Dante's Inferno (PS3 Spiel) Testbericht
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- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von GameFreakSeba
Willkommen in der Hölle !!!
Pro:
Hölle gut in Szene gesetzt, tolle Oberbosse, genialer Soundtrack, gelungene deutsche Synchronisation, sehr gute Steuerung, Upgrades und Fähigkeiten motivieren ungemein, einige Rätsel, geniale Atmosphäre, keine entstehende Langeweile
Kontra:
Kamera lässt sich nicht manuell justieren, langweiliger Protagonist, Kletterpassagen bremsen den Spielfluss, etwas knapper Umfang (6-8 Spielstunden), irgendwie meint man alles irgendwo gesehen zu haben
Empfehlung:
Ja
Apropos Vorsätze. Wie schon erwähnt hat sich Dante fast schon selbst in die Scheiße geritten. Kurz bevor er auf einen Kreuzzug muss, bat er seine Geliebte, seine Frau zu werden und schwor ihr, dass er jeder Fleischeslust ausweicht, bis er wieder bei ihr Zuhause ist. Doch wenn man sich in Kopf gesetzt hat, auf etwas zu verzichten, so wird man gerade dann unnötig oft damit konfrontiert. Das hat wohl jeder mindestens einmal in seinem Leben erlebt. Doch anstatt standhaft zu bleiben, begeht Dante einen großen Fehler. Nun wartet das weibliche und vor allem vor Lust getriebene Geschlecht überall auf ihn und will in verführen und leider wird Dante schwach und sein Vorsatz ist dahin. Aber nicht nur dadurch ist Dantes Platz in der Hölle gesichert. Er hat in seinem Leben, jede nur so denkbare Todsünde begangen und wird schließlich auf dem Kreuzzug umgebracht. Nun kann er seinen Platz in der Hölle einnehmen. Doch er ist nicht allein. Er hat seine unschuldige Geliebte Beatrice mit in den heißen Abgrund gezogen und ist sich nun selbst überlassen. Aber Dante erkennt schließlich den Fehler den er begangen hat und krallt sich kurzer Hand die Sense vom Tod, indem er ihn "umbringt". Nun beginnt Dantes Suche nach Beatrice und er hat nur ein Ziel: Er will sein Geliebte aus den Händen Luzifers befreien und sie anschließend erlösen.
Seid ihr nun in die Haut von Dante Alighieri geschlüpft, kann das Spiel los gehen. Zu Beginn des Spiels werdet ihr euch in der Vorhölle befinden. Hier werdet ihr auf Seelen treffen, die ihr gesamtes Leben verplempert haben und keinen Ruhm und Schmach geerntet haben. In der Vorhölle lernt ihr Vergil kennen. Er ist ein Dichter und wird euch auf dem Weg durch die Hölle begleiten. Als Wegweiser steht er euch in jedem Kapitel zu Verfügung und hilft euch, euch in der unterschiedlichen Kreisen der Finsternis zurecht zu finden. Ihr habt auch hier die direkt die Möglichkeit eure schwer ergatterte Waffe gleich mal auszuprobieren. Es warten nämlich die ersten Gegner auf euch. Nun könnt ihr sie mit dem beiden Angriffs-Tasten attackieren und mit dem rechten Analogstick den Angriffen gegen euch ausweichen oder es gibt natürlich auch eine andere Möglichkeiten, euren Gegnern an den Kragen zu gehen. Ihr schnappt euch so schnell wie möglich einen der Gegner, die euch das "Leben" schwer machen wollen und könnt nun selbst entscheiden, ob ihr die Seele erlösen oder bestrafen wollt. Das heißt im Klartext: Habt ihr nun einen Feind, egal wie groß er ist, in die Knie gezwungen liegt es an euch, was ihr anschließend mit ihm macht. Somit könnt ihr eure Feinde