Ein Schatz zum Verlieben (Blu-ray) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 01/2010
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Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Gesucht und leider nicht gefunden
Pro:
Ein leidlich netter Film ...
Kontra:
... auf einer reichlich unspektakulären Blu-ray Disc.
Empfehlung:
Ja
Tess (Kate Hudson) und ihr zukünftiger Ex Finn (Matthew McConnaughey) sind wie Katz und Maus: Ihre Scheidung ist zwar schon fast vollzogen, aber wirklich wohl bei dem Gedanken daran, den anderen zu verlassen, ist keinem der beiden. Da kommt ein spektakulärer Unterwasserfund gerade richtig: Der Scherben, den Finn findet, weist angeblich den Weg zu einem sagenhaften Goldschatz.
Tess und Finn raufen sich zur gemeinsamen Schatzsuche wieder zusammen. Mit im Boot sitzen außerdem ein betagter Millionär (Donald Sutherland) und seine reichlich blöde Tochter (Alexis Dziena) sowie Finns ukrainischer Kompagnon (Ewen Bremner), und einen Gegenspieler gibt’s natürlich auch: Mit mehr als 60.000 Dollar steht Finn bei Gangster Bigg Bunny (Kevin Hart) in der Kreide, und nun erhebt der Ansprüche auf den Schatz. Zu allem Überdruss hat sich Bunny auch noch der Hilfe von Moe Fitch (Ray Winstone) versichert. Nachdem Finn und sein ehemaliger Freund und Mentor einander im Zank den Rücken gekehrt haben, treten die beiden Erzrivalen jetzt in der Hatz um den Schatz gegeneinander an.
Leider verschießt Andy Tennants („Hitch – Der Date Doktor“) Komödie aus dem Jahre 2007 einen Großteil ihres Pulvers schon während des Vorspanns: Der Auftakt, der den Zuschauer Zeuge einer Verkettung höchst unglücklicher Zufälle werden lässt, in deren Folge Finns Boot sinkt, ist wirklich gelungen, zumal der Kahn just dann auf den Meeresgrund sinkt, als Finn und Kumpel Alfonz diesen nach wertvollen Überresten einer gesunkenen spanischen Galeone absuchen. Als die beiden auftauchen, ist das Erstaunen natürlich groß. Leider geht dem 112 Minuten langen Film danach merklich die Luft aus, und daran kann auch die wacker gegen ein Drehbuch mit deutlichen Längen anspielende illustre Darsteller-Riege wenig ausrichten.
Vor allem aber krankt „Fool’s Gold“ Originaltitel) an der Unentschlossenheit, mit welcher der von der FSK ab 12 Jahren freigegebene Film zwischen romantischer Komödie und Thriller schwankt. Für einen unbeschwerten Filmspaß fließt etwas zuviel Blut und werden entschieden zu viele Leute ins Jenseits befördert; für einen ernstgemeinten Thriller à la „Die Tiefe“ ist der Grundtenor dann wiederum viel zu heiter. Als sei das nicht genug, befrachtet das Drehbuch den Streifen dann noch mit einem weiteren Erzählstrang: Die halbgare Vater-Tochter-Beziehungskittungs-Story zwischen Millionär Nigel Honeycutt und Töchterchen Gemma hätte sich der Film sparen können. Können? Nein, ich korrigiere: müssen! Anders gesagt: Die Suche nach einem roten Erzählfaden, auf die der Film seine Zuschauer knapp zwei Stunden lang mitnimmt, verläuft leider im hellen Strandsand der Bahamas. Kenner der Disney-Zeichentrickfilme werden zudem das etwas einfallslose Finale monieren, das allzu sehr an Disneys Streich aus dem Jahr 1977 erinnert (um einen dicken fetten Spaßverderb zu verhindern, nenne ich den Titel bewusst nicht – Neugierige dürfen Google bemühen und werden sicher schnell und problemlos fündig).
