Erfahrungsbericht von Riesenkeks
Unfähiges Militär?
Pro:
Musik, Stimmung
Kontra:
nicht viel Neues
Empfehlung:
Ja
Preis und Kaufort
Gekauft habe ich die DVD bei Saturn für knapp 11 Euro. Es gibt auch noch einen Doppelpack, in dem noch 28 Days Later enthalten ist und der um einen Euro preiswerter ist, aber da wir den ersten Teil schon haben, lohnte sich dieser eine Euro nicht wirklich. Doof bin ich aber trotzdem, weil ich nicht die Box genommen habe…
Die Story
Nachdem in 28 Days Later ein Wutvirus ausgebrochen ist, das es innerhalb kürzester Zeit geschafft hat, dass nahezu ganz London menschenleer ist und sich neben den paar Menschen, die überlebt haben, nur noch infizierte, zombiähnliche (die von der neuen Sorte… die schnellen) Menschen rumtreiben, wird uns nun im zweiten Film der Reihe mittels Einblendungen gezeigt, wie der Verlauf der Seuche war und dass man nun, 28 Wochen später, seit einiger Zeit dabei ist, ein paar Engländer wieder in ihre Heimat kommen zu lassen. Jedoch wird strikt darauf hingewiesen, dass sie sich nur im District One aufhalten dürfen, da in den anderen Teilen Londons zwar nicht mehr mit Infizierten gerechnet wird, die Aufräumarbeiten dort jedoch noch nicht wirklich fortgeschrittten sind, so dass noch sämtliche infizierte Leichen und anderer Müll dort rumliegen.
Wie es aber so kommt, reißen zwei Kinder aus, weil sie zu ihrem Elternhaus wollen, um sich davon zu überzeugen, dass es stimmt, was ihnen ihr Vater erzählt hat – dass ihre Mutter wirklich tot ist. Wenn dem so sein sollte, braucht man natürlich ein paar Erinnerungen an sie in der großen neuen Wohnung…
Nun, es stellt sich heraus, dass die Mutter den Angriff der Infizierten doch überlebt hat. Sie wird in ein Militärkrankenhaus gebracht, in dem festgestellt wird, dass sie Träger des Virus ist, er bei ihr selber jedoch nicht ausbricht – also eine gewisse Immunität ihm gegenüber hat. Leider sagt man der Familie nicht schnell genug Bescheid, der Vater der Kinder kommt seine Frau besuchen, entschuldigt sich dafür, sie allein gelassen zu haben, küsst sie – und bringt sie etwa eine Minute später unter Einfluss des Virus um.
Aufgrund der Tatsache, dass das Militär irgendwie doof zu sein scheint, gelingt es dem Vater immer mehr Menschen im Krankenhaus zu töten oder zu infizieren, so dass bald eine recht große Meute an Infizierten zu finden ist. An dieser Stelle möchte ich mal fragen, wozu genau die Soldaten Waffen mit sich rumtragen? Auf offensichtlich Infizierte schießen sie ja anscheinend nicht rechtzeitig, da man so ja nicht so viel Spaß hat und keine Scharfschützen braucht, die nachher auf alles schießen müssen, was sich bewegt, um eventuell doch noch etwas zu retten…
Wer noch nicht wissen möchte, wie der Film ausgeht, liest ab hier nicht weiter.
Es kommt natürlich, wie es kommen musste: Zu viele Infizierte hinterlassen zu wenige Überlebende, die sich aus der Stadt retten können. Darunter sind natürlich die besagten Kinder, in denen die Militärärztin, welche die infizierte, jedoch nicht veränderte Frau behandelt hat, für einen Schlüssel zum Impfstoff hält, da sie die Hoffnung hat, dass sich die Immunität vererbt hat.
Tatsächlich sind nachher nur noch die beiden Kinder übrig und der Junge wird von seinem eigenen Vater angegriffen. Panisch rennt er vor seiner Schwester weg, weil er Angst hat, „einer von denen“ geworden zu sein. Seine Schwester kann ihn jedoch einholen und sagt, es sei alles in Ordnung – bemerkt jedoch, dass sich seine Augen rot färben, er also Träger des Virus ist.
Die Geschwister werden von einem Soldaten in Sicherheit (über den Ärmelkanal) geflogen – und somit gelangt das Virus aufs europäische Festland, da natürlich keiner den Kindern erzählt hat, dass sie vielleicht wichtig sein könnten… Paris, die Wut kommt…
Meine Meinung
Nun, die Story ist an sich natürlich ähnlich wie beim ersten Teil: Ein Virus bricht aus und innerhalb von kurzer Zeit sind fast alle Menschen futsch, die Bekämpfung gestaltet sich schwieriger als gedacht und überhaupt ist alles irgendwie doof. – Der einzige Unterschied: Man hat zwei Leute gefunden, die immun zu sein scheinen. Leider hat man ja aber aufgrund der Doofheit der Soldaten einen erneuten Ausbruch der Seuche nicht verhindern können und somit sind wir bei dem altbekannten Muster des Wegrennens. Das kleine Grüppchen Überlebender muss ständig um sein Leben fürchten und steht zudem vor der schwierigen Aufgabe, die beiden verstörten Kinder zu retten, da sie ja des Rätsels Lösung sein könnten.