immer erlösen oder für die begangene Sünde bestrafen, denn Schlagen soll man nicht... Je nach dem für was ihr euch jetzt entscheidet, werden euch Punkte gegeben, die entweder auf eurer Bösen oder eurer Guten Seite dazu gerechnet werden. Mit diesen Punkten könnt ihr auch, ähnlich wie in einem Rollenspiel, verbessern und neue Fähigkeiten dazulernen. Grundvoraussetzung dafür ist, dass ihr immer schön die Sichel auflevelt, sonst habt ihr im Spielverlauf keine Chance gegen eure Feinde. Aber ob ihr eure Sense zum einer bösartigen Waffe ausbaut oder sie zu einem himmlischen Geschenk umwandelt, liegt ganz alleine bei euch. Die Sense werdet ihr nicht nur als tödliche und erlösende Waffe benutzten, sondern sie hat auch noch gewisse andere Einsatzgebiete. Ähnlich wie in diversen anderen Spieltiteln, kommt es vor, dass in manchen Abschnitten in höheren Ebenen oder an Wänden, bestimmte Markierungen zu sehen sein, die auch sofort ins Auge fallen werden. Hier kommt eure Sense wieder in Einsatz. Somit drückt ihr die RB-Taste und ihr könnt euch mit Hilfe des tödlichen Schweizer Taschenmessers an diesen Markierungen einhaken. Dadurch das der Griff der Sense sehr dehnbar ist, besteht die Möglichkeit, dass ihr mit ihr über Abgründe schwingen könnt. Doch nicht nur dieses Werkzeug befindet sich in Dantes Gepäck. Er hat auch ein Kreuz dabei, ja genau, ein Kreuz in der Hölle. Mit diesem Schmuckstück kann Dante weit entfernte Gegner mit grell leuchtenden Kreuzen abschießen ohne, dass er sich deren nähern muss. Dies hilft vor allem bei fliegendes Gegnern, die sonst schwer zu erreichen sind. Die Spieler, die die Sense und das Kreuz mit etwas Taktgefühl anwenden, können ihren Combo-Zähler in eine dreistellige Höhe treiben.
In der gesamten Hölle werdet ihr auf viele verschiedene und vor allem abwechslungsreiche Gegner treffen. Diese sind wirklich sehr kreativ und vor allem mit viel Fantasie gestaltet worden. Jeder Gegner hat ein eigenes Angriffsmuster und dieses heißt erst einmal herausgefunden zu werden. Jeder Höllenabschnitt hat unter anderem auch einen eigenen Namen, der vor allem auf die pure Sünde zurück zuführen ist. Bestes Beispiel hierfür ist der Abschnitt namens Lust. Hier trefft ihr auf Frauen. Sie sind nur spärlich bekleidet, haben eine große Oberweite und ihnen wachsen Tentakeln aus dem Intimbereich. Sie stellen die pure Verführung dar. Immer wieder werden sie euch mit Gift besprühen, um euch willenlos zu machen, damit sie euch ins Jenseits schicken können.
Im Höllenkreis mit dem Namen Limbus hingegen, werdet ihr auf eine ganz andere und vor allem geschmacklose Art schockiert. Im Limbus warten somit zahlreiche ungetaufte Babys auf euch, die sehr gefährlich sind, denn sie haben ihre Kirchensteuer nicht bezahlt, nein kleiner Scherz. Sie sind anstatt mit Händen, mit langen und scharfen Sicheln bestückt, die sie auch einzusetzen wissen.
Doch nicht nur menschliche Wesen warten auf euch, im Level "Maßlosigkeit" erwarten euch ekelerregende Würmer, die schon fast wie eine Kreuzung aus mutierten Regenwürmern und den Sandwürmern aus dem Film Beetle Juice, wirken. Aber auch angeschwollene und aufgequillte Schwabel-Wesen warten hier auf euch. Diese heißen übrigens Obesitas. Aber das waren noch lange nicht alle.
