Cult - Spiel der Toten (gebundene Ausgabe) / Douglas Preston, Lincoln Child Testbericht

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ab 11,65
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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

°°° U N T O T E °°°

5
  • Niveau:  anspruchslos
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  ausschmückend
  • Zielgruppe:  Männer

Pro:

s. Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

Einen nicht unerheblichen Teil meiner Freizeit nutze ich zum Lesen, wobei sich im Laufe der Jahre natürlich Vorlieben für verschiedene Autoren entwickelt/herausgestellt haben.
Immer dann, wenn einer dieser von mir bevorzugten Autoren einen neuen Roman veröffentlicht hat, bin ich geneigt, diesen so schnell wie möglich zu kaufen und zu lesen (auch wenn es wohl preiswerter wäre, jeweils auf die Veröffentlichung als Taschenbuch zu warten).
Als ich also feststellte, dass auch das Autorengespann DOUGLAS PRESTON und LINCOLN CHILD einen neuen Roman/Thriller veröffentlicht haben, zögerte ich nicht lange und kaufte mir den Roman/Thriller, der den Titel CULT – SPIEL DER TOTEN trägt und der nun auch das Thema meines heutigen Beitrags sein soll.




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ALLGEMEINES
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Der im Jahre 1956 in Cambridge, Massachusetts geborene DOUGLAS PRESTON graduierte in englischer Literatur und arbeitete mehrere Jahre im American Museum of Natural History (das auch Schauplatz zweier Romane/Thriller des Autoren war), bevor er 1994 Romanautor debütierte.
LINCOLN CHILD (geboren 1957 in Westport, Connecticut) graduierte ebenfalls in englischer Literatur, arbeitet dann als Lektorassistent.
Gemeinsam verfassten sie 1995 mit RELIC – MUSEUM DER ANGST ihren ersten gemeinsamen Roman/Thriller, der ein weltweiter Erfolg wurde und der bereits ein Jahr später auch (recht gelungen) verfilmt wurde. Nach diesem erfolgreichen Debüt als Autorengespann folgten zahlreiche weitere Roman/Thriller. Dies sind im einzelnen:

- - RELIC – Museum der Angst
- - ATTIC – Gefahr aus der Tiefe
- - FORMULA – Tunnel des Grauens
- - RITUAL – Höhle des Schreckens
- - BURN CASE – Geruch des Teufels
- - DARK SECRET – Mörderische Jagd
- - MANIAC – Fluch der Vergangenheit
- - DARKNESS – Wettlauf mit der Zeit
- - CULT – Spiel der Toten
- - MOUNT DRAGON – Labor des Todes
- - RIPTIDE – Mörderische Flut
- - THUNDERHEAD – Schlucht des Verderbens
- - ICE SHIP – Tödliche Fracht

Daneben veröffentlichten beide Autoren auch einzeln noch mehrere Romane/Thriller, zu denen beispielsweise DAS PATENT, EDEN - TÖDLICHES PROGRAMM, WÄCHTER DER TIEFE und NULLPUNKT von LINCOLN CHILD, sowie DER CODEX, DER CANYON und CREDO – DAS LETZTE GEHEIS von DOOUGLAS PRESTON zählen.

Ihren Roman/Thriller CULT – SPIEL DER TOTEN veröffentlichten DOUGLAS PRESTON & LINCOLN CHILD im Jahre 2009 unter dem Originaltitel CEMETERY DANCE, die deutsche Übersetzung folgte zu Beginn dieses Jahres im Droemer Verlag.
Bis heute ist CULT – SPIEL DER TOTEN ausschließlich in gebundener Form zum Preis von etwa 20,- € erhältlich.

Weitere Informationen über diesen und die übrigen Romane/Thriller der beiden Autoren sowie über den Verlag finden sich im Internet unter www.preston-child.de und www.droemer.de.

Titel: Cult – Spiel der Toten
Originaltitel: Cemetery Dance
Autor: Douglas Preston & Lincoln Child
Übersetzung: Michael Benthack
Jahr (Originalausg.): 2009
Jahr (dt. Ausg.): 2010
Verlag: Droemer
ISBN: 978-3-426-19809-4
Format: gebunden
Seitenzahl: 503




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INHALT / STORY
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Bevor ich hier den Handlungsverlauf des Romans/Thrillers CULT – SPIEL DER TOTEN kurz darlege, sein zunächst für alle, die einen noch gröberen Überblick über die Thematik des Romans/Thrillers wünschen, noch der Klappentext wiedergegeben:

„Schock für Special Agent Pendergast: einer seiner Freunde wird brutal ermordet – von einem Mann, der bereits vor einigen Wochen Selbstmord begangen hat!
ZOMBIES IN NEW YORK – diese Schlagzeile sorgt in kürzester Zeit für Angst und Schrecken. Aber ist es wirklich möglich, dass die Toten sich aus ihren Gräbern erheben? Pendergast findet eine Spur, die ihn in die Katakomben unter einer alten Kirche führt – den Sitz einer Sekte, die dunkle Ziele verfolgt ...“

