Wolfman (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
Kopf ab, Feierabend.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„Die Pfade der Führung“ vs. „Werwolfwollknäule“.
Neulich (sprich: Ende Januar) im Media-Markt gab es – angeblich – zighundert Käufe, die sich gelohnt hätten. Wirklich fündig wurde ich bei den absolut interessanten Artikeln zwar nicht, gönnte mir jedoch für 4,33€ die Extended director's cut Version von
===Wolfman===, einem Film, bezüglich dessen mir noch eher lauwarme Zeitungsartikel im Hinterkopf herumschwebten. Da ich Anthony Hopkins jedoch nach wie vor für einen großartigen Darsteller hallte, der schon manchen Mumpitz aufgepeppt hat und der Preis mich nicht von dem getätigten Blindkauf abhalten konnte, widmete ich mich am gestrigen Abend endlich mal dem knapp 114minütigen „spektakulären Remake eines fast vergessenen Horrrorklassikers.“
Dass der Film fast vergessen wurde, erklärt sich spätestens, nachdem man sich durch zwei Stunden beinahe völliger Vorhersehbarkeit geglotzt hat.
Tatsächlich versteht die '''Umsetzung''' es, Dank der ersten Szene, die bereits blutig beginnt, den Zuschauer direkt in seinen atmosphärischen Gruselbann zu ziehen. Jene wirkt sich nicht zu (be)drückend aus, versteht es vielmehr, faszinierend-duster und vor allem authentisch das widerzuspiegeln, was nun um die 90er Jahre des 18. Jahrhunderts rund um Blackmoor geschehen sein soll.
Lawrence Talbot (Benicio del Toro) kehrt nach Jahren der Abwesenheit aus London zurück, um seinen als vermisst geltenden Bruder zu suchen. Dessen Verlobte Gwen (Emily Blunt) bat ihn vor einiger Zeit darum ~ doch bis Bruderherz schließlich eintrudelt, ist Brüderchen bereits gefunden worden. Tot. Zerfleischt. Die Bevölkerung spaltet sich mit ihren Mutmaßungen in mehrere Lager ~ die einen sind überzeugt, ein wildes Tier trüge die Verantwortung, während andere nicht nur den Tanzbären der Zigeuner, sondern letztere selbst als vermeintliche Täter ansehen. Darüber hinaus ragen sich Legenden rund um Werwölfe ~ oder eben einem profanen Serienkiller.
Natürlich läuft es über kurz oder lang (angefühlt) darauf hinaus, dass Lawrence trotz der eindringlichen Warnung seines Vaters bei Vollmond das Haus verlässt und die Zigeuner um Rat fragt ~ gleichermaßen logisch, dass just in diesem Moment der Killer auftaucht (selbstredend wirklich ein Werwolf), der mindestens ebenso logisch Lawrence kurz anknabbert, nachdem er zig Leutchen buchstäblich zerfleischt hat.
Fakt ist: besonders überraschend ist das Szenario bis hier hin nicht ~ und leider auch nicht in der weiteren Abfolge.
Obschon man dem Ganzen zu Gute halten muss, dass Werwolf- oder eben auch Vampyrfilme tatsächlich immer nach einem recht ähnlich Muster ablaufen müssen (rätselhafte Morde, Protagonist wird gebissen, mordet selbst, Erlösung?); doch innerhalb „Wolfman“ gab es für mich fast keine einzige Überraschung.
Viel zu offensichtlich liegen manche Umstände auf der Hand, selbst wenn Regisseur Joe Johnston in mannigfaltigen Interviews etwas anders zu verkünden weiß. Nicht zuletzt leuchtet mir nach wie vor nicht ein, warum zwar immer mehr Bürger der Werwolf-Saga Glauben schenkten, wussten, wer hinter dem „Tier“ steckt, wo dieser wohnte und lebte ~ aber trotzdem nicht „einfach“ eines schönen Tages vorbeihuschten, um dem guten Mann schnöde den Garaus zu machen. Kopf ab, Feierabend.