Auch wenn sich eure Feinde zu wehren wissen und sie nicht freiwillig das Feld räumen, haben sie alle etwas gemeinsam. Alle Gegner-Typen haben ihr eigene Schwachstelle, die ihr auf jeden Fall heraus finden solltet. Irgendwann im Spielverlauf werden euch Feuerdämonen über den Weg laufen, diese sind ziemliche Fieslinge. Denn sie laufen wie wild auf euch los, um dann neben euch zu explodieren. Zudem muss man wirklich erst einmal dahinter kommen, wie man diese am besten besiegt, denn wenn ihr mit der Sichel auf sie losgeht, interessiert sie das eher sehr wenig, denn ihr bekommt sie nicht zu schnappen. Deshalb heißt es, erst ein Kreuz zu ihnen auf den Weg schicken, damit sie sich nicht mehr entflammen können und anschließen mit euren Schweizer Taschenmesser auf sie los gehen, denn nun können sie sich nicht mehr auflösen.
Diese Feuerdämonen sind aber eher der Standard-Gegner in Dante´s Inferno. Hin und Wieder werdet ihr in einzelnen Abschnitten mit etwas größerem Kaliber konfrontiert. Ihr stoßt auf Dämonen, der etwas anderen Art, als die, die ich schon erwähnt habe. Die großen Brocken erinnern, eher, durch ihr polierte Rüstung an Titel wie Herr der Ringe und seine Orks. Diese können mächtig viel einstecken und wissen auch auszuteilen. Doch sobald ihr sie in die Knie gezwungen habt, besteht die Möglichkeit, sie durch ein Quick-Time-Events zu erledigen. Somit könnt ihr sie dann in der Luft zerreißen oder ihnen den Kopf abschlagen.
Die Endgegner, die ihr in jedem Kapitel treffen werdet, sind sehr nützlich. Denn sie hinterlassen euch teilweise, magische Kräfte beziehungsweise Zaubersprüche, welche ihr im Kampf problemlos anwenden könnt und ihr dadurch an Kraft gewinnt. Somit könnt ihr beispielsweise einen Lust-Sturm anwenden, dieser schleudert teilweise eure Gegner bei Seite, indem er wie ein lila-farbener Wirbelsturm um euch herum weht. Aber auch ein Eisangriff kann ziemlich nützlich sein, denn er lässt viele Eiszapfen aus dem Boden wachsen.
Habt ihr einen Gegner getötet, erhaltet ihr eine bestimmte Anzahl an Seelen. Je mehr Gegner, desto mehr Seelen. Denn die Seelen sind sehr wichtig für euch. Diese könnt ihr nämlich in neue Fähigkeiten und Angriffe eintauschen. Dies erleichtert euch schließlich die Kämpfe, in denen ihr es mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnehmen müsst. So könnt ihr im Kampf Spezialmanöver anwenden oder ihr vergrößert eure Reichweite mit der Sense und dazu könnt ihr, wie es sich gehört, den Lebensenergiebalken von Dante vergrößern. Je nach dem wie ihr eure Gegner erledigt, habt ihr verschiedene Verbesserungen, die ihr freischalten könnt. Entscheidend ist hier eure Wahl zwischen Bestrafen oder Erlösen der Seelen. Somit sammelt ihr immer wieder Unholy- (Unheilige) Punkte oder Holy-(Heilige) Punkte. Somit stehen euch immer wieder andere Möglichkeiten die Seelen einzulösen, zur Auswahl. Zudem könnt ihr Dantes Entwicklung in der Hölle verbessern, indem ihr die verschiedenen Artefakte, die überall versteckt sind, einsammelt. Die Anzahl 33, so viele gibt es von diesen Reliquien, ist auf die 33 Gesänge des Comic-Grundsteins zurück zuführen. Sobald ihr eines der Artefakte aktiviert, erhält euer Protagonist mehr Seelen, wenn er in den Kämpfen einen Gegner tötet.
Aber nicht nur das wird ermöglicht, Dante kann sich dann auch in Kämpfen automatisch wehren, das heißt, dass er Angriffe blockt und dann kontert. Diese beiden Beispiele, sind natürlich sehr nützlich für Dantes Weg durch die heiße Hölle.
