericht

Borderlands-ps3-spiel
ab 21,95
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von 0685Wakka

Borderlands - Game of the Year Edition Review

4
  • Grafik:  durchschnittlich
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut
  • Altersbeschränkung:  ab 12 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Einsteiger

Pro:

Viele verschiedene Waffen Gelungener Genremix

Kontra:

Gewöhnungsbedürftige Grafik

Empfehlung:

Ja

Man spricht umgangssprachlich zwar immer vom sogenannten Altbewährtem, doch in der Welt der Videospiele trifft dieses Wort eher auf taube Ohren. Innovationen, neue Features, bessere Grafik, immer weiter, immer höher soll es das Spiel bringen. Genau aus diesem Grund besteht Borderlands aus zwei komplett verschiedenen Genres, auf die ich später noch eingehen werde.

Sagt mir wer ihr seid?

Borderlands verschlägt euch zu Beginn des Spiels auf den warmen Wüstenplaneten Pandora. Dort begebt ihr euch umgehend auf die Suche nach der geheimen Kammer. Diese soll nämlich unmessbares Wissen und nie endenden Reichtum beherbergen. Doch bevor ihr euch ins Getümmel stürzt müsst ihr Rollenspieltypisch eure Klasse wählen, euer sogenanntes Alter Ego. Zur Auswahl stehen 4 Klassen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Soldat, Jäger, Berserker und Sirene.

Leider könnt ihr nur die Farbe der Kleidung bestimmen, nicht aber Haare, Gesicht, Größe und andere Aspekte. Dort macht sich eben bemerkbar, dass es sich nicht um ein reines Rollenspiel handelt. Dafür schaut die Geschichte im Kampfsystem wieder ganz anders aus. Zwar müsst ihr in der Egoperspektive eure Gegner mit Blei vollpumpen doch bei jedem Treffer blinken Schadenspunkte auf. Dieses Feature sollten den meisten Spielern aus Spielen wie der Final Fantasy Reihe bekannt sein.

Schon mal einen Marathon mitgelaufen?

Leider konnte auch der Genremix nicht die erwartete Abwechslung in das Spiel integrieren. Ähnlich wie bei Fallout müsst ihr über ewig lange Distanzen von Auftraggeber zu Monster und zurück laufen. Da die Aufträge sich meist auf das Eleminieren oder zumindest Dinge die darauf basieren beschränken, geht nach wenigen Stunden die Anfangsbegeisterung flöten.

Einzig die großen Endgegner bringen Abwechslung in den trüben Questalltag. Diese können nämlich nur mit einer bestimmten Taktik besiegt werden. Genau diese Kämpfe schrauben auch den Schwierigkeitsgrad um einige Stufen nach oben, was in diesem Beispiel eindeutig eine schöne Sache ist, wer möchte schon einfach durch das gesamte Spiel durchlaufen?!

Meist müsst ihr also vor den Endgegnern in die vorherigen Gebiete zurücklaufen und laufen und laufen und am besten alles umlegen was euch über den Weg kommt. So bekommt ihr mehr Erfahrungspunkte, steigt im Level und könnt eure Fähigkeiten ausbauen.

Wer braucht schon World of Warcraft

Genau wie in jedem anderen Rollenspiel gibt es auch in Borderlands ein aufwendiges Levelsystem. Für jeden erlegten Gegner beziehungsweise Auftrag bekommt ihr Erfahrungspunkte die euch im Level steigen lassen. Zusätzlich gibt es die sogenannten Fertigkeitspunkte, die lassen sich wie der Name schon verrät in Fertigkeiten investieren. Je mehr Punkte ihr in eine Fertigkeit pumpt, desto stärker wird sie werden. Diese Fähigkeiten variieren natürlich von Klasse zu Klassen, doch jeder hat insgesamt 18 Stück zur Auswahl. Also im Großen und Ganzen kann man sagen wie World of Warcraft nur Actionreicher.