Überhaupt hat mich „Ein Schatz zum Verlieben“ in seiner seichten Harmlosigkeit an die Disney-Familienkomödien aus den 60er und 70er Jahren erinnert – um das Ensemble der Disney-Realfilme aus dieser Zeit zu komplettieren, fehlt „Ein Schatz zum Verlieben“) im Grunde nur noch ein Kind oder zwei (gern auch ein Waisenkind, das qua Schatzsuche nicht nur zu Wohlstand gelangt, sondern außerdem eine neue Familie findet).
Die Blu-ray Disc, immerhin, bietet beste Werte in punkto Bild und gute Werte in Sachen Ton. Wer sich nicht daran stört, dass der Film über seine gesamte Laufzeit stets etwas hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, darf sich von „Ein Schatz zum Verlieben“ knapp zwei Stunden lang in südliche Gefilde entführen lassen. Frauenschwarm Matthew McConnaughey bietet die vornehmlich auf und unter karibischen Wassern angesiedelte Story ausreichend Gelegenheit dazu, die gestählte Bauchmuskulatur zu präsentieren, die sympathische Kate Hudson hingegen beweist, dass Hollywood auch im neuen Jahrtausend durchaus noch Rollen an Frauen vergibt, die nichts von plastischer Chirurgie halten (vielleicht dient ihr Mama Goldie Hawn Kate als abschreckendes Beispiel?)
Das Bonusmaterial ist ebenso überschaubar wie entbehrlich: Außer einer zwei Minuten langen Aneinanderreihung verpatzter Szenen bietet die Disc ein belangloses, vierminütiges Filmchen, das die Hauptdarsteller in den Mittelpunkt rückt – das war’s dann auch schon; bekennende Bonusmaterialisten gehen also ziemlich leer aus.
R e s ü m e e
Harmlose Unterhaltung, die leider über 112 Minuten Laufzeit nie ganz ihr Genre findet: Für eine Komödie fließt zuviel Blut, für einen Thriller ist der Film nicht spannend genug. Die Blu-ray Disc bringt die Südsee-Kulisse, in der die Handlung spielt, schön zur Geltung; der Ton überzeugt auch, birgt aber, wie das Bild, keine wirklichen Überraschungen. Das Bonusmaterial ist, streng genommen, nicht einmal erwähnenswert.
Tess und Finn raufen sich zur gemeinsamen Schatzsuche wieder zusammen. Mit im Boot sitzen außerdem ein betagter Millionär (Donald Sutherland) und seine reichlich blöde Tochter (Alexis Dziena) sowie Finns ukrainischer Kompagnon (Ewen Bremner), und einen Gegenspieler gibt’s natürlich auch: Mit mehr als 60.000 Dollar steht Finn bei Gangster Bigg Bunny (Kevin Hart) in der Kreide, und nun erhebt der Ansprüche auf den Schatz. Zu allem Überdruss hat sich Bunny auch noch der Hilfe von Moe Fitch (Ray Winstone) versichert. Nachdem Finn und sein ehemaliger Freund und Mentor einander im Zank den Rücken gekehrt haben, treten die beiden Erzrivalen jetzt in der Hatz um den Schatz gegeneinander an.
Leider verschießt Andy Tennants („Hitch – Der Date Doktor“) Komödie aus dem Jahre 2007 einen Großteil ihres Pulvers schon während des Vorspanns: Der Auftakt, der den Zuschauer Zeuge einer Verkettung höchst unglücklicher Zufälle werden lässt, in deren Folge Finns Boot sinkt, ist wirklich gelungen, zumal der Kahn just dann auf den Meeresgrund sinkt, als Finn und Kumpel Alfonz diesen nach wertvollen Überresten einer gesunkenen spanischen Galeone absuchen. Als die beiden auftauchen, ist das Erstaunen natürlich groß. Leider geht dem 112 Minuten langen Film danach merklich die Luft aus, und daran kann auch die wacker gegen ein Drehbuch mit deutlichen Längen anspielende illustre Darsteller-Riege wenig ausrichten.