Der Schwerpunkt in Dante´s Inferno wurde vor allem auf die Auseinandersetzungen mit dem einzelnen Gegnern gesetzt. Das ist in der Hölle im Großen und Ganzen eure Hauptaufgabe. Dennoch habt ihr euch abseits des Weges Aufgaben zu erledigen. Vielen wird schon aufgefallen sein, dass das Spiel sehr an einen anderen Antiheld erinnern, der sich gegen Götter durchsetzen muss. Aber auch wie in God of War, muss sich Dante in seiner Kletterkunst unter Beweis stellen. So müsst ihr nicht gerade selten, hoher Felswände hinunter oder hinauf klettern, die nebenbei erwähnt aus verlorenen Seelen bestehen. Aber auch müsst ihr euch mit Hilfe des Sense über tiefe Abgründe schwingen oder müsst ab und an riesige Geschöpfe reiten, wie zum Beispiel ein Feuerdämon. Diese können für euch riesige und schwere Tore öffnen und einen längeren Weg zurück legen.
Doch nicht nur gut inszenierte Klettereinlagen warten auf euch. Ihr müsst auch viel Köpfchen und logischen Denkvermögen an den Tag bringen um die vielen Rätsel in Dante´s Inferno lösen zu können. Hier reicht die Messlatte von einfach bis sehr knifflig. Somit kommen Rätsel vor, in denen ihr verschieden Kisten auf bestimmte Punkte stellen müsst, damit sich eine Tür öffnet. Das ist noch einfach. Aber auch härtere Nüsse müssen geknackt werden. So verändert sich in einem gewissen Abschnitt urplötzlich die Kameraführung und ihr befindet euch in einem Raum, in dem alle physikalischen Gesetze aus Kraft getreten sind. Somit ist viel Logischen Denken und vor allem "Um-die-Ecke-Denken" angesagt, damit ihr auf eine bestimmte Plattform gelangt und sich die Kameraführung sich wieder normalisiert.
Aber das ist noch längst nicht alles, was auf auch zu kommt. Auch eure Fingerfertigkeit ist hier gefragt. Denn ab und an, müsst ihr bestimmte Aufgaben erfüllen, die euch am weiter kommen hindern. So müsst ihr beispielsweise, eine bestimme Anzahl an Combos in einem Kampf schaffen oder hilflose Menschen vor einer angreifenden Gegner-Horde beschützen, was viel schwerer ist, als es sich anhört. Auch bestimmte Aufgaben warten auf euch, in denen es heißt, dass ihr eine bestimmte Anzahl an Gegner in der Luft töten müsst oder einen ganzen Kampf überstehen sollt, ohne nur einmal die Block-Taste gedrückt zu haben.
In Dante´s Inferno müsst ihr jedes Ende eines Höllenkreises erreichen, aber es wird euch nicht groß angekündigt, denn das Spielgeschehen ist zwar in einzelne Kapitel beziehungsweise Kreise unterteilt, aber dennoch gehen diese automatisch ineinander über. Dies bedeutet, dass es keine Ladepausen gibt und ihr nur an einem Endgegner erkennt, dass ihr einen Kreis hinter euch gelassen habt. Nach jedem jedem Höllenkreis, durch den ihr euch gekämpft habt, wartet ein harter Endgegner auf euch, des es wirklich in sich hat. So werdet ihr mit einem fürchterlichen Höllenhund, einer alten und angelaufenen "Kleopatra" und einem König namens Minos konfrontiert.
