Marie Antoinette (DVD) Testbericht

D
Marie-antoinette-dvd-historienfilm
ab 7,36
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Erfahrungsbericht von franzi680

... sollen sie doch Kuchen essen...

Pro:

ich bin gefesselt

Kontra:

der Spaziergang durch Versailles (Extras)

Empfehlung:

Ja

Nun werde ich mich mal an einem DVD-Bericht versuchen.
Beim Schlecker bin ich vor nicht allzu langer Zeit auf die DVD

***Marie Antoinette***
gestoßen. Bezahlt habe ich 9,99 Euro, für eine DVD durchaus ein akzeptabler Preis. Wäre sie teurer gewesen, hätte ich da wahrscheinlich nicht zugeschlagen.

Die DVD ist mir durch die außergewöhnliche Verpackung ins Auge gefallen. Es ist zwar eine stinknormale DVD-Hülle aber diese kommt in knallpink daher. Da bin ich zwar nicht so ein Freund von, aber was solls. Ich hatte schon viel über den Film gehört, von daher musste ich den haben.

Der Film:
Marie Antoinette ist ja in erster Linie durch ihren Spruch "wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen" bekannt geworden, oder auch der tragische Verlust ihres Kopfes hat sie bekannt gemacht. Hier wird die Zeit von ihrem Einzug in Versailles bis zum Beginn der französischen Revolution dargestellt.
Als Teenager wird sie aus politischen Gründen mit dem Dauphin von Frankreich verheiratet. Sie ist die Erzherzogin von Österreich und ihre Mutter, Kaiserin von Österreich hat diese Hochzeit eingefädelt. Es wird dargestellt wie sie unter der Etikette zu leiden hat. Einen Ausspruch darauf bezogen finde ich besonders aussagekräftig. Marie Antoinette, schon frierend, da nackt, während der Ankleidezeremonie, die sich aufgrund der Etikette in die Länge zieht, sagt zu Madame Noailles, sozusagen ihrer Aufpasserin, "Das ist doch lächerlich" Darauf bekommt sie als Antwort von besagter Person "das meine Liebe, ist Versailles" an den Kopf geworfen. Auch ihre Probleme mit ihrem Ehemann Louis XVI, dem zukünftigen König Frankreichs werden dargestellt. Alle Mühe endlich den Thronfolger zu zeugen nutzen zunächst nichts. Leider geht nicht hervor, warum. Liegt es an seiner Schüchternheit? Louis ist selber nur ein Jahr älter als Marie. Nach einem Gespräch zwischen Louis und Joseph II (nach dem Tod der Kaiserin, nun Kaiser von Österreich, klappt es jedoch und Marie beschert Frankreich endlich, über sieben Jahre nach der Hochzeit, den ersehnten Nachwuchs.
Auch wird die Affäre zu Graf von Fersen dargestellt, den sie, so wie ich es beurteilen kann, wahrscheinlich mehr geliebt hat als ihren eigenen Mann.
Probleme hat Marie-Antoinette auch mit der Mätresse des Königs Madame Dubarry. Diese war vormals eine Hure und ist durch den König (Großvater von Louis XVI) in den Adelsstand erhoben worden. Sie muss allerdings Versailles verlassen, als der König stirbt. Gleich darauf werden Marie-Antoinette und ihr Mann das Königspaar Frankreichs.
Marie-Antoinette beginnt ausschweifende Parties zu feiern und gibt einen Haufen Geld für Schmuck, Kleidung und andere mehr oder weniger nützliche Dinge aus. Und das nur, um ihre "Gefangenschaft" in Versailles für sich angenehmer zu gestalten. Das Volk hungert, der berühmte Satz "dann sollen sie doch Kuchen essen" wird verbreitet. Wie gesagt, verbreitet, er stammt nämlich gar nicht von ihr. Schon damals war die Presse nicht unmunter Lügen zu verbreiten.
Der Film endet mit dem Beginn der französischen Revolution. König und Königin sollen in Sicherheit gebracht werden, aber sie bleiben am Hof, bis sie später dazu gezwungen werden Versailles zu verlassen.

Einige Daten zum Film:
Sprachen: Deutsch und Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
Länge: ca. 118 Minuten
Hauptdarsteller:
Marie Antoinette: Kirsten Dunst (wunderbar)
Louis XVI: Jason Schwartzman

Der Film hat übrigens beim Film Festival in Cannes 2006 gewonnen.
Regie: Sophie Coppola (Lost in Translation)

Der Film ist nach der Vorlage der Biographie "Marie-Antoinette - The Journey" von Antonia Fraser entstanden.

Extras:
Als Extras gibt es neben dem Making of noch einen Spaziergang mit dem König durch Versailles. Dieser Spaziergang ist im Style von MTV Cribs gehalten, was ich total unpassend finde. Versailles ist ein zu geschichtsträchtiger Ort, unter anderem wurde hier nach dem 1. Weltkrieg der Versailler Vertrag geschlossen, als das man sich so drüber amüsieren kann. Außerdem sieht man noch Kinotrailer bei den Extras.

Meine Meinung:
Mich hat dieser Film irgendwie fasziniert. Er stellt das Königspaar, insbesondere Marie-Antoinette, nicht nur als den verschwendungssüchtigen Menschen dar, wie ich es einst im Geschichtsunterricht lernen durfte. Ich finde die Darstellung des damaligen Lebens, durch Musik (u.a. von The Cure und New Order) sehr informative und spannend (auch wenn man ja weiß wie es ausgeht, ähnlich wie bei Titanic damals). Eben weil mich das Thema so fesselt lese ich gerade die Biographie über Marie-Antoinette von Stefan Zweig. Das hätte ich noch vor wenigen Jahren im Leben nicht gemacht.

17 Bewertungen, 7 Kommentare

  • anonym

    01.07.2009, 14:52 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller bericht, würde mich über eine gegenlesung freuen! liebe grüße nessie

  • nele83

    30.01.2008, 10:55 Uhr von nele83
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht .. LG Daniela

  • waltraud.d

    30.01.2008, 08:34 Uhr von waltraud.d
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • frankensteins

    30.01.2008, 00:05 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    super lg

  • Haggia

    29.01.2008, 23:20 Uhr von Haggia
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG freue mich auch über Gegenlesungen!

  • sigrid9979

    29.01.2008, 22:59 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht Gruß Sigi

  • sindimindi

    29.01.2008, 22:39 Uhr von sindimindi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Marie Antoinette hätte lieber am Hofe ihrer Mutti bleiben sollen...Du weißt sicher welchen ich meine...;-) RS