Marie Antoinette (DVD) Testbericht

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Marie-antoinette-dvd-historienfilm
ab 7,36
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Erfahrungsbericht von Regan

Dann sollen sie doch Kuchen essen!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In der Drogerie Müller gibt es schon einige Zeit lang folgende Aktion: Kaufe drei DVDs mit dem „Aktion 4 für 3“.Kleber drauf, dann bekommt man einen geschenkt. Da mein Freund (Realjackass) ein großer Filmfan ist und auch schon eine beachtliche DVD-Sammlung sein Eigen nennen kann, kamen wir letzten Montag auf die Idee, an dieserAktion teilzunehmen. Jeder kann sich zwei DVDs aussuchen, den Preis für alle zusammen wollten wir uns teilen. Als wir dann am Stöbern waren, entdeckte ich unter den Aktion-DVD den Film „Marie Antoinette“, den ich damals schon im Kino sehen wollte aber nicht konnte, da er in keinem Kino in meiner Nähe lief. So kam es, dass ich mir neben „Stolz und Vorurteil“ auch „Marie Antoinette“ ausgesucht habe.


..::Inhaltsangabe::..

Um das Bündnis zwischen Österreich und Frankreich zu festigen, wird die damals noch 14-jährige Marie Antoinette (Kirsten Dunst) mit dem Dauphin Ludwig XVI (Jason Schwartzman) verheiratet. An einem neutralen Ort auf der Grenze zwischen Österreich und Frankreich wird sie Frankreich übergeben und muss schweren Herzens ihre geliebte Heimat verlassen. Sie darf nichts von Österreich nach Frankreich mitnehmen, sodass sie komplett neu eingekleidet und ohne alles den Boden Frankreichs betritt.
Am Hof von Versailles angekommen merkt Marie Antoinette schnell, dass sich der Hof in Frankreich von dem in Österreich ziemlich unterscheidet. Es gibt morgendliche Zeremonien, bei denen sie sich nicht einmal selbst anziehen darf und hat mit formellen Normen und Vorurteilen zu kämpfen. Außerdem weigert sich ihr Ehemann, die Ehe zu vollziehen und geht stattdessen lieber auf die Jagd. Nur mit der Hilfe ihrer Mutter Maria Theresia (Marianne Faithful), die ein Auge auf der Ehe ihrer Tochter hat, gelingt es ihr, sich am französischen Hof einigermaßen zurecht zu finden.
Durch den Druck, endlich einen Erben gebären zu müssen, die Erwartungen, die von allen Seiten zu kommen scheinen und ihre frustrierende Ehe gerät die junge Dauphine immer mehr in Schwierigkeiten. Während sie sich auf Partys vergnügt, nur Mode im Kopf hat und Spaß haben will, merkt sie nicht, was außerhalb des königlichen Hofes vor sich geht.
Als plötzlich Ludwig der XV, der König von Frankreich stirbt, folgen Marie und Ludwig der XVI auf den Thron. Marie gebärt schon bald ihr erstes Kind und will es außerhalb des Hofes großziehen, während ihr Ehemann sich mit seinen neuen Pflichten herumschlägt und sichtlich überfordert ist. Die Bevölkerung von Frankreich verarmt immer mehr und ist unzufrieden, bis schließlich die französische Revolution beginnt und das Volk den Hof stürmt und den Tod von Marie Antoinette fordern…


..::Daten zum Film::..

Titel: Marie Antoinette
Jahr: 2006
Land: Frankreich
Regie: Sofia Coppola
Lange: 118 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Darsteller:

Marie Antoinette……………Kisten Dunst
Ludwig XVI………….Jason Schwartzman
Ludwig XV……………….…….Rip Torn
Maria Theresia…………Marianne Faithful
Comptesse de Noailles………..Judy Davis
Comtesse du Barry…………Asia Argento



..::Kritik::..

Ich hatte bisher eigentlich nicht allzu viel Gutes über den Film „Marie Antoinette“ gehört, wollte mir aber meine eigene Meinung zu dem Film bilden. Ich ging mit nicht allzu großen Erwartungen an den Film, da ich dachte, der Film werde von der Machart her sehr dem Film „Vanity Fair“ ähneln, den ich ziemlich langweilig fand. Letztendlich war ich von „Marie Antoinette“ aber positiv überrascht.

Der Film erzählt die Geschichte von Marie Antoinette, bzw. Maria Antonia, die schon in jungen Jahren mit dem Thronfolger von Frankreich verheiratet wurde um das Bündnis zwischen Frankreich und Österreich zu bessern. Obwohl ihr der Abschied von ihrer Heimat sichtlich schwer fällt, fügt sie sich ihrem Schicksal und macht stets aus jeder Situation das Beste. Am Hof von Versailles hat sie mit vielen Problemen zu kämpfen, angefangen mit dem Problem, einen Erben gebären zu müssen, damit sie als offizielle Thronerbin akzeptiert wird bis zu der intriganten Gesellschaft am Hof, den Marie von Zuhause so nicht kennt.
Ich kenne ich mit der wahren Geschichte von Marie Antoinette nicht aus (kenne lediglich den Artikel auf Wikipedia) und mir sind keine allzu großen Unstimmigkeiten zwischen dem Film und der realen Geschichte aufgefallen. Und auch wenn wäre es wohl nicht allzu schlimm, da die Regisseurin Sofia Coppola selbst sagt, dass sie keinen üblichen Kostümfilm drehen will, sondern die Geschichte von Marie Antoinette leicht „aufpeppen“ und sie auf ihre Weise erzählen wollte.