Wirklich viel passiert in dem Film nicht – sogar weniger als im ersten Teil, da uns dort das Überleben unter den Infizierten länger gezeigt worden ist und auch der Teil der verrückten Soldaten weiter ausgeführt worden ist. Hier darf man einfach einen Großteil der Zeit Menschen in Todesangst zusehen, und sich wundern, wie lang die laufen können, ohne zusammenzubrechen.
- Und das ist besser, als es sich anhört. Eine authentischere, düstere Stimmung habe ich selten in einem Film erlebt. Die Angst der Protagonisten kommt zwar nicht so gut rüber wie im ersten Teil, der schauspielerisch in meinen Augen einfach nur gut besetzt war, doch auch hier kann man schon merken, dass das, was gerade im Film passiert, alles andere als schön ist. Besonders schön spielt übrigens der Junge, der wohl der jüngste Mitwirkende sein dürfte.
Doch nicht nur die Schauspieler tragen dazu bei, die düstere Stimmung zu verdeutlichen – auch die Kameraführung ist nicht starr und unbelebt, sondern für diese Art von Filmen nahezu perfekt in den Actionszenen mit Handheld-Kamera gedreht worden, was auch nochmal eine ganz andere Stimmung verursacht als feste Kamerawagen. Des Weiteren haben die Bilder alle einen etwas „dreckigen“ Touch, so dass auch Sonnenschein nicht freundlich wirken kann.
Und am allerbesten ist ja wohl die Musik. Wer die aus dem ersten Teil zum Ende hin mochte, der wird sich freuen, denn hier ist sie ständig zu finden. Diese düstere, beinahe bedrohlich wirkende Musikunterstützung ist einfach nur genial und passt in den „Omg, lasst uns schnell weglaufen!“ – Szenen einfach nur hervorragend. Einen Link dazu gibt es unten, damit man sich in etwa einen Eindruck davon machen kann. Natürlich kommt die Musik noch ein Stück besser, wenn man dazu auch noch die Bilder sieht, aber auch so ist sie einfach nur genial (einfach) gemacht.
Bild und Ton
Bild und Ton sind durchweg in Ordnung bis gut. Die Musik ist ausnahmsweise mal nicht viel zu laut für den Rest und das Bild passt auch überall. Es gab nur einen kleinen Hänger während des Abspielens, aber der muss nicht zwangsläufig von der DVD kommen.
Die Extras
Zusätzlich zum Film gibt es auch noch ein paar Extras auf der DVD. Ich muss allerdings ganz ehrlich sagen, dass ich nicht alle ausprobiert habe, und das auch nicht extra für den Bericht machen werde…
Was ich allerdings angeguckt habe (_Code Red_: Das Making Of von 28 Weeks Later, entfallene Szenen (allerdings ohne Kommentar, den man optional dazu schalten kann) und Die Infizierten) war durchweg recht leicht zu verstehen, auch wenn ich dort alles auf Englisch angehört habe. Die Qualität der Extras ist gut und für Leute, die Hintergrundwissen haben möchten, ist genügend Auswahl an Bonusmaterial vorhanden. Hier dürfte auch vor allem die Kommentarspur, die man zum Film hinzuschalten kann, ganz nett sein.
Fazit
Eine durchaus gelungene Fortsetzung.
Übrigens: Wer die ab 18 - Version kauft, dem sollte bewusste sein, dass es hier manchmal doch sehr brutal und blutig zugehen kann... Der Mord an der Mutter der Kinder ist nichts für zart Besaitete.
Das Lied: http://www.youtube.com/watch?v=dMyIG2EKPoE
48 Bewertungen, 8 Kommentare
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03.01.2010, 12:54 Uhr von Daisy_Bluemchen
Bewertung: sehr hilfreichfrohes neues Jahr wünsche ich dir noch
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03.01.2010, 10:26 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichGut Berichtet...Lg Sigi
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03.01.2010, 02:33 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche dir einen schönen Sonntag. Liebe Grüße BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen
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03.01.2010, 00:24 Uhr von bettie47
Bewertung: sehr hilfreichKlasse ! Grüße von Bettie47
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03.01.2010, 00:21 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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02.01.2010, 23:25 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichIch mag keine Horrorfilme, aber gut geschrieben. Ich wünsche noch ein gutes neues Jahr. LG
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02.01.2010, 23:05 Uhr von geligiraffe
Bewertung: sehr hilfreichNichts für mich aber guter Bericht Liebe Grüße Angelika
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02.01.2010, 23:00 Uhr von mrwong
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich ...
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