Doch nix. Vielmehr wiederholt sich das elendige Geschehen, dass ein Haufen Männer Lawrence zu verhaften versucht, dessen Vater John Talbot (Anthony Hopkins) mit einem schlagfertigen Spruch auf den Lippen die Herren von Scottland Yard zu verscheuchen weiß.
Ohnehin gibt es innerhalb „Wolfman“ einige Szenen, die den blutigen Gruselkram aufzulockern verstehen. Bei mancherlei bin ich mir zwar gar nicht mal so sicher, ob hier nicht eher von unfreiwilliger Komik zu sprechen sein dürfte (der hoch-hüpfende Hut, während dessen bis dato Träger kurzerhand umgerissen wird, brauchte mich tatsächlich zum belustigten Geräuschemachen), doch insgesamt betrachtet kann man nun immerhin aussagen, dass die vorherrschende Stimmung kein absolutes Einerlei darstellt.
Hin und wieder fühlte ich mich darüber hinaus an „The Shining“ erinnert, ohne jetzt allzu intensiv auf die sog. „Heckentiere“ zu sprechen zu wollen. Ferner dürfte es kaum jemanden überraschen, dass schlussendlich zwei Werwolfwollknäule ineinander verheddert sind, die gute Gwen jene ist, die den Fluch brechen können soll und kurz vor Gwen'nens Tod die Szenerie noch einmal kippt. Überraschend lediglich, dass diverse „Lösungen“, wie man den Fluch aufhebt, zwar mehrfach angesprochen werden, schlussendlich jedoch keinen mehr interessieren.
Habe ich nun zu viele Details offenbart?
Sei's drum. „Wolfman“ bietet wie gesagt ohnehin kaum etwas, was man nicht so oder so ähnlich schon ein- oder gar mehrmal(s) gesehen hätte ~ bis auf die Szenen, die innerhalb einer Nervenheilanstalt spielen, vermochte mich an dem Gesamtwerk kaum etwas zu fesseln.
Genauer gesagt: ohne Sir Anthony Hopkins hätten noch mehr Gucker noch weniger an dem Brimborium sehenswert gefunden. Es sei denn, man wählt seine Filmchen nach Blutfaktor aus ~ davon gibt’s hier reichlich, wenngleich man sich von mancherlei Dargebotenen über kurz oder lang auch arg veralbert fühlen darf.
===Summa summarum=== kann Kulisse, gestaltete Atmosphäre, musikalisch Begleitung sowie insbesondere der bunte Darstellerpulk überzeugen. Die Handlung an sich bedauerlicherweise eher nicht. Man findet arg viele Gegenden und Häuser vor, in die man direkt einziehen möchte, Kleidungsstücke, die Sehnsucht erwecken und bestaunt obendrein ein Rentier, welches sich wohl verirrt haben dürfte.
Freunde des profanen Blutzolls dürften sicherlich auf ihre Kosten kommen, jene jedoch, die sich obendrein geistig mit dem Dargebotenen auseinandersetzen möchten, können hier viel zu oft ihr Hirn auf Durchzug stellen und sparen sich somit vermutlich auch die diversen „unveröffentlichten und erweiterten Szenen“, die als einziges Bonusmaterial auf der Special-DVD vorzufinden sind. Ich persönlich war ja schon Dank der wahnwitzig vielen Infos, die sich vor des erreichen-könnens des Hauptmenüs tummeln, bedient.
Tröstlich zumindest, dass schlussendlich meine preisverdächtige Äußerung „Kopf ab, Feierabend“ doch noch ihren Platz fand.
Nichtsdestotrotz: ein schnödes Sternchen für Sir Anthony nebst allem, was nichts mit dem eigentlichen Inhalt zu tun hat und definitiv keine wirkliche Empfehlung. Es mag weitaus schlechteres geben ~ aber gleichermaßen auch durchaus gelungeneres, filigraneres, sehenswerteres.