Nun jedoch zu meiner eigenen Kurzdarstellung des Inhalts:

An seinem ersten Hochzeitstag wird der Journalist Smithback getötet und dessen Ehefrau Nora, eine Museumskuratorin, angegriffen. Da der Täter sich nicht die Mühe gemacht hat, seine Identität zu verbergen, kann er anhand der Aufnahmen einer Überwachungskamera eindeutig als ein Nachbar des Ehepaares identifiziert werden, so dass dieser Mord eigentlich eindeutig aufzuklären sein sollte. Problematisch ist allerdings, dass eben jener Nachbar bereits zwei Wochen zuvor verstorben ist
Der ermittelnde, mit Smithback befreundete Polizeibeamte D´Agosta wird mit den Ermittlungen betraut und dabei vom eigenwilligen FBI-Agenten Pendergast unterstützt.
Nachdem dann eine weitere Journalistin getötet wird und der Mörder als der zuvor getötete Smithback identifiziert wird, macht sich, geschürt von der Presse, eine Zombie-Panik breit.
Da in beiden Fällen seltsam anmutende Gegenstände am Tatort gefunden werden, gerät eine in einem Wald in Manhattan lebende Sekte ins Visier der beiden Ermittler, die in Verdacht steht, Obeah – einen Voodooartigen Kult – zu praktizieren. Da diese Sekte auch in Verdacht steht, Tieropfer darzubringen, formieren sich auch bereits Tierschützer um gegen die Sekte vorzugehen.
Als dann auch erst eine Hausdurchsuchung in den Gebäuden der Sekte alles andere als freundlich verläuft, kurz darauf Nora verschwindet und sich die Tierschützer zusammenschließen und sich in Richtung der Sekte in Marsch setzen, bleibt nur noch wenig Zeit zum handeln ...




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ANMERKUNGEN
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Die beiden Autoren erzählen in CULT – SPIEL DER TOTEN eine Geschichte, die mit dem Mord am Reporter Smithback beginnt und somit auf nennenswertes Vorgeplänkel verzichtet. Nur kurze Zeit später, als sich der offensichtliche Mörder als eigentlich selbst bereits verstorben herausstellt, kommt dann eine Art Mysterie-/Horrortouch hinzu und schnell entwickelt sich dann eine hochspannende und unterhaltsame Story, die auch mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten kann. Bemerkenswerterweise bleibt die Story dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch trotz aller Skurrilität immer auch nicht so völlig abwegig, zumal beispielsweise der beschriebene Obeah-Kult tatsächlich real ist. Abgesehen davon weiß der erfahrene Preston/Child-Leser auch, dass sich aller Mysterien zu Beginn zum Trotz, meist dann doch „klassische“ Erklärungen ergeben.

Highlight sind aber einmal mehr die agierenden Charaktere, von denen viele, auch über den schrulligen Hauptakteur Aloysius Pendergast hinaus, bereits aus den vorhergehenden Romanen der „Pendergast-Reihe“ bekannt sind. Als etwas überraschend empfand ich es so auch, dass die beiden Autoren gleich zu Beginn ihres Romans/Thrillers einen bereits lange bekannten Charakter ausscheiden (also sterben) ließen.
Aber auch die erstmals auftretenden Charaktere sind nicht uninteressant, wobei mir insbesondere der „Voodoo-Berater“ Pendergasts, der in seiner Skurrilität Pendergast in nicht viel nachsteht, in Erinnerung geblieben ist.

Zwar bietet CULT – SPIEL DER TOTEN keine große Welt- oder Anspruchsliteratur – dies war von den beiden Autoren auch nicht zu erwarten -, dafür aber spannende, gelegentlich auch zum Schmunzeln anregende Unterhaltung, die bereitwillig auch über die ein oder andere Logikschwäche hinwegsehen lässt.
Natürlich folgen die beiden Autoren auch hier wieder ihrem bereits mehrfach bewährten Erfolgsrezept der Kombination aus mysteriösen, scheinbar übersinnlichen Begebenheiten für die es am ende eine natürliche Erklärung gibt, bewährten schrulligen Charakteren mit eigenwilligen Methoden, unerwarteter Wendungen, einer Prise Humor und viel Esprit – wenn das Ergebnis aber derart gelungen ausfällt wie in CULT – SPIEL DER TOTEN, dann können sich LINCOLN CHILD und DOUGLAS PRESTON gerne noch sehr häufig dieses Rezeptes bemühen.