Aufpeppen soweit so gut. Gestört hat mich allerdings, dass der Film und die Geschichte von Marie Antoinette auch was die Musik angeht aufgepeppt wurde. Da war es ab und an schon mal etwas irreführend, wenn man einen Film über das 18. Jahrhundert schaut und der Film auf einmal mit Popmusik untermalt wird. Das wirkte an einigen Stellen einfach völlig unpassend.

Auch wenn Sofia Coppola den Film auf ihre Art so gut es geht aufpeppen wollte, damit „Marie Antoinette“ nicht einer von vielen langweiligen Kostümfilmchen wird, schafft sie es nicht, den Film konstant interessant und spannend zu halten. Ich hatte eher keine Probleme damit und ich fand den Film nicht langweilig, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht jeder so sehen wird, weil „Marie Antoinette“ auf jeden Fall einige Längen hat. Zum Beispiel die Szenen, in denen Marie Antoinette ihren Spaß auf Partys sucht, Unmengen von Geld für diverse Kleider und Schuhe ausgibt und nur die höchsten Frisuren aller Art im Kopf hat sind ziemlich zahlreich und lang. Da kann einem schon mal langweilig werden, wenn einen das Thema nicht richtig interessiert. Außerdem handelt es sich bei „Marie Antoinette“ für die meisten wohl eher um einen Film, den man einmal schaut und der dann im Regal als Staubfänger dient.

Was in dem Film wirklich sehr irritierend ist, sind die zahlreichen Zeitsprünge. Im Film wird nicht ein einziges Mal erwähnt, wann diese Zeitsprünge sind. So ist man dann schnell verwundert, wenn Marie Antoinette auf einmal ihren 18. Geburtstag feiert oder ihre erste Tochter auf einmal schon viel älter ist als noch vor ein paar Minuten. Auch, dass Marie Antoinette erst viele Jahre nach der Hochzeit mit dem Dauphin schwanger wird, wird im Film nicht ganz klar. Dass in dem Film Zeitsprünge nicht zu umgehen sind, ist mir klar, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Übergänge ein bisschen deutlicher zu erkennen sind, da es durch die fließenden Übergänge doch ein wenig verwirrend ist.

Eine Frage, die ich mir nach dem Film allerdings stelle, ist: Warum weigerte sich Marie Antoinettes Ehemann, die Ehe zu vollziehen? In den entsprechenden Szenen, als Ludwig der XVI abends zu Marie ins Bett liegt, versucht er sie so schnell es geht abzuwürgen, dreht ihr den Rücken zu und wirkt dabei irgendwie nervös. Zwar löst sich das Problem irgendwann und Marie Antoinette wird schwanger, aber warum er sich erst weigerte, das wird, wenn ich nicht irgendeine Stelle verpasst habe, nie erklärt.

Was mich dann noch mal verwundert hat, war das Ende. Das erste, was einem zu dem Namen „Marie Antoinette“ einfallen dürfte, ist, dass sie in der Guillotine hingerichtet wurde. Das wäre eigentlich auch das Ende, welches man von so einem Film erwartet, oder? Das ist hier aber nicht der Fall. Der Film endet viel früher, als Marie Antoinette und Ludwig XVI aus der Bastille flüchten. Ich habe damit gerechnet, dass der Film noch etwas länger geht und war dann wirklich sehr überrascht, als plötzlich der Abspann kam. Als würde man mitten im Film ausschalten.

Kirsten Dunst war für die Rolle der Marie Antoinette wirklich sehr passend gewählt. Sie sieht sehr jung und hübsch aus und auch irgendwie frech, genauso wie ich mir Marie Antoinette vorstellen würde. Kirsten Dunst schlüpft perfekt in diese Rolle und spielt Marie Antoinette sehr lebhaft und glaubwürdig.
Zu den Nebendarstellern möchte ich groß nicht mehr viel sagen, da alle ihre Rolle gut und passend verkörpern.


..::Fazit::..

Auch wenn der Film einige Mängel hat, wie zum Beispiel die verwirrenden Zeitsprünge, an der ein oder anderen Stelle die Musik und dem sehr abrupten Ende, war ich doch positiv überrascht. Mich hat der Film sehr gut unterhalten und ich kann die teilweise wirklich vernichtende Kritik an dem Film nicht verstehen. Ich vergebe 8 von 10 Punkten und eine Empfehlung an die, die an dem Leben von Marie Antoinette interessiert sind und sich nicht von der „aufgepeppten“ Geschichte stören lassen.

MfG Regan

31 Bewertungen, 6 Kommentare

  • Estha

    26.07.2008, 01:06 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Susi

  • try_or_die87

    23.07.2008, 18:36 Uhr von try_or_die87
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße aus Regensburg

  • Jemmyboy2

    25.03.2008, 13:40 Uhr von Jemmyboy2
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. Schau doch auch mal bei mir rein bin zwar neu hier, aber schon länger bei Ciao. Lese 1:1 Gegen. LG Jemmyboy

  • kreinsch2

    25.03.2008, 10:20 Uhr von kreinsch2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße von kreinsch2

  • Kaufmann81

    24.03.2008, 18:50 Uhr von Kaufmann81
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg Kaufmann81

  • paelzer

    24.03.2008, 18:46 Uhr von paelzer
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg von paelzer