Neulich (sprich: Ende Januar) im Media-Markt gab es – angeblich – zighundert Käufe, die sich gelohnt hätten. Wirklich fündig wurde ich bei den absolut interessanten Artikeln zwar nicht, gönnte mir jedoch für 4,33€ die Extended director's cut Version von
===Wolfman===, einem Film, bezüglich dessen mir noch eher lauwarme Zeitungsartikel im Hinterkopf herumschwebten. Da ich Anthony Hopkins jedoch nach wie vor für einen großartigen Darsteller hallte, der schon manchen Mumpitz aufgepeppt hat und der Preis mich nicht von dem getätigten Blindkauf abhalten konnte, widmete ich mich am gestrigen Abend endlich mal dem knapp 114minütigen „spektakulären Remake eines fast vergessenen Horrrorklassikers.“
Dass der Film fast vergessen wurde, erklärt sich spätestens, nachdem man sich durch zwei Stunden beinahe völliger Vorhersehbarkeit geglotzt hat.
Tatsächlich versteht die '''Umsetzung''' es, Dank der ersten Szene, die bereits blutig beginnt, den Zuschauer direkt in seinen atmosphärischen Gruselbann zu ziehen. Jene wirkt sich nicht zu (be)drückend aus, versteht es vielmehr, faszinierend-duster und vor allem authentisch das widerzuspiegeln, was nun um die 90er Jahre des 18. Jahrhunderts rund um Blackmoor geschehen sein soll.
Lawrence Talbot (Benicio del Toro) kehrt nach Jahren der Abwesenheit aus London zurück, um seinen als vermisst geltenden Bruder zu suchen. Dessen Verlobte Gwen (Emily Blunt) bat ihn vor einiger Zeit darum ~ doch bis Bruderherz schließlich eintrudelt, ist Brüderchen bereits gefunden worden. Tot. Zerfleischt. Die Bevölkerung spaltet sich mit ihren Mutmaßungen in mehrere Lager ~ die einen sind überzeugt, ein wildes Tier trüge die Verantwortung, während andere nicht nur den Tanzbären der Zigeuner, sondern letztere selbst als vermeintliche Täter ansehen. Darüber hinaus ragen sich Legenden rund um Werwölfe ~ oder eben einem profanen Serienkiller.
Natürlich läuft es über kurz oder lang (angefühlt) darauf hinaus, dass Lawrence trotz der eindringlichen Warnung seines Vaters bei Vollmond das Haus verlässt und die Zigeuner um Rat fragt ~ gleichermaßen logisch, dass just in diesem Moment der Killer auftaucht (selbstredend wirklich ein Werwolf), der mindestens ebenso logisch Lawrence kurz anknabbert, nachdem er zig Leutchen buchstäblich zerfleischt hat.
Fakt ist: besonders überraschend ist das Szenario bis hier hin nicht ~ und leider auch nicht in der weiteren Abfolge.
Obschon man dem Ganzen zu Gute halten muss, dass Werwolf- oder eben auch Vampyrfilme tatsächlich immer nach einem recht ähnlich Muster ablaufen müssen (rätselhafte Morde, Protagonist wird gebissen, mordet selbst, Erlösung?); doch innerhalb „Wolfman“ gab es für mich fast keine einzige Überraschung.
Viel zu offensichtlich liegen manche Umstände auf der Hand, selbst wenn Regisseur Joe Johnston in mannigfaltigen Interviews etwas anders zu verkünden weiß. Nicht zuletzt leuchtet mir nach wie vor nicht ein, warum zwar immer mehr Bürger der Werwolf-Saga Glauben schenkten, wussten, wer hinter dem „Tier“ steckt, wo dieser wohnte und lebte ~ aber trotzdem nicht „einfach“ eines schönen Tages vorbeihuschten, um dem guten Mann schnöde den Garaus zu machen. Kopf ab, Feierabend.
Doch nix. Vielmehr wiederholt sich das elendige Geschehen, dass ein Haufen Männer Lawrence zu verhaften versucht, dessen Vater John Talbot (Anthony Hopkins) mit einem schlagfertigen Spruch auf den Lippen die Herren von Scottland Yard zu verscheuchen weiß.
