The Children (DVD) Testbericht

The-children-dvd-horrorfilm
ab 5,14
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Natürliche Verhütungsmittel-Erinnerung in Film-Form.

5
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  keine Angabe
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich mit meiner _„Kinder des Zorns“_ Reihe (fast) durch bin, ist es mir ein persönliches Sahnehäppchen, mich fortan mitunter wieder Filmen rund um diverse „Seuchenausbrüche“ zu widmen. Nachdem mich kürzlich die Horrorkomödie „Wasting away“ bespaßte, sollte es mit dem knapp 80minütigen Schocker

===“The Children“=== wieder bodenständiger (nunja...) werden. Wie diverse ähnlich-angehauchte Publikationen hielt sich Drehbuchautor und zugleich Regisseur Tom Shankland keine Minute mit der Frage auf, woher die Epidemie, die in diesen Fall lediglich Kinder zu befallen scheint, nun eigentlich stammt, stammen könnte oder wann und wie hier was losgetreten wird.

Stattdessen konzentriert sich der komplette Fokus auf die Patchworkfamilie Elaine (Eva Birthistle), Robbie (Jeremy Sheffield) nebst Teenagertochter Casey (Hannah Tointon) nebst den Kindern Leah ( Raffiella Brooks) und Paulie (William Howes). Jene wollen die Weihnachtsfeiertage bei Elaines Schwester Chloe (Rachel Shelley) und deren Mann Jonah (Stephen Campbell Moore) sowie den gemeinsamen Kindern Nicky (Jake Hathaway) und Miranda (Eva Sayer) verbringen möchte.

Sollte ich bereits an dieser Stelle die Familienkonstellation durcheinander gebracht haben, tut es mir aufrichtig leid ~ bei der Menge an zum Teil arg nervigen Gören (insbesondere Paulie hätte ich persönlich schon recht früh die Gurgel zudrücken können) fiel es mir schwer, den fulminanten Überblick zu behalten.

Es tut mir ja fast schon leid, sowas wieder von mir geben zu „müssen“: aber ich habe selten ein mir so unsympathisches Kind erlebt, welches mir bereits mit seiner bloßen Anwesenheit furchtbar auf die Nerven ging. Ein Umstand, der die zusehends beklemmende Atmosphäre durchaus auf ihre eigene Art zu unterstützen versteht.

Erfreulicher Fakt in diesem Kontext: so wirklich spielt das „wer gehört zu wem“ auch gar keine Rolle. Vielmehr ist rasch klar, dass Paulie sich nicht einfach nur Dank einer Reiseübelkeit übergeben musste, sondern nach und nach eine erschreckende Persönlichkeitsänderung durchlebt, von dem auch keines der anderen Kinder sicher zu sein scheint. Das vermeintliche Virus überträgt sich binnen kürzester Zeit ~ nachdem sich wenig später ein „Unfall“ ereignet, ist für Teenager-Tochter Casey klar, dass mit den „lieben Kleinen“ etwas nicht stimmt.
Ungut nur, dass Chloe in eben jener die eigentliche Gefahr sieht und jedem umstehenden wissen lässt, dass Casey offensichtlich den Verstand verloren hat...

===Die Umsetzung=== ist zweifelsfrei anders, als man es von der breiten Filmmasse gewöhnt sein wird. _„The Children“_ ist an manchen Stellen unglaublich brutal, verzichtet jedoch darauf, die Kamera stetig explizite Großaufnahmen vollführen zu lassen. Weg-guck-Momente gibt s dennoch zuhauf: mag sein, dass der moderne Gucker oftmals schulterzuckend beobachtet, wie mal wieder jemand auf der Leinwand ausgeweidet wird ~ Szenen, die hingegen durchaus nachvollziehbarer sind, gehen meines Empfindens nach dennoch intensiv unter die Haut. Ein abgerissener Ohrring hier, ein gebrochenes Bein inklusive herausragenden Knochen da... auf all jenes muss sich der Magen der potentiell Interessierten gefasst machen.

Besonders hervorzuheben zweifelsfrei der Aspekt, dass den kindlichen Darstellern meiner Meinung nach nicht zu viel zugemutet wurde. An keiner Stelle sieht man die Kinder wirklich bei ihren blutrünstigen Taten; ein jeder Gewaltakt wird lediglich angedeutet respektive schwenkt die Kamera im letzten Moment ab. An Intensität büßt _„The Children“_ hierdurch jedoch nichts ein ~ vielmehr wird in bestem „old school charme“ die Phantasie des Zuschauers bis an die erträgliche Grenze getrieben.

