Wenn Liebe so einfach wäre (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
Ich habe nicht absichtlich mit niemandem Sex.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es gibt bekanntlich für vermutlich einen jeden Darsteller, die dafür Sorge tragen, dass man einen Film noch lieber anschaut als es von der lediglichen Handlung her der Fall gewesen wäre. Bei mir war es die Kombination von Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin, die mich zu der DVD
===“Wenn Liebe so einfach wäre“=== greifen ließ. Die Handlung des 115minütigen Filmes ist dabei rasch auf den Punkt gebracht: zehn Jahre nach der Scheidung erkennt Jake (Alec Baldwin), was er an seiner Frau Jane (Meryl Streep) hatte ~ ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als diese sich für ihren Architekten Adam (Steve Martin) zu interessieren beginnt. Ebenfalls ist Jake seit Jahren mit Agness (Lake Bell) verheiratet; jener Dame, mit der er seinerzeit seine vorherige Ehefrau betrog. Nichtsdestotrotz beginnt Jane mit ihrem Exgatten eine Affäre; stetig taumelnd zwischen Gewissensfrage, wiedererlangte Glückseligkeit, Hoffen und Bangen.
Dass „Wenn Liebe so einfach wäre“ unter dem Drehbuch nebst Regie einer Frau besteht, spürt man an der filigranen Umsetzung deutlich. Nancy Meyers beweist hier ein deutliches Händchen für die Höhen und Tiefen, die in solcherlei Dreiecksgeschichten innewohnen. Ohne allzu sehr ins Melodramatische abzurutschen, zeugt die Umsetzung von der notwendigen Ernsthaftigkeit, besticht jedoch gleichermaßen durch wohlplatzierte humoristische Situationen wie auch schlagfertige Dialoge.
Besonders hervorzuheben unstreitbar die Eingangszene, die wenige Momente später offenbart, dass hier nichts so ist, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht. Weitere Tiefe erhält das Gesamtwerk dadurch, dass sich die Geschichte nicht lediglich auf die drei erwachsenen Hauptakteure beschränkt, sondern insbesondere ebenfalls die schon längst volljährigen Kinder Lauren (Caitlin Fitzgerald), Gabby (Zoe Kazan) und Luke (Hunter Parrish) eine Rolle spielen. Auch Harley (John Krasinski) der mitten in seinen Hochzeitsvorbereitungen steckt, gerät in eine Zwickmühle, als er zufällig Zeuge eines heimlichen Hoteltreffens von Jake und Jane wird.
Wirkliche Überraschungen oder gar überaus spannende Momente gibt es in „Wenn Liebe so einfach wäre“ nicht; langweilt jedoch meines Empfindens nach an keiner Stelle. Ich persönlich empfand den Film als durchweg entzückend, wenngleich darüber hinaus derartig authentisch, dass es den ein oder anderen schmerzen dürfte. Die geschlechterspezifischen Gedankenspielereien respektive das „damit umgehen“ wird glaubwürdig vermittelt; auch spürt man als Zuschauer deutlich die Zerrissenheit Janes und wüsste selbst kaum, was man ihr raten oder gar an ihrer Stelle tun sollte.
Man mag zu Recht schlussfolgern, dass „Wenn Liebe so einfach wäre“ sich eher an das reifere Publikum richtet; an all jene, die selbst eine Scheidung oder gar nur Affäre und die damit verbundenen Gefühlszusammenbrüche hinter sich haben und somit eher schmerzlichen-teilironischen Äußerungen aka
„In meinem jetzigen Badezimmer habe ich zwei Waschbecken ~ und fühle mich deswegen ganz furchtbar.“
nachfühlen können. Dass ich für meinen Teil hier ein Piksen in der Herzgegend verspürte, liegt da fast schon auf der Hand, wie es ebenfalls Fakt ist, wie sehr mich der Film fast schon zu Tränen rührte.