Ohnehin gibt es innerhalb „Wolfman“ einige Szenen, die den blutigen Gruselkram aufzulockern verstehen. Bei mancherlei bin ich mir zwar gar nicht mal so sicher, ob hier nicht eher von unfreiwilliger Komik zu sprechen sein dürfte (der hoch-hüpfende Hut, während dessen bis dato Träger kurzerhand umgerissen wird, brauchte mich tatsächlich zum belustigten Geräuschemachen), doch insgesamt betrachtet kann man nun immerhin aussagen, dass die vorherrschende Stimmung kein absolutes Einerlei darstellt.
Hin und wieder fühlte ich mich darüber hinaus an „The Shining“ erinnert, ohne jetzt allzu intensiv auf die sog. „Heckentiere“ zu sprechen zu wollen. Ferner dürfte es kaum jemanden überraschen, dass schlussendlich zwei Werwolfwollknäule ineinander verheddert sind, die gute Gwen jene ist, die den Fluch brechen können soll und kurz vor Gwen'nens Tod die Szenerie noch einmal kippt. Überraschend lediglich, dass diverse „Lösungen“, wie man den Fluch aufhebt, zwar mehrfach angesprochen werden, schlussendlich jedoch keinen mehr interessieren.
Habe ich nun zu viele Details offenbart?
Sei's drum. „Wolfman“ bietet wie gesagt ohnehin kaum etwas, was man nicht so oder so ähnlich schon ein- oder gar mehrmal(s) gesehen hätte ~ bis auf die Szenen, die innerhalb einer Nervenheilanstalt spielen, vermochte mich an dem Gesamtwerk kaum etwas zu fesseln.
Genauer gesagt: ohne Sir Anthony Hopkins hätten noch mehr Gucker noch weniger an dem Brimborium sehenswert gefunden. Es sei denn, man wählt seine Filmchen nach Blutfaktor aus ~ davon gibt’s hier reichlich, wenngleich man sich von mancherlei Dargebotenen über kurz oder lang auch arg veralbert fühlen darf.
===Summa summarum=== kann Kulisse, gestaltete Atmosphäre, musikalisch Begleitung sowie insbesondere der bunte Darstellerpulk überzeugen. Die Handlung an sich bedauerlicherweise eher nicht. Man findet arg viele Gegenden und Häuser vor, in die man direkt einziehen möchte, Kleidungsstücke, die Sehnsucht erwecken und bestaunt obendrein ein Rentier, welches sich wohl verirrt haben dürfte.
Freunde des profanen Blutzolls dürften sicherlich auf ihre Kosten kommen, jene jedoch, die sich obendrein geistig mit dem Dargebotenen auseinandersetzen möchten, können hier viel zu oft ihr Hirn auf Durchzug stellen und sparen sich somit vermutlich auch die diversen „unveröffentlichten und erweiterten Szenen“, die als einziges Bonusmaterial auf der Special-DVD vorzufinden sind. Ich persönlich war ja schon Dank der wahnwitzig vielen Infos, die sich vor des erreichen-könnens des Hauptmenüs tummeln, bedient.
Tröstlich zumindest, dass schlussendlich meine preisverdächtige Äußerung „Kopf ab, Feierabend“ doch noch ihren Platz fand.
Nichtsdestotrotz: ein schnödes Sternchen für Sir Anthony nebst allem, was nichts mit dem eigentlichen Inhalt zu tun hat und definitiv keine wirkliche Empfehlung. Es mag weitaus schlechteres geben ~ aber gleichermaßen auch durchaus gelungeneres, filigraneres, sehenswerteres.
33 Bewertungen, 6 Kommentare
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02.02.2011, 14:01 Uhr von Befamous
Bewertung: sehr hilfreichGanz Liebe Grüße von Famous ;)
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01.02.2011, 17:52 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^petra
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01.02.2011, 17:19 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund ganz liebe grüße
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01.02.2011, 16:21 Uhr von Hamsterbacke09
Bewertung: sehr hilfreichLG Jessy
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01.02.2011, 15:36 Uhr von tina08
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße ... Tina
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01.02.2011, 15:36 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichWinterliche Februargrüße aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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