Wie man es nicht anderes denken können, sind die Oberbosse in der Hölle natürlich immer schlecht gelaunt, aber das ist auch das einzige was sie gemeinsam haben, denn vom Aussehen her sind alle unterschiedlich und vor allem sehr kreativ und phantasievoll dargestellt. Diese Dämonen haben aber auch ordentlich was hinter den Ohren und vor allem zu bieten. Die Kämpfe sind meist stufenweise aufgebaut. Das Angriffsmuster ist immer unterschiedlich und benötigt nicht nur eure Reflexe sondern auch ein wenig Auffassungsgabe ist hier sehr hilfreich, denn einfach drauf los zu prügeln, bringt euch hier nicht an Ziel. Somit bleibt euch manchmal nichts anderes übrig, als auch eure Umgebung in den Kampf mit einzubeziehen. Das beste Beispiel hier für ist der Höllenhund Cerberuns. Dieser "Hund" mit Bart, dicken Bauch und scharfen Krallen, geht immer wieder auf Dante los. Der Körper des Riesen Dämons ist mit einer starken Panzerung gesichert und die Sense ist gegen den Hund quasi wirkungslos. Somit müsst ihr in eurer Umgebung nach Hilfe suchen. Auf der Plattform befinden sich überall Löcher im Boden, die verstopft sind. Demnach müsst diese Löcher wieder versuchen zu öffnen, damit Lava in ihnen hoch spritzen kann, dann heißt es nur im richtigen Moment einen der vielen Köpfe des Höllenhundes in die Richtung locken und dann kann der Kampf erst richtig los gehen.
Dante Alighieri hat mit seinem literarischen Meisterwerk " La Commedia" nicht nur irgendein Buch geschaffen, sondern damit viel mehr erreicht. Durch sein Literarisches Kunstwerk, hat er unsere Vorstellung der Hölle und dem Drum-Herum entschieden geprägt. Auch wer die Dichtung aus den Jahren 1307 und 1320 nicht kennt, hat nicht wirklich etwas versäumt, denn dies kann er nun mit Dante´s Inferno nachholen. Das Entwicklerteam von Visceral Games haben hier jede Menge Arbeit reingesteckt und es geschafft, diese Dichtung von Dante Alighieri zum Leben zu erwecken.
So ist beispielsweise gelungen, dass der Höllenkreis der Maßlosigkeit wie ein riesiger Verdauungstrakt wirkt. Um es noch mehr zu verdeutlichen, wurde hier auf zuckende Gedärme und auf einander knirschende Kiefer nicht verzichtet. Hier stößt man auch auf Tausende Liter ekelhafter und schleimiger Sekrete.
Auch der Abschnitt namens Gier, lässt die Gründe der Todsünde hervor stechen. Hier findet ihr die Gier, die zwischen Bergen, die aus Gold bestehen, ihre Dienste erweist. Seid ihr am Ufer des Höllenflusses angelangt, so begegnen euch viele vor Schmerzen müde gewordenen, nackte Seelen, die immer wieder schmerzhaft aufschreien und um Gnade flehen, doch es bringt alles nichts, denn sie warten hier nur auf ihr Schicksal.
Doch nicht alles ist aus der Dichtung entstanden, denn die Entwickler haben sich hin und da , ein wenig Freiraum genommen, um das Gesamtkonzept gut zu inszenieren. Bestes Beispiel ist hier Charon. Laut Dichtung ist er ein alter, weißbehaarter Mann, doch im Videospiel Dante´s Inferno, wird er anders dargestellt. Hier besteht sein Körper aus einem Fährschiff und wirkt nur durch seinen riesigen Kopf menschlich.
Wer sich auch vor lauter ekel mal traut, etwas genauer auf den Hintergrund des Spielgeschehens zu achten, der wird erkennen, das die Hölle wirklich mit zahlreichen ekelerregenden Dingen bestückt ist. So findet man hin und wieder eine Felswand, die aus verlorenen Seelen bestehen oder aber auf eine Plattform, die an einer Wand herunter gelassen wird, damit sie die Köpfe der Seelen abschlägt. Alles schaurig schön, so wie es sich für eine ordentliche Hölle gehört.
Auch die Gegner lassen sich sehen und stechen sofort ins Auge. Aufgequillte Bäuche, Gewebe voller Eiter und blutverschmierte Wunden sind hier die Animationen, die an der Tagesordnung stehen. Dante´s Inferno besteht aus vorgegebenen Blickwinkel-Richtungen und hat somit keine selbst justierbare Kamera. Die Texte sind im Großen und Ganzen auf hohem Niveau und brauchen sich deshalb auch nicht zu verstecken.