Fahrzeuge gibt es in World of Warcraft zwar nicht, aber dafür in Borderlands. Zwar spielen diese eine unwichtige Rolle, machen aber Spaß und bringen Abwechslung. Leider verlieren diese extrem an Bedeutung, da man sich über das moderne Transpondersystem quer durch die ganze Welt teleportieren lassen kann.

Zeig mir deine Waffe und ich sage dir was für ein Mensch du bist

Dies dürfte sich in Borderlands als etwas schwierig erweisen. Den im gesamten Spiel gibt es unglaubliche 3.166.880 also über drei Millionen verschiedene Waffen. Diese lassen sich in die Allgemeinen Gruppen: Maschinengewehre, Pistolen, Scharfschützengewehre, Granaten und vielen mehr einteilen. Zwar kann man mit jeder Klasse auch jede Waffe tragen, dich sind bestimmte Kaliber auch an bestimmte Klassen gebunden, so erhaltet ihr zum Beispiel als Jäger einen saftigen Schadensbonus auf alle Scharfschützengewehre. Ähnlich wie bei eurem Charakter selbst, haben auch die Waffen ein Levelsystem. Sprich je mehr Gegner ihr damit erledigt, desto besser wird die jeweilige Waffe.

Brauchst du Hilfe? Nein danke!

Leider geht die Schwierigkeit im Spiel etwas durch das Spawnsystem verloren. Im Klartext heißt das, man kann nicht sterben. Sollte man einmal die Gegner Massen überschätzt haben hat man die Möglichkeit im Last Stand Modus (kennen wir den nicht aus Call of Duty?) noch einen Gegner zu erledigen und somit wieder auf die Beine zu kommen. Sollte selbst dies nicht klappen, gibt es keinen Grund zur Panik. Ihr erscheint einfach neu auf der Welt, so einfach ist das. Zwar werden die Munitionsvorräte nicht aufgefüllt und die Gegner bekommen ihre Energie zurück, doch wirklich bestraft wird der Tod leider nicht.

High End Grafik, wer braucht die schon

Diese Frage sollten sich langsam alle HD Besitzer unter euch stellen, immer und immer mehr Spiele kommen im sogenannten Cel-Shading-Look daher. Hinter dem futuristischen Namen steckt eine ganz einfache Übersetzung: Comic. Meiner Meinung nach kann man ja in vielen Spielen Zeichenfiguren über den Bildschirm laufen lassen, aber auf keinen Fall in einem Shooter. Mir fehlt irgendwie der Bezug wenn ich eine Zeichentrickfigur umlege. Doch an der Grafik selbst kann man nicht viel meckern. Die Cel-Shading Grafik ist eben so gut wie man sie machen kann, nur ob es passt muss jeder selbst entscheiden. Zu guter Letzt rate ich euch noch zur englischen Tonspur zu greifen, da hier manche Witze erst richtig rüber kommen und so der Bezug zu den Charakteren einfach besser hergestellt werden kann.

Fazit

Borderlands ist es gelungen die Merkmale von Rollen- und Egoshooterspielen zu verbinden. Das Levelsystem und die über 3 Millionen verschiedene Waffen bringt Langzeitspielspaß und weckt den Sammler in uns. Doch die ungünstig gewählte Comicgrafik und trübe Einöde des Gameplays sind eindeutig als negative Punkte anzuführen. Wer jedoch auf Spiele wie Fallout steht, macht hier bei einem Griff in das Videospieleregal des Vertrauens nichts falsch.

22 Bewertungen, 4 Kommentare

  • titus01

    18.05.2012, 11:52 Uhr von titus01
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG und über Gegenlesungen freue ich mich immer...

  • katjafranke

    03.05.2012, 00:57 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele liebe Grüße. KATJA

  • Miraculix1967

    03.05.2012, 00:36 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Alles neu macht der Mai! Schönen Mittwochabend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • Lale

    02.05.2012, 16:50 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*