Während der ein oder andere sicherlich eine Erklärung für das Ganze vermissen könnte, lässt _„The Children“_ zumindest nichts an einer breiteren Handlungsspanne vermissen. Der vermeintliche Konkurrenzkampf der beiden Schwestern, der zwischenmenschliche Konflikt zwischen Casey und ihren Stiefvater sowie die gesamte letztgenannte Figur sorgt immer wieder für neue nerven-strapazierende Momente, die im weiteren Verlauf besonderen Nährstoff für die packende Atmosphäre geben.
Ein wenig mag man hier und dort über den antiautoritären Erziehungsstil von Chloe lächeln, die getreu dem Motto der einstigen „Super Nanny“ mit Belohnungen in Form von „Sternen auf einer Tafel“ agiert. Das eben jene Kleinigkeit für weiteren, wenn auch nicht allzu offen ausgesprochenen, Anspannungsstoff sorgt, liegt beinahe auf der Hand.

Eklatant ferner der ultimative Knackpunkt an der Geschichte: wie schwer es den unterschiedlichen Persönlichkeiten fällt, sich gegen die Kinder, die fatalerweise bloß ein wenig blass um die Nase ausschauen, zur Wehr zu setzen, impft dem Film eine weitere Nuance ein, die man erst einmal verdauen muss. Es sind hier nicht „irgendwelche Kinder“, sondern schlicht und ergreifend die _eigenen_, bezüglich derer es nun heißt: töten oder getötet werden.

Eltern, die sich _„The Children“_ anschauen, dürften anschließend vermutlich weitaus verstörter auf ihren dann und wann „verstimmten“Nachwuchs reagieren als es sich bezüglich der kinderlosen Guck-Front auswirkt.

Insgesamt vergingen die 81 Minuten wie im Fluge, während ich gebannt auf den Bildschirm schaute und recht früh meine Chipstüte zu Boden gleiten ließ. Längen gibt es keine, weiterhin ist ebenso löblich das Tempo nicht als überstürzt anzusehen. Durch die gewählte Anzahl der Figuren verlieren nicht nur die filmischen Charaktere, sondern ebenfalls der Zuschauer hier und dort die Übersicht, wer sich wo genau aufhält, aufhalten könnte oder gar müsste. Für mich gestaltete sich _„The Children“_ als nahezu unerträglich-spannendes Horror-Werk, welches zugleich eine gewisse Authentizität nicht vermissen lässt.

===Die DVD selbst=== liegt mir persönlich als „2 Disc Special Edition“ vor, die ich mir jedoch eigentlich nur deswegen gekauft habe, weil diese günstiger war als die einfache Version. Insgesamt gibt es hier sage und schreibe 125Minuten an Bonusmaterial, welches somit länger dauert, als der eigentliche Hauptfilm.
Angeschaut habe ich mir jedoch lediglich die „deleted scenes“, welche mitunter ein verlängertes Filmende beinhaltet.

Zu den Punkten '''„Interviews“, „Killing-Kids-making of“, „Drehorte“, „Körperteile mit''' '''Paul Hyett“, „Schneedesign,“ Tom Shanklands Höhle“, Working with the children“''' kann ich somit nichts weiteres verlautbaren lassen.

Bild und Ton indes ist von Anfang bis Ende nahezu brilliant, während die Spachauswahl sich auf Deutsch wie Englisch, wahlsweise mitsamt dem jeweiligen Untertitel, beschränkt.

===Summa summarum=== hat mich auch _„The Children“_ positiv überrascht, hörte ich bislang doch eher arg konträre Meinungen über den ungekürzt erschienenen Film.

Schätzungsweise wird es noch mehrere Zuschauer geben, die den Film entweder herausragend gut oder aber unterirdisch schlecht finden werden. Mir persönlich wurde bewusst, dass das Gesehene über Nacht noch ein wenig nachhallt, mich für meinen Teil nicht so schnell wieder loslassen wollte und somit anhand diverser Finessen noch eine ganze Weile in meinem Gedächtnis bleiben wird.

Durch kleinere Andeutungen, die unaufmerksamere Zuschauer durchaus übersehen könnten, entsteht ein völlig anderer Gruseleffekt, als es durch allzu blutige Publikationen oftmals der Fall ist. Wer von _„The Children“_ ein wildes Szenario oder gar wilde Schlachtfeste erwartet, der ist zweifellos hiermit falsch beraten ~ für die trügerische Ruhe, Stille oder gar (immerzu gestörte) Idylle muss man in der Tat genauso empfänglich sein wie für jene Brutalität, die zwischen den Bildern agiert.

28 Bewertungen, 5 Kommentare

  • sirikit06

    26.09.2012, 22:18 Uhr von sirikit06
    Bewertung: besonders wertvoll

    Wünsche Dir einen schönen Abend! LG

  • milabie

    26.09.2012, 21:48 Uhr von milabie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bin wieder da. Lieben Gruß

  • sigrid9979

    26.09.2012, 15:16 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsch dir einen schönen Tag..Lg Sigi

  • nikila1985

    26.09.2012, 14:50 Uhr von nikila1985
    Bewertung: sehr hilfreich

    über eine Gegenbewertung wäre ich dir sehr Dankbar

  • katjafranke

    26.09.2012, 14:50 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüße von der Katja....