Im Gegensatz zu anderen Spieltiteln, wurde hier teilweise auf große Blutmengen verzichtet, obwohl unser Protagonist alles andere als zurückhaltend im Umgang mit seinen Waffen ist. Aber wie soll das den eigentlich auch funktionieren? In der Hölle sind die Menschen ja auch schon bereits tot und haben deshalb auch nur geringe Blutmengen. Somit verglühen die Gegner nur qualvoll. Auch wenn immer wieder der Vergleich zu God of War hergestellt wird, ist Dante´s Inferno um Mengen düsterer gestaltet, als Kratos alte Leier. Doch dies hat viele Gründe.
Der Sound alleine ist schon spektakulär und lässt einem in manchen Situationen den Atem vergessen, wenn immer wieder schmerzhafte Schreie ertönen und man das flehen der Seelen hört. Doch leider muss man auch mal von dem technischen Schnick-Schnack Abstand nehmen und mal wirklich das Spielgeschehen ernster unter die Lupe nehmen. In Dante´s Inferno wird einem zwar viel Abwechslung geboten, dennoch werden hier nur die typischen Genre-Standards nach einander abgespult. Doch es gibt noch ein weiteres Manko, denn der Protagonist wirkt eher gleichgültig, er ist weder ein böses A....loch, noch einer der seine Coolness zu verstehen gibt. Die Geschichte ist zu Anfang noch ein wenig durcheinander, doch durch gut in Szene gesetzten Zwischensequenzen wird diese mächtig voran getrieben und gut erzählt. Auch die Comiceinlagen lockern die düstere Atmosphäre ein wenig auf.
Fazit
Am besten lässt sich das Fazit des Spiel so beschreiben: Dante´s Inferno macht einfach nur Spaß ! Von Anfang bis zum Ende ist Action angesagt. Es gibt kaum langweilige Stellen, die den Spielfluss bremsen. Einzig die Klettereinlagen oder manche Rätsel hätte man anders lösen können, aber was solls. Das ist aber auch ein Meckern auf hohem Niveau. Eingefleischte God of War-Fans könnten vielleicht aufstöhnen alles schon irgendwie gesehen zu haben, aber auch hier gilt. Besser gut geklaut , als schlecht selbst gemacht. Die Zwischenbosse begeistern, das Seelensammeln und das Aufrüsten der Waffen und Fähigkeiten motiviert ungemein. Dante macht in seinem Debüt nahezu alles richtig. Trotzdem erhoffe ich mir für einen eventuellen Nachfolger mehr Emotionen vom Protagonisten. Schließlich durchquert er ja die Hölle für seine große Liebe, da darf man schon ein wenig mehr Gefühl erwarten. Wer auf gnadenlose Action, ekelerregende Kreaturen und eine düstere Atmosphäre viel Wert legt, der muss hier einfach zugreifen. Dieses Spiel ist einfach nur ideal, um sich die Wartezeit auf Kratos Rückkehr in God of War III vorzubereiten. Besitzer einer Xbox 360 müssen sowieso zugreifen, da Kratos Sony immer treu sein wird.
(Dieses Review habe ich bereits auf gamezone.de veröffentlicht)
47 Bewertungen, 6 Kommentare
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13.10.2010, 02:15 Uhr von Gemini_
Bewertung: sehr hilfreichVielen lieben Gruß von Gemini_!
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12.10.2010, 14:42 Uhr von trullilu
Bewertung: sehr hilfreichGrüße schickt dir trullilu !!!
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09.10.2010, 18:18 Uhr von Dariusz2
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Freue mich immer sehr über Gegenlesungen! LG Dariusz
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08.10.2010, 00:41 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüsse, Talulah
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06.10.2010, 11:54 Uhr von Lanch999
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! LG von Lanch999 Freu mich auf deine Gegenlesung bei mir. :D
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06.10.2010, 11:46 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG, kids123
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