Stilistisch boten DOUGLAS PRESTON und LINCOLN CHILD auch in CULT – SPIEL DER TOTEN wieder genau das, was ich bereits aus den vorhergehenden Romanen/Thrillern kannte – eine sehr flüssig und angenehm zu lesende Sprache (bezogen auf Wortwahl und Satzbau) ohne allzu ausschweifende Erläuterungen, die es dem Leser sehr leicht macht, den Roman/Thriller zu „genießen“.
Die 503 Seiten des Romans/Thrillers CULT – SPIEL DER TOTEN sind in 85 recht kurze Kapitel (sowie Pro- und Epilog, Danksagungen und Erklärungen) untergliedert, die zwar durchnummeriert, nicht aber in irgendeiner Form betitelt/überschrieben sind.




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LESEPROBE
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„...
Dann legte Pendergast den Schädel wieder hin, ging zu einem dritten Schrank und schloss ihn auf. Daraus holte er das seltsame Instrument hervor, das er aus dem Altarraum der Ville-Kirche entwendet hatte, ein scharfes, gebogenes Stück Metall, das aus einem hölzernen Griff hervorragte und wie ein verlängerter, bizarrer Korkenzieher aussah. Er trug es zum Labortisch und legte es neben den Schädel. Dann stützte er sich mit beiden Händen auf den Tisch und betrachtete eine Zeitlang beide Gegenstände, wobei sein Blick unruhig von einem zum anderen wanderte.
Schließlich nahm er am Tisch Platz. Er wog den Schädel in der Rechten und das Instrument in der Linken. Wieder verstrich eine gewisse Zeit, während er die Objekte abwechselnd betrachtete. Schließlich führte er, ungemein vorsichtig, die beiden zusammen und platzierte das gebogene ende des Hakens in die Augenhöhle. Langsam und behutsam ließ er den Haken an den feinen Kratzspuren entlanggleiten und führte ihn durch die obere Orbitalfissur – die Lücke auf der Rückseite der Augenhöhle – ein. Die Spitze glitt mühelos in die Öffnung. Als löse er ein Rätsel, führte Pendergast den Haken in die Gehirnhöhle, immer tiefer, wobei er wiederum den Kratzspuren auf dem Knochen folgte, bis sich eine Kerbe in dem metallenen Instrument an der Orbitalfissur verfing und die hakenförmige Spitze tief innerhalb der Gehirnhöhle zum Ruhen kam.
...“




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FAZIT
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Nachdem ich zuletzt das Gefühl hatte, die „Pendergast-Reihe“ hätte ein wenig an Reiz verloren, belehrte mich CULT – SPIEL DER TOTEN dann eines besseren und konnte mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite voll überzeugen, so dass ich CULT – SPIEL DER TOTEN hier nun ohne Einschränkungen empfehlen kann und mit SEHR GUT beurteile.

70 Bewertungen, 15 Kommentare

  • polypresent

    21.08.2010, 12:13 Uhr von polypresent
    Bewertung: besonders wertvoll

    ein klares "besonders wertvoll" - Grüße aus Schwerin von polypresent

  • michste

    20.07.2010, 17:39 Uhr von michste
    Bewertung: besonders wertvoll

    Für den Doge und den Rest

  • kruegerchristine

    20.07.2010, 11:59 Uhr von kruegerchristine
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ich ich war immer der fälschlichen Meinung UNTOTE sind nur in den Bundes- und Landtagen zuhause ... aber Dein Leseausschnitt hat mich neugierig gemacht ... LG Günter ;-)

  • Zatzeck0805

    19.07.2010, 21:00 Uhr von Zatzeck0805
    Bewertung: besonders wertvoll

  • topfmops

    19.07.2010, 18:38 Uhr von topfmops
    Bewertung: sehr hilfreich

    Und wiederum bereichern sich einige Leserlinge an Deiner Arbeit und Deinem Wissen, ohne Dir den Dir zustehenden Lohn, sprich Bewertungen, zu zahlen.

  • XXLALF

    19.07.2010, 17:48 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und einen guten wochenstart

  • trullilu

    19.07.2010, 15:12 Uhr von trullilu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Grüße schickt dir trullilu !!!

  • g0ldfish

    19.07.2010, 15:05 Uhr von g0ldfish
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht! Über Deine Gegenlesungen würde ich mich freuen. LG

  • Humpen77

    19.07.2010, 13:49 Uhr von Humpen77
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schöner Bericht! Lieben Gruß

  • morla

    19.07.2010, 13:22 Uhr von morla
    Bewertung: besonders wertvoll

    wünsche dir einen guten wochenstart lg. petra

  • cleo1

    19.07.2010, 12:56 Uhr von cleo1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. Einen schönen Wochenstart und LG cleo1

  • sigrid9979

    19.07.2010, 12:39 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: besonders wertvoll

    Wünsche einen schönen Wochenstart ...

  • anonym

    19.07.2010, 12:35 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele grüsse von der marnie

  • KatzeMaus

    19.07.2010, 11:11 Uhr von KatzeMaus
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße aus bayern....

  • Ancalagor

    19.07.2010, 10:09 Uhr von Ancalagor
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klingt recht interessant... Sollte ich mir auch mal anschaffen. Genau mein Interessenbereich. Sehr schön beschrieben. Danke. :)