Hierzu muss ich vermutlich ausführen, dass mir selbst bewusst ist, jene Darbietung mit anderen Darstellern aller Wahrscheinlichkeit nach als weniger gelungen empfunden hätte. Die drei Protagonisten sind einfach großartige Akteure, selbst wenn ich mich immer wieder wundere, wie „alt“ Alec Baldwin inzwischen geworden ist. Dass mit jenen Umständen ebenfalls gespielt wird, sorgt für weitere heitere Momente oder gar Dialoge. Die Skurrilität, die hier diversen Situationen innewohnt, wird meines Erachtens nach vorbildlich auf den Punkt gebracht, ohne das ein oder andere (allzu) albern erscheinen zu lassen. Konsequenterweise bedarf es eines besonderen Einfühlungsvermögen für jene quasi-Dreiecksgeschichte, um sich vehement in die Tragik hineinversetzen zu können ~ jüngeren Zuschauern dürfte „Wenn Liebe zu einfach wäre“ meiner Unterstellung nach zu unspektakulär oder gar zu seicht erscheinen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mir die Thematik rund um Liebe, Hoffnung, Einsamkeit, Erniedrigung, Selbstsuche, Neubeginn und schwerwiegenden Entscheidungen sehr gut gefallen hat. Nicht zuletzt gelang den Machern hier ein Werk, bei dem ich als Zuschauer für jeden der Beteiligten Mitgefühl aufbringen konnte ~ das ultimative Happy End kann es somit nicht geben; ein weiterer Aspekt, der für mich den Film umso sehenswerter weil realistischer macht.
Ob und wann ich mir die DVD erneut anschauen werde, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten. Der Witz nebst der innerlichen Aufruhr aufgrund des Mitfieberns ist nach Kenntnis natürlich raus; und doch will ich diese Veröffentlichung in meiner Sammlung nicht missen müssen.
5 Sterne, Neutralitätsempfehlung.
===“Wenn Liebe so einfach wäre“=== greifen ließ. Die Handlung des 115minütigen Filmes ist dabei rasch auf den Punkt gebracht: zehn Jahre nach der Scheidung erkennt Jake (Alec Baldwin), was er an seiner Frau Jane (Meryl Streep) hatte ~ ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als diese sich für ihren Architekten Adam (Steve Martin) zu interessieren beginnt. Ebenfalls ist Jake seit Jahren mit Agness (Lake Bell) verheiratet; jener Dame, mit der er seinerzeit seine vorherige Ehefrau betrog. Nichtsdestotrotz beginnt Jane mit ihrem Exgatten eine Affäre; stetig taumelnd zwischen Gewissensfrage, wiedererlangte Glückseligkeit, Hoffen und Bangen.
Dass „Wenn Liebe so einfach wäre“ unter dem Drehbuch nebst Regie einer Frau besteht, spürt man an der filigranen Umsetzung deutlich. Nancy Meyers beweist hier ein deutliches Händchen für die Höhen und Tiefen, die in solcherlei Dreiecksgeschichten innewohnen. Ohne allzu sehr ins Melodramatische abzurutschen, zeugt die Umsetzung von der notwendigen Ernsthaftigkeit, besticht jedoch gleichermaßen durch wohlplatzierte humoristische Situationen wie auch schlagfertige Dialoge.
Besonders hervorzuheben unstreitbar die Eingangszene, die wenige Momente später offenbart, dass hier nichts so ist, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht. Weitere Tiefe erhält das Gesamtwerk dadurch, dass sich die Geschichte nicht lediglich auf die drei erwachsenen Hauptakteure beschränkt, sondern insbesondere ebenfalls die schon längst volljährigen Kinder Lauren (Caitlin Fitzgerald), Gabby (Zoe Kazan) und Luke (Hunter Parrish) eine Rolle spielen. Auch Harley (John Krasinski) der mitten in seinen Hochzeitsvorbereitungen steckt, gerät in eine Zwickmühle, als er zufällig Zeuge eines heimlichen Hoteltreffens von Jake und Jane wird.