Vor allem aber krankt „Fool’s Gold“ Originaltitel) an der Unentschlossenheit, mit welcher der von der FSK ab 12 Jahren freigegebene Film zwischen romantischer Komödie und Thriller schwankt. Für einen unbeschwerten Filmspaß fließt etwas zuviel Blut und werden entschieden zu viele Leute ins Jenseits befördert; für einen ernstgemeinten Thriller à la „Die Tiefe“ ist der Grundtenor dann wiederum viel zu heiter. Als sei das nicht genug, befrachtet das Drehbuch den Streifen dann noch mit einem weiteren Erzählstrang: Die halbgare Vater-Tochter-Beziehungskittungs-Story zwischen Millionär Nigel Honeycutt und Töchterchen Gemma hätte sich der Film sparen können. Können? Nein, ich korrigiere: müssen! Anders gesagt: Die Suche nach einem roten Erzählfaden, auf die der Film seine Zuschauer knapp zwei Stunden lang mitnimmt, verläuft leider im hellen Strandsand der Bahamas. Kenner der Disney-Zeichentrickfilme werden zudem das etwas einfallslose Finale monieren, das allzu sehr an Disneys Streich aus dem Jahr 1977 erinnert (um einen dicken fetten Spaßverderb zu verhindern, nenne ich den Titel bewusst nicht – Neugierige dürfen Google bemühen und werden sicher schnell und problemlos fündig).
Überhaupt hat mich „Ein Schatz zum Verlieben“ in seiner seichten Harmlosigkeit an die Disney-Familienkomödien aus den 60er und 70er Jahren erinnert – um das Ensemble der Disney-Realfilme aus dieser Zeit zu komplettieren, fehlt „Ein Schatz zum Verlieben“) im Grunde nur noch ein Kind oder zwei (gern auch ein Waisenkind, das qua Schatzsuche nicht nur zu Wohlstand gelangt, sondern außerdem eine neue Familie findet).
Die Blu-ray Disc, immerhin, bietet beste Werte in punkto Bild und gute Werte in Sachen Ton. Wer sich nicht daran stört, dass der Film über seine gesamte Laufzeit stets etwas hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, darf sich von „Ein Schatz zum Verlieben“ knapp zwei Stunden lang in südliche Gefilde entführen lassen. Frauenschwarm Matthew McConnaughey bietet die vornehmlich auf und unter karibischen Wassern angesiedelte Story ausreichend Gelegenheit dazu, die gestählte Bauchmuskulatur zu präsentieren, die sympathische Kate Hudson hingegen beweist, dass Hollywood auch im neuen Jahrtausend durchaus noch Rollen an Frauen vergibt, die nichts von plastischer Chirurgie halten (vielleicht dient ihr Mama Goldie Hawn Kate als abschreckendes Beispiel?)
Das Bonusmaterial ist ebenso überschaubar wie entbehrlich: Außer einer zwei Minuten langen Aneinanderreihung verpatzter Szenen bietet die Disc ein belangloses, vierminütiges Filmchen, das die Hauptdarsteller in den Mittelpunkt rückt – das war’s dann auch schon; bekennende Bonusmaterialisten gehen also ziemlich leer aus.
R e s ü m e e
Harmlose Unterhaltung, die leider über 112 Minuten Laufzeit nie ganz ihr Genre findet: Für eine Komödie fließt zuviel Blut, für einen Thriller ist der Film nicht spannend genug. Die Blu-ray Disc bringt die Südsee-Kulisse, in der die Handlung spielt, schön zur Geltung; der Ton überzeugt auch, birgt aber, wie das Bild, keine wirklichen Überraschungen. Das Bonusmaterial ist, streng genommen, nicht einmal erwähnenswert.
31 Bewertungen, 4 Kommentare
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29.03.2010, 16:39 Uhr von struppitoeter
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich! Sehr schön!
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12.01.2010, 17:57 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett
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06.01.2010, 21:23 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gutg eschrieben
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06.01.2010, 20:00 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
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