Wirkliche Überraschungen oder gar überaus spannende Momente gibt es in „Wenn Liebe so einfach wäre“ nicht; langweilt jedoch meines Empfindens nach an keiner Stelle. Ich persönlich empfand den Film als durchweg entzückend, wenngleich darüber hinaus derartig authentisch, dass es den ein oder anderen schmerzen dürfte. Die geschlechterspezifischen Gedankenspielereien respektive das „damit umgehen“ wird glaubwürdig vermittelt; auch spürt man als Zuschauer deutlich die Zerrissenheit Janes und wüsste selbst kaum, was man ihr raten oder gar an ihrer Stelle tun sollte.
Man mag zu Recht schlussfolgern, dass „Wenn Liebe so einfach wäre“ sich eher an das reifere Publikum richtet; an all jene, die selbst eine Scheidung oder gar nur Affäre und die damit verbundenen Gefühlszusammenbrüche hinter sich haben und somit eher schmerzlichen-teilironischen Äußerungen aka
„In meinem jetzigen Badezimmer habe ich zwei Waschbecken ~ und fühle mich deswegen ganz furchtbar.“
nachfühlen können. Dass ich für meinen Teil hier ein Piksen in der Herzgegend verspürte, liegt da fast schon auf der Hand, wie es ebenfalls Fakt ist, wie sehr mich der Film fast schon zu Tränen rührte.
Hierzu muss ich vermutlich ausführen, dass mir selbst bewusst ist, jene Darbietung mit anderen Darstellern aller Wahrscheinlichkeit nach als weniger gelungen empfunden hätte. Die drei Protagonisten sind einfach großartige Akteure, selbst wenn ich mich immer wieder wundere, wie „alt“ Alec Baldwin inzwischen geworden ist. Dass mit jenen Umständen ebenfalls gespielt wird, sorgt für weitere heitere Momente oder gar Dialoge. Die Skurrilität, die hier diversen Situationen innewohnt, wird meines Erachtens nach vorbildlich auf den Punkt gebracht, ohne das ein oder andere (allzu) albern erscheinen zu lassen. Konsequenterweise bedarf es eines besonderen Einfühlungsvermögen für jene quasi-Dreiecksgeschichte, um sich vehement in die Tragik hineinversetzen zu können ~ jüngeren Zuschauern dürfte „Wenn Liebe zu einfach wäre“ meiner Unterstellung nach zu unspektakulär oder gar zu seicht erscheinen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mir die Thematik rund um Liebe, Hoffnung, Einsamkeit, Erniedrigung, Selbstsuche, Neubeginn und schwerwiegenden Entscheidungen sehr gut gefallen hat. Nicht zuletzt gelang den Machern hier ein Werk, bei dem ich als Zuschauer für jeden der Beteiligten Mitgefühl aufbringen konnte ~ das ultimative Happy End kann es somit nicht geben; ein weiterer Aspekt, der für mich den Film umso sehenswerter weil realistischer macht.
Ob und wann ich mir die DVD erneut anschauen werde, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten. Der Witz nebst der innerlichen Aufruhr aufgrund des Mitfieberns ist nach Kenntnis natürlich raus; und doch will ich diese Veröffentlichung in meiner Sammlung nicht missen müssen.
5 Sterne, Neutralitätsempfehlung.
22 Bewertungen, 5 Kommentare
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10.04.2012, 18:00 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich....und ganz liebe grüße
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10.04.2012, 13:35 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichWünsche frohe Ostern gehabt zu haben! LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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10.04.2012, 11:07 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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10.04.2012, 10:31 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße. KATJA..
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10.04.2012, 10:28 Uhr von Nina1805
Bewertung: sehr hilfreichSH! Da habe ich auch einen Bericht drüber geschrieben!
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